O p i s y  w  j Ä z y k u  p o l s k i m  n a  k a s e t a . d e
p o l n i s c h e  G e r À t e
Auch in Polen gab es eine groĂe Auswahl an Unterhaltungselektronik, die ĂŒber den einheitlichen Markennamen UNITRA vertrieben wurde. Die gröĂten Hersteller von Radios und Recordern waren hierbei ZRK in Warschau, DIORA in DzierĆŒoniĂłw, ELTRA in Bydgoszcz sowie die UNITRA-Radiowerke in LubartĂłw und RzeszĂłw. TONSIL in WrzeĆnia hat sich wieder hauptsĂ€chlich auf Lautsprecher, Mikrofone und Boxen konzentriert, FONICA auf Plattenspieler, CEMI sowie TELPOD auf Halbleiter und ZATRA auf Transformatoren. HiFi-Komponenten kamen hauptsĂ€chlich aus DzierĆŒoniĂłw und RzeszĂłw. Diese zunehmende Spezialisierung der einzelnen Werke kennt man auch aus der DDR. Die Anzahl der in die DDR gelieferten GerĂ€te war relativ ĂŒberschaubar, wĂ€hrend der devisenbringende Export nach Westdeutschland, Ăsterreich und in die Schweiz fĂŒr das Staatsunternehmen UNITRA offensichtlich sehr interessant war. Dort wurden die GerĂ€te hauptsĂ€chlich ĂŒber die HGS Electronic GmbH, ITC, BRUNS, TECCO sowie GETON vertrieben und natĂŒrlich entsprechend umgelabelt. Die polnischen GerĂ€te sind insgesamt meist sehr robust, oft etwas einfach, aber trotzdem sehr zeitgemÀà ausgestattet. Gerade die HiFi-Komponenten und Recorder waren von guter QualitĂ€t, die Lautsprecher und Boxen halte ich hingegen fĂŒr eher schlicht. Es gab auch Kooperationen mit dem VEB Stern-Radio Berlin, aus denen gemeinsame GerĂ€te wie z.B. das Unitra Zosia (RFT SR 30) oder Unitra Ania resultierten. In gemeinsamer Wirtschaftshilfe wurden aber auch RFT skr 700 im Tausch gegen Unitra RMS 814 geliefert und unter dem jeweils anderen Markennamen vertrieben. Neben den eigentlich guten selbst entwickelten GerĂ€ten gab es auch einige wenige Lizenznachbauten von GRUNDIG, die dann wiederum zurĂŒck in die Bundesrepublik geliefert wurden (Ă€ltere TonbandgerĂ€te & Kassettenlaufwerke). Die Modellbezeichnungen der polnischen GerĂ€te sind Ă€hnlich denen in der DDR aufgebaut: R ⊠(Radio), M⊠(Magnetofon - Tonband) MK ⊠(Magnetofon Kasetowe â Kassetten-Tonband), RM ⊠(Radiomagnetofon - Radiorecorder), RMS ⊠(Radiomagnetofon Stereofoniczny â Stereo-Radiorecorder), WS ⊠(Wzmacniacze Stereo â StereoverstĂ€rker) und so weiter.
Unitra-Fonica TSH 113 & HGS Altus HIFI T 700
Unitra-Fonica WSH 205 & HGS Altus HIFI V 600
Unitra-Fonica WS 303
Unitra-Fonica WS 303
Unitra-Fonica WS 403
Der HiFi-StereoverstĂ€rker WS 403 (Wzmacniacze Stereo 403) wurde ab Anfang der 1980er Jahre bei UNITRA FONICA in Warschau produziert und war wohl einer der hochwertigsten VerstĂ€rker aus polnischer Produktion. Das GehĂ€use wurde mit einer gebĂŒrsteten und teilweise eloxierten Alufrontblende plus passenden Alureglern versehen. Optisch hierzu passend kamen massive Alu-Kippschalter zum Einsatz, hinter denen sich aber mit entsprechender Ăbersetzung nur normale Reihenschalter verbergen (Ă€hnlich RFT SKR 500/501). Auch ansonsten relativiert sich der sehr wertige Ă€uĂere Eindruck etwas beim Ăffnen des GerĂ€tes. Die Potis hinter den schweren Reglern sind recht klein ausgefĂŒhrt und auch die Endstufen sind kleiner, als man es aufgrund des hohen Gesamtgewichtes vermuten könnte. Nichtsdestotrotz hat alles eine gute QualitĂ€t. Ăhnliches kenne ich von höherwertigen bundesdeutschen SABA-VerstĂ€rkern, wĂ€hrend in der DDR ja eher groĂe Bauteile in teilweise sehr kompakte GehĂ€use gebaut wurden, wodurch das hohe Gewicht dann durch die Technik und nicht nur das GehĂ€use zu Stande kam. Der WS 403 verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf DiodeneingĂ€nge fĂŒr zwei Plattenspieler (1x magnetisch, 1x keramisch), einen Tuner und zwei Kassettendecks/TonbandgerĂ€te. Die Auswahl erfolgt etwas irritierend ĂŒber zwei Drehregler (1x âSourceâ mit TA I / TA II / Tuner und 1x (TB)1>2 / Monitor I / Source / Monitor II / (TB)2>1). Des Weiteren lassen sich neben der LautstĂ€rke die Höhen, Tiefen sowie Balance regeln, ein Rauschfilter sowie Monobetrieb zuschalten, Linear und Contur wechseln. Es können zwei 4Ω-Lautsprecherpaare angeschlossen werden. AuĂerdem existiert ein frontseitiger Klinken- und rĂŒckseitiger Dioden-Kopfhöreranschluss (8 â 400 Ω).
Thomson PA 3511T (WS 403)
Der WS 403 mit gebĂŒrsteter Front (nicht eloxiert) wurde auch als Thomson PA 3511T nach Frankreich geliefert.
Continental Edison PA-9806 & Pathe Marconi PA 9806 (WS 403)
weitere ExportausfĂŒhrungen des Unitra-Fonica WS 403
Unitra-Fonica WS 503
Der WS 503 wurde ab Anfang der 1980er Jahre parallel zum WS 403 bei UNITRA FONICA in Warschau produziert. Technisch und optisch sind beide GerĂ€te prinzipiell identisch. Der WS 503 verfĂŒgt aber neben dem Rausch-, noch ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Rumpel-Filter mit entsprechendem Kippschalter.
HGS VELA V-7070 (WS 503)
Der WS 503 mit eloxierter Front wurde in Westdeutschland als VELA V-7070 der Handelsmarke HGS ausgeliefert. Die Beschriftung erfolgte komplett in deutscher Sprache. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen polnischen Hersteller fehlt komplett. Statt eines âMade in Polandâ findet sich hier lediglich ein recht fragwĂŒrdiges âHergestellt fĂŒr die Bundesrepublik Deutschlandâ.
Brandt A3523, Continental Edison PA-9907,Â
Emerson SA-45 & Fera PA 70-11Â (WS 503)
weitere ExportausfĂŒhrungen des Unitra-Fonica WS 503
K o m b i n a t i o n   Z M - 8 0 0 0
Bei der HiFi-Kombination ZM-8000 handelt es sich eigentlich um eine Gemeinschaftsentwicklung verschiedener polnischer Hersteller, die jeweils einzelne Komponenten beisteuerten. So stammt der VerstĂ€rker PW-8010 und der Plattenspieler G-8010 von Unitra-Fonica aus ĆÏdĆș, der Tuner R-8010 von Unitra-Eltra aus Bydgoszcz und das Kassettendeck M-8010 von Unitra-ZRK aus Warschau.
hgs ALTUS HiFi 60 (ZM-8000)
Die polnische HiFi-Mini-Stereoanlage Unitra ZM-8000 wurde ĂŒber HGS auch in Westdeutschland vertrieben. Der VerstĂ€rker Unitra-Fonica PW-8010 trĂ€gt hier die Bezeichnung hgs Stereo Amplifier ALTUS V60, der Tuner Unitra-Eltra R-8010 die Bezeichnung hgs Stereo Tuner ALTUS T60, das Kassettendeck Unitra-ZRK M-8010 die Bezeichnung hgs Stereo Cassette Deck ALTUS D60 und der Plattenspieler Unitra-Fonica G-8010 nennt sich dort hgs Stereo Turntable ALTUS P100. In einer Anzeige von hifi mössinger aus Wildbad in der Zeitschrift Funkschau 18/1984 heiĂt es nur kurz âALTUS HiFi: Tuner T60 mit AFC, LED, Muting & 3x UKW-Festsender; VerstĂ€rker V60 mit 2x35/50W & Loudness/LED; Kassettendeck D60 mit Dolby, 2x VU-Meter, DIN und Cinch; Halbautomatik-Riemenantrieb-Plattenspieler ALTUS P 100: Frontbedienung, Stroboskop, aufwendige, schwere Konstruktionâ. Die Preise wurden dann gestaffelt von 298,- DM fĂŒr den Tuner plus VerstĂ€rker; 168,- DM jeweils fĂŒr das Kassettendeck oder den Plattenspieler; 448,- DM fĂŒr den Turm ohne Plattenspieler und 598,- DM fĂŒr den gesamten Turm mit VerstĂ€rker, Tuner, Kassettendeck und Plattenspieler.
K o m b i n a t i o n  Z M - 8 0 0 0
Unitra-Fonica Stereo Integrated Amplifier PW 9013
Der HiFi-StereoverstĂ€rker PW 9013 wurde von 1987 bis mindestens 1990 bei UNITRA FONICA in Warschau produziert. Das GerĂ€t zeichnet sich zum einen durch den schönen krĂ€ftigen Klang, zum Zweiten aber auch durch die meiner Meinung recht gelungene optische Gestaltung aus. Trotz der schlichten Plastik-Reglerknöpfe und -Tasten fĂ€llt sofort das flache GehĂ€use auf. Wie beim RFT SV 3900 oder HMK-V 100 weist es eine Höhe von nur 60 mm auf. Durch die exportorientierte GehĂ€usebreite von 430 mm statt der DDR-ĂŒblichen 390 mm wirkt es aber sogar noch etwas schmaler. Auch die roten Schalter- sowie Reglereinfassung setzen einen geschickten Akzent zur anthrazitfarbenen Front und den schwarzen Bedienelementen. Im GehĂ€useinneren findet sich ein gut dimensionierter, geschirmter Schnittbandkerntrafo und als Endstufe jeweils ein BDP395 und ein 2N6491, die fĂŒr einen Ausgangsleistung von 2x 35 VA sorgen (leider nur mit einer Impedanz von 8 Ω). Frontseitig stehen neben dem LautstĂ€rkeregler die ĂŒblichen Höhen-, Tiefen- und Balanceregler zur VerfĂŒgung, des Weiteren ein zuschaltbarer Höhen- und Tiefen-Filter; eine Loudness-, Mono- und Muting-Taste sowie ein Kopfhöreranschluss mittels 6,3mm-Klinkenbuchse. RĂŒckseitig findet sich neben der Hauptsicherung ein Phono-, AUX- und Tuner- sowie zwei Tape-EingĂ€nge. Der Anschluss âTape 2â verfĂŒgt hierbei sowohl ĂŒber eine Dioden- als auch vier Cinchbuchsen, die anderen AnschlĂŒsse ĂŒber je eine Diodenbuchse (DIN). Der Lautsprecheranschluss kann entweder ĂŒber Strich-Punkt-Buchsen oder Anschlussklemmen erfolgen. Die Auswahl hierfĂŒr erfolgt ĂŒber einen entsprechenden Drehregler. Die Eingangsquellen âTunerâ, âAUXâ und âPhonoâ lassen sich ebenfalls ĂŒber einen Drehregler auswĂ€hlen, die EingĂ€nge âTape 1â und â2â ĂŒber zwei Tasten, die den Drehregler jeweils ĂŒbersteuern. Die Netzanzeige erfolgt noch ĂŒber eine klassische GlĂŒhlampe statt einer zeitgemĂ€Ăen LED. Auf weitere Anzeigen wurde leider komplett verzichtet. Der zur umfangreichen HiFi-Kombination zestawy muzyczne ZM 9000 gehörige VerstĂ€rker lĂ€sst sich noch um den Tuner T 9015; die Einzel-Kassettendecks magnetofon M 9108, M 9109 oder M 9115; die Doppel-Kassettendecks M 9201, M 9201A und den Equalizer Q 1707 erweitern oder mitsamt Tuner durch die SteuergerĂ€te amplituner AT 9100 oder AT 9115 ersetzen.
Renkforce Stereo Amplifier SA 9120 (PW 9013)
Der zuvor beschriebene Stereo-VerstĂ€rker Unitra-Fonica PW 9013 wurde auch ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Renkforce Stereo Amplifier SA 9120 in Westdeutschland vertrieben. Die ohnehin in englischer Sprache ausgefĂŒhrte Beschriftung blieb hierbei unverĂ€ndert, das UNITRA-Logo wich jedoch einem eigenen Schriftzug. Auf der RĂŒckseite findet sich die Bundespost-Funkentstörnummer, auf einen Hersteller- oder Herkunftsverweis wurde â wie bei Westexporten ĂŒblich â verzichtet. Der VerstĂ€rker konnte noch um den passenden UNITRA-Tuner Renkforce ST 9016 und den ebenfalls polnischen Plattenspieler Renkforce GS 431 erweitert werden.
Unitra-Fonica T 9015
Beschreibung folgt
Renkforce Stereo Tuner ST 9016 (T 9015)
Der zuvor beschriebene Stereo-Tuner Unitra-Fonica T 9015 wurde auch ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Renkforce Stereo Tuner ST 9016 in Westdeutschland vertrieben. Die ohnehin in englischer Sprache ausgefĂŒhrte Beschriftung blieb hierbei unverĂ€ndert, das UNITRA-Logo wich lediglich einem eigenen Schriftzug. Auf der RĂŒckseite findet sich die Bundespost-Funkentstörnummer, auf einen Hersteller- oder Herkunftsverweis wurde â wie bei Westexporten ĂŒblich â verzichtet. Der Tuner konnte noch um den passenden UNITRA-VerstĂ€rker Renkforce SA 9120 und den ebenfalls polnischen Plattenspieler Renkforce GS 431 erweitert werden.
Unitra-Fonica Bernard GS 431
Der riemengetriebene HiFi-Stereo-Plattenspieler Unitra-Fonica GS-461 âBernardâ wurde ab 1982 bei UNITRA FONICA in ĆĂłdĆș produziert. Das 440 x 140 x 360 mm groĂe und 7 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen 300mm-Plattenteller, ein beleuchtetes Stroboskoprad, eine optoelektronische Drehzahlkontrolle fĂŒr 33 und 45 Umdrehungen, Pitch Control ± 2%, einen Rohrtonarm mit Magnetsystem des Typs Unitra MF101, einen hydraulisch bedĂ€mpfter Tonarmlift, eine Antiskating-Einrichtung und eine automatische Endabschaltung nach Abheben des Tonarmes. Zur Feineinstellung besitzt der sehr solide und hochwertig wirkende GS 431 eine Glimmlampe und zwei Stroboskopmustern auf dem Plattenteller. Im GerĂ€teinneren erfolgt die Drehzahlregelung ĂŒber eine Lochscheibe auf der Motorachse plus Lichtschranke. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber einen fest installierten Diodenstecker, wobei der Plattenspieler entgegen der DDR-TGL-Norm keinen integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker besitzt, da dieser nach westdeutscher DIN-Norm unpraktischerweise Bestandteil des VerstĂ€rkers war.
Renkforce Plattenspieler Hi-Fi GS 431
Der zuvor beschriebene Plattenspieler Unitra-Fonica Bernard GS 431 wurde auch ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Renkforce Plattenspieler Hi-Fi GS 431 in Westdeutschland vertrieben. Der Plattenspieler konnte noch um den passenden UNITRA-VerstĂ€rker Renkforce SA 9120 und den ebenfalls polnischen Tuner Renkforce ST 9016 erweitert werden.
bruns 4510/II (GS 431)
Der Unitra-Fonica GS 431 wurde auch ĂŒber den Hamburger Importeur BRUNS als bruns 4510/II in Westdeutschland vertrieben. Er löste den zuvor als bruns 4510 vertriebenen RFT SP 3000 ab.
Unitra-Fonica GS 440
Beschreibung folgt
BRIGMTON Stereo Turntable GS 440
Der HiFi-Stereo-Plattenspieler Unitra FONICA GS 440 wurde auch mit identischer Typenbezeichnung ĂŒber BRIGMTON in Spanien vertrieben. Optisch entspricht diese AusfĂŒhrung der Unitra-Diora-Serie SSL-040 und SSL-042 in Schwarz. Der Plattenspieler kann noch um den polnischen HiFi-VerstĂ€rker BRIGMTON WS 440, den Tuner BRIGMTON AS 641 und das Doppel-Kassettendeck BRIGMTON MDS 445 erweitert werden.
Unitra-Fonica GS 461 Bernard
Der riemengetriebene HiFi-Stereo-Plattenspieler GS-461 âBernardâ wurde Ende der 1980er Jahre bis mindestens 1992 bei Unitra FONICA in ĆĂłdĆș produziert. Das 440 x 110 x 380 mm groĂe GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen 300mm-Plattenteller, ein beleuchtetes Stroboskoprad, eine optoelektronische Drehzahlkontrolle fĂŒr 33 und 45 Umdrehungen, Pitch Control ± 2%, einen Rohrtonarm mit Magnetsystem, hydraulisch bedĂ€mpfter Tonarmlift, Antiskating-Einrichtung und eine automatische Endabschaltung nach Abheben des Tonarmes. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber einen fest installierten Diodenstecker, wobei der Plattenspieler entgegen der DDR-TGL-Norm keinen integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker besitzt, da dieser nach westdeutscher DIN-Norm unpraktischerweise Bestandteil des VerstĂ€rkers war.
CROWN GS 461
Der HiFi-Stereo-Plattenspieler Unitra FONICA GS 461 âBernardâ wurde auch ĂŒber CONRAD electronic unter dem Namen CROWN GS-461 (Best.-Nr. 311855) in Westdeutschland vertrieben. In der GerĂ€tebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heiĂt es zu diesem fĂŒr 159,- DM erhĂ€ltlichen GerĂ€t: âRiemengetriebenes HiFi-Laufwerk zu einem faszinierendem Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis, schweres robustes Metallchassis, Plattenteller mit 300 mm und beleuchtetem Stroboskoprad, optoelektronische Drehzahlkontrolle, Pitch Control ± 2 %, Rohrtonarm mit Magnetsystem, hydraulisch bedĂ€mpfter Tonarmlift, Antiskating-Einrichtung, automatische Endabschaltung nach Abheben des Tonarmes, Frontbedienung auch bei geschlossener Haube, Rauchglas-Schutzhaube in jeder Position arretierbar, Technische Daten: 33,3 und 45 UpM, Frequenzgang 20 â 20.000 Hz, Gleichlaufschwankungen 0,15 %, Abmessungen (B x H x T): 440 x 112 x 380 mm, AusfĂŒhrung: Schwarzâ.
McVoice HiFi-Stereo Turntable GS 461
Der HiFi-Plattenspieler Unitra FONICA GS 461 âBernardâ wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Mc Voice in Westdeutschland vertrieben.
Renkforce Plattenspieler Hi-Fi GS 461
Der zuvor beschriebene Plattenspieler Unitra FONICA GS 461 âBernardâ wurde auch ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Renkforce Plattenspieler Hi-Fi GS 461 in Westdeutschland vertrieben. Die Beschriftung des GerĂ€tes erfolgte in deutscher Sprache. Auf einen Hersteller- und Herkunftsverweis wurde verzichtet. Die polnische Herkunft lĂ€sst sich bestenfalls an der Original-Typenbezeichnung GS 461 (gramofon stereo 461) erkennen. Der Plattenspieler konnte noch um den passenden UNITRA-VerstĂ€rker Renkforce SA 9120 und den ebenfalls polnischen Tuner Renkforce ST 9016 erweitert werden.
FONICA GS-500
Beschreibung folgt
Der Plattenspieler FONICA GS-500 wurde auch unter anderem ĂŒber VĂLKNER Elektronik in Deutschland vertrieben. Im VĂLKNER-Hauptkatalog von 1997 heiĂt es zum GS-500, der fĂŒr 169,95 DM angeboten wurde: âHalbautomatisches, riemengetriebenes Laufwerk mit fast schon nostalgischem Charakter, das Ihre Schallplattensammlung wieder erklingen lĂ€sst. Technische Daten: 33 1/3 bzw. 45 UpM, Tonarmlift, Drehzahleinstellung mit Stroboskop, Anti-Skating-Einrichtung, Frequenzbereich 20 â 20.000 Hz, B x H x T 420 x 115 x 380 mm, komplett mit Magnetsystem und 45er-Puck.â. Das passende Magnetsystem MF-105 wurde fĂŒr 19,95 DM angeboten.
Unitra-Fonica Artur-Stereo WG 900
Der riemengetriebene Stereo-Plattenspieler âArtur-Stereoâ WG-900 wurde mindestens von 1978 bis 1982 bei Unitra FONICA in ĆĂłdĆș produziert. Das 395 x 275 x 100 mm groĂe und 3 kg GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen 300mm-Plattenteller mit 33 1/3 und 45 Umdrehungen; ein unbeleuchtetes Stroboskoprad; einen S-förmigen Rohrtonarm mit Magnetsystem Unitra UF50 oder UF70; eine fotoelektrische Endabschaltung nach Abheben des Tonarmes und einen integrierten 2x3VA-VerstĂ€rker (4 âŠ) mit Höhen-, Tiefen sowie Balanceregelung. Die Spannungsversorgung erfolgt aus dem 230V-Netz mit einem fest installierten Netzkabel, dass sich fĂŒr den Transport in einem entsprechenden Fach an der Unterseite verstauen lĂ€sst.
hgs party-stereo (WG 900)
Der Unitra-Fonica Artur-Stereo WG-900 wurde auch ĂŒber HGS in Westdeutschland vertrieben und trug dort die Bezeichnung party-stereo. Auf einen Herstellerverweis wurde dabei verzichtet. Die polnische Herkunft lĂ€sst sich lediglich an den Sicherheitshinweisen auf der gegenĂŒber der Binnenmarkt-AusfĂŒhrung unverĂ€nderten Bodenplatte erkennen.
D z i e r ĆŒ o n i Ăł w   ( R e i c h e n b a c h )
Unitra-Diora TSH-104
Der TSH-104 wurde um 1979 als einfachste Variante einer ganzen Serie von HiFi-Tunern bei Unitra DIORA in DzierĆŒoniĂłw produziert. Diese Tunerreihe diente als ErgĂ€nzung zu den bei Unitra FONICA gebauten VerstĂ€rkern WS-303, WS-403 und WS-503. Der 440 x 140 x 335 mm groĂe und 6 kg schwere TSH-104 empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,5 bis 73 MHz sowie je ein Mittel- und Langwellenband. Zur Abstimmung steht eine analoge Pegelanzeige sowie ein StereolĂ€mpchen zur VerfĂŒgung. Des Weiteren lĂ€sst sich ein Rauschfilter und eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) zuschalten. Die an der RĂŒckseite montierte klappbare Ferritantenne lĂ€sst sich abschalten. AuĂerdem kann die Wiedergabe bei schwachem UKW-Empfang manuell von Stereo auf Mono umgeschaltet werden. Neben dem VerstĂ€rkeranschluss per Diodenbuchse (DIN) steht eine weitere Buchse fĂŒr ein AufnahmegerĂ€t zur VerfĂŒgung. Optisch sehr schön gelöst finde ich die groĂe Flutlichtskala mit rotem Zeigerpunkt. Trotz der sehr einfachen Ausstattung wurde das GerĂ€t schon recht fortschrittlich mit zwei AM/FM-VerstĂ€rkern des Typs CEMI UL1201, einem Stereodecoder CEMI MC1310P und einem importierten AM-EmpfĂ€nger Siemens-Halske TCA440 bestĂŒckt. Die Anzahl der in Polen vertriebenen GerĂ€te dĂŒrfte recht ĂŒberschaubar gewesen sein, da diese Serie hauptsĂ€chlich fĂŒr den Export nach Westeuropa entwickelt und produziert wurde.
fera TSH-104
Der Unitra DIORA TSH-104 wurde auch mit identischer Typenbezeichnung unter dem Markennamen fera in Westdeutschland vertrieben. Der einzige Unterschied zur polnischen Binnenmarktvariante besteht offensichtlich im abweichenden UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz. Welcher bundesdeutsche Importeur sich hinter dem Markennamen fera verbirgt, ist mir nicht bekannt. Mit dem Tuner RFT T 150 des gleichnamigen DDR-Herstellers FERA hat der fera TSH-104 aber auf jeden Fall die sehr puristische Ausstattung, den guten UKW-Empfang und die groĂen Abmessungen gemeinsam, die dieser mit 440 x 140 x 335 mm sogar noch einmal deutlich ĂŒbertrifft. Die Beschriftung des fera TSH-104 erfolgte komplett in deutscher Sprache. Statt eines Hersteller- oder Herkunftsverweises findet sich an der RĂŒckseite lediglich der Hinweis âFerritantenne nach unten schwenkbar fĂŒr besten AM-Empfangâ mit dem nicht ganz abwegigen Zusatz âNicht als Tragegriff zu benutzenâ. Die eigentliche Herkunft des GerĂ€tes lĂ€sst sich von auĂen nur am recht dĂŒnnen Netzkabel mit dem Verweis âMade in Polandâ und den UNITRA-Logos auf den Diodenbuchsen erkennen, innen findet sich dann auch der eigentliche Hersteller DIORA als Schriftzug auf einer der Platinen.
Brandt T 702, Continental Edison TU 9842 & hgs VELA T-5050
Neben dem fera TSH-104 gab es den Unitra DIORA TSH-104 auf dem westeuropÀischen Markt noch unter den Namen Brandt T 702, Continental Edison TU 9842 und hgs VELA T-5050.
Unitra-Diora DSH 101 Elizabeth Hi Fi
Das ELIZABETH Hi Fi DSH 101 wurde ab 1975 bei Unitra DIORA in DzierĆŒoniĂłw fĂŒr den polnischen Binnenmarkt produziert. Der 490 x 260 x 145 mm und 8 kg schwere Receiver empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,5 bis 73 MHz sowie zwei Kurzwellenbereiche (5,95 â 9,775 MHz & 11,7 â 15,45 MHz) und je ein Mittel- und Langwellenband (150 â 285 kHz & 525 â 1605 kHz) ĂŒber die integrierte Ferritantenne und zwei externe Antennbuchsen. Zur Abstimmung steht eine analoge Pegelanzeige sowie ein Stereo-LED zur VerfĂŒgung. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber zwei zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze, einen Rauschfilter, einen Mono/Stereo-Umschalter und eine abschaltbare Automatische Scharfabstimmung (ARC). Der integrierte StereoverstĂ€rker â bestĂŒckt mit zwei importierten SANYO STK015 â liefert eine Ausgangsleistung von 2x 12 VA und erfĂŒllt bereits die HiFi-Norm. Erfreulicherweise lassen sich an die Strich/Punkt-Buchsen auch Lautsprecher mit einer Impedanz von 4Ω anschlieĂen, wĂ€hrend spĂ€tere polnische VerstĂ€rker nur noch fĂŒr mindestens 8Ω ausgelegt waren. AuĂerdem stehen eine Höhen-, Tiefen sowie Balanceregelung zur VerfĂŒgung und das GerĂ€t besitzt einen Plattenspieler- und Tonband/Kassettendeck-Anschluss per Diodenbuchse (DIN). FĂŒr den Plattenspielereingang lĂ€sst sich der EntzerrerverstĂ€rker an der RĂŒckseite manuell zu- oder abschalten. Das optische Highlight des GerĂ€tes stellt wohl die massive Frontplatte dar. Diese besteht aus einem 10 x 18 mm Aluminiumrahmen mit sauber eingekleber 1,8 mm Alufront. Passend hierzu besitzt das GerĂ€t massive Aluminium-Bedienelemente und eine Zarge mit Echtholzfurnier. Das ELIZABETH wurde wohl zumeist mit den Lautsprecherboxen Unitra-Diora ZGZ 10/4, ZGZ 20/4, Unitra-Tonsil ZG-15C oder ZG-25C ausgeliefert.
Unitra-Diora DSH 102 Elizabeth Hi Fi
Das DSH 102 entspricht optisch komplett dem zuvor beschriebenen DSH 101 und bietet auch die gleichen Leistungsmerkmale. Es unterscheidet sich jedoch durch die konsequente BestĂŒckung mit polnischen Bauteilen, wĂ€hrend fĂŒr das DSH 101 noch viele Teile importiert werden mussten. So finden sich hier fast ausschlieĂlich polnische Potentiometer, Schaltkreise und Transistoren. Besonders kreativ waren die Polen beim Ersetzen der ursprĂŒnglich verbauten IC-VerstĂ€rker des Typs SANYO STK015. Statt der Dickschicht-Hybrid-Mikroschaltkreise mit zehn an der Unterseite in Reihe liegenden Pins kamen hier zwei PlastikgehĂ€use mit integrierten Transistoren sowie passiven Bauteilen und identisch angeordneten AnschlĂŒssen zum Einsatz. Diese im ehemaligen Emaillewerk von Oskar Schindler in Krakau produzierten Bauteile tragen die Bezeichnung TELPOD GML026. Servicefreundlicher und vermutlich auch zuverlĂ€ssiger wĂ€re es wohl gewesen, die Endstufenplatine fĂŒr die BestĂŒckung mit den benötigten Bauteilen entsprechend anzupassen.
HGS VELA RV-400 (DSH 102)
Das zuvor beschriebene UNITRA-DIORA-SteuergerĂ€t wurde ĂŒber die HGS Electronic GmbH aus Hamburg auch in Westdeutschland vertrieben. Die ExportgerĂ€te verfĂŒgen hierbei ĂŒber ein abweichendes UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz (CCIR) statt 65,5 bis 73 MHz (OIRT).
Unitra-Diora DKS 201 âCezarâ
Unitra-Diora DSS 201 âAmator 2â stereo
Unitra-Diora DSH 303 & DSH 304A âMerkuryâ
Unitra-Diora DSH 402Â Â âKleopatra 2â
Unitra-Diora AWS 110 âAmator 3â stereo
M i n i â L i n e
Die HiFi-Kombination Mini-Line von UNITRA DIORA Ă€hnelt etwas der parallel in der DDR gebauten RFT S 3000 auf, wurde aber komplett eigenstĂ€ndig in Polen entwickelt und produziert. So weisen die UNITRA-Komponenten mit 300 x 60 und 300 x 120 mm die gleichen FrontmaĂe auf, wobei die Mini-Line mit 200 mm statt 260 mm Tiefe insgesamt sogar noch kompakter ausgefĂŒhrt wurde. Auch die Frontgestaltung mit unlackiertem Alu-Strangprofilen und die Anordnung der Bedienelemente kann gewisse Parallelen nicht leugnen. Insgesamt zeigt sich die RFT S 3000 durch die konsequente Verwendung von ICs statt Transistoren jedoch noch etwas moderner und besser ausgestattet als die ebenfalls recht detailverliebte Unitra-Diora Mini-Line. Parallel zur polnischen UNITRA Mini-Line und der RFT S 3000 gab es noch die tschechische TESLA 710A, die ungarische ORION mini hifi 1025, die sowjetische ĐлДĐșŃŃĐŸĐœĐžĐșа ĐŃбОŃa 002 (Elektronika Orbit 002) und die rumĂ€nische ELECTRONICA 3220 mini system, die jedoch jeweils alle nur fĂŒr den Binnenmarkt produziert wurden.
bruns mini (Mini-Line)
Die HiFi-Stereo-Kombination Unitra-Diora Mini-Line â bestehend aus dem Tuner AS 215, dem VerstĂ€rker WS 315 und dem Kassettendeck MDS 415 â wurde ĂŒber BRUNS Hamburg auch in Westdeutschland vertrieben. Die ExportausfĂŒhrung unterscheidet sich von der polnischen Variante lediglich durch das geĂ€nderte UKW-Band (CCIR- statt OIRT-Norm) und die englisch/deutsche statt polnische GehĂ€usebeschriftung. So findet sich die Anlage unter anderem im CONRAD Hauptkatalog 1986. Hier heiĂt es zur bruns mini, die fĂŒr 648,- DM angeboten wurde: âMini-Turm bestehend aus: 80 Watt-HiFi-VerstĂ€rker â Ausgangsleistung 2 x 40 Watt Drehregler Tiefen / Höhen / Balance / LautstĂ€rke, Drucktasten Phono / Tuner / Tape / Aux. / Loudness / An; LED-Betriebsanzeige; Ausgangsleistung 2 x 25 W sinus bei RB = 2 x 8 Ω; 2 x 40 W Musik; Klirrfaktor < 0,05 %; Frequenzgang 20 â 40.000 Hz bei zulĂ€ssiger Abweichung ± 1,5 dB; ĂbersprechdĂ€mpfung â„ 45 dB bei 1 kHz; AnschlĂŒsse, Empfindlichkeit und Eingangswiderstand: Phono: magnetischer Abnehmer RIAA entzerrt †2,3 mV / 47 kΩ, Tuner †200 mV / 220 kΩ, Tonband †200 mV / 220 kΩ, Auxiliary †200 mV / 220 kΩ; Stromversorgung Wechselspannung 220 V / 50 â 60 Hz / ca. 100 W; Abmessungen (B x H x T) 300 x 60 x 200 mm. HiFi-Tuner â 3 Wellenbereiche UKW/MW/LW; Drucktasten Senderwahl / Mono / AFC - Muting / An; LED-Anzeigen Abstimm-Kette / Mitten / Stereo / Skalenzeiger / An; Wellenbereiche Lang 150 â 285 kHz, Mittel 1.620 kHz, UKW 87,5 â 108 MHz; rauschbegrenzte Empfindlichkeit (Antennenbuchse) Lang 120 ÎŒV, Mittel 70 ÎŒV, UKW-Mono 1,4 ÎŒV, UKW-Stereo 5 ÎŒV; TrennschĂ€rfe AM -40 dB bei fs = 1 MHz ± 9 kHz / FM -41 dB bei fs = 93 MHz ± 300 kHz; Stromversorgung 220 V / 6 W; AnschlĂŒsse Antenne / DIN, Abmessungen (B x H x T) 300 x 60 x 200 mm. HiFi-Cassetten-Deck â Elektronisches Logic-Control-System; 2 Motoren; Sendust Tondopf; Dolby; Autostopp; Bandsortenwahl Metal / CrO2 / FeCr / normal; LED-Anzeigen aller Deckfunktion, 2 Aussteuer-Ketten, Aussteuerungspegel L-R; Drucktasten Aux. / Dolby / Bandsorten / An; Frequenzbereich 30 â 17.000 Hz; Gleichlaufschwankungen ± 0,16 %; Klirrfaktor 0,9 % fĂŒr Fe2O2 Band; GerĂ€uschspannungsabstand 65 dB mit Dolby und MPX-Filter; AnschlĂŒsse Mikrofone L-R / Kopfhörer / Aux. / DIN; Abmessungen (B x H x T) 300 x 120 x 200 mm; Netzbetrieb 220 V / 50 Hz; GehĂ€use metallic-silberâ.
Die Unitra-Diora Mini-Line wurde als bruns mini auch schon in einer Anzeige von VĂLKNER elektronik in der Zeitschrift Funkschau 2/1984 angeboten. Hier heiĂt es zum âHiFi-Mini-Turm Typ Bruns 2500â fĂŒr 699,- DM: âLeistungsstark und mit allem Komfort; Kassettendeck mit 2 Motoren; Funktions- und Aussteuerungsanzeigen mit Leuchtdioden, sogar die Skala vom Tuner; Fronten alu; schwarz abgesetzte Skalen; EinzelgerĂ€te nur 20 cm tief; VerstĂ€rker: 2x40 / 2x25 W; 8 Ω; 4 EingĂ€nge; Loudness; Kopfhörerbuchse 6,3mm; Frequenzbereich 20 â 40.000 Hz; Klirrfaktor 0,05 %; Fremdspannung 100/90 dB; 300 x 60 x 200 mm; Tuner: UKW/MW/LW; Muting; LED-FeldstĂ€rke-Frequenz- und Mittenanzeige 1,2ÎŒV; 30 â 15.000 Hz mono / stereo; Antenne 75 Ω; 300 x 60 x 200 mm; Frontlader: 2 Motoren! Alle Bandsorten einschlieĂlich Metall; LED-Aussteuerungsanzeige; Logic-Control-Tipptasten; 30 â 17.000 Hz; 4,75 cm/s; Gleichlauf 1,16 %; offenes Kassettenfach mit separater Schutzkappe; ZĂ€hlwerk; Autostopp; 300 x 125 x 200 mm; komplette Anlage mit KabelsĂ€tzen (DIN) und Anleitungâ.
Unitra-Diora Tuner Stereo HiFi AS 211D âFaustâ
Beschreibung folgt
Unitra-Diora Tuner Stereo HiFi AS 215
Der HiFi-Stereo-Tuner Unitra-Diora AS 215 wurde auf Basis des AS 205S produziert und empfĂ€ngt das UKW-Band nach OIRT-Norm von 65,5 bis 74 MHz sowie Mittel- und Langwelle. Neben einem 75Ω-Koax-Eingang und einer AM-Buchse besitzt das nur 300 x 60 x 200 mm groĂe GerĂ€t eine Ferritantenne in einem separaten PlastikgehĂ€use an der RĂŒckseite, das sich zusĂ€tzlich ausziehen lĂ€sst. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt per Diodenkabel (DIN). Zur genauen Abstimmung besitzt das GerĂ€t eine fĂŒnfstellige LED-Empfangspegel-, eine jeweils einstellige LED-Feinabstimm- und Stereoanzeige. Der Tuner verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber einen Monoumschalter, eine zuschaltbare Automatische Scharfabstimmung (UKW-AFC) kombiniert mit einer UKW-Rauschsperre (Muting) und eine Netz-LED. Auf Basis des AS 215 gab es noch den nachfolgend beschriebenen AS 618 mit vier zusĂ€tzlichen UKW-SpeicherplĂ€tzen, abweichenden LED-Anzeigen und einem DIN+Cinch-Anschluss.
bruns Hi Fi Tuner 2502 (AS 215)
Der HiFi-Stereo-Tuner Unitra-Diora AS 215 wurde zusammen mit dem zugehörigen VerstĂ€rker WS 315 und dem Kassettendecke MDS 415 ĂŒber BRUNS Hamburg in Westdeutschland vertrieben. Die komplette Kombination war unter anderem beim BAUR-Versand fĂŒr 599,- DM erhĂ€ltlich und wurde teilweise noch um den Equalizer FS 015 ergĂ€nzt. Die Beschriftung des bruns HiFi-Tuner 2502 erfolgte hierbei frontseitig in englischer Sprache, rĂŒckseitig in Deutsch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt â wie so hĂ€ufig bei Westexporten â komplett.
NIKOLA TESLA HIFI Tuner AS 203Y (AS 215)
Der HiFi-Stereo-Tuner Unitra-Diora AS 215 wurde auch ĂŒber TESLA in der Ex-ÄSSR vertrieben. Die Beschriftung des HIFI Tuner AS 203Y erfolgte hierbei frontseitig in englischer Sprache, rĂŒckseitig auf Tschechisch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt komplett.
Unitra-Diora Wzmacniacz Stereo HiFi WS 311D âTrawiataâ
Beschreibung folgt
Unitra-Diora Wzmacniacz Stereo HiFi WS 315
Der sehr kleine StereoverstĂ€rker Unitra-Diora WS 315 zeigt auf bewundernswerte Weise, was polnische Ingenieure bei der Entwicklung von HiFi-GerĂ€ten durchaus auf die Beine stellen konnten. So finden sich in dem winzigen GehĂ€use kompakt und trotzdem reparaturfreundlich angeordnet ein flacher Schnittbandkerntrafo, ein liegend montierter Siebelko, die auf vier miteinander verzahnten KĂŒhlkörpern montierten Endstufentransistoren der Typen BDP 283 und BDP 284 und drei praktischerweise nur aufgesteckte VorverstĂ€rker-Platinen. Hierbei lassen sich viele Parallelen zu dem in der DDR produzierten SV 3001 erkennen, auch wenn der WS 315 etwas einfacher aufgebaut und noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt ist. Positiv hervorzuheben ist die bei gleichen FrontmaĂen von 300 x 60 mm noch geringere GehĂ€usetiefe von 200 mm statt der 260 mm des RFT SV 3001. Auch der sinnvolle vierte Toneingang (AUX) spricht fĂŒr den WS 315. HierfĂŒr fehlt dem Polen jedoch die gleichspannungsgesteuerte Klang- und Balanceregelung, welche hier noch ĂŒber einfache Stereopotis realisiert wurde. Auch das lineare statt logaritmische LautstĂ€rke-Potentiometer war absolut nicht zeitgemÀà und erschwert eine saubere Einstellung. Des Weiteren fehlt eine Ausgangsleistungsanzeige und die ToneingĂ€nge sind fĂŒr mindestens 8Ω statt der DDR-ĂŒblichen 4Ω ausgelegt. FĂŒr die beiden Lautsprecherbuchsen wurden noch Strich/Punkt-Buchsen verbaut und fĂŒr die Tonein-/AusgĂ€nge Diodenbuchsen (DIN). Der Phono-Eingang des WS 315 verfĂŒgt ĂŒber einen integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker, da dieser bei polnischen Plattenspielern fehlt (wie beim RFT SV 3000 gegenĂŒber dem deutlich hĂ€ufigeren SV 3001 ohne Entzerrer). Frontseitig findet sich am WS 315 neben der Tonquellenauswahl eine Loudness-Taste sowie je ein Tiefen-, Höhen-, Balance- und LautstĂ€rkeregler, der Netzschalter mit Netz-LED und eine Klinken-Kopfhörerbuchse. Die Hautsicherung kann rĂŒckseitig ohne Ăffnen des GehĂ€uses gewechselt werden. Die Beschriftung des GerĂ€tes erfolgte bei der Binnenmarkt-AusfĂŒhrung komplett in polnischer Sprache. Es gab hierbei GerĂ€te mit silberner Frontblende und anthrazitfarbenem Abdeckblech, silberner Front und gleichfarbigem Abdeckblech sowie komplett schwarze GehĂ€use und Bedienelemente. Der Unterschied zum optisch identischen WS 311D scheint in der offensichtlich gröĂeren Endstufe, aber dafĂŒr auch im fehlenden Equalizer-Anschluss zu bestehen (?).
bruns Hi Fi Amplifier 2503 (WS 315)
Der zuvor beschriebene HiFi-VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 315 wurde in Westdeutschland auch als bruns Hi Fi Amplifier 2503 vertrieben. Offensichtlich gab es auch den optisch identischen WS 311D unter der gleichen Exportbezeichnung, was ich aber nicht sicher bestĂ€tigen kann. Das abgebildete GerĂ€t von 1984 wurde frontseitig in englischer Sprache und rĂŒckseitig in Deutsch beschriftet. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller oder die polnische Herkunft fehlt komplett.
NIKOLA TESLA HIFI Amplifier WS 310Y (WS 315)
Der HiFi-VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 315 wurde auch ĂŒber TESLA in der Ex-ÄSSR vertrieben. Die Beschriftung des HIFI Amplifier WS 203Y erfolgte hierbei frontseitig in englischer Sprache, rĂŒckseitig in Tschechisch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt komplett. ErgĂ€nzt wurde dieser VerstĂ€rker meist durch die 2-Wege-Kompaktboxen Unitra-Tonsil mini 30.
Unitra-Diora Wzmacniacz Stereo HiFi WS 509 D
Der HiFi-VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 509 D wurde wohl nur in einer sehr geringen StĂŒckzahl auf Basis des WS 311D/315 produziert. Das 300 x 120 x 200 mm groĂe und 7 kg schwere GerĂ€t sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x40 VA an 8 ⊠mit 2x2 LautsprecherausgĂ€ngen und besitzt einen Tuner-, Tonband-/Kassetten- sowie Plattenspielereingang (mit Entzerrer). Die Ausgangsleistung wird ĂŒber zwei 9-LED-Ketten angezeigt.
Dynamic Speaker Stereo Amplifier DS 850 (WS 509 D)
Der zuvor beschriebene Unitra-Diora WS 509 D wurde auch unter dem Markennamen DYNAMIC SPEAKER vertrieben.
Unitra-Diora Korektor Stereo FS 311D âSudetyâ & Korektor Stereo FS 015
Die offensichtlich baugleichen Stereo-Graphic-Equalizer FS 311D âSudetyâ und FS 015 ermöglichen die Regelung eines Stereo-Eingangssignals in den Frequenzbereichen von 60Hz; 250Hz; 1kHz; 3,5kHz und 10kHz um -10dB bis +10dB. Das 300 x 60 x 200mm groĂe und 2kg schwere GerĂ€t lĂ€sst sich ĂŒber je einen Dioden-Ein- und -ausgang (DIN) in Reihe zwischen einer einzelnen Tonquelle und den VerstĂ€rker schalten. Eine Parallelschaltung zum VerstĂ€rker fĂŒr den Betrieb an mehreren Tonquellen ist leider noch nicht möglich. Genauso wenig lĂ€sst sich der Equalizer zwischen einem UNITRA-Plattenspieler (ohne Entzerrer-VorverstĂ€rker) und den VerstĂ€rkern WS 311D oder WS 315 betreiben.
bruns Hi-Fi Graphic Equalizer 2505 (FS 015)
Der zuvor beschriebene Equalizer Unitra-Diora FS 015 wurde in Westdeutschland als bruns Hi Fi Graphic Equalizer 2505 vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt frontseitig eine Beschriftung in englischer Sprache und rĂŒckseitig in Deutsch. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller oder die polnische Herkunft fehlt komplett.
Unitra-Diora Magnetofon Stereo HiFi MDS 411D âEtiudaâ & MDS 415
Die fast baugleichen HiFi-Stereo-Kassettendeck MDS 411D âEtiudaâ und MDS 415 wurden mit einem zweimotorigen Laufwerk bestĂŒckt, das sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf und Stopp besitzt. Das nur 300 x 120 x 200 mm groĂe und 7 kg schwere Deck verfĂŒgt ĂŒber einen Auto-Stopp bei Erreichen des Bandendes, ein RauschunterdrĂŒckungssystem (DOLBY), einen getrennt einstellbaren Aufnahmepegel mit Anzeige ĂŒber 2x9 LEDs, fĂŒnf Laufwerkstatus-LEDs, ein dreistelliges BandzĂ€hlwerk, eine Bandsortenwahl (Fe/Cr/FeCr) sowie einen Kopfhörer- und zwei MikrofonanschlĂŒsse (links und rechts getrennt). Des Weiteren lĂ€sst sich eine weitere Tonquelle ĂŒber den rĂŒckseitigen Cinch-Ein- und Ausgang anschlieĂen und nach BetĂ€tigung der AUX-Taste zuschalten. Der einzige Unterschied zwischen MDS 411D âEtiudaâ und MDS 415, den ich erkennen konnte, ist das beim MDS 415 etwas weiter nach links versetze BandzĂ€hlwerk. Das eigentlich Ungewöhnliche am MDS 411/415 stellt aber wohl das hervorstehende Kassettenfach ohne Abdeckung dar. Zum Lieferumfang gehörte lediglich eine transparente Kunststoffabdeckung, die jedoch eher als Staubschutz diente.
bruns Hi Fi Cassette Deck 2504 (MDS 411D & MDS 415)
Das zuvor beschriebene HiFi-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 411D wurde in Westdeutschland als bruns Hi Fi Cassette Deck 2504 vertrieben. Das abgebildete GerĂ€t von 1983 ist frontseitig in englischer Sprache und rĂŒckseitig in Deutsch beschriftet. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller oder die polnische Herkunft fehlt leider komplett.
Im Jahr 1984 wurde zwischen dem MDS 411D und MDS 415 das BandzĂ€hlwerk etwas nach links versetzt. Beide Typen trugen fĂŒr den Westexport aber die identische Bezeichnung bruns Hi Fi Cassette Deck 2504.
NIKOLA TESLA HIFI Cassette Deck MDS 412Y (MDS 415)
Das HiFi-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 415 wurde auch ĂŒber TESLA in der Ex-ÄSSR vertrieben. Die Beschriftung des HIFI Cassette Deck MDS 412Y erfolgte hierbei frontseitig in englischer Sprache, rĂŒckseitig in Tschechisch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt komplett.
K o m b i n a t i o n e n   S S L - 0 1 7   &   S S L - 0 1 8
Unitra-Diora AS 618
Der Anfang der 1980er produzierte Stereo-HiFi-Tuner AS 618 startete zusammen mit dem VerstĂ€rker WS 418, dem Kassettendeck MDS 418 und dem Equalizer FS 032 die wohl umfangreichste HiFi-Serie aus polnischer Produktion. Das GerĂ€t auf Basis des AS 215 (Mini-Line) empfĂ€ngt das UKW-Band nach OIRT-Norm (65 bis 74 MHz), des Weiteren je einen Mittel- und Langwellenbereich. Neben einem 75Ω-Koax-Eingang und einer AM-Buchse besitzt das GerĂ€t eine Ferritantenne in einem separaten PlastikgehĂ€use an der RĂŒckseite, das sich zusĂ€tzlich ausziehen lĂ€sst. Der Anschluss an den VerstĂ€rker kann wahlweise per Dioden- oder Cinch-Kabel erfolgen. Diese ParallelbestĂŒckung nach beiden Normen wurde in der gesamten GerĂ€teserie umgesetzt. Der Tuner verfĂŒgt auĂerdem ĂŒber vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze, eine abschaltbare Automatische Scharfabstimmung (AFC), eine RauschunterdrĂŒckung (MUTE), einen UKW-Mono-Umschalter, Empfangspegelanzeige und eine Stereo-LED. Die Empfangsanzeigen sind hierbei etwas gewöhnungsbedĂŒrftig aufgebaut. Es gibt eine UKW-Stereo-LED, eine UKW-Pegelanzeige bestehend aus nur einer LED und eine Signalanzeige bestehend aus fĂŒnf LEDÂŽs. Diese Signalanzeige arbeitet jedoch nur im AM-Betrieb. Im UKW-Betrieb dient sie als sehr grobe Frequenzanzeige fĂŒr die SpeicherplĂ€tze, wobei im oberen Frequenzbereich nicht nur die rechte LED sondern alle fĂŒnf LEDs leuchten.
bruns Stereo Tuner 4502 (AS 618)
Der bei Unitra-Diora im polnischen DzierĆŒoniĂłw produzierte HiFi-Stereotuner AS 618 wurde um 1983 von BRUNS auch in Westdeutschland vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei den Markennamen des Hamburger Importeurs und empfĂ€ngt UKW nach CCIR- statt OIRT-Norm (87,5 bis 108 MHz statt 65 bis 74 MHz). Durch das nicht nur geĂ€nderte sondern auch erweitere Frequenzband (20,5 statt 9 MHz) hat die 5-LED-Programmspeicher-Frequenzanzeige wohl endgĂŒltig ihren Zweck verfehlt. Die Frontbeschriftung blieb bis auf den Markennamen unverĂ€ndert. Die RĂŒckseite ist hingegen in deutscher Sprache beschriftet. AuĂerdem wurde ein Teil der Bedientasten horizontal statt - wie bei der polnischen Variante - einheitlich vertikal angeordnet. Auf dem abgebildeten GerĂ€t von 1982 befand sich an der Seite ein Schild mit der Aufschrift "40,-". Vermutlich handelt es sich hierbei um den ursprĂŒnglichen Verkaufspreis in D-Mark. Das erklĂ€rt dann wohl auch, warum BRUNS die HiFi-GerĂ€te fast ausschlieĂlich in Polen bezogen hat. Auf den dann ja noch niedrigeren Einkaufspreis hat sich wohl auch der DDR-AuĂenhandel nicht mehr erpressen lassen.
TECCO Stereo Tuner AS 617
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 617 wurde ĂŒber die Hartlauer Handelsgesellschaft mbH auch in Ăsterreich vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei die Bezeichnung TECCO Stereo Tuner AS 617, ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller DIORA im polnischen DzierĆŒoniĂłw fehlt komplett.
Unitra-Diora WS 418
Beschreibung folgt
bruns Stereo Amplifier 4503 (WS 418)
Der Stereo-VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 418 wurde Anfang der 1980er ĂŒber BRUNS Hamburg als Stereo Amplifier 4503 in Westdeutschland vertrieben.
TECCO Stereo Amplifier WS 417
Der HiFi-StereoverstĂ€rker Unitra-Diora WS 417 wurde ĂŒber die Hartlauer Handelsgesellschaft mbH auch in Ăsterreich vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei die Bezeichnung TECCO Stereo Amplifier WS 417, ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller DIORA im polnischen DzierĆŒoniĂłw fehlt komplett.
Unitra-Diora MDS 418
Beschreibung folgt
bruns Stereo Cassette Deck 4504 (MDS 418)
Das HiFi-Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 418 wurde Anfang der 1980er auch ĂŒber BRUNS Hamburg als Stereo Casstte Deck 4504 in Westdeutschland vertrieben.
TECCO Stereo Cassette Deck MDS 417
Das HiFi-Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 417 wurde ĂŒber die Hartlauer Handelsgesellschaft mbH auch in Ăsterreich vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei die Bezeichnung TECCO Stereo Cassette Deck MDS 417, ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller DIORA im polnischen DzierĆŒoniĂłw fehlt komplett.
Unitra-Diora AWS 303 âToscaâ
Das Stereo-HiFi-SteuergerĂ€t AWS 303 âToscaâ wurde mindestens von 1984 bis 1987 bei Unitra DIORA in DzierĆŒoniĂłw produziert. Der 440 x 90 x 260 mm groĂe und 7 kg schwere Receiver empfĂ€ngt neben dem UKW-Band von 65,5 bis 74 MHz (OIRT) noch zwei Kurzwellen-, ein Mittel- und ein Langwellenband (150 â 285 kHz, 525 â 1605 kHz, 5,95 â 11,975 MHz & 15,1 â 21,75 MHz). HierfĂŒr stehen zwei AntennenanschlĂŒsse (75Ω & 300Ω) und eine ausziehbare MW/LW-Ferritantenne an der RĂŒckseite zur VerfĂŒgung. Neben der manuellen Einstellung lassen sich noch vier zusĂ€tzliche UKW-SpeicherplĂ€tze fest belegen. Zur Abstimmung steht eine Stereo-LED und eine dreistellige Feinabstimmungsanzeige (zero/sygnaĆ) zur VerfĂŒgung. Des Weiteren besitzt das Tosca eine Flutlichtskala, eine UKW-Rauschsperre (wyciszanie), eine Mono/Stereo-Umschaltung und eine Automatische Scharfabstimmung (ARC). Der VerstĂ€rker besitzt je einen Plattenspieler- und Kassetten-/Tonbandeingang mittels Diodenbuchsen (gramofon & magnetofon) sowie einen Kopfhöreranschluss (sĆuchawki, 6,3mm Klinke). Als Endstufen kamen â wie beim HiFi-VerstĂ€rker WS 432 â jeweils zwei 2N6488 und 2N6491 zum Einsatz, die hier fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x20 VA sorgen (leider mit 8Ω statt der in der DDR ĂŒblichen 4Ω). Der VerstĂ€rker verfĂŒgt neben dem LautstĂ€rkeregler (gĆoĆnoĆÄ) ĂŒber einen Regler fĂŒr Höhen (wysokie), Tiefen (niskie) und Balance (rĂłwnowaĆŒny). An der RĂŒckseite des GerĂ€tes befindet sich eine durchgeschliffene Euro-Netzbuchse zum Anschluss einer weiteren Komponente. Im Gegensatz zu vielen RFT-GerĂ€ten aus dieser Zeit wurde das AWS 303 âToscaâ noch komplett mit Transistoren bestĂŒckt. Die einzige Ausnahme bildet der UKW-ZF-VerstĂ€rker des Typs Unitra-CEMI UL1200. So sparsam die polnischen Ingenieure mit dem Einsatz von Schaltkreisen waren, so groĂzĂŒgig waren sie mit Schmelzsicherungen: Neben der von auĂen zugĂ€nglichen Hauptsicherung finden sich noch weitere sechs StĂŒck auf den Platinen (beschriftet mit dem KĂŒrzel âWTAT 250/xxxâ fĂŒr 250V plus entsprechender mA /A-Werte). Das mit silbernem oder schwarzem GehĂ€use ausgelieferte SteuergerĂ€t konnte noch um das optisch passende Kassettendeck MDS 418 erweitert werden. Die abgebildete silberne AusfĂŒhrung von 1987 gehört zu einem der wenigen Binnenmarkt-GerĂ€ten mit polnischer Beschriftung in meiner Sammlung. Da ich diese eigentlich ausschlieĂlich von NĂŒrnberger Flohmarkten beziehe, tauchen leider auch fast nur westdeutsche ExportausfĂŒhrungen ohne Angaben zum ursprĂŒnglichen Hersteller auf.
ELECTROMURES Amplituner Stereo Delia AWS-303
Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t Unitra-Diora AWS 303 âToscaâ wurde ĂŒber ELECTROMURES auch als Amplituner Stereo Delia AWS-303 in RumĂ€nien vertrieben.
riz Stereo Hi Fi Kombinacija SK 0340 (AWS 303)
Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t Unitra-Diora AWS 303 âToscaâ wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo Hi Fi Kombinacija SK 0340 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
CROWN Hi Fi-Stereo Receiver AWS 303
Das Stereo-HiFi-SteuergerĂ€t Unitra-Diora AWS 303 âToscaâ wurde mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung auch ĂŒber CROWN in Westdeutschland vertrieben und dort sogar mit Crown Japan (statt ⊠Poland) beschriftet. Technisch unterscheidet sich diese AusfĂŒhrung fĂŒr den CONRAD-Versand lediglich durch das CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz (statt 65,5 bis 74 MHz).
McVoice Hi Fi-Stereo Receiver AWS 303
Das HiFi-Stereo-SteuergerĂ€t Unitra-Diora AWS 303 âToscaâ wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung ĂŒber die Dalco GmbH als Mc Voice in Westdeutschland vertrieben. Technisch unterscheidet sich diese AusfĂŒhrung fĂŒr den VĂLKNER-Versand durch das CCIR-UKW-Band von 87,5 von 108 MHz (statt 65,5 bis 74 MHz), die fehlenden beiden KurzwellenbĂ€nder, die Cinch- statt DiodenanschlĂŒsse und Lautsprecherklemmen statt Strich/Punkt-Stecker. Die Beschriftung der grundsĂ€tzlich schwarzen GehĂ€use erfolgte frontseitig in englischer Sprache und rĂŒckseitig in Deutsch.
elta 2700 (AWS 303)
Das Stereo-HiFi-SteuergerĂ€t Unitra-Diora AWS 303 âToscaâ mit CCIR-UKW-Band wurde auch ĂŒber die Elta GmbH aus Rödermark als elta 2700 in Westdeutschland vertrieben. Auf einen Herstellerverweis wurde hierbei verzichtet.
VISONIK Stereo Receiver 8505 (AWS 303)
Das anthrazitfarbene Unitra-Diora AWS 303 âToscaâ mit CCIR-UKW-Band wurde auch ĂŒber VISONIK in Westdeutschland als Stereo Receiver 8505 vertrieben. Das GerĂ€t konnte noch durch das passende Kassettendeck VISONIK Stereo Cassette Deck 8504 (Unitra-Diora MDS 432) erweitert werden.
K o m b i n a t i o n   S S L - 0 3 2
Unitra-Diora WS 432
Der mindestens seit 1985 produzierte Wzmacniacze Stereo 432 (StereoverstĂ€rker 432) Ă€hnelt von der Ausstattung sehr dem in der DDR produzierten HMK-V 100. Das gegenĂŒber dem HMK etwas gröĂere GehĂ€use wurde komplett in Metall ausgefĂŒhrt und ist recht hochwertig verarbeitet. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf ToneingĂ€nge, 2x2 getrennt schaltbare LautsprecherausgĂ€nge (Klemmanschluss, â„8Ω) und einen Klinken-Kopfhöreranschluss. In den Endstufen kamen jeweils ein 2N6488 und 2N6491 zum Einsatz, die fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2x35 VA sorgen. Die AnschlĂŒsse âPhonoâ, âTunerâ und âTapeâ verfĂŒgen sowohl ĂŒber Dioden- als auch Cinchbuchsen. Der Anschluss âAuxâ ist ausschlieĂlich in Cinch und âTape 2â ausschlieĂlich als Diodenbuchse (DIN) ausgefĂŒhrt. An der RĂŒckseite des GerĂ€tes befinden sich drei Euro-Netzbuchsen zum Anschluss weiterer Komponenten, von denen eine schaltbar ausgefĂŒhrt wurde. Die Ausgangsleistung wird ĂŒber zwei 5-LED-Ketten angezeigt, deren Ansteuerung noch ĂŒber zehn einzelne Transistoren erfolgt. Das gesamte Skalenfeld ist in Anlehnung an den Tuner zusĂ€tzlich mit 2 LĂ€mpchen ausgeleuchtet. Der VerstĂ€rker verfĂŒgt des Weiteren ĂŒber einen Höhen-, Tiefen- und Balanceregler, zwei Klangwahl-Tasten sowie eine Range-Taste, deren Funktion mir noch RĂ€tsel aufgibt. Zur GerĂ€teserie gehören des Weiteren der Equalizer FS 032, das Kassettendeck MDS 432 und der Tuner AS 632.
Electromures Amplifier AS 40202 & AS 75202 (WS 432)
Der Stereo-HiFi-VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 432 wurde ĂŒber ELECTROMURES auch als Amplifier AS 40202 und AS 75202 in RumĂ€nien vertrieben (offensichtlich mit unterschiedlichen Endstufen?).
riz Stereo HiFi PojaÄalo P 3060 (WS 432)
Der Unitra-Diora WS 432 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi PojaÄalo P 3060 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
Visonik V 8503Â (WS 432)
Der anthrazitfarbene VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 432 wurde auch ĂŒber VISONIK in Westdeutschland vertrieben. Das GerĂ€t blieb bis auf den kleineren LautstĂ€rkeregler unverĂ€ndert. Die Front ist wie bei der polnischen AusfĂŒhrung in englischer Sprache beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem VISONIK-Logo weichen. An der RĂŒckseite erfolgte die Beschriftung teilweise in Englisch, teilweise in Deutsch. Das abgebildete GerĂ€t stammt aus dem Jahr 1985.
TECCO Stereo Amplifier WS 430 S (WS 432)
Der HiFi-StereoverstĂ€rker Unitra-Diora WS 432 wurde ĂŒber die Hartlauer Handelsgesellschaft mbH auch in Ăsterreich vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei die Bezeichnung TECCO Stereo Amplifier WS 430 S, ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller DIORA im polnischen DzierĆŒoniĂłw fehlt jedoch komplett.
Unitra-Diora FS 032
Der Stereo-Equalizer FS 032 wurde als ErgĂ€nzung zum VerstĂ€rker WS 418 und WS 432 gebaut und optisch an diese angepasst. Der Anschluss erfolgt per Diodenkabel (DIN) an die Tape-2-Buchse des VerstĂ€rkers. Dieser ist so beschaltet, dass er das Signal der anderen Tonquellen bei gedrĂŒckter Tape-2-Taste ĂŒber den Equalizer laufen lĂ€sst und dann wiedergibt. Der sehr einfach ausgestattete Graphic-Equalizer besitzt fĂŒr jede Seite fĂŒnf Regler mit 60, 250 Hz, 1, 4 und 16 kHz, auĂerdem eine Netzanzeige sowie jeweils eine Taste zum unverĂ€nderten Durchschleifen des Wiedergabe- und Tonband-Aufnahmesignals.
Unitra-Diora AS 632
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 632 wurde um 1985 in DzierĆŒoniĂłw produziert. Das 440 x 90 x 260 mm groĂe GerĂ€t empfĂ€ngt das OIRT-UKW-Band von 65,5 bis 74 MHz sowie je ein Mittel- und Langwellenband ĂŒber zwei externe AntennenanschlĂŒsse (75Ω & 300Ω) und eine ausziehbare MW/LW-Ferritantenne. Zur Abstimmung stehen neben der beleuchteten Skala noch eine fĂŒnfstellige LED-Empfangspegelanzeige, eine Stereo-LED und eine einstellige LED-Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Es können neben der manuellen Abstimmung noch vier zusĂ€tzliche UKW-Sender fest belegt werden. Die entsprechende Auswahl wird ĂŒber fĂŒnf LEDs angezeigt. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine zuschaltbare UKW-Rauschsperre (Muting), eine Automatische Scharfabstimmung (UKW-AFC) und einen Stereo/Mono-Umschalter. Der Anschluss an den VerstĂ€rker kann wahlweise ĂŒber ein Cinch- oder Diodenkabel (DIN) erfolgen.
riz Stereo HiFi Tuner T 3130 (AS 632)
Der Stereo-HiFi-Tuner Unitra-Diora AS 632 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als Stereo HiFi Tuner T 3130 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
TECCO Stereo Tuner AS 631 S
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 631 wurde auch ĂŒber die Hartlauer Handelsgesellschaft mbH in Ăsterreich vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei die Bezeichnung TECCO Stereo Tuner AS 631 S, ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller DIORA im polnischen DzierĆŒoniĂłw fehlt hierbei komplett.
Unitra-Diora MDS 432
Das Stereo-Kassettendeck MDS 432 wurde seit mindestens 1985 als ErgĂ€nzung zum StereoverstĂ€rker WS 432 produziert. Das recht schwere und hochwertig wirkende GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein frontseitiges, elektronisch öffnendes Schubfach mit horizontal eingebautem zweimotorigem Laufwerk. Ansonsten besitzt das Deck neben den ĂŒblichen Laufwerkfunktionen ein Rauschminderungssystem (Dolby NR) mit Anzeige-LED, einen automatischen Stopp am Bandende mit Anzeige-LED, eine Bandsortenwahl (Fe / CrOÂČ / Metal), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk, stufenlos regelbare Aufnahmeaussteuerung mit Anzeige ĂŒber 2x6 LEDs und Aufnahme-LED-Anzeige, auĂerdem einen Mikrofon- und Kopfhörer-Klinkenanschluss. Der Anschluss des VerstĂ€rkers bzw. der Tonquelle kann wahlweise ĂŒber die rĂŒckseitige Dioden- (DIN) oder Cinchbuchsen erfolgen. Ăber die AUX-Taste lĂ€sst sich das Signal zwischen einer nur am Cinch-Eingang des Decks angeschlossenen Tonquelle direkt zum VerstĂ€rker erfolgen, was auch im ausgeschalteten Zustand funktioniert.
riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 3020 (MDS 432)
Der Unitra-Diora MDS 432 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 3020 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
Visonik Stereo Cassette Deck 8504 (MDS 432)
Das anthrazitfarbene Kassettendeck Unitra-Diora MDS 432 wurde ĂŒber VISONIK auch in Westdeutschland vertrieben. Die Front ist â wie bei der polnischen AusfĂŒhrung â in englischer Sprache beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem VISONIK-Logo weichen. An der RĂŒckseite erfolgte die Beschriftung teilweise in Englisch, teilweise in Deutsch.
TECCO Stereo Cassette Deck MDS 430 S (MDS 432)
Das HiFi-Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 432 wurde auch ĂŒber die Hartlauer Handelsgesellschaft mbH in Ăsterreich vertrieben. Das GerĂ€t trĂ€gt hierbei die Bezeichnung TECCO Stereo Cassette Deck MDS 430 S, ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller DIORA im polnischen DzierĆŒoniĂłw fehlt komplett.
K o m b i n a t i o n e n   S S L - 0 4 0 / - 0 4 2   &   S S L - 0 4 2 1  / - 0 4 6 1 S
Die optische Unterscheidung innerhalb der DIORA Semi Slim Line 04x gestaltet sich etwas verwirrend. Zum einen gibt es hier die GerĂ€te der SSL-040 und SSL-042 mit schwarzen oder silbernen GehĂ€usen, frontseitig nicht sichtbaren GerĂ€tefĂŒĂen und entsprechenden Mulden in den Abdeckblechen fĂŒr die jeweils darĂŒber positionierte Komponente. Zum Zweiten gibt es die Komponenten der SSL-0421 und SSL-0461S mit ausschlieĂlich schwarzem GehĂ€use und groĂen silbernen ResonanzfĂŒĂen Ă la 90er-Jahre-Japan-HiFi, bei den neu entwickelten Komponenten ohne entsprechende Mulden in den Abdeckblechen. Die SSL-040 verfĂŒgt wiederum ĂŒber die technisch besser ausgestatteten Komponenten als die SSL-042. Um die Verwirrung noch zu komplettieren, hat sich auch der Markenname vom staatlichen UNITRA mit dem Herstellerzusatz DIORA Anfang der 1990er Jahre in die privatisierte DIORA ohne Zusatz geĂ€ndert. Parallel zur SLL-04x-Serie gibt es noch die optisch passenden SteuergerĂ€te AWS 307 und AWS 3071.
Unitra-Diora WS 440
Der mindestens von 1988 bis 1990 produzierte HiFi-StereoverstĂ€rker WS 440 basiert auf dem zuvor beschriebenen WS 432, dem er technisch auch weitestgehend entspricht. Das GehĂ€use wurde nun im Stil der frĂŒhen 1990er komplett schwarz lackiert, wodurch das hochwertige MetallgehĂ€use aber leider etwas billig wirkt. Statt der matt verchromten Alutasten kamen gröĂere schwarze Plastiktasten zum Einsatz und die Range-Funktion entfĂ€llt. DafĂŒr besitzt das GerĂ€t Equalizer-Ein- und AusgĂ€nge mittels Cinch-Buchsen, die werkseitig durch zwei abnehmbare MetallbĂŒgel gebrĂŒckt wurden. AuĂerdem werden die beiden Klangwahlfunktionen und die zugeschaltete Tonquelle mit jeweils einer LED angezeigt. Zur GerĂ€teserie gehören neben dem Equalizer FS 040 noch das Kassettendeck MDS 440 sowie der Tuner AS 641. Die BinnenmarktausfĂŒhrung WS 442 wurden spĂ€ter als DIORA WS 442 vertrieben, nachdem der Markenname UNITRA wegfiel, der Betrieb in DzierĆŒoniĂłw (dt. Reichenbach) aber weiter produzierte.
riz Stereo HiFi PojaÄalo P 4060 (WS 440)
Der Unitra-Diora WS 440 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi PojaÄalo P 4060 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
MacWatt WS 440 & MacWatts WS 440
Der Unitra-Diora WS 440 wurde ĂŒber MacWatt auch in Westdeutschland vertrieben. Die Front ist wie bei der polnischen AusfĂŒhrung in englischer Sprache beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem MacWatt-Logo weichen. An der RĂŒckseite erfolgte die Beschriftung teilweise in Englisch, teilweise in Deutsch. SpĂ€tere GerĂ€te tragen statt des MacWatt-Schriftzuges seltsamerweise ein MacWatts (mit zusĂ€tzlichem âŠs).
VISONIK Stereo Amplifier 8603 (WS 440)
Der anthrazitfarbene VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 440 wurde ĂŒber VISONIK auch in Westdeutschland vertrieben. Die Front ist â wie bei der polnischen AusfĂŒhrung â in englischer Sprache beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem VISONIK-Logo weichen. An der RĂŒckseite erfolgte die Beschriftung teilweise in Englisch, teilweise in Deutsch.
CROWN WS 440
Der HiFi-VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 440 wurde auch ĂŒber den CONRAD-Versand unter dem Namen CROWN WS-440 (Best.-Nr. 311820) in Westdeutschland vertrieben und frecherweise sogar mit âCrown Japanâ (statt ⊠Poland) beschriftet. In der GerĂ€tebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heiĂt es zu diesem fĂŒr 179,- DM erhĂ€ltlichen GerĂ€t: âDas Design und die Ausstattung lassen keine WĂŒnsche offen. Dieser VerstĂ€rker bietet sehr viel fĂŒr Augen und Ohren: 5 AudioeingĂ€nge, optische LED-Leistungsanzeige, Loudness-Klangkorrektur fĂŒr gehörberichtigte Wiedergabe, Low-Filter, getrennte Bass-/Höhen-Regelung, VorverstĂ€rker/Endstufe trennbar, 2 Lautsprecherpaare schaltbar, Kopfhörerausgang, DIN- und Cinch-AnschlĂŒsse, schweres MetallgehĂ€use mit ResonanzfĂŒĂen, 3-fach-Netzverteiler zum Anschluss von Komponenten. Technische Daten: Musik: 2x80 W / Sinus 2x50 W an 8 Ω, Frequenzgang: 15 â 26.000 Hz, Klirrfaktor: 0,03 %, Abmessungen (B x H x T): 440 x 90 x 260 mm, AusfĂŒhrung: Schwarzâ.
McVoice HiFi-Stereo Amplifier WS 440
Der Unitra-Diora WS 440 wurde mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung auch ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Mc Voice in Westdeutschland vertrieben. Die GerĂ€te tragen auf der RĂŒckseite noch den Zusatz âDalcoâ. Was ich dahinter verbirgt, ist mir nicht bekannt. Eine Zusatzbezeichnung â wie bei einigen anderen polnischen HiFi-GerĂ€ten â gab es beim WS 440 eigentlich nicht.
Der Unitra-Diora WS 440 wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung ĂŒber ITC in Westdeutschland vertrieben.
GETON Stereo Amplifier WS 440
Der anthrazitfarbene VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 440 wurde ĂŒber die Geton Corp. S.A. aus dem schweizerischen Genf auch in Westeuropa vertrieben. Die Front ist â wie bei der polnischen AusfĂŒhrung â in englischer Sprache beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem GETON-Logo weichen. An der RĂŒckseite erfolgte die Beschriftung ebenfalls komplett in Englisch, jedoch ohne Hersteller- und Herkunftsangabe.
BRIGMTON Stereo Amplifier WS 440
Der HiFi-Stereo-VerstĂ€rker Unitra-Diora WS 440 wurde mit identischer Typenbezeichnung ĂŒber BRIGMTON auch in Spanien vertrieben. Optisch entspricht diese AusfĂŒhrung der Unitra-Diora-Serie SSL-040 und SSL-042 in schwarz. Der VerstĂ€rker kann noch um den Tuner BRIGMTON AS 641, den Plattenspieler BRIGMTON GS 440 und das Doppel-Kassettendeck BRIGMTON MDS 445 erweitert werden.
Unitra-Diora FS 040
Der Stereo-Equalizer FS 040 wurde mindestens von 1988 bis 1990 als Nachfolger des FS 032 produziert und optisch an den VerstĂ€rker WS 440 angepasst. Die schmalen Tasten des FS 032 wurden hierbei jedoch noch unverĂ€ndert ĂŒbernommen, nur bestehen sie jetzt lediglich aus schwarzem Plastik statt verchromten Aluminiums. Technisch entspricht das noch diskret aufgebaute GerĂ€t wohl komplett dem VorgĂ€nger. Der sehr einfach ausgestattete Graphic Equalizer besitzt fĂŒr jede Seite fĂŒnf Regler mit 60, 250 Hz, 1, 4 und 16 kHz, auĂerdem eine Netzanzeige sowie jeweils eine Taste zum unverĂ€nderten Durchschleifen des Wiedergabe- und Tonband-Aufnahmesignals. Der Netzschalter steht gegenĂŒber dem des WS 440 etwas hervor, so dass er im eingeschalteten Zustand die gleiche Position wie der Netzschalter des VerstĂ€rkers im ausgeschalteten Zustand hat. Dieses war offensichtlich beabsichtigt. SchlieĂt man den Equalizer an die geschaltete Netzbuchse des VerstĂ€rkers, kann dieser den Equalizer mit einschalten und es passt optisch trotzdem alles zusammen. Der Anschluss an den VerstĂ€rker und das Kassettendeck erfolgt ĂŒber Cinchkabel. Zu beachten ist hierbei, dass die EingĂ€nge des VerstĂ€rkers auch mit den EingĂ€ngen des Equalizers zu verbinden sind und Selbiges fĂŒr die AusgĂ€nge, auch wenn der Ausgang des VerstĂ€rkers ja technisch gesehen der Eingang des Equalizers ist und umgedreht. Ab 1990 wurde der FS 040 offensichtlich technisch und optisch unverĂ€ndert als DIORA FS 044 zur GerĂ€teserie SSL-044 weiterproduziert.
riz Stereo HiFi Graphic Equalizer E 4000 (FS 040)
Der Equalizer Unitra-Diora FS 040 wurde ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als Stereo HiFi Graphic Equalizer E 4000 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
CROWN FS 040
Der HiFi-Stereo-Equalizer Unitra-Diora WS 440 wurde auch ĂŒber den CONRAD-Versand unter dem Namen CROWN FS-040 (Best.-Nr. 311863) in Westdeutschland vertrieben und frecherweise sogar mit âCrown Japanâ (statt ⊠Poland) beschriftet. In der GerĂ€tebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heiĂt es zu diesem fĂŒr 119,- DM erhĂ€ltlichen GerĂ€t: âGezielte Klangregelung einfach gemacht. Pro Kanal stehen 5 regelbare Frequenzbereiche zur individuellen Klangregelung zur VerfĂŒgung. Tape/Monitor, Ein/AusgĂ€nge Cinch, schweres MetallgehĂ€use, Technische Daten: Regelfrequenzen 60 / 250 Hz / 1 / 4 / 6 kHz, Regelbereiche ±10 dB, Klirrfaktor 0,05 %, Abmessungen (B x H x T): 440 x 90 x 260 mm, AusfĂŒhrung: Schwarzâ.
MacWatt FS 040 & MacWatts FS 040
Der Unitra Diora FS 040 wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung als MacWatt in Westdeutschland vertrieben. Die Beschriftung der Front blieb bis auf den Markennamen unverĂ€ndert, die RĂŒckseite wurde ohne weitere Herstellerangabe in deutscher Sprache beschriftet. SpĂ€tere GerĂ€te tragen statt des MacWatt-Schriftzuges seltsamerweise ein MacWatts (mit zusĂ€tzlichem âŠs).
McVoice HiFi-Stereo Equalizer FS 040
Der Stereo-Equalizer Unitra-Diora FS 040 wurde mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung auch ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Mc Voice in Westdeutschland vertrieben.
Unitra-Diora HiFi-Stereo Tuner AS 641
Der HiFi-Stereo-Tuner Unitra-Diora AS 641 wurde von 1989 bis 1992 parallel zum AS 642 in DzierĆŒoniĂłw produziert. Die Besonderheit des GerĂ€tes stellt wohl die digitale Abstimmanzeige dar, obwohl es sich beim AS 641 eigentlich noch um einen klassischen Analogtuner handelt. HierfĂŒr wurde ein 3œ-stelliges 7-Segment-VFD-Display verbaut (Vacuum Fluorescent Display â Vakuum-Fluoreszenzanzeige). Dieses einteilige Display besteht aus einer transparenten Glasfront und Basisplatte (ebenfalls aus Glas), die fest miteinander verschmolzen sind. Zwischen diesen befindet sich ein Hochvakuum. Die einzelnen Segmente bestehen wiederum aus oxidbeschichtetem Wolfram-Heizdraht. Der Vorteil des VFDs gegenĂŒber LEDs liegt in der sehr klaren Anzeige auch bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen. Ein Nachteil der Kombination aus Analogtuner und digitalem Display ist wiederum aber auch eine teilweise recht hohe Ungenauigkeit der angezeigten Frequenz. Das 440 x 90 x 260 mm groĂe GerĂ€t empfĂ€ngt neben dem CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz noch je einen Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber zwei externe AntennenanschlĂŒsse (75 Ω und 300 Ω) und eine ausziehbare MW/LW-Ferritantenne. Zur Abstimmung stehen neben dem Frequenzdisplay mit Bandanzeige (AM/FM) noch eine fĂŒnfstellige LED-Empfangspegelanzeige, eine Stereo-LED und eine einstellige LED-Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Es können neben der manuellen Abstimmung noch sieben zusĂ€tzliche UKW-Sender fest vorbelegt werden. Die entsprechende Auswahl wird ĂŒber acht LEDs angezeigt. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine zuschaltbare UKW-Rauschsperre (Muting), eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) und ĂŒber einen Mono/Stereo-Umschalter. Der Anschluss an den VerstĂ€rker kann wahlweise per Cinch- oder Diodenkabel (DIN) erfolgen. Im AS 641 kamen neben dem FM-ZF-VerstĂ€rker Unitra-CEMI UL1200 und dem AM-EmpfĂ€nger UL1203 auch schon viele importierte Schaltkreise von SIEMENS, MOTOROLA und SANYO zum Einsatz (hauptsĂ€chlich fĂŒr die digitale Abstimmanzeige). Ansonsten finden sich fast ausschlieĂlich polnische Komponenten in diesem GerĂ€t.
riz Stereo HiFi Tuner T 5130 (AS 641)
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 641 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als Stereo HiFi Tuner T 5130 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
VISONIK Stereo Tuner 8502 (AS 641)
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 641 wurde ĂŒber VISONIK auch in Westdeutschland vertrieben.
CROWN HiFi-Stereo Tuner AS 641
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 641 wurde auch ĂŒber CONRAD electronic unter dem Namen CROWN AS-641 (Best.-Nr. 311847) in Westdeutschland vertrieben und sogar mit âCrown Japanâ (statt ⊠Poland) beschriftet. Optisch entspricht diese AusfĂŒhrung der Unitra-Diora-Serie SSL-0421 und SSL-0461 mit silbernen ResonanzfĂŒĂen, abgerundeten Tasten und geĂ€nderter Skalenbeschriftung. Durch die gröĂeren GerĂ€tefĂŒĂe entfallen auch die vier Auflagemulden im Abdeckblech.
In der GerĂ€tebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heiĂt es zu diesem fĂŒr 159,- DM erhĂ€ltlichen GerĂ€t: âSolide aufgebauter Tuner fĂŒr besten UKW/MW/LW-Empfang, 7-Stationen-Festspeicher fĂŒr UKW, Null-Anzeige leuchtet bei exakter Abstimmung, LED-FeldstĂ€rkeanzeige, digitale Frequenzanzeige, Stereo/Mono-Schalter, Muting, AFC, DIN- und Cinchanschluss, 75Ω-Koaxeingang, FTZ-geprĂŒft, schweres MetallgehĂ€use mit ResonanzfĂŒĂen, Technische Daten: Frequenzgang: 30 â 16.000 Hz, Kanaltrennung 46 dB, Abmessungen (B x H x T): 440 x 90 x 260 mm, AusfĂŒhrung: Schwarzâ.
McVoice HiFi-Stereo Tuner AS 641
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 641 wurde auch ĂŒber den VĂLKNER-Versand als Mc Voice in Westdeutschland vertrieben. Optisch entspricht diese AusfĂŒhrung der Unitra-Diora-Serie SSL-040 und SSL-042.
BRIGMTON Stereo Tuner AS 641
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 641 wurde auch mit identischer Typenbezeichnung ĂŒber BRIGMTON in Spanien vertrieben. Optisch entspricht diese AusfĂŒhrung der Unitra-Diora-Serie SSL-040 und SSL-042 in schwarz. Der Tuner kann noch um den VerstĂ€rker BRIGMTON WS 440, den Plattenspieler BRIGMTON GS 440 und das Doppel-Kassettendeck BRIGMTON MDS 445 erweitert werden.
Unitra-Diora Tuner Stereofoniczny AS 642
Der HiFi-Stereotuner DIORA AS 642 entspricht prinzipiell dem zuvor beschriebenen AS 641, verfĂŒgt jedoch nur ĂŒber eine analoge Abstimmanzeige und empfĂ€ngt das UKW-Band nach OIRT-Norm von 66,5 bis 73 MHz (statt 87,5 statt 108 MHz). Zur Abstimmung stehen neben der beleuchteten Skala noch eine fĂŒnfstellige LED-Empfangspegelanzeige, eine Stereo-LED und eine einstellige LED-Feinabstimmungsanzeige zur VerfĂŒgung. Es können neben der manuellen Abstimmung noch sieben zusĂ€tzliche UKW-Sender fest belegt werden. Die entsprechende Auswahl wird ĂŒber acht LEDs angezeigt. Des Weiteren verfĂŒgt das GerĂ€t ĂŒber eine zuschaltbare UKW-Rauschsperre (Muting), eine Automatische Scharfabstimmung (UKW AFC) und einen Stereo/Mono-Umschalter. Der Anschluss an den VerstĂ€rker kann wahlweise ĂŒber ein Cinch- oder Diodenkabel (DIN) erfolgen.
riz Stereo HiFi Tuner T 4130 (AS 642)
Der HiFi-Stereotuner Unitra-Diora AS 642 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als Stereo HiFi Tuner T 4130 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Nachdem Jugoslawien neben der DDR das einzige Land mit UKW-CCIR-Norm war, empfĂ€ngt der T 4130 dieses Band vermutlich von 87,5 bis 108 MHz.
Unitra-Diora Tuner Stereofoniczny AS 442
Beschreibung folgt
Electromures Stereo Tuner Tip: âAndaâ (AS 442)
Der Stereo-HiFi-Tuner Unitra-Diora AS 442 wurde auch ĂŒber ELECTROMURES als Stereo Tuner Typ âAndaâ in RumĂ€nien vertrieben.
Unitra-Diora MDS 440
Das Stereo-Kassettendeck MDS 440 entspricht weitestgehend dem zuvor beschriebenen MDS 432, verfĂŒgt jedoch zusĂ€tzlich ĂŒber LEDs zur Anzeige der einzelnen Laufwerkfunktionen. Es verfĂŒgt ĂŒber ein frontseitiges, elektronisch öffnendes Schubfach mit horizontal eingebautem zweimotorigem Laufwerk. Ansonsten besitzt das Deck ein Rauschminderungssystem (Dolby NR) mit Anzeige-LED, einen automatischen Stopp am Bandende mit Anzeige-LED, eine Bandsortenwahl (Fe / CrOÂČ / Metal), ein mechanisches BandzĂ€hlwerk, stufenlos regelbare Aufnahmeaussteuerung mit Anzeige ĂŒber 2x6 LEDs und Aufnahme-LED-Anzeige, auĂerdem einen Mikrofon- und Kopfhörer-Klinkenanschluss. Der Anschluss des VerstĂ€rkers bzw. der Tonquelle kann wahlweise ĂŒber die rĂŒckseitige Dioden- (DIN) oder Cinchbuchsen erfolgen. Ăber die AUX-Taste lĂ€sst sich das Signal zwischen einer nur am Cinch-Eingang des Decks angeschlossenen Tonquelle direkt zum VerstĂ€rker erfolgen, was auch im ausgeschalteten Zustand funktioniert.
riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 4020 (MDS 440)
Das Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 440 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 4020 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
MacWatt MDS 440 & MacWatts MDS 440
Das Unitra Diora MDS 440 wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung als MacWatt und MacWatts in Westdeutschland vertrieben. Die Beschriftung der Front blieb bis auf den Markennamen unverĂ€ndert, die RĂŒckseite wurde ohne weitere Herstellerangabe in deutscher Sprache beschriftet.
McVoice HiFi-Stereo Cassette Deck MDS 440
Das Stereo-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 440 wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung ĂŒber den VĂLKNER-Versand als McVoice in Westdeutschland vertrieben.
Unitra-Diora MDS 442
Beschreibung folgt
Electromures Stereo Cassette Deck EM 2004-SP (MDS 442)
Das Stereo-HiFi-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 442 wurde auch ĂŒber ELECTROMURES als Stereo Cassette Deck EM 2004-SP in RumĂ€nien vertrieben.
Unitra-Diora MDS 445
Das HiFi-Stereo-Doppel-Kassettendeck MDS 445 wurde Ende der 1980er Jahre als Nachfolger des MDS 440 bei Unitra DIORA in DzierĆŒoniĂłw produziert. Das rechte Deck ist hierbei als reines Wiedergabedeck ausgefĂŒhrt, wĂ€hrend das linke Deck auch Aufnahmen ermöglicht. So besitzt das rechte âDeck 2â alle ĂŒblichen Wiedergabe-Funktionen. Der Pegel wird ĂŒber zwei 5-LED-Ketten angezeigt, es steht ein Rauschminderungssystem (Dolby B NR) sowie eine Kopfhörerbuchse zur VerfĂŒgung. Das linke âDeck 1â verfĂŒgt zusĂ€tzlich ĂŒber eine Aufnahmemöglichkeit von âDeck 2â, vom zuschaltbaren Mikrofoneingang oder extern, auĂerdem ĂŒber ein dreistelliges BandzĂ€hlwerk. Beide Decks lassen sich automatisch nacheinander abspielen (CONT PLAY) und es besteht die Möglichkeit, eine Kassette 1 zu 1 auf die andere zu ĂŒberspielen (DUBBING). Bei Aufnahmen jeder Art kann der Aufnahmepegel und die Aufnahmebalance ĂŒber zwei 270°-Potentiometer eingestellt werden. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber vier Cinch-Buchsen, auf die Parallelbeschaltung mit einer Diodenbuchse â wie noch bei den VorgĂ€ngern â wurde hier verzichtet. Auch der Mikrofon- und Kopfhöreranschluss erfolgt ĂŒber 6,3mm-Klinken- statt WĂŒrfelbuchsen (DIN).
riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 5020 (MDS 445)
Das Stereo-Doppelkassettendeck Unitra-Diora MDS 445 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 5020 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
MacWatts MDS 445
Das Unitra Diora MDS 445 wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung als MacWatts in Westdeutschland vertrieben. Die Beschriftung der Front blieb bis auf den Markennamen unverĂ€ndert, die RĂŒckseite wurde ohne weitere Herstellerangabe in deutscher Sprache beschriftet.
CROWN MDS 445
Das Doppel-Kassettendeck Unitra-Diora MDS 445 wurde auch mit unverĂ€nderter Typenbezeichnung ĂŒber CROWN in Westdeutschland vertrieben und dort frecherweise sogar mit âCrown Japanâ (statt ⊠Poland) beschriftet.
BRIGMTON Stereo Tape Deck MDS 445
Das HiFi-Stereo-Doppelkassettendeck Unitra-Diora MDS 445 wurde auch mit identischer Typenbezeichnung ĂŒber BRIGMTON in Spanien vertrieben. Optisch entspricht diese AusfĂŒhrung der Unitra-Diora-Serie SSL-040 und SSL-042 in Schwarz. Das Kassettendeck kann noch um den VerstĂ€rker BRIGMTON WS 440, den Tuner BRIGMTON AS 641 und den Plattenspieler BRIGMTON GS 440 erweitert werden.
DIORA AWS 306 âToscaâ
Das ab 1990 produzierte Stereo-HiFi-SteuergerĂ€t AWS 306 âToscaâ entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen AWS 303, verfĂŒgt jedoch ĂŒber ein zusĂ€tzliches CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz und neben Dioden- auch ĂŒber Cinch-Buchsen zum Anschluss externer Tonquellen. Das OIRT-UKW-Band von 65,5 bis 74 MHz und die vier AM-BĂ€nder blieben parallel trotzdem erhalten. Lediglich die UKW-Rauschsperre entfiel zugunsten der zweiten UKW-Bandauswahl. Die Vermarktung des AWS 306 erfolgte nun unter dem Markennamen DIORA (nach Privatisierung ohne UNITRA). Optisch entspricht es der HiFi-Serie SSL-040/-042.
DIORA AWS 307 âToscaâ
Das Stereo-HiFi-SteuergerĂ€t AWS 307 âToscaâ entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen AWS 306, lĂ€sst sich aber zusĂ€tzlich mit dem Equalizer FS 042 verbinden. HierfĂŒr besitzt das GerĂ€t Equalizer-Ein- und AusgĂ€nge mittels Cinch-Buchsen, die werkseitig durch zwei abnehmbare MetallbĂŒgel gebrĂŒckt wurden.
DIORA AWS 3071 âToscaâ
Das Stereo-HiFi-SteuergerĂ€t AWS 3071 âToscaâ entspricht technisch offensichtlich komplett dem zuvor beschriebenen AWS 307, das GehĂ€use wurde lediglich optisch an die DIORA-HiFi-Serie SSL-0421/-0461 angepasst. Die grundsĂ€tzlich schwarzen GehĂ€use verfĂŒgen nun ĂŒber silberne ResonanzfĂŒĂe und die Mulden auf dem Abdeckblech entfallen.
K o m b i n a t i o n   S S L - 5 0 0
Die DIORA-HiFi-Kombination Semi Slim Line 500 wurde 1991 eingefĂŒhrt und löste die SSL-0421/-0461 ab. Optisch haben die GerĂ€te mit den alten Unitra-Diora-Komponenten der 1980er-Jahre nicht mehr viel gemeinsam. Die aus einem VerstĂ€rker, Equalizer, Tuner, CD-Player und Kassettendeck bestehende SSL-500 konnte noch mit dem optisch passenden SteuergerĂ€t DIORA AWS 504 Tosca 2, dem DIORA Digital Sound Prozessor DSR und verschiedenen FONICA-Plattenspielern kombiniert werden. Die abgebildete Anzeigenseite stammt aus einem VĂLKNER-Katalog von 1997. Hier wurde der HiFi-VollverstĂ€rker WS 504 fĂŒr 298,- DM (349,- DM in Silber), der Graphic-Equalizer FS 500 C fĂŒr 98,- DM (189,- DM in Silber), der PLL-Synthesizer-Tuner AS 500 fĂŒr 198,- DM (ebenfalls 198,- DM in Silber), der HiFi-CD-Player CD 504 C fĂŒr 228,- DM (278,- DM in Silber) und das Doppelkassettendeck MDS 500 fĂŒr 278,- DM (298,- DM in Silber) angeboten.
DIORA WS 504
Der HiFi-StereoverstĂ€rker WS 504 wurde von 1993 bis 1997 bei der zwischenzeitig privatisierten DIORA S.A. in DzierĆŒoniĂłw produziert und löste den Unitra-Diora WS 440 ab. Das 420 x 120 x 260 mm groĂe und 7 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber fĂŒnf Stereo-Cinch-EingĂ€nge (Tuner, CD, Tape, AUX & Phono) mit LED-Anzeigen; einen manuell zuschaltbaren Equalizer-Anschluss mit LED-Anzeige; je einen Höhen-, Tiefen und Balanceregler; einen motorgestĂŒtzten LautstĂ€rkeregler mit Anzeige-LED, einen zuschaltbaren Loudness-Filter, eine Defeat-Funktion, drei schaltbare 230V-NetzanschlĂŒsse fĂŒr weitere Komponenten, einen Equalizer-Anschluss, 2x2 separat zuschaltbare LautsprecheranschlĂŒsse (Speaker A & B) sowie eine Lautsprecherschutzschaltung gegen Kurzschluss und Gleichspannung mit Einschaltverzögerung. Der Plattenspielereingang besitzt hierbei einen integrierten Entzerrer-VorverstĂ€rker (1,9 mV statt 180 mV). Zum Lieferumfang gehörte eine IR-Fernbedienung des Typs DIORA PA 504 fĂŒr alle grundlegenden Funktionen. In der Endstufe wurden je zwei SANYO STK4044 verbaut, die fĂŒr einen Ausgangsleistung von 2x80 VA sorgen (Musikleistung: 150 VA, Klirrfaktor: 0,04%). Leider sind diese AusgĂ€nge fĂŒr eine Impedanz von 8Ω ausgelegt (bei vier Boxen je 16Ω), was den Betrieb mit den 4Ω-RFT-Boxen ausschlieĂt. Trotz der recht billig wirkenden Plastikfront mit Plastikreglern ist das GerĂ€t recht solide aufgebaut. Im Inneren findet sich ein 120VA-Ringkerntrafo des Typs RT-27844 der polnischen DANSEL Sp.zo.o. (vormals Unitra ZATRA), vier 4.700ÎŒF-Siebelkos, ein motorgestĂŒtztes ALPS-LautstĂ€rke-Potentiometer mit Achsen-LED, ansonsten die typischen TELPOD-Potis, zwei Lautsprecherschutz-Relais des Typs relpol RM94P-48S, zwei polnische Schaltkreise CEMI UCY7407 und UCY74145, ergĂ€nzt durch einen PHILIPS MAB8052AH fĂŒr die Fernbedienfunktionen. Der DIORA WS 504 wurde 1997 durch den WS 704 abgelöst.
DIORA WS 506
Beim HiFi-StereoverstĂ€rker WS 506 ist offensichtlich die abgespeckte Variante des WS 504 mit identischer Endstufe. Das 82 statt 120 mm hohe GerĂ€t wurde im VĂLKNER-Katalog 1997 fĂŒr 198,- DM angeboten. In der Beschreibung heiĂt es: âDIORA VollverstĂ€rker WS 506 mit hervorragendem Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis, 4 Linear-EingĂ€nge (z.B. Tape-Deck, Tuner, CD-Player, Sat-Receiver) stehen zur VerfĂŒgung. Loudness-Klangkorrektur; Defeat-Filter; Muting-Schaltung; getrennte Bass-/Höhenregelung; Kopfhöreranschluss 6,3mm; CinchanschlĂŒsse; MetallgehĂ€use mit ResonanzfĂŒĂen; Technische Daten: 2x80 W max. / 2x60 W Musik / 2x30 W sinus; Impedanz 8 Ω; Frequenzbereich 10 â 50.000 Hz; Klirrfaktor 0,05 %; B x H x T 420 x 82 x 260 mmâ.
setron WS 500 T, FS 500 T, AS 500 T, CD 500 T & MDS 500 T (SSL-500)
Die DIORA-HiFi-Kombination SSL-502 wurde auch unter dem Markennamen setron vertrieben.
DIORA AWS 504 âTosca 2â
Das gegenĂŒber dem AWS 3071 komplett ĂŒberarbeitete DIORA AWS 504 âTosca 2â verfĂŒgte als erstes polnisches SteuergerĂ€t ĂŒber eine Infrarot-Fernbedienung (DIORA PA-506). Je nach Version empfĂ€ngt es das UKW-Band von 65 bis 74 MHz oder 87,5 bis 108 MHz, des Weiteren je einen Mittel- und Langwellenbereich. Der integrierte VerstĂ€rker liefert eine Nennleistung von 2x25 VA und Musikleistung von 2x50 VA an 8Ω. Neben dem LautstĂ€rkeregler stehen eine Höhen-, Tiefen- sowie Balanceeinstellung, drei TonquellenanschlĂŒsse und ein 6,3mm-Klinken-Kopfhöreranschluss zur VerfĂŒgung. Optisch entspricht der Receiver leider komplett dem 1990er-Jahre-Zeitgeschmack mit billiger Plastikfront in Schwarz, Silbergrau oder Anthrazit und silbergrauen ResonanzfĂŒĂen.
K o m b i n a t i o n   S S L - 7 0 0
Die DIORA-HiFi-Kombination Semi Slim Line 700 wurde Mitte der 1990er Jahre eingefĂŒhrt und löste die optisch identische SSL-500 ab. Die aus einem VerstĂ€rker, Equalizer, Tuner, CD-Player und Kassettendeck bestehende SSL-700 konnte noch mit dem optisch passenden SteuergerĂ€t DIORA AWS 504 Tosca 2, dem DIORA Digital Sound Prozessor DSR und verschiedenen FONICA-Plattenspielern kombiniert werden. Die Produktion erfolgte wohl noch bis Ende der 1990er. Im Jahr 2006 wurde DIORA DzierĆŒoniĂłw dann aber aus dem Handelsregister gelöscht. Die abgebildete Anzeigenseite stammt aus einem VĂLKNER-Katalog von 1997. Hier wurde der HiFi-VollverstĂ€rker WS 704 C fĂŒr 299,95 DM (349,95 DM in Silber), der Graphic-Equalizer FS 704 C fĂŒr 99,95 DM (189,95 DM in Silber), der PLL-Synthesizer-Tuner AS 704 C fĂŒr 199,95 DM, der HiFi-CD-Player CD 704 C fĂŒr 229,95 DM (279,95 DM in Silber) und das Doppelkassettendeck MDS 702 C fĂŒr 279,95 DM (299,95 DM in Silber) angeboten.
DIORA Digital Sound Prozessor D.S.P.
Im VĂLKNER-Katalog von 1997 wurde optisch passend zur HiFi-Kombination SSL-700 ein Digital Sound Prozessor DSP von DIORA aus DzierĆŒoniĂłw angeboten. In der Beschreibung des fĂŒr 398,- DM angebotenen GerĂ€tes heiĂt es: âUnglaublich vielseitig. Modus 1 macht den Sound-Prozessor zu einem halbparametrischen 7-Band-Equalizer, bei dem die Frequenzen von 63 bis 16.100 Hz im Terzabstand beliebig angewĂ€hlt werden können. Modus 2 ist eine vollstĂ€ndige Raumklangsimulation, bei der ĂŒber verschiedene Parameter der Idealraum fĂŒr das eigene Ohr geschaffen und abgespeichert werden kann. Modus 3 ist eine Verschmelzung von Modus 1 und 2 im reduzierten AusmaĂ. Das heiĂt, hier arbeitet ein halbparametrischer 4-Band-Equalizer sowie fest eingespeicherte Raumklangprogramme zusammen. Die verschiedenen Frequenzen und Einstellungen lassen sich beliebig speichern. Durch weitere Effekte wie z.B. die virtuelle Verschiebung der Lautsprecher und die Wide-Funktion wird eine Verbreiterung der Stereobasis und damit eine noch ĂŒberzeugendere rĂ€umliche Wiedergabe erreicht. Delay und Echo-Effekt lockern zusĂ€tzlich noch lebendig auf. Tauchen Sie in eine fantastische Illusion aus Klangtraum und Wirklichkeit. Technische Daten: Frequenzbereich 20 â 22.000 Hz, Signal-/Rauschabstand 70/80 dB, Klirrfaktor 0,001 %, Eingangs-/Ausgangspegel 800 mV, Ein- und AusgĂ€nge ĂŒber Cinchbuchsen, LautstĂ€rke- und Balanceregler, Remote- und Directschaltung, B x H x T 420 x 70 x 260 mmâ.
Unitra-Diora Azymut PMP-105
Das Azymut PMP-105 wurde um 1978 in DzierĆŒoniĂłw produziert. Es empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,8 bis 74 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Des Weiteren lĂ€sst sich eine externe Tonquelle anschlieĂen. In dem GerĂ€t kam ein kleiner TONSIL-Lautsprecher mit 1,5 VA (4 Ω) sowie zwei Schaltkreise der Typen UL 1498 und UL1211 zum Einsatz. Der Klang des GerĂ€tes ist regelbar und es verfĂŒgt ĂŒber eine Netzanzeige, die auch im ausgeschalteten Zustand permanent leuchtet. Die Spannungsversorgung kann wahlweise ĂŒber vier R14-Batterien oder das 230V-Netz erfolgen. Das Netzkabel ist fest installiert und in einem separaten Kabelfach untergebracht. Die GerĂ€te wurden vermutlich nicht exportiert und waren somit ausschlieĂlich in polnischer Sprache beschriftet. Das abgebildete GerĂ€t kostete laut beigefĂŒgtem Zettel umgerechnet 250 DDR-Mark.
HGS Tramp 4 (Unitra Azymut)
Das Tramp 4 entspricht technisch offensichtlich komplett dem Unitra Azymut PMP-105. Es wurde aber optisch ĂŒberarbeitet. Die HGS Electronic GmbH aus Hamburg hat die GerĂ€te mit CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz) in Westdeutschland vertrieben.
W r z e Ć n i a   ( W r e s c h e n )
Unitra TONSIL hat in seinem Werk in WrzeĆnia (dt.: Wreschen) hauptsĂ€chlich Lautsprecherchassis, Lautsprecherboxen und Mikrofone produziert. Die Typenbezeichnung der Lautsprecher setzt sich offensichtlich immer aus der Bauform, dem KorbmaĂ, der Nennbelastbarkeit und einer zusĂ€tzlichen Typennummer zusammen (GD â Breitbandlautsprecher, GDN â Tieftöner, GDM â Mitteltöner, GDT & GDWT â Hochtöner).
Unitra-Tonsil Altus 75 Zestaw GĆoĆnikowy
Die Altus 75 Zestaw GĆoĆnikowy gehörte zu einer ganzen Serie von Altus-HiFi-Boxen, die ab Mitte der 1980er Jahre bei UNITRA TONSIL in WrzeĆnia produziert wurden. In der 3-Wege-Bassreflexbox kam der Tieftöner GDN 25/40/3, der Mitteltöner GDM 10/60 und der Kalottenhochtöner GDWT 9/40/5 zum Einsatz, die alle auch im selben Werk produziert wurden. Die Boxen sind mit einer Nennbelastbarkeit von 60 VA bei einer Impedanz von 8 Ω angegeben. Der 250mm-Tieftöner mit einem Magnetdurchmesser von 120 mm hat eine Leistung von 40 VA bei 8 Ω. Der 100 mm groĂe 8Ω-Mitteltöner ist mit 60 VA angegeben und der 8Ω-Hochtöner mit 40 VA. Wie die Polen bei den beiden letztgenannten Chassis mit jeweils einem 70mm-Magnet auf so utopische Leistungsangaben kommen, ist mir jedoch etwas rĂ€tselhaft. Auch ansonsten entsprechen die Chassis mit offenen und relativ kleinen Magneten eher westeuropĂ€ischen Boxen als dem QualitĂ€tsstandard, den man von DDR-Boxen gewohnt ist. Der Mitteltöner wurde in ein zusĂ€tzliches PlastikgehĂ€use gesetzt, auf das wiederum von der Unterseite sĂ€mtliche Bauteile der Frequenzweiche gesetzt wurden. Eine klassische Platine kam hierbei nicht zum Einsatz. Neben den drei Lautsprechern und einer Bassreflexöffnung finden sich im GehĂ€use noch zwei Drehschalten zum zusĂ€tzlichen Anheben und Absenken der Höhen- und Basswiedergabe. Der Anschluss des VerstĂ€rkers erfolgt ĂŒber ein separates Kabel, wie es spĂ€ter auch bei den DDR-Boxen ĂŒblich war und auch bei aktuellen Boxen ĂŒblich ist. Die Altus 75 wurden ĂŒber die HGS electronic GmbH aus Hamburg auch in Westdeutschland vertrieben.
Unitra-Tonsil mini 30
Die 2-Wege-Kompaktboxen mini 30 wurden Mitte der 1980er Jahre als ErgĂ€nzung zur Unitra DIORA Mini-Line (ZM 8000) bei Unitra TONSIL in WrzeĆnia produziert. Mit einer Höhe von 240 mm passen die 155 mm breiten und 145 mm tiefen Lautsprecher optisch perfekt neben die gleich hohe HiFi-Kombination, die in Deutschland eher als ExportausfĂŒhrung bruns mini bekannt ist. Der erste Eindruck der kleinen Boxen ist sehr positiv, was hauptsĂ€chlich am recht ordentlichen Gewicht liegt. Dieses kennt man ja sonst auch von DDR-Boxen aus dieser Zeit. Leider kommt das Gewicht von stolzen 4,5 kg je Box nicht durch besonders groĂzĂŒgig dimensionierten Lautsprecherchassis zu Stande. Viel mehr haben sich die Polen bei der Wahl des GehĂ€usematerials fĂŒr schweren Aluminiumguss statt MDF entschieden. Die Front wiederum besteht aus Plastik mit Lautsprecherabdeckungen aus Aluminium-Geflecht. Ăffnen lĂ€sst sich die Box ĂŒber vier rĂŒckseitige Schrauben. Im Inneren findet sich neben einer einfachen LC-Frequenzweiche ein 80VA/8Ω-Hochtöner mit der Bezeichnung GDWK 9/80/1 und der 30VA/6Ω-Tieftöner GDN 12/30/2. Die Frequenztrennung zwischen beiden Lautsprechern erfolgt bei 2 kHz. Die mini 30 ist mit einer etwas optimistischen Nennleistung von 30 VA, einer Musikleistung von 45 VA, einem Ăbertragungsbereich von 80 â 20.000 Hz sowie Wirkungsgrad von 87 dB angegeben. Wie bei den polnischen HiFi-Komponenten ĂŒblich betrĂ€gt die Gesamtimpedanz 8 Ω.
CATH 2-Wege-Mini-Box PM 80 (mini 30)
Die 2-Wege-Kompaktbox Unitra TONSIL mini 30 wurde ĂŒber die CATH GmbH aus Kahl am Main auch in Westdeutschland vertrieben. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller TONSIL sowie die polnische Herkunft fehlt auf der CATH 2-Wege-Mini-Box PM 80 komplett. Die verbauten Lautsprecherchassis GDWK 9/80/1 und GDN 12/30/2 tragen hier die Bezeichnung PM-80-HT und PM-80-TT. Die Nennbelastbarkeit wurde vom deutschen Importeur groĂzĂŒgig auf 50 VA, die Höchstbelastbarkeit auf 80 VA âaufgerundetâ. Den ohnehin schon optimistischen Ăbertragungsbereich hat man kurzerhand auf 30 â 20.000 Hz âerweitertâ. Neben den CATH PM 80 gab es noch die CATH PM 110, PM 130, PM 150 sowie SB 180 aus polnischer Produktion und die CATH CD 70, CD 90, CD 120 sowie CD 150 aus DDR-Produktion.
Unitra-Tonsil MDO 21
Das Mono-Mikrofon MDO 21 wurde um 1977 bei UNITRA TONSIL in WrzeĆnia (dt. Wreschen) produziert. Das 21 x 135 mm groĂe und 70g schwere Mikro mit klassischer Kugel-Richtcharakteristik eignet sich fĂŒr Aufnahmen von 70 â 15.000Hz. Die Impedanz betrĂ€gt 750 Ω und die Empfindlichkeit bei 2,8 mV/N/mÂČ Â±3 dB. Der Anschluss an den VerstĂ€rker erfolgt ĂŒber einen 1,5 m langes fest installiertes Kabel mit Diodenstecker (DIN). Das MDO 21 unterscheidet sich hierbei in drei verschiedene Varianten: MDO 21 W-1 (Bild) mit Ausschalter und einem gemeinsamen Diodenstecker, MDO 21 W-2 mit Ausschalter und separatem Ausschalterstecker WM 345-1 sowie MDO 21 W-3 ohne Ausschalter. Das MDO 21 W-1 wurde auch in die DDR exportiert und hier bewusst mit dem Vermerk âgeeignet fĂŒr den Kassettenrecorder sonettâ versehen, das MDO 21 W-2 passt aufgrund der beiden separaten Stecker am Ehesten zum Unitra-Recorder MK 122 sowie MK 125 und das MDO 21 W-3 zum Stern-Recorder R 160. Zum Lieferumfang der Mikrofone gehörte jeweils ein abnehmbarer AufstellbĂŒgel.
B y d g o s z c z   ( B r o m b e r g )
Unitra-Eltra RMS 806 Manuela
Beschreibung folgt
Unitra-Eltra RMS 812 Manuela 2
Der Stereo-Doppel-Kassettenrecorder RMS 812 âManuela 2â wurde Ende der 1980er Jahre als Nachfolger des RMS 806 âManuelaâ bei Unitra ELTRA fĂŒr den polnischen Binnenmarkt produziert. Das 545 x 175 x 145 mm groĂe und 4,6 kg schwere GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,5 bis 74 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte AM-Ferritantenne sowie UKW-Teleskopantenne oder den externen Antennenanschluss. An dem GerĂ€t wurden zwei einmotorige Laufwerke verbaut. Diese verfĂŒgen ĂŒber jeweils fĂŒnf Tasten fĂŒr Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie ĂŒber eine Taste zum Stoppen und Ăffnen des Kassettenfaches. Das rechte Aufnahmedeck ist noch mit einer zusĂ€tzlichen Aufnahmetaste und einem BandzĂ€hlwerk ausgestattet. AuĂerdem wurde an diesem Deck ein japanischer Kombikopf des Typs ALPS J83S verbaut, wĂ€hrend am linken Deck nur ein einfacher polnischer Tonkopf von ZRK zum Einsatz kam. Dieser klingt im direkten Vergleich zum rechten Deck etwas dumpfer. Des Weiteren verfĂŒgt der Recorder ĂŒber eine getrennte Klangregelung fĂŒr Höhen und Tiefen sowie Balanceregelung; eine Signalpegelanzeige (2x4 LEDs); eine zuschaltbare Raumklangschaltung (Wide); eine automatische Scharfabstimmung (Fest-AFC); Netz-, Aufnahme- und UKW-Stereoanzeige; Batteriekontrolle; getrennte Bandsortenwahl fĂŒr beide Decks; zwei eingebaute Mikrofone; zwei 4VA/4Ω-Lautsprecher des Typs TONSIL GD 12/4/1; einen Anschluss fĂŒr eine externe Tonquelle; einen Kopfhöreranschluss und zwei LautsprecheranschlĂŒsse. Die Stromversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber neun R20-Batterien erfolgen.
Unitra-Eltra RMS 813 Manuela 2
Der Unitra ELTRA RMS 813 âManuela 2â entspricht optisch und technisch weitestgehend dem zuvor beschriebenem RMS 812. Das offensichtlich speziell fĂŒr den Westexport produzierte GerĂ€t empfĂ€ngt jedoch das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz statt 65,5 bis 74 MHz. AuĂerdem besitzt er keine LED-Pegelanzeigen und keine externen Antennen- und Lautsprecherbuchsen.
Royal TR 1000 (RMS 813)
Der Unitra-Eltra RMS 813 MANUELA 2 wurde auch in Westdeutschland als Royal TR 1000 vertrieben. Die Farbgestaltung entspricht hierbei weitestgehend der DDR-AusfĂŒhrung RFT SDKR 2000. Die Lautsprecherbuchsen sind ebenfalls ĂŒberdeckt und an der GehĂ€userĂŒckseite befindet sich die ĂŒbliche FTZ-Nummer der Bundespost.
Radio-Cassette-Recorder 9564 LUXOR (RMS 813)
Beim LUXOR Type 9564 handelt es sich um eine weitere AusfĂŒhrung des Unitra-Eltra RMS 813 und RMS 819 MANUELA 2. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz und wurde auf der GehĂ€userĂŒckseite ganz offiziell mit dem Hersteller Unitra ELTRA sowie dem Herkunftsverweis âMade in Polandâ beschriftet. Offensichtlich war dieses GerĂ€t eine Variante fĂŒr den polnischen Binnenmarkt, nachdem das UKW-Band auch dort von OIRT auf CCIR-Norm umgestellt wurde.
MONDIVOX Model RMS 812
Beim MONDIVOX Model RMS 812 handelt es sich offensichtlich um eine weitere Vertriebsvariante fĂŒr den polnischen Binnenmarkt oder Osteuropa, da das GerĂ€t das UKW-Band nach OIRT-Norm von 65,5 bis 74 MHz empfĂ€ngt. Der Importeur MONDIVOX mit Hauptsitz in Hong Kong hat unter dem selbem Markennamen auch in Frankreich den RFT Babett KTR 430 und KR 660 mit CCIR-Band (87,5 bis 108 MHz) vertrieben. Etwas seltsam an der OEM-Variante des RMS 812 finde ich die Beschriftung des GehĂ€uses frontseitig mit âMONDIVOX Model RMS 812â und rĂŒckseitig mit âMANUELA 2 RMS 813, Importeur SENTON GmbHâ, der Bundespost-Funkentstörnummer sowie der offiziellen Herstellerangabe Unitra ELTRA.
Unitra-Eltra RMS 818 Manuela 2
Der Unitra ELTRA RMS 818 âManuela 2â entspricht optisch und technisch weitestgehend dem zuvor beschriebenem RMS 812. Das GerĂ€t mit LED-Pegelanzeigen, Antennen- und Lautsprecherbuchsen empfĂ€ngt das UKW-Band jedoch nach CCIR-Norm von 87,5 bis 108 MHz statt 65,5 bis 74 MHz (OIRT). Neben dem UKW-Band unterscheidet sich der RMS 818 noch durch den verbauten Stereodecoder CEMI UL 1623 statt UL 1609 und die elektronische Steuerung der Bandgeschwindigkeit (ohne Relais).
Unitra-Eltra RMS 819 Manuela 2
Der Unitra ELTRA RMS 819 âManuela 2â entspricht komplett dem zuvor beschriebenen RMS 818, ihm fehlen jedoch â wie schon dem RMS 813 â die externe Antennenbuchse und die beiden Lautsprecherbuchsen.
Unitra-Eltra RMS 817 (RFT skr 700)
Der DDR-Stereorecorder RFT skr 700 wurde auch als Unitra-Eltra RMS 817 fĂŒr den polnischen Markt vertrieben. Die nach wie vor im VEB Stern-Radio Berlin produzierten GerĂ€te gingen im Zuge gegenseitiger Wirtschaftshilfe in den Export nach Polen. Polen lieferte hierfĂŒr den als SDKR 2000 umgelabelten Unitra RMS 814. Bis auf das osteuropĂ€ische UKW-Frequenzband von 65 bis 75 MHz nach OIRT-Norm und der geĂ€nderten Typenbezeichnung auf der Front- und Oberseite unterscheidet sich der RMS 817 aber nicht von der DDR-AusfĂŒhrung des skr 700. Das GerĂ€t empfĂ€ngt neben dem UKW-Band noch je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Als Kassettenlaufwerk kam ein einmotoriges, motorgestĂŒtztes Laufwerk MU300 aus japanischer Lizenz zum Einsatz. Dieses verfĂŒgt ĂŒber sechs Tasten fĂŒr Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und RĂŒcklauf sowie ĂŒber eine Taste zum Stoppen und Ăffnen des Kassettenfachs. AuĂerdem ist das Mithören wĂ€hrend des Spulens möglich. Des Weiteren besitzt das GerĂ€t eine AM-Ferritantenne, eine UKW-KW-Dipolantenne, zwei getrennte AnschlĂŒsse fĂŒr externe Tonquellen, eine getrennte Klangregelung fĂŒr Höhen und Tiefen sowie Balanceregelung, eine zuschaltbare Raumklangschaltung (Wide), Empfangspegelanzeige mittels zweier Mini-LEDs im Skalenzeiger, LED-Stereoanzeige, Aufnahmepegelanzeige und Batteriekontrolle ĂŒber sechs LEDs, BandzĂ€hlwerk, Bandendabschaltung, Post Fading mit LED-Anzeige, Cue/rewiew, Intermix, Quick repeat, eine automatische UKW-Scharfabstimmung (AFC fest), zwei fest eingebaute Mikrofone, einen Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, BandzĂ€hlwerk und Bandsortenwahl.
Unitra-Eltra SKR 720
Der RFT SKR 720 wurde in geringer StĂŒckzahl auch als Unitra-Eltra SKR 720 nach Polen exportiert. Da auch dort Ende der 1980er Jahre das UKW-Band von der OIRT-Norm (65 bis 73 MHz) auf die CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz umgestellt wurde, konnten die GerĂ€te technisch unverĂ€ndert nach Polen geliefert werden.
Unitra-Eltra Edyta MOT 672-4
Das Edyta MOT 672-4 wurde seit mindestens 1973 bei UNITRA ELTRA in Bydgoszcz (dt. Bromberg) produziert und basiert technisch auf dem zuvor gebauten Laura MOT 672. Es empfĂ€ngt das UKW-Band nach polnischer OIRT-Norm von 65,8 bis 74 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. AuĂerdem lassen sich eine externe Tonquelle sowie ein Kopfhörer anschlieĂen. Das komplett in polnischer Sprache beschriftete GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber eine stufenlose Klangreglung, eine Skalenbeleuchtung auf Tastendruck und einen zusĂ€tzlichen Feinabstimmregler. Die Stromversorgung kann ĂŒber zwei 3R12-Flachbatterien oder ein externes 9V-Netzteil erfolgen. Das komplett in Plastik ausgefĂŒhrte GehĂ€use gab es in verschiedenen Farbkombinationen. Die Modellbezeichnung Edyta wurde bei UNITRA-ELTRA spĂ€ter auch fĂŒr den RMS 8320 verwendet. Beide GerĂ€te wurden meines Wissens weder in die DDR noch nach Westdeutschland exportiert.
Unitra-Eltra JULIA stereo
Der WeltempfĂ€nger JULIA stereo wurde von 1979 bis 1991 bei UNITRA ELTRA in Bydgoszcz (dt. Bromberg) produziert. Das 420 x 260 x 130 mm groĂe und 6 kg schwere GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band sowie Kurz-, Mittel- und Langwelle ĂŒber die integrierte Ferrit- sowie Teleskopantenne. Im UKW-Bereich stehen sowohl das osteuropĂ€ische OIRT-Band von 65,5 bis 73 MHz als auch das gesamtdeutsche, jugoslawische und westeuropĂ€ische CCIR-Band von 87,5 bis 100 MHz zur Auswahl. Der Kurzwellenbereich verteilt sich auf insgesamt sieben FrequenzbĂ€nder. Das lediglich mit einem einzelnen Lautsprecher ausgestattete GerĂ€t ermöglicht bei Anschluss einer externen Lautsprecherbox oder ĂŒber einen Kopfhörer auch den UKW-Stereo-Empfang. Im Stereobetrieb wird hierbei der interne Lautsprecher auf den linken Kanal geschaltet und der externe Ausgang auf den rechten Kanal. Als Stereodecoder kam ein UL1611N von UNITRA-CEMI zum Einsatz. Der VerstĂ€rker wurde mit zwei UL1481P (ersatzweise auch Import-TBA810) bestĂŒckt und sorgt fĂŒr eine Ausgangsleistung von 2 x 5 VA. Ansonsten verfĂŒgt das JULIA stereo ĂŒber fĂŒnf UKW-SpeicherplĂ€tze; eine Automatische Scharfabstimmung (ARC); eine Festspeicher-Abstimm- sowie Batteriestandsanzeige; Skalenbeleuchtung; Höhen, Tiefen- sowie Balanceregelung; einen externen 300Ω-Antennenanschluss; zwei ToneingĂ€nge und einen Tonausgang mittels Diodenbuchsen (DIN). Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz, ĂŒber acht R20-Batterien oder ĂŒber 10-16V Gleichspannung erfolgen. Das GehĂ€use ist zumeist schwarz ausgefĂŒhrt, es gibt aber auch GerĂ€te mit silberner Lackierung. Die Beschriftung erfolgte in polnischer Sprache, was aber aufgrund der vielen AbkĂŒrzungen und Symbole kaum auffĂ€llt. Als Schwachstelle sind mir die mit dem RFT HMK-T 100 fast baugleichen Festspeicher-Stellregler, der schlecht einrastende Festspeichertastensatz, das Abstimmpoti hinter dem Dreko und der 10,7MHz-Piezzofilter aufgefallen. Im ersten Fall hilft Sekundenkleber auf den losen ZahnrĂ€dchen, im zweiten Fall muss die obere Blechfeder des Tastensatzes nachgespannt werden, im dritten Fall benötigt das staubzugĂ€ngliche Poti etwas Kontaktspray und beim Keramikfilter hilft nur ein Austausch. Ansonsten handelt es sich aber um ein gut ausgestattetes, solides und reparaturfreundliches GerĂ€t, das nach meiner Meinung eigentlich ein hochwertigeres GehĂ€use verdient hĂ€tte.
Unitra-Eltra stereo TRAMP WE 100
Das JULIA stereo wurde in sehr geringer StĂŒckzahl auch als stereo TRAMP WE 100 produziert. Der einzige technische Unterschied besteht im erweiterten CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz. Vermutlich handelt es sich hierbei um GerĂ€te, die dann deutschen Importeuren wie der HGS Electronic GmbH oder ITC vorgestellt wurden. Zumindest deutet die Bezeichnung WE fĂŒr âWeltempfĂ€ngerâ (?) hierauf hin. Ansonsten erfolgte die komplette Beschriftung noch komplett in polnischer Sprache und auch der Herstellerverweis âUnitra-Eltra â Made in Polandâ blieb erhalten.
HGS TRAMP WE 100
Der WeltempfĂ€nger TRAMP WE 100 wurde als technisch eigenstĂ€ndige GerĂ€tevariante des Unitra-Eltra JULIA stereo produziert und ĂŒber die HGS Electronic GmbH Hamburg in Westdeutschland vertrieben. Diese reine Exportversion mit deutscher Beschriftung ist ausnahmsweise mal schlechter ausgestattet als die polnische Binnenmarktvariante. So verfĂŒgt der HGS Tramp WE 100 gegenĂŒber dem JULIA stereo lediglich ĂŒber einen Mono-UKW-EmpfĂ€nger. AuĂerdem wurde das zusĂ€tzliche OIRT-UKW-Band von 65,5 bis 73 MHz ersatzlos gestrichen. Auch der externe Antennenanschluss fehlt vermutlich als Vorgabe der Deutschen Bundespost fĂŒr die FTZ-Zulassung. Bedingt durch den Monoempfang entfĂ€llt des Weiteren der nicht mehr benötigte Balanceregler und die Stereo-LED. Die hintere Lautsprecherbuchse wurde vermutlich nur parallel zum internen Lautsprecher gelegt. DafĂŒr lassen sich beim WE 100 die beiden Diodenbuchsen (DIN) nun nicht nur als Aufnahmeausgang sondern auch als Toneingang verwenden und das noch verbliebene CCIR-UKW-Band wurde von 87,5 bis 100 MHz auf 87,5 bis 108 MHz erweitert. Durch diese ganzen Modifikationen ersetzen die Tasten âUKW-Antenne ein/ausâ, âUKW-Antenne nah/fernâ und âRadio/TA-TBâ am WE 100 die Funktionen âAntenne intern/externâ, âMono/Stereoâ und âOIRT/CCIRâ des JULIA stereo. Die restlichen Bandauswahltasten und Bandbreiten blieben hingegen unverĂ€ndert. Den Tramp WE 100 gab es mit komplett schwarzem GehĂ€use oder hĂ€ufiger in Schwarz mit silbergrauer Lautsprecherblende und gleichfarbigen Seitenschalen, was das sehr schlichte GehĂ€use dann zumindest optisch etwas aufwertet. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller Unitra ELTRA fehlt aber bei beiden Varianten komplett.
Der Vertrieb des HGS Tramp WE 100 erfolgte in Westdeutschland unter anderem ĂŒber BĂHLER elektronik aus Baden-Baden. In einer Anzeige der Zeitschrift Funkschau 6/1982 heiĂt es zu diesem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 25039 fĂŒr 498,- DM angeboten wurde: âTramp WE 100 mit FTZ-Nr., Nachbau eines der bekanntesten deutschen WeltempfĂ€nger, europĂ€ische Fertigung, Besonderheiten: 7 Kurzwellenbereiche, Sendermarkierungshilfen, 2 VU-Meter, Doppelteleskopantenne, UKW-Antennenanschluss extern schaltbar, UKW-Empfindlichkeitsschalter, Radio-Tape-Plattenspieler-DIN-AnschlĂŒsse â umschaltbar, Kopfhöreranschluss 400Ω, Batteriebetrieb, eingebautes Netzteil, 12V-Anschlussbuchse, 5 UKW-Stationstasten, getrennte Klangregelung fĂŒr Höhen und Tiefen, stabiler Tragegriff, anthrazitfarbiges Softline-GehĂ€use, MaĂe: B 410 x H 250 x T 110 mm, Technische Daten: KW 13 / 16 / 19 / 25 / 31 / 41 / 49 m, UKW 88 â 108 MHz, LW 150 â 280 kHz, MW 525 â 165 kHzâ. Fast zeitgleich wurde das GerĂ€t ĂŒber FT-Gerlach aus Siegen in der Funkschau 8/1982 fĂŒr nur 359,- DM angeboten.
ITC JULIA
Dem zuvor beschriebenen HGS Tramp WE 100 folgte spĂ€ter eine identische MonoausfĂŒhrung des JULIA stereo, die ĂŒber ITC in Westdeutschland vertrieben wurde. Ein offizielles Unitra-Eltra JULIA (Mono) fĂŒr den polnischen Binnenmarkt gab es offensichtlich nie.
Unitra-Eltra SABINA R 610
Der WeltempfĂ€nger SABINA R 610 wurde um 1986 als kompakter Nachfolger des JULIA Stereo ebenfalls bei UNITRA ELTRA in Bydgoszcz produziert. Das nur 288 x 176 x 76 mm groĂe und 2,3 kg schwere GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,5 bis 73 MHz, des Weiteren sieben Kurz- sowie je ein Mittel- und Langwellenband ĂŒber die integrierte Ferrit- sowie Teleskopantenne. Es stehen eine Automatische Scharfabstimmung (ARC), eine Skalenbeleuchtung auf Tastendruck, ein Tonband- und Kopfhöreranschluss sowie eine Höhen- und Tiefenregelung zur VerfĂŒgung. Auf den Stereodecoder, die damit verbundene zusĂ€tzliche Endstufe, das zweite UKW-Band, die fĂŒnf UKW-FestspeicherplĂ€tze mit separater Anzeige, die Batteriestandsanzeige, den zweiten Toneingang und den externen Antennenanschluss des gröĂeren JULIA Stereo wurde beim R 610 verzichtet. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber sechs R14-Batterien erfolgen.
ITC SABINA R 610
Das Unitra-Eltra SABINA R 610 wurde auch mit der Original-Typenbezeichnung ĂŒber den Importeur ITC in Westdeutschland vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz statt 65,5 bis 74 MHz und das GehĂ€use ist grundsĂ€tzlich schwarz statt dreifarbig ausgefĂŒhrt. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller oder die polnische Herkunft fehlt leider komplett.
ITT NOKIA RP 705 & RP 9151 (Unitra-Eltra)
Das Stereo-Kofferradio RP 9151 wurde fĂŒr die westdeutsche Handelsmarke ITT NOKIA bei ZR ELTRA in Bydgoszcz (Bromberg) entwickelt und produziert. Ein baugleiches GegenstĂŒck unter dem Markennamen Unitra ELTRA fĂŒr den polnischen Binnenmarkt gab es offensichtlich nicht. Neben dem abgebildeten RP 9151 FM Radio Stereophones hat der Importeur noch das Stereophones RP 705 FM Radio vertrieben. Die beiden GerĂ€te unterscheiden sich offensichtlich nur in der Beschriftung und eventuell in der Beschaltung der Platinen. Das mindestens von 1989 bis 1990 produzierte Kofferradio empfĂ€ngt ausschlieĂlich das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz. Die Wiedergabe in Mono kann ĂŒber den integrierten Lautsprecher erfolgen oder bei angeschlossenem Kopfhörer auch in Stereo. Des Weiteren verfĂŒgt das 180 x 305 x 80 mm groĂe und 1,9 kg schwere GerĂ€t neben der manuellen Einstellung noch ĂŒber fĂŒnf zusĂ€tzliche ProgrammspeicherplĂ€tze. Die Abstimmung erfolgt ĂŒber den Abstimmregler neben der Skala bzw. ĂŒber fĂŒnf Drehregler hinter einer Klappe unterhalb der Programmtasten. ZusĂ€tzlich stehen ein Klangregler sowie eine Netz- und Stereo-LED zur VerfĂŒgung. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber sechs R20-Batterien erfolgen. In dem GerĂ€t wurden neben dem 5VA/4Ω-Breitbandlautsprecher Unitra-Tonsil GD 12/36 unter anderem zwei IC-VerstĂ€rker des Typs CEMI PA210 und ein FM/ZF-VerstĂ€rker/Demodulator Motorola MC1309P verbaut. Die Speichereinheit und der Tuner stammen offensichtlich vom zuvor beschriebenen JULIA stereo, das wohl auch die Entwicklungsbasis fĂŒr dieses deutlich abgespeckte GerĂ€t lieferte.
NOKIA RP 9151A (Unitra-Eltra)
Beim NOKIA RP 9151A handelt es sich um eine Weiterentwicklung des RP 9151. Optisch ergeben sich bis auf eine abweichende Beschriftung keine VerĂ€nderungen, auch der Leistungsumfang blieb identisch. Die Ănderungen finden sich im Inneren des GehĂ€uses, wo sich der UKW-EmpfĂ€nger fast komplett auf einen SONY Schaltkreis des Typs CXA1238S beschrĂ€nkt und hierdurch die zuĂ€tzliche Tunerplatine entfĂ€llt. AuĂerdem wurden die beiden Mono-IC-VerstĂ€rker CEMI PA210 durch einen Stereo-VerstĂ€rker des Typs Samsung KA2206 ersetzt.
Unitra-Eltra Alicja R 603
Das Unitra Alicja wurde ab 1983 in Bydgoszcz produziert und war das erste GerĂ€t der nachfolgend aufgefĂŒhrten R 600-Serie. Es empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,8 bis 74 MHz nach OIRT-Norm sowie je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber fĂŒnf R6-Mignonbatterien erfolgen. Das GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Kopfhöreranschluss an der GehĂ€userĂŒckseite, eine Klangregelung fehlt wiederum. Als Lautsprecher wurde der GD8/1 von Unitra-TONSIL mit 1VA/8Ω verbaut (teilweise auch EMD Type 77RL) und lediglich ein IC (UL1211) von Unitra-CEMI, der den kompletten AM/FM-Radiokreis beinhaltet. Dieses EinchipgerĂ€t gab es in zwei AusfĂŒhrungen: anfangs mit glatter Lautsprecherabdeckung und runden Ăffnungen und spĂ€ter mit geriffelter Abdeckung und vertikalen Ăffnungen. Bei der ersten AusfĂŒhrung war die graue GehĂ€userĂŒckwand im Gegensatz zur Front noch unlackiert, was somit optisch nicht wirklich zusammenpasst.
riz akord 140 (Alicja R 603)
Das Unitra-Alicja R 603 wurde auch ĂŒber die Radioindustrija Zagreb (RIZ) als akord 140 im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.
Nordmende essex 2014 (Alicja R 603)
Das Unitra Alicja R 603 wurde in der ersten AusfĂŒhrung (mit unlackierter RĂŒckwand) auch ĂŒber NORDMENDE in Westdeutschland vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz. Die Beschriftung erfolgte komplett in deutscher Sprache. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller existiert leider nicht.
ITC Alicja R 603
Das Unitra Alicja R 603 wurde auch mit der Original-Typenbezeichnung ĂŒber den Importeur ITC in Westdeutschland vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz.
TR 2020 (Alicja R 603)
Das TR 2020 entspricht komplett dem zuvor beschriebenen Nordmende essex 2014, allerdings ist hier die RĂŒckwand ebenfalls silber lackiert. Auf dem in deutscher Sprache beschrifteten GerĂ€t fehlen sĂ€mtliche Angaben zum ursprĂŒnglichen Hersteller Unitra ELTRA und zum deutschen Importeur. Vermutlich wollte man sich hier den Vertrieb komplett offen halten.
HGS TR 2020 (Alicja R 603)
Das Unitra Alicja R 603 der zweiten AusfĂŒhrung (mit lackierter RĂŒckwand) wurde auch ĂŒber die HGS Electronic GmbH aus Hamburg als TR 2020 in Westdeutschland vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller fehlt â wie so hĂ€ufig â komplett.
Es gab die TR 2020 hierbei in zwei AusfĂŒhrungen: entweder mit schwarzer Skala und einem Zeiger-Sichtstreifen oder mit silberner Skala und zwei Zeiger-Sichtstreifen.
Unitra-Eltra Ania R 612
Beim Ania R 612 handelt es sich um eine Gemeinschaftsentwicklung des VEB Stern-Radio Berlin und Unitra Polen parallel zum in der DDR vertriebenen RFT SR 30 Jade (Beschreibung unter Kofferradios). Das GerĂ€t basiert auf dem Unitra Alicja R 603. Die Produktion erfolgte bei Unitra ELTRA im polnischen Bydgoszcz. Offensichtlich stammt lediglich der Drehkondensator aus DDR-Produktion. Die restlichen Bauteile wurden in Polen hergestellt. Eine Variante mit RFT-Markenzeichen gab es von diesem Modell jedoch nicht. Neben einem UKW-Band verfĂŒgt das Radio ĂŒber je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. Der AM-Oszillator/FM-ZF-Demodulator UL 1219 vom Unitra-CEMI wurde teilweise auch durch importierte TDA 1220B oder EMDI 220 ersetzt. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber das integrierte 230V-Netzteil oder fĂŒnf R6-Mignonbatterien. Der Klang ist meiner Meinung nach recht bescheiden, bedingt durch den kleinen Unitra-TONSIL-Lautsprecher GD 8/1/2 mit 1 VA / 8 Ω), das einfache PlastikgehĂ€use und die fehlende Klangregelung. Das Ania R 612 wurde unter eigenem Namen mit OIRT-UKW-Band (65,8 bis 74 MHz) in Polen vertrieben und ging des Weiteren ĂŒber die Senton GmbH in den Westexport. Die GerĂ€te fĂŒr die Bundesrepublik mit ebenfalls schwarzem GehĂ€use verfĂŒgen ĂŒber ein UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz nach CCIR-Norm, sind in deutscher Sprache beschriftet und mit einer Funkentstörnummer der Bundespost versehen.
Nordmende essex 1654 (Ania R 612)
Parallel zur Variante fĂŒr SENTON wurde das Ania R 612 auch fĂŒr NORDMENDE nach Westdeutschland exportiert und dort als essex 1654 vertrieben. Das GerĂ€t verfĂŒgt ebenfalls ĂŒber einen UKW-Tuner mit CCIR-Frequenzband, es ist jedoch in englischer Sprache beschriftet, der Tragegriff weicht geringfĂŒgig ab und das schwarze GehĂ€use wurde an der Front Anthrazitfarben lackiert.
Unitra-Eltra Anja RT 432 (Ania R 612)
Beim Anja RT 432 handelt es sich um die identische ExportausfĂŒhrung des Unitra Ania R 612 fĂŒr die Ex-ÄSSR mit englischer Frontbeschriftung und tschechischer Beschriftung auf der RĂŒckseite.
Unitra-Eltra Ania R 613
Das Ania R 613 entspricht prinzipiell dem R 612, die Skala ist jedoch waagerecht angeordnet und die Bedienelemente dementsprechend verschoben. Von diesem Modell gab es meines Wissens keine ExportausfĂŒhrung.
Unitra-Eltra Zosia R 614
Das Zosia R 614 verfĂŒgt ĂŒber ein UKW-Band von 65,8 bis74 MHz nach OIRT-Norm und empfĂ€ngt auĂerdem je einen Mittel- und Langwellenbereich. Auf das Kurzwellenband des Ania R 612 wurde zugunsten eines Stereodecoders verzichtet. Der UKW-Stereobetrieb ist allerdings nur ĂŒber den integrierten Kopfhöreranschluss möglich, da bei dem GerĂ€t ein zweiter Lautsprecher fehlt. Das GerĂ€t wurde auch als SR 30 Jade ĂŒber den VEB Stern-Radio Berlin in der DDR vertrieben (Bild & Beschreibung unter Kofferradios).
Unitra-Eltra Tola R 615
Das Tola R 615 entspricht weitestgehend (oder komplett?) dem zuvor beschriebenen Ania R 612 mit ĂŒberarbeiteter Lautsprecherabdeckung.
ITC Tola R 615
Das Unitra Tola R 615 wurde auch optisch unverĂ€ndert und mit der Original-Typenbezeichnung ĂŒber den Importeur ITC in Westdeutschland vertrieben. Es empfĂ€ngt das UKW-Band jedoch nach westeuropĂ€ischer CCIR-Norm von 87,5 bis 108 MHz.
Unitra-Eltra Tola 2 R 6322
Das Tola 2 verfĂŒgt zusĂ€tzlich zum UKW-Band nach OIRT-Norm von 65,8 bis 74 MHz noch ĂŒber ein zweites UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz bei Wegfall des Kurzwellenbandes.
Unitra-Eltra Liza R 203
Das Liza R 203 auf Basis des Ania R612 verfĂŒgt ĂŒber einen UKW-Tuner nach OIRT-Norm sowie einen Mittel- und Langwellentuner, jedoch weder ĂŒber ein Kurzwellenband noch ĂŒber einen StereoempfĂ€nger wie das Zosia R 614.
Unitra-Eltra R 102 (RFT SR 10 Nante)
Das im VEB Stern-Radio Berlin produziert Taschenradio SR 10 Nante wurde ĂŒber Unitra ELTRA auch in Polen vertrieben. Neben der abweichenden GehĂ€usebeschriftung in polnischer und englischer Sprache unterscheidet sich das Unitra-Eltra R 102 SR 10 vom RFT SR 10 Nante hauptsĂ€chlich durch das OIRT-UKW-Band von 65,5 bis 74 MHz. Das originale RFT SR 10 Nante wurde ab 1987 anlĂ€sslich der Berliner 750-Jahr-Feier im VEB Stern Radio vor Ort in WeiĂensee produziert. Mit dem GerĂ€t ist der UKW-Empfang ursprĂŒnglich von 87,5 bis 104 MHz möglich, entweder in Mono ĂŒber den abnehmbaren Lautsprecher oder in Stereo ĂŒber die seitliche Kopfhörerbuchse. Weitere FrequenzbĂ€nder lassen sich nicht empfangen. Das Radio ist auch ansonsten fĂŒr ein DDR-GerĂ€t ungewohnt puristisch ausgefĂŒhrt. Die LautstĂ€rke lĂ€sst sich nicht stufenlos regeln, sondern nur ĂŒber einen Schiebeschalter in vier Stufen wĂ€hlen. Mit einem weiteren Schiebeschalter kann zwischen Aus, Mono und Stereo gewĂ€hlt werden. Eine ausziehbare Teleskopantenne fehlt komplett. Stattdessen wird hierzu eine der Zuleitungen des Kopfhörers oder der Lautsprecherbox genutzt, die in der Box auch bewusst verlĂ€ngert und mehrfach gewickelt wurde.
Das GehĂ€use besteht aus jeweils einer Front- und RĂŒckschale fĂŒr das Radio und die Box, die lediglich zusammengeklippt statt verschraubt sind. Im GehĂ€use befindet sich eine vollflĂ€chige Leiterplatte auf der neben den Batterieklipps fĂŒr vier R6-Mignonbatterien noch drei SFE235, ein SCE238D und die bekannten FROLYT-Elkos aus DDR-Produktion verbaut wurden. Des Weiteren kam aber auch ein Folien-Drehkondensator des japanischen Herstellers ALPS, zwei ebenfalls japanischen Schaltkreise mit der Bezeichnung TDA 1083, der Stereodekoder TA7342P von Toshiba und ein FOSTER-8Ω-Lautsprecher zum Einsatz. Der TDA 1083 beinhaltet hierbei den kompletten UKW-Radiokreis und die Endstufe. Das Ganze ist fĂŒr den Stereoempfang in doppelter AusfĂŒhrung notwendig. Diese HĂ€ufung an Importbauteilen ist mir von keinem weiteren RFT-GerĂ€t bekannt. UrsprĂŒnglich wurden aber wohl statt der in meinem 1988er GerĂ€t verwendeten TDA 1083 auch zwei A283D aus Frankfurt (Oder) verbaut. Zu den GerĂ€ten gab es neben dem Kopfhörer noch eine passende Kunststofftasche. Ein separates Netzteil lĂ€sst sich wiederum nicht anschlieĂen.
Unitra-Eltra Lena 2
Das Lena 2 wurde ab 1985 bis mindestens 1993 bei Unitra ELTRA in Bydgoszcz produziert und unter eigenem Markennamen mit OIRT-UKW-Band von 65,8 bis 74 MHz in Polen vertrieben. Die mit schwarzem, rotem oder weiĂem GehĂ€use ausgelieferten GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber einen UKW-, Kurz-, Mittel- und Langwellentuner sowie einen 200Ω-Kopfhöreranschluss. Die Spannungsversorgung kann ĂŒber das integrierte 230V-Netzteil oder ĂŒber sechs R6-Mignonbatterien erfolgen. An der Front neben der Modellbezeichnung befindet sich ein kleines LĂ€mpchen zur Netzanzeige, das ungĂŒnstigerweise auch im ausgeschalteten Zustand leuchtet. Als Lautsprecher kam der TONSIL GD 8-12 1,5/2 mit 1,5 VA zum Einsatz. Die kompakten GerĂ€te sind sehr zuverlĂ€ssig und lassen sich gut demontieren. Leider befindet sich die Netzsicherung etwas ungĂŒnstig an der Frontseite. Um diese zu ersetzen, muss das ganze GehĂ€use demontiert werden.
Universum KRN 356 (Lena 2)
Der QUELLE-Versand aus FĂŒrth hat das Lena 2 bereits ab 1985 bis mindestens 1987 unter dem Namen Universum KRN 356 in Westdeutschland vertrieben und war damit wohl der erste Exporteur. Das UKW-Band des GerĂ€tes entspricht hierbei dann nicht mehr der OIRT- sondern CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz. Die Beschriftung erfolgte komplett in deutscher Sprache und auf der RĂŒckwand befindet sich statt der Herstellerbezeichnung die FTZ-Nummer der Deutschen Bundespost.
Sanwa 6030 (Lena 2)
Ăber die Sanwa Transonic Intermarket wurde das Lena 2 auch mit CCIR-Band und deutscher Beschriftung in westdeutschen DiscountmĂ€rkten vertrieben. Das abgebildete GerĂ€t stammt aus dem Jahr 1987.
Neben der roten AusfĂŒhrung gab es das Sanwa 6030 auch mit schwarzem GehĂ€use.
Des Weiteren gab es noch eine AusfĂŒhrung in Silbergrau.
Soundmaster Lena 2
Die Wörlein GmbH verkaufte das Lena 2 unter seiner Original-Typenbezeichnung mit dem Markennamen Soundmaster ab Anfang der 1990er Jahre bis mindestens 1993 im zwischenzeitig wiedervereinten Deutschland. Das UKW-Band musste vermutlich gar nicht mehr modifiziert werden, da nun auch in Polen die CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz galt. Die importierte StĂŒckzahl der GerĂ€te war anscheinend ziemlich hoch. Zumindest sind die Radios auf NĂŒrnberger FlohmĂ€rkten sehr hĂ€ufig anzutreffen, was aber auch an der unmittelbaren NĂ€he zum Importeur aus Cadolzburg liegen kann. Auf den in deutscher Sprache beschrifteten GerĂ€ten wurde â wie ĂŒblich â die Herstellerangabe durch eine FTZ-Nummer der Bundespost ersetzt und statt eines âMade in Polandâ findet sich ein etwas fragwĂŒrdiges âMade for Germanyâ.
HGS TR 2004 (Lena 2)
Das Lena 2 wurde auch als TR 2004 ĂŒber die HGS Electronic GmbH aus Hamburg in Westdeutschland vertrieben.
ITC Lena 2
Eine weitere CCIR-Variante des Lena 2 wurde ĂŒber ITC vertrieben.
R z e s z ó w   ( R e i c h s h o f )
Das Rundfunkwerk Unitra-RzeszĂłw produzierte in der gleichnamigen Stadt RzeszĂłw RundfunkempfĂ€nger fĂŒr Unitra-Eltra und hat diese zumeist auch etwas irritierend mit ELTRA ausgewiesen.
Unitra-RzeszĂłw emilia RM 312 automatic
Beschreibung folgt
Iskra-UNITRA emilia RM 312 automatic (IBBN 7-13919)
Der Unitra-RzeszĂłw emilia RM 312 wurde auch ĂŒber den slowenischen Elektronikhersteller Iskra-Elektroakustika p.o. im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Nachdem ISKRA seit den 1960er-Jahren in Ljubljana nur noch E-Motoren, Anlasser, Lichtmaschinen, StromzĂ€hler, Telefone, Computer und FernsehgerĂ€te produziert, wurde dieser Recorder â neben dem Unitra-ZRK RM 222 â in Polen offensichtlich zugekauft. Technisch unterscheidet sich der Iskra-UNITRA emilia RM-312 (IBBN 7-13919) von der polnischen Binnenmarktvariante lediglich durch das CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz (statt 65,8 bis 74 MHz). Vermutlich löste das GerĂ€t den Anfang der 1980er Jahre aus der DDR importierten riz rama 4100 (RFT R 4100) ab.
Unitra-RzeszĂłw emilia RM 315 automatic
Der Mono-Radiorecorder emilia RM-315 wurde ab 1983 bis mindestens 1987 parallel zum nachfolgend beschriebenen RM-407 in RzeszĂłw produziert. Das GerĂ€t empfĂ€ngt UKW und Mittelwelle ĂŒber die integrierte Teleskopantenne. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (ohne Pause-Taste und BandzĂ€hlwerk) sowie ĂŒber einen Kopfhöreranschluss. Auf Anzeigen jeglicher Art wurde komplett verzichtet. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber fĂŒnf R14-Mignonbatterien erfolgen. Das GerĂ€t ist sehr ĂŒbersichtlich aufgebaut und lĂ€sst sich fĂŒr Reparaturen auch gut zerlegen. Der Radioempfang wurde mittels AM/FM-Radiokreis Unitra CEMI UL1211 realisiert, als IC-VerstĂ€rker kam der UL1482 zum Einsatz. Zur Wiedergabe verfĂŒgt der Recorder ĂŒber den Breitbandlautsprecher Unitra TONSIL GD 8-12/1,5/3 mit 1,5VA (6Ω). Neben der polnischen BinnenmarktausfĂŒhrung mit UKW-OIRT-Band von 65,8 bis 74 MHz gab es auch GerĂ€te fĂŒr den Westexport (Bild). Der 2-Band-Radio-Cassettenabspieler emilia RM-315 automatic empfĂ€ngt das UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz, wurden in deutscher Sprache beschriftet und besitzen auf der RĂŒckseite die typische Bundespost-Funkentstörnummer. Die Herstellerbezeichnung UNITRA und der Herkunftsvermerk âMade in Polandâ wurde ausnahmsweise sogar beibehalten.
Unitra-RzeszĂłw emilia RM 407 automatic
Der Monorecorder emilia RM-407 wurde ab 1983 parallel zum zuvor beschriebenen RM-315 produziert. Das etwas umfangreicher ausgestatte GerĂ€t empfĂ€ngt neben dem UKW- und Mittelwellenband nun auch je einen Kurz- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Teleskopantenne. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (ohne Pause-Taste und BandzĂ€hlwerk), ein integriertes Mikrofon und einen Anschluss fĂŒr eine externe Tonquelle sowie einen Kopfhörer. Die ĂŒber einen an der RĂŒckseite befindlichen Schiebeschalter aktivierbare OSC-Funktion dient dazu, PfeifgerĂ€usche bei Rundfunkaufnahmen im Mittel- und Langwellenbereich zu reduzieren. Auf Anzeigen jeglicher Art wurde wieder komplett verzichtet. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber fĂŒnf R14-Batterien erfolgen. Das GerĂ€t ist sehr ĂŒbersichtlich aufgebaut und lĂ€sst sich im Reparaturfall auch sehr gut zerlegen. Der Radioempfang wurde mittels AM/FM-Radiokreis Unitra-CEMI UL1211 realisiert, als IC-VerstĂ€rker kam ein UL1482 zum Einsatz. Zur Wiedergabe besitzt der Recorder den Breitbandlautsprecher Unitra-TONSIL GD 8-12/1,5/3 mit 1,5VA bei einer Impedanz von 6Ω.
ITC RM 407 automat
Parallel zur polnischen AusfĂŒhrung wurde der RM 407 auch ĂŒber ITC in Westdeutschland vertrieben. Das UKW-Band des komplett in deutscher Sprache (und teilweise auch in Englisch) beschrifteten GerĂ€tes wurde hierbei an die CCIR-Norm mit 87,5 bis 108 MHz angepasst. Das abgebildete NeugerĂ€t stammt aus der Auflösung eines RadiogeschĂ€ftes. Welcher auf UNITRA-GerĂ€te spezialisierte Importeur sich hinter dem Markennamen ITC verbirgt, ist aber auch auf der Originalverpackung und in der Bedienungsanleitung nicht ersichtlich.
Radio Recorder RM-1000 (RM 407)
Der Unitra-RzeszĂłw RM 407 wurde auch mit CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz als Radio Recorder RM-1000 in Westdeutschland vertrieben. Auf dem komplett in deutscher Sprache beschrifteten GerĂ€t ist weder der Hersteller Unitra RzeszĂłw noch irgendein deutscher Importeur ersichtlich. Es findet sich lediglich der Vermerk âHergestellt in Polenâ in Englisch, Deutsch und Französisch sowie die Bundespost-FTZ-Nr. auf der GehĂ€userĂŒckseite.
4-Wellen Radiorecorder RR-3040 (RM 407)
Der Unitra-RzeszĂłw RM 407 wurde auch als 4-Wellen Radiorecorder RR-3040 in Westdeutschland vertrieben.
Neben der anthrazitfarbenen AusfĂŒhrung gab es den RR-3040 auch mit roter GehĂ€usefront und schwarzer RĂŒckwand.
HGS 4-Wellen Radiorecorder RR 3040 (RM 407)
Der Unitra-RzeszĂłw Emilia RM 407 wurde auch ĂŒber die HGS Electronic GmbH aus Hamburg als 4-Wellen Radiorecorder RR 3040 in Westdeutschland vertrieben. Die Beschriftung entspricht hierbei komplett dem zuvor beschriebenen RR-3040 (ohne Markennamen).
elta 6076 (RM 407)
Der Unitra-RzeszĂłw RM 407 mit CCIR-UKW-Band wurde auch ĂŒber die Elta GmbH aus Rödermark in Westdeutschland vertrieben. Die GerĂ€te trugen hierbei die Bezeichnungen elta 6076 oder 4-Wellen Radio-Recorder 6076. Auf einen Herstellerverweis wurde komplett verzichtet, es findet sich lediglich der Vermerk âMade in Polandâ sowie die Bundespost-FTZ-Nr. auf der GehĂ€userĂŒckseite.
L u b a r t  ó w
Unitra-LubartĂłw MK 232
Der sehr kompakt gehaltene Monorecorder Unitra MK-232 wurde in Kooperation mit GRUNDIG entwickelt und ausschlieĂlich im polnischen LubartĂłw produziert. Das GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band nach OIRT-Norm von 65,8 bis 74 MHz und einen Mittelwellenbereich. Das einmotorige Kassettenlaufwerk in GRUNDIG-Lizenz verfĂŒgt weder ĂŒber eine Pausentaste noch ĂŒber ein BandzĂ€hlwerk, ist dafĂŒr aber ebenfalls sehr kompakt gehalten. Im Laufwerk des abgebildeten GerĂ€tes wurde ein Zahnrad aus recht weichem Material verwendet, das im Laufe der Jahre hoffnungslos zerbröselt ist. Die Schwachstelle kenne ich bereits von mehreren GRUNDIG-Kassettendecks und sie wurde von den Polen leider ohne Nachbesserung ĂŒbernommen. Des Weiteren wurde die ZeigeraufhĂ€ngung fĂŒr die Abstimmanzeige etwas unglĂŒcklich gelöst. Der Zeiger steckt hier lose auf der FĂŒhrung, was das Zerlegen des GerĂ€tes zwar erleichtert, aber fast zwangslĂ€ufig irgendwann nicht mehr hĂ€lt. Wiederum recht geschickt gelöst wurde die vordere Alu-Blende, die sich als Griff herausziehen lĂ€sst. Das GerĂ€t besitzt auĂerdem ein integriertes Mikrofon und einen externen Tonanschluss. Auf Anzeigen jeglicher Art wurde verzichtet. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber fĂŒnf R14-Batterien erfolgen.
Grundig C 235 (MK 232)
Der Unitra-LubartĂłw Magnetofon Kasetowe 232 wurde mit CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz und GRUNDIG-Typenschild als C 235 in Westdeutschland vertrieben. Die Produktion erfolgte aber ebenfalls im polnischen LubartĂłw. Ob GRUNDIG ĂŒber das Laufwerk hinaus an der Entwicklung des GerĂ€tes beteiligt war, ist mir nicht bekannt. Typische UNITRA-Details (wie die durch die Platine gefĂŒhrte Diodenbuchse) und die BauteilbestĂŒckung sprechen eher fĂŒr eine polnische Entwicklung.
Unitra-LubartĂłw Wilga RM 301
Das MK 232 wurde optisch ĂŒberarbeitet mit durchgehender Skalenblende als Unitra Wilga RM 301 herausgebracht. AuĂerdem empfĂ€ngt es â neben dem OIRT-UKW-Band â noch einen Lang- statt Mittelwellenbereich. Die GerĂ€te gab es mit schwarzem, weiĂem, grauem, braunem oder blauem GehĂ€use sowie mit zwei verschiedenen Skalenblenden.
Unitra-LubartĂłw Wilga RM 302
Der Unitra-Lubartów Wilga RM 302 entspricht technisch und optisch dem RM 301, empfÀngt jedoch statt des Lang- ein Mittelwellenband.
Unitra-LubartĂłw Wilga RM 303
Das Radio Magnetofon 303 ist die CCIR-Variante des RM 301 mit einem UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz wie beim Grundig C 235.
Palladium RR 303
Das Unitra-LubartĂłw Wilga RM 303 wurde auch technisch und optisch unverĂ€ndert als Palladium RR 303 ĂŒber den Neckermann-Versand in Westdeutschland vertrieben.
bruns RR 303 (RM 303)
Der Unitra Wilga RM 303 wurde auch optisch ĂŒberarbeitet als bruns Radio Recorder 303 herausgebracht und ĂŒber den gleichnamigen Hamburger Importeur in Westdeutschland vertrieben. Somit kam es hier zur deutschen Neuauflage eines bei GRUNDIG zwischenzeitig schon ausgelaufenen Modells. In die DDR wurden die GerĂ€te offensichtlich nicht geliefert. Den bruns RR 303 gab es meines Wissens nur mit schwarzem GehĂ€use.
ITC RM 303
Der Radio Magnetofon 303 wurde auch mit zwei verschiedenen Skalenblenden ĂŒber ITC in Westdeschland vertrieben.
Neben der weiĂen AusfĂŒhrung gab es auch GerĂ€te mit schwarzem GehĂ€use.
AuĂerdem gab es den ITC RM 303 noch mit silbergrauem GehĂ€use. Bei den vermeintlich blauen Blenden an der Oberseite handelt es sich eigentlich um Schutzfolien auf den an sich unlackierten Blechen. Das noch originalverpackte und unbenutzte GerĂ€t auf dem Bild wurde im Jahr 1985 produziert.
Universum CTR 396 (RM 303)
Der UNITRA LubartĂłw RM 303 wurde auch ĂŒber den QUELLE-Versand als UNIVERSUM CTR 396 in Westdeutschland vertrieben. Die Beschriftung erfolgte in englischer Sprache und auf der Unterseite in Deutsch. Hier findet sich auch der kurze Verweis âHersteller: UNITRA / Modell: RM 303â und der deutsche Importeur Senton GmbH.
Unitra-LubartĂłw Daria RM 803 S
Der Stereo-Kassetten-Radiorecorder Unitra Daria Radio Magnetofon 803 Stereo wurde in Kooperation mit der ÄSSR entwickelt und dort auch als baugleicher TESLA K 203 Diamant vertrieben. Das von Anfang bis Mitte der 1980er Jahre bei UNITRA in LubartĂłw produzierte GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,5 bis 73 MHz (OIRT) sowie je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber ein einmotoriges Kassettenlaufwerk mit Pause-Taste und Bandsortenwahl, aber ohne BandzĂ€hlwerk; ĂŒber zwei integrierte Kondensator-Mikrofone und AnschlĂŒsse fĂŒr eine externe Tonquelle, ein Mikrofon, zwei externe Lautsprecher, einen Kopfhörer und eine externe Antenne. AuĂerdem stehen eine Klang- und getrennte LautstĂ€rkeregelung ĂŒber drei Schieberegler, zwei LEDs zur Stereo- und Abstimm-/Batteriestands-Anzeige, eine Automatische Scharfabstimmung (AFC) sowie ein Stereo/Mono-Umschalter zur VerfĂŒgung. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber sechs R14-Batterien erfolgen. Das 360 x 205 x100 mm groĂe KunststoffgehĂ€use gab es in den Farben Grau/Schwarz und in komplett Grau.
ITC RM 805 S
Parallel zum zuvor beschriebenen Unitra-ZRK Daria RM 803 S gab es die ExportausfĂŒhrung Daria RM 805 S mit einem UKW-Band nach CCIR-Norm von 87,5 bis 108 MHz. Diese wurde ĂŒber ITC auch in Westdeutschland vertrieben. Die Typenbezeichnung erfolgte dort verkĂŒrzt als RM 805 S und die eigentlichen Herstellerangaben fehlen komplett.
Unitra-LubartĂłw Condor RM 820 S
Der Stereo-Kassetten-Radiorecorder Unitra Radio Magnetofon 820 Stereo CONDOR wurde in Kooperation mit der ÄSSR entwickelt und dort auch als baugleicher TESLA K 304 Condor vertrieben. Das ab Mitte der 1980er Jahre bei UNITRA in LubartĂłw produzierte GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band sowohl nach OIRT- als auch CCIR-Norm von 65,5 bis 73 MHz und von 87,5 bis 104 MHz, des Weiteren je einen Kurz-, Mittel- und Langwellenbereich. AuĂerdem verfĂŒgt der 6,8 kg schwere Recorder ĂŒber ein zweimotoriges Kassettenlaufwerk, einen 2x10VA-VerstĂ€rker mit zwei TESLA TBA 810, eine 2x6-LED-Pegelanzeige mit zwei RFT A277 und ein Stereo-2-Wege-Lautsprechersystem bestehend aus je zwei TESLA-Tief- und UNITRA-TONSIL-Hochtönern. Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber zehn R20-Batterien erfolgen. Das 590 x 250 x 140 mm groĂe KunststoffgehĂ€use gab es in den Farben Rot, Blau, Silbergrau sowie Schwarz. Neben der angesprochenen Variante fĂŒr den Vertrieb in der ÄSSR gab es noch den RM 8482 der Radioindustrija Zagreb (RIZ) fĂŒr den jugoslawischen Markt. Ein Vertrieb in der DDR war wohl schon aufgrund der Kooperation beim Unitra-Eltra RMS 813 (SDKR 2000) und RMS 817 (skr 700) nicht vorgesehen.
Unitra-LubartĂłw Tandem RM 830 S
Stereo-Doppelkassetten-Radiorecorder
W a r s z a w a   ( W a r s c h a u )
Die Zaklady Radiowe im. M. Kasprzaka produzierten gröĂtenteils Recorder fĂŒr GRUNDIG, die aber auch unter eigenem Namen in Polen vertrieben wurden.
Unitra-ZRK M-8010 & MDS 561
Das Stereo-Kassettendeck Unitra-ZRK M-8010 wurde als ErgĂ€nzung zur Mini-HiFi-Kombination ZM-8000 produziert und lĂ€sst sich noch um den VerstĂ€rker Unitra-Fonica PW-8010, den Plattenspieler Unitra-Fonica G-8010 sowie den Tuner Unitra-Eltra R-8010 ergĂ€nzen. In dem 300 x 120 x 220 mm groĂen GerĂ€t kam ein einmotoriges Laufwerk mit gedĂ€mpften Kassettenfach zum Einsatz. Das ab 1981 bei Zaklady Radiowe im. M. Kasprzaka (ZRK) gebaute Deck verfĂŒgt ĂŒber zwei analoge Pegel-Messinstrumente fĂŒr Aufnahme- und Wiedergabeaussteuerung, einen Aufnahmepegelregler, Bandsortenwahlschalter fĂŒr CrO2 / FeCr / Normal, je eine LED-Anzeige fĂŒr Aufnahme und Dolby-RauschunterdrĂŒckung, eine Endabschaltung in allen Betriebsarten sowie je eine Stereo-Kopfhörer- und Mikrofonbuchse (6,3mm-Klinke). Der Anschluss des auch als MDS-561 vertriebenen Decks an den VerstĂ€rker kann wahlweise per Cinch- oder Diodenkabel (DIN) erfolgen.
hgs Cassette Deck ALTUS D 60 (M-8010)
Das HiFi-Stereo-Kassettendeck Unitra-ZRK M-8010 wurde ĂŒber CONRAD electronic auch in Westdeutschland vertrieben. Im CONRAD-Hauptkatalog 1986 heiĂt es zu dem GerĂ€t, das mit der Bestellnummer 310409 fĂŒr 198,- DM angeboten wurde: âALTUS HiFi Cassetten-Deck D-60 mit Dolby-RauschunterdrĂŒckung. Universalabmessungen passend fĂŒr fast alle Mini-, Turm- oder Zweitanlagen, fĂŒr Truhen-, Schrank- oder Regaleinbau! Besonderheiten: 2 Pegelmessinstrumente fĂŒr Aufnahme- und Wiedergabeaussteuerung, Aufnahmepegelregler, Bandsortenwahlschalter fĂŒr CrO2 / FeCr / Normal, weich gedĂ€mpftes Kassettenfach, LED-Anzeige fĂŒr Aufnahme und Dolby, Endabschaltung in allen Betriebsarten, Ein- und AusgĂ€nge: Kopfhörer / Mikrofon (links und rechts) 6,3 mm Klinke, Line-in-out 5-polige DIN oder Cinch-Buchse, Technische Daten: Bandgeschwindigkeit 4,75 cm / sec, Gleichlaufschwankungen 0,15 %, Frequenzbereich 30 â 15.000 Hz, Front Alu / matt-silber, Abmessungen (B x H x T) 300 x 120 x 220 mmâ.
Unitra-ZRK MK-125 & Unitra-Zatra ZMK-2
Der Mono-Kassettenrecorder MK 125 wurde ab 1971 bei Unitra ZRK produziert. Das 210 x 65 x 320 mm groĂe und 2,2 kg schwere GerĂ€t verfĂŒgt ĂŒber ein einmotoriges Laufwerk mit den ĂŒblichen Funktionen Aufnahme, Wiedergabe, Vorlauf und RĂŒcklauf (noch ohne âPauseâ). Ăber einen Schiebeschalter kann zwischen manueller und automatischer Aufnahme gewechselt werden. Der Aufnahmepegel wird ĂŒber ein einfaches Walzeninstrument angezeigt. AuĂerdem besitzt der Recorder einen integrierten Lautsprecher, eine Klangregelung und einen herausziehbaren Tragegriff. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber sechs R20-Batterien. Dem abgebildeten MK-125 folgte spĂ€ter der MK-125 IC mit dem Schaltreis UL-1496R (statt der Endstufe aus AC180 und AC181) sowie der MK-125 FM mit einfachem UKW-EmpfĂ€nger nach OIRT-Norm (65 â 74 MHz).
Alternativ wurden die passenden 230V-Einschubnetzteile Unitra-Zatra ZMK 1 und ZMK 2 angeboten, die sich in das Batteriefach einsetzen lassen. Des Weiteren gab es zu dem Recorder ein passendes Stromversorgungskabel des Typs KZ1 mit integrirtem 12V/9V-Spannungswandler und Schmelzsicherung. Zusammen mit einer entsprechenden Halterung kann der Recorder somit auch in ein Auto eingebaut werden. Da das GerĂ€t hierbei kopfĂŒber eingebaut wird, lassen sich alle Laufwerktasten â auĂer der Aufnahme â auch horizontal drĂŒcken und wurden entsprechend versetzt ein zweites Mal beschriftet. Eine Ă€hnliche Einbaumöglichkeit gab es auch beim zur selben Zeit in der DDR produzierten Kofferradio Stern Trophy 1800.
Unitra-ZRK RM 121 & RR-3050
Der Monorecorder RM 121 automatic wurde ab Mitte der 1980er Jahre produziert. Das GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band nach OIRT-Norm von 65,8 bis 74 MHz sowie je einen Kurz-, Mittel- und Langenbereich ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren verfĂŒgt es ĂŒber ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (ohne Pause-Taste und BandzĂ€hlwerk), ein integriertes Kondensator-Mikrofon und einen Anschluss fĂŒr eine externe Tonquelle. Die ĂŒber einen an der RĂŒckseite befindlichen Schiebeschalter aktivierbare OSC-Funktion dient dazu, PfeifgerĂ€usche bei Rundfunkaufnahmen im Mittel- und Langwellenbereich zu reduzieren.Â
Auf Anzeigen jeder Art wurde komplett verzichtet. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber sechs R14-Batterien. Das GerĂ€t ist sehr ĂŒbersichtlich aufgebaut und lĂ€sst sich im Reparaturfall gut zerlegen. Lediglich die oberen vier Bandwahltasten sind etwas unlogisch belegt. Hier finden sich die Funktionen âRadio ausâ, âMWâ, âKWâ und âUKWâ. Zum Langwellenempfang mĂŒssen die KW- sowie MW-Taste gleichzeitig gedrĂŒckt werden und fĂŒr den Kassettenbetrieb wird das GerĂ€t vorher komplett ausgeschaltet. Bei BetĂ€tigung der Laufwerk-Tasten schaltet es sich dann wieder zu.Â
Parallel zum RM 121 wurde der technisch und optisch identische RR-3050 produziert. Es gab modellĂŒbergreifend zwei verschiedenen GehĂ€usefronten, die sich im Kassettenfachdeckel und der Lautsprecherabdeckung unterscheiden. Das GehĂ€usefarbe varierte von komplett Rot, Rot/schwarz, komplett Schwarz, WeiĂ, Anthrazit bis Braun/antrazit (Bild) und es existierene verschiedene Beschriftung und verschiedenfarbigen Griffe. Neben diesen Binnenmarkt-AusfĂŒhrungen wurden die RR 3050 auch mit UKW-CCIR-Band nach Westdeutschland geliefert.Â
Auf den in deutscher Sprache beschrifteten GerĂ€ten ist weder der Hersteller Unitra-ZRK, noch irgendein deutscher Importeur ersichtlich. Es findet sich lediglich die Bundespost-Funkentstörnummer auf der GehĂ€useunterseite. Die ExportausfĂŒhrung gab es mit braun/anthrazitfarbenem oder rot/schwarzem GehĂ€use.
ITC RR-3050
Der zuvor beschriebene RM 121 bzw. wurde mit CCIR-UKW-Band auch in Westdeutschland vertrieben. Wie schon beim Export-RR3050 findet sich am GehĂ€use statt des Verweises auf den ursprĂŒnglichen Hersteller aus Warschau lediglich die Funkentstörnummer der Bundespost. Die polnische Herkunft ist nur auf dem mitgelieferten Schaltplan ersichtlich. Hier wurde unter den âZakresyâ (Frequenzbereichen) das UKW-Band mit 65 bis 73 MHz angegeben und daneben findet sich die Wersia FM-CCIR (CCIR-ExportausfĂŒhrung) inklusive abweichender Spezifikation. Die Beschreibungen der Bedienungsanleitung sind in englischer, französischer und deutscher Sprache ĂŒbersetzt.
Auf der RĂŒckseite findet sich statt der Hersteller- und Garantieangaben die komplette ErklĂ€rung zur FTZ-Nr. und Bundespost-Genehmigung. Neben den zumeist schwarzen GerĂ€ten gab es den ITC RR-3050 auch mit gelber Frontschale.
hgs RR-3050
Ăber die HGS Electronic GmbH aus Hamburg wurden die RM 121 ebenfalls in Westdeutschland vertrieben. Die ExportgerĂ€te mit UKW-CCIR-Band gab es in beiden GehĂ€usevarianten sowie diversen Farben und Beschriftungen.
Neben den recht krĂ€ftigen FarbausfĂŒhrung gab es natĂŒrlich auch die durch die bundesdeutschen KĂ€ufer offensichtlich eher bevorzugten AusfĂŒhrungen in Braun/Grau. Unter dem biederen GehĂ€use des abgebildeten GerĂ€tes befindet sich dann wiederum ein krĂ€ftig blaues Chassis, zu dem mit Sicherheit in Polen auch das passende GehĂ€use geplant war.
Gleiches gilt auch fĂŒr die silbergraue AusfĂŒhrung mit ebenfalls blauem Chassis.
ITC RM 121
Auch ITC hat die den Unitra-ZRK RM 121 nicht nur als ITC RR 3050 sondern auch unter der Originalbezeichnung Radio Magnetofon 121 vertrieben (ITC RM 121).
Universum 4-Band-Radio-Recorder CTR 351 (RR-3050)
Der UNITRA ZRK RR-3050 wurde auch ĂŒber den QUELLE-Versand als UNIVERSUM 4-Band-Radio-Recoder CTR 351 in Westdeutschland vertrieben. Die Beschriftung erfolgte komplett in deutscher Sprache, auf einen Herstellerverweis wurde â wie ĂŒblich â komplett verzichtet.
Unitra-ZRK RR 3051
Der abgebildet Monorecorder RR 3051 von 1990 gibt mir zugegebenermaĂen noch etwas RĂ€tsel auf und ich konnte hierzu auch keine Informationen im Internet finden. Technisch entspricht er prinzipiell dem zuvor beschriebenen Unitra-ZRK RM 121 automatic (RR-3050). GegenĂŒber diesem besitzt er jedoch eine zusĂ€tzlich Bandauswahltaste fĂŒr die Langwelle. Somit muss fĂŒr den LW-Empfang nicht mehr die Kurz- und Mittelwellen-Taste gleichzeitig gedrĂŒckt werden. Neben den fĂŒnf statt vier Tasten an der Oberseite wurde auch die rĂŒckseitige OSC-Taste zusĂ€tzlich mit einer Sleep-Funktion belegt. Der abgebildete RR 3051 4 Band Radio Recorder (Art.-Nr. 3051) mit englisch/deutscher Beschriftung wurde ĂŒber die DALCO GmbH in Westdeutschland bzw. im zu dieser Zeit bereits wiedervereinten Deutschland vertrieben. Er verfĂŒgt ĂŒber ein UKW-Band nach CCIR-Band von 87,5 bis 108 MHz. Ob es zu diesem GerĂ€t noch eine UNITRA-Variante mit abweichender Typenbezeichnung und polnischer Beschriftung gab, ist mir nicht bekannt. Aber auch in Polen wurde ja das UKW-Band zu dieser Zeit bereits von OIRT auf CCIR umgestellt und der Markenname UNITRA kaum noch verwendet.
Unitra-ZRK RM 222
Beschreibung folgt
UNITRA-Iskra RM-222
Der Unitra-ZRK RM-222 wurde auch ĂŒber den slowenischen Elektronikhersteller Iskra-Elektroakustika p.o. im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben. Nachdem ISKRA seit den 1960er-Jahren in Ljubljana nur noch E-Motoren, Anlasser, Lichtmaschinen, StromzĂ€hler, Telefone, Computer und FernsehgerĂ€te produziert, wurde dieser Recorder â neben dem RM 312 â in Polen zugekauft. Technisch unterscheidet sich der UNITRA-Iskra RM-222 von der polnischen Binnenmarktvariante lediglich durch das CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz (statt 65,8 bis 74 MHz).
Grundig RR 220 International (RM 222)
Der Monorecorder Unitra RM 222 wurde im Auftrag von GRUNDIG auch nach Westdeutschland geliefert. Die polnische Herkunft ist hierbei auf dem GehĂ€use natĂŒrlich nicht ersichtlich.
Unitra-ZRK RMS 303 & RMS 404
Stereo-Kassetten-Radiorecorder, Beschreibungen folgen
Unitra-ZRK RMS 451
Der Stereo-Radiorecorder Kasprzak RMS 451 wurde parallel zum RM 121 produziert, dem er auch optisch sehr stark Ă€hnelt. Das nur 328 x 195 x 82 mm groĂe GerĂ€t empfĂ€ngt das UKW-Band von 65,8 bis 74 MHz, des Weiteren je einen Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. AuĂerdem besitzt es zwei integrierte Mikrofone, eine Stereo-LED, einen Kopfhörer- und einen externen Tonquellenanschluss. Die Balance lĂ€sst sich ĂŒber den geschickt gelösten Tandem-LautstĂ€rkeregler einstellen. Auf eine Klangregelung wurde aber zugunsten einer zuschaltbaren Höhenanhebung verzichtet. Das Stereo-Differenzsignal kann ĂŒber einen Regler an der RĂŒckseite stufenlos erhöht sowie abgesenkt oder bei zu schlechtem UKW-Empfang auf Mono umgeschaltet werden. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise aus dem 230V-Netz oder ĂŒber sechs R20-Batterien. Neben der fĂŒr die kompakten Abmessungen guten Ausstattung zeichnet sich das GerĂ€t auch durch seinen sehr reparaturfreundlichen Aufbau aus. Die Sicherung lĂ€sst sich direkt ĂŒber das Batteriefach wechseln, das komplette GehĂ€use kann durch weniger Schrauben vom Chassis gelöst werden (mit deutscher Anleitung auf der RĂŒckwand-Innenseite) und der Antriebsriemen lĂ€sst sich ebenfalls mit wenigen Handgriffen austauschen. Lediglich die gerne mal defekten Tasten und der ungĂŒnstig konstruierte Regler an der RĂŒckseite stellen eine gröĂere Herausforderung dar.
Grundig RMS 451
Der Grundig RMS 451 entspricht technisch sowie optisch dem Unitra-ZRK Radiomagnetofon Stereofoniczny 451 und wurde ebenfalls bei ZRK in Polen fĂŒr den Export nach Westdeutschland produziert. Er verfĂŒgt im Gegensatz zur UNITRA-Variante jedoch ĂŒber eine CCIR-UKW-Band von 87,5 bis 108 MHz. Ob Grundig (unabhĂ€ngig von der Produktion) zumindest an der Entwicklung beteiligt war, ist mir nicht bekannt. Ich halte dieses aber schon aufgrund der Ăhnlichkeit zum Monorecorder RM 121 und der vielen typischen UNITRA-Details fĂŒr eher unwahrscheinlich. Eine Beteiligung der DDR an der Entwicklung will ich wiederum nicht ausschlieĂen, nachdem eine der beiden Hauptplatinen neben ZRK auch mit RFT beschriftet wurde.
Grundig RR 120 International & Grundig RR 450 (RMS 451)
Der Grundig RR 120 entspricht genauso wie der Grundig RR 450 ebenfalls komplett dem Unitra-ZRK RMS 451. Bei diesem Modell hat sich GRUNDIG aber zumindest die MĂŒhe gemacht, die noch polnische Bezeichnung des VorgĂ€ngers âRMS âŠâ (Radiomagnetofon Stereofoniczny) durch die nun deutsche bzw. englische Typenbezeichnung âRR âŠâ (Radiorecorder) zu ersetzen.
HGS RRS 4050 Stereo (RMS 451)
Der Unitra-ZRK RMS 451 wurde auch ĂŒber die HGS Electronic GmbH aus MĂŒnster als RRS-4050 Stereo in Westdeutschland vertrieben (nicht zu verwechseln mit dem weiter unten beschriebenen ITC RRS 4050 auf Basis des Unitra RMS 475A). Ich vermute, dass der HGS RRS-4050 erst nach Vertriebseinstellung durch GRUNDIG in der Bundesrepublik verkauft wurde. Das abgebildete GerĂ€t stammt z.B. erst aus dem Jahr 1990.
Den Unitra-ZRK RMS 451 und somit auch den HGS RRS-4050 Stereo gab es in vielen Farbvarianten, wie hier in Rot. Probleme mit teuer importierten Farbpigmenten wie in der DDR gab es fĂŒr die Polen offensichtlich nicht, sodass die GehĂ€useteile (auĂer bei Metalliclackierung) vernĂŒnftig durchgefĂ€rbt und nicht nur lackiert wurden wie in der DDR. Hier erhielt der RFT skr 700 und SKR 701 ja lediglich eine Lackierung, um an den ĂŒber BASF teuer eingekauften Farbpigmenten zu sparen.
RRS 4050 (RMS 451)
Der zuvor beschriebene RRS-4050 wurde in Westdeutschland auch ohne jede Hersteller- und Importeurangabe vertrieben. Hierbei findet sich dann lediglich eine Funkentstörnummer der Bundespost auf der GehÀuseunterseite.
Auch hierbei gab es wieder diverse GehĂ€usefarben wie WeiĂ, Anthrazit, TĂŒrkis oder Blau.
Die auffÀlligste GehÀusefarbe war hierbei wohl Pink.
Unitra-ZRK RMS 475A
Der Stereo-Radiorecorder RMS 475A wurde Anfang der 1990er Jahre als Nachfolgemodell des RMS 451 produziert und ist mit diesem trotz des optischen Unterschiedes technisch fast identisch. Das 516 x 193 x 99 mm groĂe GerĂ€t verfĂŒgt jedoch ĂŒber gröĂere Lautsprecher, wozu ein breiteres GehĂ€use notwendig war. Die komplette Hauptplatine stammt noch vom RMS 451, lediglich die Mechanik der Sendereinstellung wurde verĂ€ndert und der Abstimmregler an die Oberseite versetzt. Das GerĂ€t empfĂ€ngt UKW von 65,8 bis 74 MHz sowie je einen Mittel- und Langwellenbereich ĂŒber die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren besitzt der Recorder ein einmotoriges Kassetten-Laufwerk, zwei integrierte Mikrofone, eine Stereo-LED-Anzeige, einen Kopfhörer- und externen Tonanschluss. Die Balance lĂ€sst sich ĂŒber einen recht geschickt gelösten Tandem-LautstĂ€rkeregler einstellen, hinter dem sich auf der Platine lediglich zwei nebeneinander liegende Mono-Potis verbergen (1x mit ZahnradĂŒbersetzung). Auf eine Klangregelung wurde aber zugunsten einer zuschaltbaren Höhenanhebung verzichtet. Das Stereo-Differenzsignal kann ĂŒber einen Regler an der RĂŒckseite stufenlos erhöht sowie abgesenkt oder bei zu schlechtem UKW-Empfang auf Mono umgeschaltet werden. Die Spannungsversorgung erfolgt aus dem 230V-Netz oder ĂŒber sechs R14-Batterien. Was die Polen allerdings nach dem optisch recht gelungenen RMS 451 zu dieser âDesign-Ikoneâ getrieben hat, erschlieĂt sich mir leider nicht so ganz. Das GehĂ€use wirkt gegenĂŒber dem kleinen RMS 451 recht billig und klobig. AuĂerdem löst sich die Farbe des Siebdrucks bei einigen GerĂ€ten leicht ab, was noch doppelt ungeschickt ist, da die komplette Senderskala nur aufgedruckt wurde.
ITC RRS 4050 (RMS 475A)
Der zuvor beschriebene Unitra-ZRK RMS 475A wurde auch mit CCIR-UKW-Band ĂŒber ITC in Deutschland vertrieben. Die polnische Bezeichnung Radiomagnetofon Stereofoniczny (RMS...) wurde hierbei offensichtlich nur 1 zu 1 in Radiorecorder Stereo (RRS...) ĂŒbersetzt. Die komplette Modellbezeichnung RRS 4050 entspricht der des ebenfalls zuvor beschriebenen GerĂ€tes von HGS, das aber â um die Verwirrung komplett zu machen â wiederum dem Unitra-ZRK RMS 451 entspricht. Also kurzgefasst: Der ITC RRS 4050 ist eigentlich ein (groĂer) Unitra RMS 475A, der HGS RRS 4050 und (no name) RRS 4050 ein (kleiner) Unitra RMS 451. WĂ€hrend es den polnischen Binnenmarkt-RMS 475A mit anthrazitfarbenem GehĂ€use und roter oder schwarzer Lautsprecherumrandung oder in WeiĂ mit verchromtem Lautsprecherrahmen gab, besitzt der ITC RR 4050 grundsĂ€tzlich ein komplett schwarzes GehĂ€use, was die ohnehin schon recht bescheidene Optik noch verstĂ€rkt. Der Vertriebspreis fĂŒr den ITC RR 4050 lag in Deutschland bei 59,- DM. Zumindest wurde das abgebildete GerĂ€t laut zugehörigem Kassenzettel am 06.04.1991 zu diesem Preis im BIG FĂŒrth erworben.
Unitra-ZRK ZK 120 â Röhren-TonbandgerĂ€t, Lizenznachbau des Grundig TK 120 E
Unitra-ZRK ZK 120 T â Transistor-TonbandgerĂ€t, Lizenznachbau des Grundig TK 120 de Luxe
Unitra-ZRK ZK 127 â Transistor-TonbandgerĂ€t
Unitra-ZRK ZK 140 â Röhren-TonbandgerĂ€t, Lizenznachbau des Grundig TK 140
Unitra-ZRK ZK 140 T â Transistor-TonbandgerĂ€t, Lizenznachbau des Grundig TK 140 de Luxe
Unitra-ZRK ZK 144 â Röhren-TonbandgerĂ€t, Lizenznachbau des Grundig TK 145 Automatic
Unitra-ZRK ZK 146 â Transistor-TonbandgerĂ€t
Unitra-ZRK ZK 240 â Transistor-TonbandgerĂ€t
Unitra-ZRK ZK 246 â Transistor-TonbandgerĂ€t
Unitra-ZRK ZK 246-2 â Transistor-TonbandgerĂ€t
Brandt EBS 181 â ExportausfĂŒhrung des Unitra-ZRK ZK 246 fĂŒr den französischen Markt
Unitra-ZRK M2404 S stereo
Das Stereo-4-Spur-TonbandgerĂ€t M2404 S wurde ab 1977 als seinerzeit bestausgestattetes polnisches TonbandgerĂ€t in den Zaklady Radiowe im. M. Kasprzaka in Warschau produziert. Mit dem 440 x 340 x 170 mm groĂen GerĂ€t lassen sich BĂ€nder mit 9,5 oder 19 cm / sec abspielen. Die Wiedergabe kann direkt ĂŒber den integrierten StereoverstĂ€rker mit 2x5 VA an 4 Ω erfolgen. Das GerĂ€t besitzt zwei Dioden-EingĂ€nge (Plattenspieler/Tuner) plus zuschaltbarem Dioden-Mikrofoneingang, des Weiteren einen Dioden-Kopfhörerausgang. Das Laufwerk verfĂŒgt ĂŒber die ĂŒblichen Funktionen Wiedergabe, Vorlauf, RĂŒcklauf, Aufnahme, Stop und Pause, ein vierstelliges analoges BandzĂ€hlwerk, eine Spurauswahl (â / Stereo / 3-2 / 1-4) und zwei analoge Pegelanzeige fĂŒr beide KanĂ€le. Die VerstĂ€rker-/KopfhörerlautstĂ€rke und der Aufnahmepegel lĂ€sst sich fĂŒr beide KanĂ€le getrennt regeln, des Weiteren können die Höhen sowie Tiefen angepasst. Der Plexiglasdeckel ist aufklappbar und abnehmbar ausgefĂŒhrt. Die Spannungsversorgung erfolgt ausschlieĂlich aus dem 230V-Netz, das hierzu fest installierte Netzkabel wurde in einem separaten Fach untergebracht und es steht ein stabiler Tragegriff zur VerfĂŒgung. Das stolze 13 kg schwere GerĂ€t macht einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck mit Echtholzzarge und vielen massiven Chrom-Bedienelementen.
Unitra-ZRK ARIA M2407 S hifi stereo
Das HiFi-Stereo-4-Spur-TonbandgerĂ€t Aria M2407 S hifi stereo war seinerzeit das bestausgestattete TonbandgerĂ€t aus polnischer Produktion. Die Optik Ă€hnelt stark dem in der DDR hĂ€ufig vertriebenen TESLA B 730, die Ausstattung entspricht in etwas dem ebenfalls tschechischen B 115. Mit dem M 2407 S lassen sich BĂ€nder mit 9,5 oder 19 cm / sec abspielen. Die Wiedergabe kann direkt ĂŒber den integrierten StereoverstĂ€rker mit 2x12 VA an 4 Ω erfolgen. Das GerĂ€t besitzt zwei Dioden-EingĂ€nge (Plattenspieler/Tuner) plus zuschaltbarem Dioden-Mikrofoneingang, des Weiteren einen Dioden-Kopfhörerausgang mit zuschaltbarer Synchron-Funktion (?). Das Laufwerk verfĂŒgt ĂŒber die ĂŒblichen Funktionen Wiedergabe, Vorlauf, RĂŒcklauf, Aufnahme, Stop und Pause, ein vierstelliges analoges BandzĂ€hlwerk, eine Spurauswahl (â / Stereo / 3-2 / 1-4) und zwei analoge Pegelanzeige fĂŒr beide KanĂ€le. Die VerstĂ€rker-/KopfhörerlautstĂ€rke und der Aufnahmepegel lĂ€sst sich fĂŒr beide KanĂ€le getrennt regeln, des Weiteren können die Höhen sowie Tiefen angepasst werden und eine Multiplayback-Funktion zuschalten. Der Plexiglasdeckel ist aufklappbar und abnehmbar ausgefĂŒhrt. Das fest installierte Netzkabel wurde in einem separaten Fach untergebracht. An der Unterseite befinden sich zwei massive Gusseisen-FĂŒĂe, die sich im Winkel leicht verstellen lassen. Einen Tragegriff besitzt das GerĂ€t nicht.
Unitra-ZRK ARIA M2411 S hifi stereo
Das HiFi-Stereo-4-Spur-TonbandgerÀt Unitra-ZRK ARIA M2411 S hifi stereo unterscheidet sich vom zuvor beschriebenen M2407 S offensichtlich nur durch den Druckschaltersatz zur Tonspurauswahl statt des zuvor verbauten Schiebeschalters.
Unitra-ZRK OPUS MS-2425 hifi stereo
Das HiFi-Stereo-4-Spur-TonbandgerĂ€t Unitra-ZRK OPUS MS-2425 hifi stereo entspricht wieder weitestgehend den zuvor beschriebenen M2407 S und M2411 S, verfĂŒgt aber neben dem Druckschaltersatz zur Tonspurauswahl noch ĂŒber eine leistungsstĂ€rkere Stereoendstufe mit 2x25 VA an 4 Ω statt 2x12 VA. AuĂerdem wurden viele importierte Schaltkreise durch heimische UNITRA-CEMI-Bauteile ersetzt und der Motor lĂ€uft wohl etwas ruhiger.
HGS TB-2407 hifi stereo (M2407 S)
Das HiFi-Stereo-4-Spur-TonbandgerĂ€t Unitra-ZRK Aria M-2407S hifi stereo wurde auch ĂŒber die HGS electronic GmbH aus Hamburg in Westdeutschland vertrieben. Ein Export in die DDR ist mir nicht bekannt. Hierbei gibt es zwei AusfĂŒhrung mit der selben Typenbezeichnung HGS TB-2407. Die ersten GerĂ€te hatten schwarze GehĂ€use mit anthrazitfarbener Zarge und dem Tonspur-Schiebeschalter des Aria M2407 S. Die Beschriftung erfolgte generell komplett in deutscher Sprache und der Vertriebspreis lag bei 249,- DM. Ein Verweis auf die polnische Herkunft blieb jedoch auf der RĂŒckseite noch erhalten.
HGS TB-2407 hifi stereo (MS-2425)
Die spĂ€teren HGS TB-2407 mit silbergrauer GehĂ€usefront und -rĂŒckwand sowie anthrazitfarbener Zarge entsprechen dem Unitra-ZRK Opus MS-2425 und besitzen auch den Tonspur-Schaltersatz dieses Modells. Die Beschriftung erfolgte ebenfalls komplett in Deutsch, der Herstellerverweis âMade in Polandâ blieb auch hier erhalten.
Unitra-ZRK ARIA M2408 SD hifi stereo
Das HiFi-Stereo-4-Spur-Tonbanddeck Unitra-ZRK Aria M2408 SD wurde parallel zum Aria M2407 S produziert, besitzt im Gegensatz zu diesem aber keine integrierte Stereo-Endstufe. Die Ausstattung entspricht somit in etwas dem tschechischen TESLA B 116. Es lassen sich BĂ€nder mit 9,5 oder 19 cm/sec abspielen. Das GerĂ€t besitzt zwei DiodeneingĂ€nge (Plattenspieler/Tuner) plus zuschaltbarem Dioden-Mikrofoneingang, des Weiteren einen Dioden-Kopfhörerausgang mit zuschaltbarer Synchron-Funktion. Das Laufwerk verfĂŒgt ĂŒber die ĂŒblichen Funktionen Wiedergabe, Vorlauf, RĂŒcklauf, Aufnahme, Stop und Pause, ein vierstelliges analoges ZĂ€hlwerk, eine Tonspurauswahl (â / Stereo / 3-2 / 1-4) und zwei analoge Pegelanzeige fĂŒr beide KanĂ€le. Die KopfhörerlautstĂ€rke und der Aufnahmepegel lassen sich fĂŒr beide KanĂ€le getrennt regeln, des Weiteren können die Höhen sowie Tiefen fĂŒr den Kopfhörer angepasst und eine Multiplayback-Funktion zugeschaltet werden. Der Plexiglasdeckel ist aufklappbar und abnehmbar ausgefĂŒhrt. Das fest installierte Netzkabel wurde in einem separaten Fach untergebracht. An der Unterseite befinden sich massive Gusseisen-FĂŒĂe, die sich im Winkel leicht verstellen lassen. Einen Tragegriff besitzt das GerĂ€t nicht.
Unitra-ZRK GRACIA M2408 SD hifi stereo
Das HiFi-Stereo-4-Spur-Tonbanddeck Unitra-ZRK Gracia M2408 SD entspricht technisch und optisch offensichtlich komplett dem Aria mit ansonsten identischer Typenbezeichnung. Die ursprĂŒnglich polnische Beschriftung des GehĂ€uses wurde aber hier in deutscher Sprache ausgefĂŒhrt. Eventuell waren die mit offiziellen Herstellerangaben versehenen GerĂ€te fĂŒr den Export in die DDR vorgesehen und man wollte eine klangliche Ăhnlichkeit zum vorbelasteten Wort âArierâ vermeiden.
Unitra-ZRK VELLA M2408 SD hifi stereo
Das HiFi-Stereo-4-Spur-Tonband-Deck Unitra-ZRK Vella M2408 SD entspricht technisch und optisch offensichtlich komplett dem Aria mit ansonsten identischer Typenbezeichnung.
Unitra-ZRK ARIA MDS-2412 hifi stereo
Das HiFi-Stereo-4-Spur-Tonband-Deck Aria MDS-2412 unterscheidet sich vom zuvor beschriebenen M2408 SD offensichtlich nur durch den Druckschaltersatz zur Tonspurauswahl statt des zuvor verbauten Schiebeschalters.
HGS TB-2408 hifi stereo (M2408 SD & MDS-2412)
Die HiFi-Stereo-4-Spur-Tonbanddecks Unitra-ZRK Aria M2408 SD hifi stereo und Aria MDS-2412 hifi stereo wurden auch ĂŒber die HGS electronic aus Hamburg in Westdeutschland vertrieben. Ein Export in die DDR ist mir nicht bekannt. Die ersten GerĂ€te mit schwarzem GehĂ€use und Tonspur-Schiebeschalter entsprechen dem Aria M2408 SD.
SpĂ€tere, silbergraue Bandmaschinen mit Tonspur-Schaltersatz entsprechen dem Aria MDS-2412. Die Beschriftung erfolgte grundsĂ€tzlich komplett in deutscher Sprache. Ein Verweis auf den ursprĂŒnglichen Hersteller Unitra ZRK, die Original-Typenbezeichnung M2408 SD bzw. M2412 SD sowie die polnische Herkunft blieb auf der RĂŒckseite erhalten, da hier die gesamte GehĂ€usewand der polnischen AusfĂŒhrung beibehalten wurde.
U n i t r a â E l m a s z   W a r s c h a u
Unitra-Elmasz Wow and Flutter Meter ND-960A
Das TonschwankungsmessgerĂ€t Wow and Flutter Meter ND-960A wurde mindestens von 1977 bis 1981 im ZakĆad Budowy UrzÄ dzeĆ Technologicznych UNITRA-ELMASZ (Werk fĂŒr technologische Anlagen) in Warschau produziert. Mittels Mess-Tonband bzw. Mess-Schallplatte können die Durchlaufgeschwindigkeit, Drift der Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsschwankungen, Drehzahl, Drift der Drehzahl und Drehzahlschwankungen von angeschlossenen Tonband- sowie Schallplatten-AbspielgerĂ€ten bestimmt werden. Entsprechende Abweichungen kommen durch nicht vollkommen gleichmĂ€Ăigen Transport des Magnetbandes zustande, was sich durch mehr oder weniger ausgeprĂ€gte Tonhöhenschwankungen bemerkbar macht. Grundlage fĂŒr die Gleichlaufmessung ist eine genormte Referenzfrequenz von 3.150 Hz. Das ND-960A ermöglich insgesamt zwei Messarten: Zum einen kann die Abweichung der Sollgeschwindigkeit und des Drifts gemessen werden (linkes Messinstrument), zum Zweiten die Gleichlaufschwankung (Wow und Flutter, rechtes Messinstrument). AuĂerdem kann mit Hilfe des GerĂ€tes ein PrĂŒftonband bespielt werden. Das GerĂ€t besitzt â wie viele Oszilloskope â einen internen Frequenzgenerator, der eine PrĂŒfspannung von 700 mV mit einer Frequenz von 3.150 Hz erzeugt. Ăber eine Kalibrierungsfunktion kann diese direkt auf den Eingang der Messeinheit gegeben werden. Das abgebildete GerĂ€t mit der Seriennummer 1309, welches ich auf einem Flohmarkt in FĂŒrth (bei NĂŒrnberg) gefunden habe, stammt laut seitlichem Inventar-Typenschild direkt aus dem VEB Stern Radio Sonneberg und wurde dort eventuell in der Endkontrolle fĂŒr Kassettendecks verwendet. UNITRA-ELMASZ war offensichtlich ein Betriebsteil des ebenfalls in Warschau ansĂ€ssigen Herstellers UNITRA-ZRK (Zaklady Radiowe im. M. Kasprzaka) und produzierte spezielle Aufzeichnungs-, Mess- sowie KontrollgerĂ€te fĂŒr den gesamten Ostblock.
E S IÂ Â Â N o w e
ESI Nowe COLOROFON C-23
Die 3-Kanal-Lichtorgel COLOROFON C-23 wurde um 1985 in der ZakĆady Elektroniczne SpĂłĆdzielnia InwalidĂłw, kurz ESI (Werk der Elektronischen Invaliden-Genossenschaft ?) in Nowe an der Weichsel produziert und offensichtlich ausschlieĂlich in Polen vertrieben. Der aus heutiger Sicht wohl eher bescheidene Lichteffekt wird hierbei von drei 12 V / 10 W-Bajonettlampen hinter farbigen Echtglas-Filtern erzeugt, denen jeweils ein RC-Tief-, Hoch/Tief- und Hochpass vorgeschaltet wurde. Hierdurch stellt jede Lampe einen eigenen Frequenzbereich dar. Der Anschluss an den VerstĂ€rker kann wahlweise ĂŒber eine Strich/Punkt-Lautsprecher- oder Diodenbuchse (DIN) erfolgen. Da das 775mV-Signal an einem hochohmigen VerstĂ€rker-Diodenausgang jedoch eher unzureichend ist, bietet sich der Anschluss an einem niederohmigen Lautsprecherausgang an (parallel zur Box).Â
Ăber vier 270°-Potentiometer lĂ€sst sich der Schwellwert der einzelnen Lampen getrennt und einmal in Summe regeln. Bei der anfangs produzierten Entwicklungsvariante COLOROFON C-23 B lĂ€sst sich nur der gemeinsame Schwellwert ĂŒber einen Bandregler einstellen und ĂŒber einen Zweiten der Frequenzbereich verschieben. Im Inneren des 330 x 125 x 155 mm groĂen HolzgehĂ€uses mit Kunstlederbezug finden sich neben den drei ungefĂ€rbten Reflektorlampen der 40W-Netztrafo Telkom-Telcza TS 40/4, vier Transistoren des Typs BC177B, drei Thyristoren Unitra-CEMI T123 und vier 10kâŠ-Linearpotentiometer. Bei den beiden abgebildeten GerĂ€ten handelt es sich um die Variante C-23II mit Diodeneingang (DIN), aber ohne Lautsprechereingang. DafĂŒr ist die Hauptsicherung noch von auĂen zugĂ€nglich. Die GerĂ€te gab es mit schwarzem oder braunem Kunstlederbezug. Zum Lieferumfang gehörte ein Dioden-Strich/Punkt-Adapterkabel und zwei seitlich montierte AufstellbĂŒgel.
G r u p a  T e c h n i c z n a  U r a n i a  W a r s c h a u
URANIA lelek 12V Typ ĆD-5
Das kompakte Autobatterie-LadegerĂ€t lelek 12V Typ ĆD-5 wurde um 1980 bei der Grupa Techniczna URANIA Warszawa (Technische Vereinigung URANIA Warschau) produziert und ermöglicht die Ladung einer klassischen 12V-Batterie mit einem Ladestrom von knapp 0,5 A. Es besitzt eine separate Betriebs- und Ladeanzeige. Des Weiteren steht ein zusĂ€tzlicher 24V-Wechselspannungsanschluss zur VerfĂŒgung.
U n i t r a - W a r e l  W a r s c h a u
Unitra-Warel Echo 4
Das CB-HandfunkgerĂ€t Echo 4 Radiotelefon wurde um 1975 durch die ZakĆady Elektroniczne in Warschau produziert. An dem 200 x 75 x 38 mm groĂen und 400 g schweren EinkanalgerĂ€t ist eine feste Frequenz von 27,170 MHz vor eingestellt. Die Spannungsversorgung erfolgt ĂŒber zwei spezielle 6V-Akkuzellen.
Das um 1984 ebenfalls im Elektronikwerk Warschau produzierte tukan 1 (Radiotelefon AMIA BN-76/3345-01) entspricht weitestgehend dem zuvor beschriebenen Echo 4. Das 580 g schwere GerĂ€t mit etwas ĂŒberarbeiten GehĂ€use ist ebenfalls auf eine feste Frequenz von 27,170 MHz vor eingestellt (Uz: 12 V). In dem GerĂ€t wurde je ein Schaltkreis des Typs CEMI UL1111 sowie UL1490 und eine 120 cm lange Teleskopantenne verbaut.
P o l a m  P i Ć a
Polam-PiĆa Halogenstrahler
Der Hersteller Polam produzierte in polnischen PiĆa Halogenstrahler, die Ende der 1980er Jahre auch in die DDR geliefert wurden. Diese waren aufgrund ihrer modernen Optik recht beliebt, nachdem die DDR-Lampenhersteller meist noch recht klassische Deckenlampen produzierten. So zierte die links abgebildete Lampe auch die Holzdecke (mit typischem HĂ€ngeboden) im Flur meiner elterlichen Hochhauswohnung in Neubrandenburg. Die Befestigungsklammer konnte hierbei durch eine runden Deckenrosette ersetzt werden. Der Schnurschalter stammt aus DDR-Produktion, das Netzkabel wiederum aus Polen.
sondern von unserem Handeln.
William Shakespeare










.jpg/picture-200?_=197ef6758a8)
.jpg/picture-200?_=197ef674908)







.jpg/picture-200?_=197efdd6f20)







.jpg/picture-200?_=197efdcd2e0)














/.Unitra%20Diora%20Azymut%20PMP-105.jpg/picture-200?_=197eebefb18)






/.Unitra-Eltra%20RMS%20813%20Manuela%202.jpg/picture-200?_=199962898b8)
/.Unitra-Eltra%20Royal%20TR-1000.jpg/picture-200?_=197eeb41220)
/.Unitra-Eltra%20Luxor%209564.jpg/picture-200?_=197eeb41608)
/.Mondivox%20Model%20RMS%20812.jpg/picture-200?_=197eeb45870)

/.Unitra-Eltra%20Edyta.jpg/picture-200?_=197eebefb18)
/.Unitra-Eltra%20JULIA%20stereo.jpg/picture-200?_=197eebef730)
/.HGS%20Tramp%20WE%20100.jpg/picture-200?_=197eebf4938)
/.Tramp%20WE%20100%20B%C3%9CHLER-Anzeige%201982.jpg/picture-200?_=197eebf06d0)
/.ITC%20Sabina%20R%20610.jpg/picture-200?_=197eebf4550)
/.ITT%20Nokia%20RP%209151.jpg/picture-200?_=197eebf3d80)
/.Nokia%20RP%209151A.jpg/picture-200?_=197eebf3d80)
/.Nordmende%20essex%202014.jpg/picture-200?_=197eebf3998)
/.HGS%20TR%202020%20(1).jpg/picture-200?_=197eebf5108)
/.HGS%20TR%202020%20(2).jpg/picture-200?_=197eebf5108)
/.Normende%20essex%201654.jpg/picture-200?_=197eebf35b0)
.jpg/picture-200?_=199a4e93d08)
.jpg/picture-200?_=199a4ed848b)
/.Universum%20KRN%20356.jpg/picture-200?_=197eebeef60)
/.Sanwa%206030%20(rot).jpg/picture-200?_=197eebf1288)
/.Sanwa%206030%20(schwarz).jpg/picture-200?_=197eebf1288)
/.Sanwa%206030%20(silbergrau).jpg/picture-200?_=197eebf0ab8)
/.Soundmaster%20Lena%202.jpg/picture-200?_=197eebf0ab8)
/.HGS%20TR%202004.jpg/picture-200?_=197eebf54f0)

/.Unitra-Rzeszow%20emilia%20RM%20315.jpg/picture-200?_=197eeb40a50)
/.ITC%20RM%20407.jpg/picture-200?_=197eeb46810)
/.no%20name%20RM-1000.jpg/picture-200?_=197eeb45488)
/.no%20Name%20RR-3040%20(anthrazit).jpg/picture-200?_=197eeb450a0)
/.no%20name%20RR-3040%20(rot).jpg/picture-200?_=197eeb448d0)
/.HGS%20RR-3040%20(anthrazit).jpg/picture-200?_=197eeb48750)
/.elta%206076%20(rot).jpg/picture-200?_=197eeb48b38)

/.Palladium%20RM%20303.jpg/picture-200?_=197eeb42990)
/.bruns%20RR%20303.jpg/picture-200?_=197eeb48f20)
/.ITC%20RM%20303%20(wei%C3%9F).jpg/picture-200?_=197eeb46bf8)
/.ITC%20RM%20303%20(schwarz).jpg/picture-200?_=197eeb477b0)
/.ITC%20RM%20303%20(silbergrau).jpg/picture-200?_=197eeb46fe0)
/.Universum%20CTR%20396.jpg/picture-200?_=197eeb3fab0)
/.ITC%20RM%20805%20S.jpg/picture-200?_=197eeb46810)
/.Unitra%20Lubart%C3%B3w%20RM%20820%20S.jpg/picture-200?_=197eeb419f0)


/.Unitra-ZRK%20MK%20125.jpg/picture-200?_=197eeb40668)

/.no%20name%20RR-3050%20(anthrazit-silber-braun).jpg/picture-200?_=197eeb44100)
/.no%20name%20RR-3050%20(rot).jpg/picture-200?_=197eeb44100)
/.no%20name%20RR-3050%20(anthrazit-braun).jpg/picture-200?_=197eeb444e8)
/.no%20name%20RR-3050%20(rot-schwarz).jpg/picture-200?_=197eeb43930)
/.ITC%20RR-3050%20(gelb).jpg/picture-200?_=197eeb45c58)
/.ITC%20RR-3050%20(anthrazit).jpg/picture-200?_=197eeb46428)
/.HGS%20RR-3050%20(rot).jpg/picture-200?_=197eeb48368)
/.HGS%20RR-3050%20(braun).jpg/picture-200?_=197eeb48750)
/.hgs%20RR-3050%20(silbergrau).jpg/picture-200?_=19ac010d7f5)
/.Universum%20CTR%20351.jpg/picture-200?_=197eeb40280)
/.Unitra-ZRK%20RR-3051.jpg/picture-200?_=197eeb40280)
/.HGS%20RRS%204050%20(silbergrau).jpg/picture-200?_=197eeb47b98)
/.HGS%20RRS%204050%20(rot).jpg/picture-200?_=197eeb47f80)
/.no%20name%20RRS-4050%20(wei%C3%9F).jpg/picture-200?_=197eeb43160)
/.no%20name%20RRS-4050%20(t%C3%BCrkis).jpg/picture-200?_=197eeb43548)
/.no%20name%20RRS-4050%20(pink).jpg/picture-200?_=197eeb43548)
/.ITC%20RRS%204050.jpg/picture-200?_=197eeb45c58)

.jpg/picture-200?_=197efd59750)
.jpg/picture-200?_=197efd58f80)
.jpg/picture-200?_=197efd58f80)
.jpg/picture-200?_=197efd587b0)

.jpg/picture-200?_=197e9c04770)
.jpg/picture-200?_=197e9c04f40)




