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Unter den Herstellern aus der ehemaligen UdSSR haben VEF (Valsts Elektrotehniskā Fabrika - Staatliche Elektrotechnische Fabrik), Radiotehnika, Темп, Электроника, Белвар sowie die Minsker und Kishtimer Radiowerke die meisten Geräte in beide Teile Deutschlands exportiert. Auch hier gab es offensichtlich - wie in der DDR - einen Warenzeichen-Verbund, über den mehrere Hersteller produzierten. Dieser hieß anfangs „Машприборинторг“ und später „Tento“. Die Anzahl der in die DDR importierten Geräte war aber im Verhältnis zur Exportquote in die UdSSR wohl verhältnismäßig gering und beschränkte sich hauptsächlich auf Kofferradios, Messgeräte, Telespiele sowie Koffer-Fernseher. Mit Ausnahme der Oszilloskope waren die Geräte speziell in den 1980er Jahren technisch meist stark überholt. Auf IC´s sowie LED´s wurde z.B. fast komplett verzichtet. Außerdem war das Bedienkonzept mancher Geräte etwas denkwürdig und die Abstimmung nicht immer exakt. Was die Geräte dafür deutlich auszeichnet, ist eine meiner Meinung nach ausgesprochen gute Verarbeitung, ein grundsolider mechanischer Aufbau und die Verwendung hochwertiger Gehäusematerialien. Die Radios haben außerdem speziell im AM-Bereich sehr gute Empfangseigenschaften. Bei vielen Kofferradios kamen zur Bandauswahl Trommelwellenschalter zum Einsatz. Hierbei wurden einzelne Platinen mit den Filtern für die unterschiedlichen Frequenzbänder bestückt, die sich wiederum über eine große Walze mit seitlichem Drehknopf wechseln lassen. Dieses simple Konstruktionsprinzip funktioniert trotz der vielen Schleifkontakte sehr zuverlässig und gibt den Geräten eine unverwechselbare Eigenständigkeit. Wirklich typische Fehler sind mir bei den Geräten bisher nicht aufgefallen. Lediglich Chassis-Teile aus Gusseisen sind teilweise etwas spröde und brechen; Schaumstoffeinlage in Batteriefächern, Gehäusen selbst und Schutzkoffern für Messgeräte sind eigentlich immer aufgelöst und nur noch eine zähe schmierige Masse, die sich schwer entfernen lässt; Messkabel sind oft völlig unterdimensioniert; Analog-Messinstrumente verzeihen einen zu gering eingestellt Messbereich nicht und an europäische Steckverbinder-Normen wurde sich auch kaum gehalten. Dafür gibt es aber auch oft ungeöffnete Geräte mit Original-Gehäuseplombe, die selbst nach 30 Jahren teilweise ohne das geringste Poti-Kratzen funktionieren.

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   R a d i o t e h n i k a   R i g a

Radiotehnika S-30A

Die 2-Wege-Kompaktboxen „S-30A“ wurden ab 1987 bis mindestens 1991 bei RADIOTEHNIKA im lettischen Riga produziert. Technisch wie optisch weisen die 6 kg schweren Lautsprecher keine wirklichen Besonderheiten auf, können aber in ihrer unkonventionellen Bauweise die UdSSR-Herkunft kaum leugnen. Im mit dunkler Dekorfolie bezogenen, 360 x 210 x 180 mm großen MDF-Gehäuse findet sich hinter der schlichten verschraubten Plastikfront der 12cm-25VA/4Ω-Tieftöner  25ГДН-1-4-80 und der 5,5cm-6VA/6Ω-Kalotten-Hochtöner 6ГДВ-1-16. Statt einer Frequenzweiche besitzen die Boxen an der Innenseite des Lautsprecher-Anschlussterminals lediglich eine einfach RC-Schaltung. Auch die üblichen Dämmmatten wurden hier einfach durch ein Plastiknetz mit Wattematerial ersetzt. Dieses kann dann den Klang auch nicht wirklich nennenswert beeinflussen, da dieser „runde Wulst“ zwangsläufig nur etwas nutzlos auf dem Gehäuseboden liegt. Die mit recht optimistischen 30 VA (4Ω, 80 - 18.000 Hz) angegebenen „S-30A“ waren eigentlich kein wirklicher Maßstab lettischen oder russischen HIFI-Technik, da es deutlich ausgereiftere und leistungsstärkere RADIOTEHNIKA-Lautsprecher gab. Ein zwar ebenfalls etwas seltsam aufgebautes, aber hochwertigeres Beispiel hierfür sind die weiter unten beschriebenen „Электроника 25АС-128“. Der Export von HIFI-Komponenten außerhalb der UdSSR war offensichtlich nicht vorgesehen. So erfolgte die Beschriftung dieser Boxen auch komplette auf Russisch bzw. mit kyrillischen Buchstaben. Lediglich die Typenbezeichnung „Radiotehnika S-30A“ wurde in den auch in Lettland üblichen lateinischen Buchstaben vermerkt. Die hier abgebildeten Boxen von 1991 hab ich aufgrund des sehr schlechten Zustandes weiß lackiert. Zuvor hat sich die Dekorfolie an dem auch noch aufgequollenen Gehäuse großflächig abgelöst. Meine „S-30-A“ geben die Bässe erstaunlich kräftig wieder, während die Höhen aufgrund des unterdimensionierten Hochtöner hoffnungslos untergehen. Neben den „S-30A“ gab es noch die Bassreflexboxen „S-30“ und „S-30B“ mit „richtigen“ Frequenzweichen und Überlast-LED-Anzeige. In den „S 30“ kamen die schwächeren Lautsprecher 10ГД-34-80 und 3ГД-2 zum Einsatz. In den „S-30B“ mit identischen Hochtöner 6ГДВ-1-16 wurde der 8Ω-Tieftöner 25ГДН-1-8-80 verbaut, wodurch auch die Gesamtimpedanz der Boxen auf 8Ω stieg.

Radiotehnika H-125

Beschreibung folgt!

Renkforce H-125 (Radiotehnika H-125)

Die 3-Wege-Boxen „Radiotehnika H-125“ wurden über den VÖLKNER-Versand mit dem Markennamen RENKFORCE auch in Deutschland vertrieben. Im Hauptkatalog von 1997 heißt es zu den Boxen, die für einen Stückpreis von 149,95 DM angeboten wurden: „150-Watt-3-Wege-Bassreflex-Box H-125 – Ein tiefes, mächtiges Bassfundament prägt den Sound dieser Box, trotzdem werden Mitten und Höhen detailgetreu und fein gezeichnet. Daten: 150W Musik / 90W Sinus, 8Ω, Frequenzbereich 40 – 20.000 Hz, Schalldruck 86 dB bei 1W/1m, B x H x T: 314 x 580 x 256 mm, Gewicht 15 kg. Gehäuse schwarz mit abgerundeten Echtholzkanten und abnehmbarer Frontbespannung“ (Bild unten rechts).

Radiotehnika S-90 & Radiotehnika S-150

Beschreibung folgt!

Renkforce S-150 F (Radiotehnika S-150)

Die 3-Wege-Boxen „Radiotehnika S-150“ wurden über den VÖLKNER-Versand auch in Deutschland vertrieben. Im Hauptkatalog von 1997 heißt es zu den Boxen, die für einen Stückpreis von 199,95 DM angeboten wurden: „150-Watt-3-Wege-HiFi-Box Renkforce S-150 F – Exclusiv bei Völkner – der Schwergewichtler aus dem Baltikum ! Bestückung: Woofer 250 mm Ø, Alu-Schwingspule, Alu-Druckgusskorb, Magnet 136 mm Ø, Gewicht 4,7 kg ! Mitteltöner mit Alu-Druckgusskorb, Alu-Schwingspule 27 mm Ø, Magnet 85 mm Ø, Gewicht 1,1 kg; Hochtonkalotte mit Alukorb, Schwingspule 27 mm Ø, Magnet 85 mm Ø; Abnehmbare Fronbespannung; Lautstärkeregler für Mittel- und Hochtöner; Überlastanzeige mit je 1 LED für Tief-, Mittel- und Hochtöner; tiefer, wuchtiger Bass; brilliante Höhen; enormer Schalldruck. Technische Daten: 150/90 Watt, 8Ω, Frequenzbereich 25 – 25.000 Hz, B x H x T 360 x 710 x 285 mm, Gewicht 23 kg“ …

Sonicsound S-150 F (Radiotehnika S-150)

Die 3-Wege-Boxen „Radiotehnika S-150“ wurden auch als „Sonicsound S-150 F“ in Deutschland vertrieben.

… Der in den „Radiotehnika S-150“ (und vermutlich auch den „S-90“ und „S-300“) verbaute Tieftöner 75ГДН-1-8 wurde im VÖLKNER-Katalog 1997 auch separat für 79,95 DM vertrieben. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Lautsprecher S-150 – Hervorragend geeignet als Subwoofer, für Auto/Heim-HiFi-Anlagen und Disco, Alu-Druckgusskorb, 250 x 250 mm, Vollgummisicke, Kalotte 140 mm, Doppelmagnet 2 x 130 mm; verschraubte Polplatten; 8Ω; 75 W Sinus / 150 W Musik; Schalldruck 86 dB; Frequenzbereich 31,5 – 1.000 Hz; Eigenresonanz 25 Hz; Vas 52,1; Qts 0,35; Gewicht 4,5 kg“

Radiotehnika S-300

Beschreibung folgt!

Renkforce S-300 F (Radiotehnika S-300)

Die 4-Wege-Boxen „Radiotehnika S-300“ wurden über den VÖLKNER-Versand auch in Deutschland vertrieben. Im Hauptkatalog von 1997 heißt es zu den Boxen, die für einen Stückpreis von 299,95 DM angeboten wurden: „300-Watt-4-Wege-HiFi-Box Renforce S-300 F – Exclusiv bei Völkner! Die Technik der „S-150 F“ überarbeitet und verbessert in einem neuen Gehäuse; abnehmbare Frontbespannung; Lautstärkeregler für Mittel- und Hochtöner; tiefer, wuchtiger Bass; brilliante Höhen; enormer Schalldruck. Technische Daten: 300/150 Watt, 8Ω, Frequenzbereich 25 – 25.00 Hz, B x H x T 325 x 900 x 290 mm, Gewicht ca. 23 kg“

Radiotehnika Salut 001 (Stern Radio R 190)

Der Weltempfänger "Salut 001" entstand 1977 in Zusammenarbeit des VEB Stern Radio Berlin mit den Radiowerken Riga (Radiotehnika). Einzelne Baugruppen des wohl bewusst modular aufgebauten Gerätes wie z.B. der UKW-ZF-Verstärker oder das Klangregelteil wurden auch komplett in der DDR gefertigt. Neben diesen finden sich selbst auf den bei RADIOTEHNIKA gefertigten Baugruppen immer wieder DDR-Bauteile wie die IC´s A281D, A244D und A210D aus Frankfurt/Oder. Die eigentliche Endmontage des bei Stern-Radio intern als „R 190“ bezeichneten Gerätes erfolgte dann aber im lettischen Riga. Das 480 x 280 x 130 mm große und knapp 8 kg schwere Gerät empfängt UKW von 87,5 – 104 MHz, des Weiteren ein Lang-, zwei Mittel- und acht Kurzwellenbänder. Über acht Programmspeicherplätze lassen sich jeweils vier UKW- sowie vier AM-Sender fest vorbelegen und mittels Sensortasten anwählen. Wie beim „RFT HMK-T 100“ schaltet das Radio bei Berührung des Frequenzreglers von den Festsendern auf die manuelle Einstellung um und dabei die Skalenbeleuchtung zu. Diese erlischt kurze Zeit später wieder langsam per Dimmer. Das "Salut 001“ verfügt des Weiteren über eine automatische Scharfabstimmung (AFC) für UKW, eine einfache Weltzeituhr auf der Gehäuserückseite, UKW-Rauschsperre (Muting), eine analoge Empfangspegelanzeige, Batteriekontrolle, Netzanzeige, zwei Anschlüsse für externe Antennen, einen Anschluss für eine externe Tonquelle mit entsprechender Anzeige sowie getrennte Höhen- und Tiefenregelung. Außerdem steht eine Timerschaltung mit LED-Anzeige zur Verfügung, die sich zwischen 10 – 30 Minuten einstellen lässt und den Empfänger nach dieser Zeit automatisch abschaltet. Zum Empfang besitzt das Gerät jeweils eine MW- und eine LW-Ferritantennen sowie zwei auffallend lange Teleskopantennen für UKW und Kurzwelle (120 cm kippbar und 150 cm starr). Leider ist das DDR-Klangregelteil nicht sauber auf die lettische Vorstufe abgestimmt, sodass die Regelung im oberen Bereich etwas übersteuert. Ansonsten zeichnet sich das Radio durch einen sehr guten Klang aus. Das Netzkabel befindet sich – recht originell gelöst - in einem Fach an der Rückseite und lässt sich automatisch aufrollen, wie man das sonst nur von Staubsaugern kennt. Spätere Geräte hatten statt dieses offensichtlich etwas anfälligen Kabelaufrollers mit DDR-„Krania“-Netzkabel nur noch eine Euro-Netzbuchse. Dafür wurde dann aber auch das UKW-Band von 104 auf 107 MHz erweitert. Viele der verbauten „Radiotehnika“-Teile ähneln dem nachfolgend beschriebenen „Riga 104“ oder wurden sogar komplett übernommen (wie die Weltzeituhr). Die Gehäuse-Beschriftung des „Salut 001“ erfolgte komplett in Deutsch mit dem Markennamen RADIOTEHNIKA und dem Vermerk „Hergestellt in der UdSSR“ auf der Front sowie der typischen Moskauer Export-Marke TENTO auf der Rückseite. Ein Verweis auf die Zusammenarbeit mit Stern Radio Berlin fehlt hingegen komplett. Zwei große Schwachstelle sind mir beim „Salut 001“ bisher aufgefallen: Zum Einen brechen die Plastikhalterungen und -knöpfe der vom „RFT GC 6020“ übernommenen, aber nicht mehr so gut geschützten Flachbandregler zu gerne ab, zum Zweiten erweist sich der verbaute Spannungswandler „ПН-15“ als beliebte Fehlerquelle (siehe „Reparaturhinweise“).

Radiotehnika Салют 001 & Saluts 001

Der zuvor beschriebene "Salut 001" wurde in der UdSSR für einheitlichen 343,- Руб als „Салют 001“ vertrieben. Die Beschriftung des Empfängers erfolgte hierbei komplett in Russisch. Teilweise trugen die Geräte trotz der ansonsten kyrillischen Beschriftung auch den Namenszug „Saluts 001“ statt "Салют 001".  Das Gehäuse wurde aus schwarzem Plastik gefertigt und mit Alublenden an der Front-Ober-/Unterseite sowie Alurahmen an den Seiten versehen. Des Weiteren gab es die Geräte wohl auch mit silberner Lackierung und verchromten Tasten. Neben einem UKW-Tuner nach OIRT-Norm mit 65,8 - 73 MHz verfügt der Empfänger über ein Lang-, zwei Mittel- und fünf Kurzwellenbänder. Spätere "Салют 001" empfangen dann auch acht statt fünf Kurzwellenbänder.

Radiotehnika Salute 001

Den "Салют 001" gab es wohl auch mit offizieller Herstellerangabe, schwarzem Gehäuse, Alurahmen und englischer Beschriftung als „Salute 001“. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm (87,5 – 104 oder 107 MHz).

Conrad DX 101 World Receiver (Salut 001)

Der CONRAD-Versand hat den "Salut 001" unter der Bezeichnung „DX 101 World Receiver“ in der Bundesrepublik vertrieben. Die Geräte besaßen hierbei Alublenden an der Front-Ober- und Unterseite sowie Alurahmen an den Seiten, acht Kurzwellenbändern und UKW nach CCIR-Norm. Die Beschriftung erfolgte ausschließlich in Englisch. Auf sämtliche Hersteller- und Herkunftsangaben wurde verzichtet. Stattdessen findet sich auf der Gehäuserückseite die Funkentstörnummer der Deutschen Bundespost.

Radiotehnika EuroMatic 001 (Salut 001)

Der "Салют 001" mit acht Kurzwellenbändern wurde – parallel zum „Conrad DX 101 World Receiver“ – auch durch die Lange Electronic GmbH aus Meschede in der Bundesrepublik vertrieben. Die Technik und das Gehäuse des „EuroMatic 001“ entsprechen hierbei der CONRAD-Version. Auch hier wurden sämtliche Hersteller- und Herkunftsangaben lediglich durch eine Bundespost-FTZ-Nr. ersetzt. Der Vertriebspreis lag wohl bei lediglich 159,- DM.

Radiotehnika Riga 104

Das „Рига-104 wurde ab 1974 bei RADIOTEHNIKA in Riga produziert. Es empfängt UKW (OIRT-Band 65,8 – 74 MHz), sechs Kurzwellenbänder, Mittel- sowie Langwelle. Des Weiteren verfügt es über einen Plattenspieler-Eingang, Lautsprecher- und Kopfhöreranschluss sowie über zwei externe Antennenanschlüsse in einem verschließbaren Fach an der Rückseite. Das Netzkabel ist fest installiert und in einem weiteren Fach an der Gehäuseunterseite untergebracht. Hinter diesem befindet sich wiederum ein weiteres verschließbares Fach für sechs R20-Batterien. Die Eingangsspannung lässt sich - ebenfalls im Netzkabelfach - zwischen 110 und 220V umschalten. An der Gehäuserückseite befindet sich eine Weltzeituhr, wie sie später auch beim „Salut 001“ verbaut wurde. Die Beschriftung des gesamten Gerätes ist in Russisch ausgeführt. Ob es von den Geräten auch eine Exportvariante gab, ist mir nicht bekannt. Der häufig verbaute Trommelwellenschalter kam bei diesem Gerät nicht zum Einsatz. Stattdessen erfolgt die Bandauswahl sowie Umschaltung auf den Plattenspielereingang über zehn wirr sortierte Schalter in zwei Reihen an der Gehäuseoberseite. Die mechanische Ausführung dieser Schaltreihen ist aufgrund der zwei Reihen recht aufwendig. Die Kontakte dieser Schalter sind auch hier recht anfällig für Aussetzer. Neben der Frequenzbandauswahl befinden sich an der Oberseite auch noch drei zusätzliche UKW-Speicherplätze. Die Lautstärke-, Höhen- und Tiefenregelung an der Frontseite wurde teilweise auch – wie beim Salut 001 – mit drei horizontalen Schiebereglern ausgeführt.

Klangreglerknopf für das Riga 104 gesucht!

Radiotehnika Riga 302

Das 220 x 100 x 50 mm große Taschenradio „Рига-302 wurde um 1972 in den Radiowerken Riga (Radiotehnika) produziert. Es empfängt das UKW-Band von 65,8 - 74 MHz (OIRT-Norm) sowie Mittel- und Langwelle über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Neben dem integrierten Lautsprecher besitzt das „Riga 302“ einen Klinken-Kopfhörer-Anschluss an der Rückseite. Die Stromversorgung des mit insgesamt neun Transistoren bestückten Radios erfolgt über sechs R6-Batterien. Zum Lieferumfang des komplett in russisch beschrifteten Gerätes gehörte es eine Ledertasche mit Trageschlaufe.

Radiotehnika astrad 302 (Riga 302)

Das „Рига-302“ wurde auch mit englischer Beschriftung und CCIR-UKW-Band von 87,5 – 100 MHz als „astrad 302 B2“ in der DDR vertrieben.

VEGA 302 (Riga 302)

Das „Рига-302“ wurde über die Technical and Optical Equipment Ltd. (TOE) aus London auch unter dem Markennamen VEGA vertrieben. Das Gerät erhielt hierbei ein CCIR-UKW-Band von 87,5 – 108 MHz und wurde komplett in Englisch beschriftet. Aus der ursprünglichen Herkunft des Gerätes hat der englische Importeur hierbei kein Geheimnis gemacht. So findet sich der Schriftzug „Made in USSR“ einträchtig neben dem „Машприборинторг“-Logo. Parallel zu den über die TOE Ltd. London vermarkteten Geräten gab es von den Berdsker Radiowerken (Бердский радиозавод) ungünstigerweise eine komplette „Вега“-Serie, die für den Export ebenfalls den Markennamen VEGA trug.

Radiotehnika Selga 404

Beschreibung folgt!

Radiotehnika Selga 405

Beschreibung folgt!

Radiotehnika Orbita 2

Beschreibung folgt!

Taino 74 (Orbita 2)

Das „Radiotehnika Orbita 2“ wurde unter der Bezeichnung „Taino 74“ nach Kuba exportiert. Das Gerät empfängt hierbei leicht abweichende Frequenzbänder (Kurzwelle 3,95 – 12,1 MHz statt 3,8 – 12,1 MHz und Mittelwelle 525 – 1605 kHz statt 510 – 1610 kHz).

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  R i g a

Die Staatliche Elektrotechnische Fabrik (Valsts Elektrotehniskā Fabrika, kurz VEF) im lettischen Riga war wohl der größte Hersteller von Rundfunkempfängern in der ehemaligen UdSSR. Die Exportgeräte trugen meist lediglich dreistellige Nummern als Typenbezeichnung. Die Bekanntesten waren wohl die von Anfang der 1970er bis weit in die 1980er fast unverändert produzierten „VEF 202“ und „206“ sowie die verschiedenen „Spidola“-Varianten.

VEF 201

Das Kofferradio „VEF 201“ empfängt je ein Lang-, ein Mittel- und fünf Kurzwellenbänder über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Die Frequenzband-Auswahl erfolgt über den seitlichen Trommelwellenschalter, die Abstimmung über einen frontseitigen Drehregler (Настроѝка) mit Anzeige in Metern auf der Skala. Des Weiteren besitzt das Gerät einen Lautstärke- und einen Klangregler sowie einen Tonband- und Kopfhörer-Anschluss (DIN & Klinke). Die Spannungsversorgung kann wahlweise über sechs R20-Batterien oder ein passendes 9V-Netzteil erfolgen. Auf der Gehäuserückseite finden sich in russischer Sprache die Angaben zur Bestückung mit zehn Transistoren und zwei Dioden, die Frequenzbänder in kHz und MHz (statt Meter), der einheitliche Vertriebspreis von 93,02 Руб und der Hinweise auf die Verwendung von sechs Batterie des Typs 373 „Mars“ oder „Saturn“ (russische R20-Typen). Neben der Binnenmarktversion gab es noch ein Gerät für den Export mit englischer Beschriftung.

VEF 202 & VEF 202 олимпийский (VEF 202 Olympiada)

Das „VEF 202“ entspricht weitestgehend dem „VEF 201“. Es empfängt die selben Frequenzbänder und verfügt über die gleichen Anschlüsse. Vom „VEF 202“ gab es anlässlich der Olympischen Spiele 1980 in Moskau noch die Sonderausführung „VEF 202 олимпийский“ (VEF 202 Olympiada) mit rotem Gehäuse und entsprechender Beschriftung. Eine ähnliche Olympia-Ausführung wurde mit dem „Горизонт 219 олимпийский“ (Gorisont 219 Olympiada), „Альпинист 407 олимпийский“ (Alpinist 407 Olympiada), „Кварц 404 олимпийский“ (Quartz 404 Olympiada) und „Россия 304 олимпийский“ (Rossija 304 Olympiada) auch in Minsk, Voronezh, Kishtim und Cheliabinsk produziert.

VEF 206

Das „VEF 206“ entspricht weitestgehend dem „VEF 202“, verfügt aber über sechs statt fünf Kurzwellenbänder. Neben der Binnenmarktausführung mit russischer Beschriftung gab es auch Geräte mit englischer Beschriftung. Außerdem wurde die optische Gestaltung der Skala in der laufenden Serie überarbeitet.

VEGA VEF 206

Das „VEF 206“ wurde über die Technical and Optical Equipment ltd. (TOE) aus London auch unter dem Markennamen VEGA vertrieben. Die englisch beschrifteten „VEF 206“ wurden anfangs einfach unverändert in Großbritannien vertrieben (weiße Skala). Bei den späteren Geräte (mit grün/gelber Skala) wurde der frontseitige „VEF 206“-Schriftzug dann durch ein VEGA-Logo ersetzt. Parallel zu den über die TOE Ltd. London vermarkteten Geräten gab es von den Berdsker Radiowerken (Бердский радиозавод) ungünstigerweise eine komplette „Вега“-Serie, die für den Export ebenfalls den Markennamen VEGA trug.

COMIX VEF 206

Das „VEF 206“ wurde über den Pariser Importeur „Comix“ in Frankreich auch als „VEF 206 COMIX“ vertrieben.

VEF 214

Das Ende der 1980er Jahre produzierte „VEF 214“ wurde gegenüber dem „VEF 206“ komplett überarbeitet. Es entfallen drei der sechs Kurzwellenbänder zugunsten eines UKW-Tuners und integrierten 220V-Netzteils. Die Geräte sind in Russisch beschriftet und verfügen über ein UKW-Band nach OIRT-Norm. Sie wurden meines Wissens nicht exportiert.

VEF Spidola 230-1, Spidola 240 & Spidola 250

Parallel zur 200er-Serie wurden in Riga auch die Spidola-Geräte in verschiedensten Varianten ausgeliefert. Das „Spidola 230-1“ (Bild) empfängt fünf Kurzwellenbänder, Mittel- und Langwelle; das „Spidola 240“ noch 2 Kurzwellenbänder mehr. Auf einem UKW-Empfänger und integriertes Netzteil wurde in beiden Fällen verzichtet. Das „VEF 250“ empfängt zusätzlich UKW und verfügt über sechs Kurzwellenbänder. Ein integriertes Netzteil fehlt hier ebenfalls.

COMIX 250

Das „VEF Spidola 250“ wurde über den Pariser Importeur „Comix“ in Frankreich auch als „COMIX 250“ vertrieben.

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  М и н с к и й   Р а д и о з а в о д
                     M i n s k

Neben VEF waren wohl die Minsker Radiowerke (Минский Радиозавод) einer der größten Hersteller von Kofferradios in der ehemaligen UdSSR und gehörte zum Herstellerverbund "Горизонт" (Horizont). Die dort u.a. produzierten Kofferradios der Океан-Serie zeichnen sich zum Einen durch die sehr hochwertige Verarbeitung mit Echtholz-Zarge, eloxierter Alufront und Chromreglern aus, zum Zweiten durch den sehr guten AM-Empfang mit zahlreichen Kurzwellenbändern, Mittel- und Langwelle. Der UKW-Empfang ist eher durchschnittlich, was aber in einem Flächenland wie der ehemaligen UdSSR wohl auch kaum eine Rolle spielte. Die Geräte wurden nach Finnland, in die Bundesrepublik und weitere westeuropäischen Ländern als „Astrad“ und „Selena“, exportiert. In die DDR gingen die Geräte meines Wissens nicht oder wenn, dann wohl nur in geringer Stückzahl. Typische Fehlerquellen haben die Geräte auf Grund Ihrer soliden Technik kaum. Der typische Trommelwellenschalter weist teilweise Kontaktfehler auf, wobei diese Kontakte dann auch sehr einfach zu erreichen sind. Lediglich die UKW-Kontakte befinden sich auf einem separaten Kontaktschieber, der schlechter erreichbar ist.

Минск Радио Океан 201 (Okean 201)
Минск Радио Океан 202 (Okean 202) & Astrad B 202
Минск Радио Океан 203 (Okean 203) & Astrad Selena
Минск Радио Океан 204 (Okean 204)

Beschreibungen folgen!

Минск Радио Океан 205 (Okean 205)

Die Океан-Serie begann Anfang der 1970er Jahre mit dem "Океан 201" (Okean 201). Der russische Name „Океан“ bedeutet hierbei auf Deutsch „Ozean“. Das schon bald darauf um 1972 produzierte "Океан 205" (Okean 205) ist für den UKW-, Kurz-, Mittel- und Langwellen-Empfang ausgelegt, wobei es über fünf separate Kurzwellenbänder verfügt und das UKW-Band der OIRT-Norm (65,8 – 74 MHz) entspricht. Das komplett auf Russisch beschriftete Radio ist mit dem auch bei VEF häufig verbauten Trommelwellenschalter ausgestattet. Die Spannungsversorgung erfolgt über das 230V-Netz oder sechs R20-Batterien.

Минск Радио Astrad B 205

Beim "Astrad B 205" handelt es sich um die Exportausführung des „Океан 203“ mit geänderter Bedienelemente-Anordnung, englischer Beschriftung und UKW-Band von 87,5 – 108 MHz nach CCIR-Norm. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise über sechs R20-Batterien oder ein passendes 9V-Netzteil. Das integrierte 230V-Netzteil des „Океан 205" fehlt hier noch.

Минск Радио Selena B 205

Das „Selena B 205“ entspricht technisch und optisch weitestgehend dem „Astrad B 205“, verfügt aber über ein OIRT-UKW-Band von 65,8 – 73,0 MHz.

Минск Радио Selena B 206

Beschreibung folgt!

VEGA Selena MB B 206

Das „Минск Радио Selena B 206“ wurde über die Technical and Optical Equipment Ltd. (TOE) aus London auch unter dem Markennamen VEGA vertrieben. Das Gerät erhielt hierbei ein CCIR-UKW-Band von 87,5 – 108 MHz und wurde komplett in Englisch beschriftet. Parallel zu den über die TOE Ltd. London vermarkteten Geräten gab es von den Berdsker Radiowerken (Бердский радиозавод) ungünstiger weise eine komplette „Вега“-Serie, die für den Export ebenfalls den Markennamen VEGA trug.

Минск Радио Selena B 207
Минск Радио Океан 208 & Selena B 208

Beschreibungen folgen!

Минск Радио Океан 209 (Okean 209)

Ab 1976 bis mindestens 1980 wurde dann das "Океан 209" (Okean 209) produziert, das die selben Frequenzbänder wie das „Океан 205“ empfängt, aber zusätzlich über ein integriertes 230V-Netzteil verfügt. Die Netzkabelbuchse entspricht einer eigenen russischen Norm, wodurch der Netzbetrieb auch nur mittels passendem Kabel möglich ist. Die Geräte gab es um 1976 mit komplett schwarzer Front und rot/weißer Beschriftung. …

… Spätere – um 1980 produzierte – Geräte unterscheiden sich durch das silbernem Mittelteil und die grün/weiße Beschriftung. In der Abstimmskala finden sich bei beiden Ausführungen neben den verschiedenen Stationen noch ausschließlich Meter-Bandangaben (auch für UKW).

Минск Радио Горизонт 219 & Горизонт 219 олимпийский (Gorisont 219 Olympiada)

Das um 1980 produzierte „Горизонт 219“ (Gorisont 219, zu deutsch „Horizont“) entspricht technisch offensichtlich komplett dem zuvor beschriebenen „Океан 209“ (Okean 209) mit OIRT-UKW-Band, Meter-Bandangaben, komplett russischer Beschriftung und 230V-Netzteil. Anlässlich der Olympiade 1980 in Moskau gab es noch das „Горизонт 219 олимпийский“ (Gorisont 219 Olympiada) mit Olympia-Logo an der Front. Eine ähnliche Ausführung wurde mit dem „VEF 202 олимпийский“ (VEF 202 Olympiada), „Альпинист 407 олимпийский“ (Alpinist 407 Olympiada), „Кварц 404 олимпийский“ (Quartz 404 Olympiada) und „Россия 304 олимпийский“ (Rossija 304 Olympiada) auch in Riga, Voronezh, Kishtim und Cheliabinsk produziert.

Минск Радио Selena B 210

Das mindestens von 1977 – 1979 produzierte "Selena B210" entspricht technisch und optisch dem "Океан Б 209", verfügt aber über abweichende Kurzwellen-Frequenzbänder. Das Gerät wurde zumeist in Englisch beschriftet mit den verschiedensten ost- und westeuropäischen Stationen und kHz/MHz-Angaben auf der Skala. …

… Bei dem abgebildeten Gerät  handelt es sich offensichtlich um eine Variante für den jugoslawischen Markt, da hier die Sender „Priština, Ljubljana, Skopje, Sarajevo, Belgrad, Novi Sad, Zagreb" sowie „Titograd“ (heute: Подгорица - Podgorica, Hauptstadt von Montenegro) und die Frequenzbänder mit "UKT, KT, ST“ sowie „OT" auf der Skala vermerkt wurden. Die Abstimmanzeige erfolgte ansonsten teilweise mit kHz/MHz-Angaben, teilweise aber auch in Meter-Angaben, die restliche Beschriftung in englischer Sprache. An der Rückseite findet sich ein Etikett  mit dem Vermerk „RSO atest E 7705074“ (vermutlich eine jugoslawische Prüfnummer).

Минск Радио Selena B 211

Das „Selena B 211“ entspricht prinzipiell dem „B 210“, verfügt aber über ein OIRT-UKW-Frequenzband von 65,8 – 73,0 MHz (statt 87,5 – 108 MHz). Die Abstimmanzeige für UKW erfolgte in MHz, die für Kurz-, Mittel- und Langwelle in Meter (m). Die gesamte Beschriftung wurde in Englisch ausgeführt.

Минск Радио Selena B 212

Das um 1982 produzierte "Selena B 212" entspricht komplett dem  "Океан Б 209", verfügt aber über ein CCIR-UKW-Band von 87,5 - 108 MHz und wurde in Englisch beschriftet mit kHz/MHz-Abstimmanzeige.

VEGA Selena B 212

Das „Минск Радио Selena B 212“ wurde über die Technical and Optical Equipment Ltd. (TOE) aus London auch als „VEGA Selena B 212“ vertrieben.

Минск Радио Океан 214 (Okean 214)

Das „Океан 214“ (Okean 214) wurde ab Mitte der 1980er als Nachfolger des „Океан 209“ für den sowjetischen Binnenmarkt produziert. Es empfängt UKW nach OIRT-Norm (65,8 – 74 MHz / 4,06 – 4,56 m) sowie fünf Kurzwellenbänder plus Mittel- und Langwelle. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät lieferte die Basis für die nachfolgend beschriebenen Exportgeräte „Selena B 215“, „B 216“ und „B 217“.

Минск Радио Selena B 215

Ab Mitte der 1980er Jahre bis 1990 wurde das "Selena B 215" auf Basis des „Океан 214“ für den osteuropäischen Markt (außer DDR) produziert. Es empfängt UKW nach OIRT-Norm (65,8 – 74 MHz) und wurde ausschließlich in Englisch beschriftet. Auf die Empfangspegelanzeige der Vorgängermodelle wurde teilweise verzichtet. Die Bedienung des Gerätes ist meiner Meinung nach etwas eigenwillig. So ist das Gerät bei gedrücktem Netzschalter z.B. aus- statt eingeschaltet und die Skalenbeleuchtung erlischt nicht beim Ausschalten (also Netzschalter drücken), sondern erst beim Ziehen des Netzsteckers. Die Logik dahinter ergründet sich wohl nur weißrussischen Ingenieuren. Eine Anordnung der Skala nach Meter-Band von links nach rechts mit daraus resultierender Anordnung der Frequenz von rechts nach links war wohl auch nicht unbedingt zeitgemäß.

VEGA 215 Selena

Das „Минск Радио Selena B 215“ wurde über die Technical and Optical Equipment Ltd. (TOE) aus London auch unter dem Markennamen VEGA vertrieben. Das Gerät erhielt hierbei ein CCIR-UKW-Band von 87,5 – 108 MHz. Auch hier gab es Varianten mit und ohne Empfangspegel-Anzeige.

Минск Радио Selena B 216

Das "Selena B 216" entspricht optisch und technisch dem "Selena B 215". Es kam aber wieder das gewohnte Walzeninstrument zur Empfangspegelanzeige zum Einsatz.

Минск Радио Selena B 217

Parallel zum zuvor beschriebenen "Selena B 216" wurde das baugleiche "Selena B 217" produziert. Es empfängt UKW jedoch nach CCIR-Norm (87,5 – 108 MHz) und wurde ebenfalls in Englisch beschriftet. Das „Selena B 217“ wurde meines Wissens nicht in die DDR, sondern ausschließlich in die Bundesrepublik exportiert und hier für günstige 60 DM vertrieben. Bei den letzten Geräten von 1990 (mit oranger Skalenbeschriftung) entfiel die Netzbuchse nach Russennorm zugunsten einer Eurobuchse und es kamen kleinere Lautstärke- sowie Klang-Potis zum Einsatz, die dann aber auch für Kontaktfehler sorgen können, die zuvor praktisch unbekannt waren.

Euromatic 217 (Selena B 217)

Das "Selena B 217" wurde auch durch die Lange Electronic GmbH aus Meschede als baugleiche "Euromatic 217" in der Bundesrepublik vertrieben. Die ersten Geräte von 1985 empfangen das UKW-Band noch von 87,5 – 101 MHz (statt 108 MHz). Der bei den "Selena B 217" erfolgte Verweis auf die russische Produktion fehlt bei diesem Gerät komplett.

Минск Радио Селена РП-305 (Selena RP-305)
Минск Радио Селена РП-306 (Selena RP-306)
Минск Радио Селена РП-310 (Selena RP-310)
Минск Радио Селена РП-401 (Selena RP-401)

Beschreibungen folgen!________________________________________________________________________________________________

          Н о в а т о р   S t .   P e t e r s b u r g

Новатор Ленинград 006 стерео (Leningrad 006 Stereo)

Wie schon zuvor der lettische Hersteller Radiotehnika mit dem „Riga 104“ hat auch Новатор (Novator) ein Radio herausgebracht, das nach dem eigenen Produktionsstandort (in diesem Fall: Leningrad, heute St. Petersburg) benannt wurde. Das „Ленинград 006 стерео“ (Leningrad 006 Stereo) empfängt neben dem UKW-Band nach osteuropäischer OIRT-Norm (УКВ 65 – 74 MHz), fünf Kurzwellen- (КВ1-5), zwei Mittelwellen- (СВ1 & 2) und ein Langwellenband (ДВ). Der UKW-Empfang ist entweder in Mono oder bei Anschluss eines zusätzlichen Lausprechers auch in Stereo möglich (ähnlich dem „RFT Stereoport“ oder „GC 6010“). Parallel zur manuellen UKW-Abstimmung können drei Speicherplätze fest belegt werden (Ф1-3). Das Gerät verfügt außerdem über eine Balanceregelung, eine für beide Kanäle getrennte Klangregelung (Тембр НЧ & ВЧ), eine zuschaltbare Tiefenabsenkung für Sprachansagen (Речь), eine Соло-Taste (Solo ?), eine Abstimmanzeige plus Stereo-Lämpchen (УКВ стерео), Skalenbeleuchtung, zwei zusätzliche Toneingänge (Plattenspieler & Tonband), einen Tunerausgang (Diodenbuchse) und einen externen Antennenanschluss. Die Funktion der Tasten „АПЧ“, „МП“, „УП“ und „ШП“ hat sich mir noch nicht erschlossen (?). Die Stromversorgung kann wahlweise über das 127V-, 230V-Wechselspannungsnetz oder über sechs R14-Batterien erfolgen. In dem Gerät wurde der 3VA-Breitbandlautsprecher „3ГД-32 4 0М“ von Radiotehnika verbaut, der über zwei großzügig dimensionierte TO3-Endstufen-Transistoren vom Typ „ГТ705А“ (GT705A) angesteuert wird. Die optische Gestaltung finde ich recht gewöhnungsbedürftig. Das Gehäuse besteht aus einer glasierten Holzzarge ähnlich den Fronten der 70er-Jahre-DDR-Schrankwände. Die Front und Rückseite wurde in schwarzem Plastik ausgeführt. Die ohne erkennbares System auf der Front und Oberseite verteilten Regler und Schalter bestehen ebenfalls aus schwarzem Plastik (teilweise mit Aluminiumringen). Recht originell gelöst wurden hingegen die insgesamt sieben senkrechten Abstimmskalen, hinter denen sich aber lediglich eine getrennte Regelung für den UKW/KW-Bereich sowie die MW/LW-Bänder mit zwei Zeigern verbirgt, des Weiteren die drei Walzenregler mit Sichtfenstern für die Senderspeicher und die hinter Schiebeklappen befindlichen hinteren Zugänge (Batterien, Netzkabelfach, Antennenanschlüsse, Lautsprecher- & Diodenbuchsen). Die Beschriftung erfolgte komplett auf Russisch und auf der Rückseite findet sich - wie so häufig bei russischen Geräten - der Vertriebspreis (313,- Руб).

Новатор Signal 402

Beschreibung folgt!

COMIX 402

Das „Новатор Signal 402“ wurde über den Pariser Importeur „Comix“ in Frankreich auch als „COMIX 402“ vertrieben. Parallel gab es noch das „Темп Нейва 402“ mit selber Typenbezeichnung.

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          Э л е к т р о н и к а   M o s k a u

Электроника Э-06 (Electronica E-06)

Der Graphic-Equalizer „Электроника Э-06“ (Electronica E-06) wurde ab 1987 bis mindestens 1993 bei „Электроника“ in Moskau produziert. Das Gerät verfügt über zwei getrennte Kanäle für rechts und links, die sich von 25 Hz – 16 kHz in 15 Stufen regeln lassen. Des Weiteren besitzt es zwei Linear-Schalter, zwei Überlast- und eine Netzanzeige. An der Rückseite befinden sich insgesamt vier Anschlussbuchsen (jeweils ein getrennter Ein- und Ausgang für beide Seiten). Hierbei wurden ungewöhnlicherweise Diodenbuchsen (DIN) verbaut, was bei ebenfalls mit diesen Buchsen ausgestatteten HIFI-Komponenten zwei etwas seltsam beschaltete Adapter voraussetzt. Der Einsatz von BNC- oder Klinkenbuchsen wäre hier sicherlich sinnvoller gewesen, da ja auch die restliche Verkabelung dann mit Monokabeln erfolgt. Bei der Auswahl der Netzkabelbuchse waren die russischen Ingenieure noch kreativer: wie schon bei den Океан-Radios völlig eigene Norm, nur wieder anders. Der „Электроника Э-06“ wurde in der UdSSR mit komplett russischer Beschriftung und schwarzem oder grauem Gehäuse für 250 Rubel vertrieben und mit englischer Beschriftung als „Electronica E-06“ exportiert (Bild). Die Gehäuse sind komplett grau oder schwarz und für einen entsprechenden Einschubrahmen vorgesehen. Im Inneren findet sich noch die gewohnte „unverwüstliche Russentechnik“, die bei Nachfolgegeräten dann ja nicht mehr zu finden war. Passend zum „Э-06“ gibt es noch den Crossover „Электроника К–04“, zu dem ich aber nichts sagen kann.

Original-Netzkabel für den „Electronica E-06“ gesucht!

Электроника Орбитa 002 стерео (Elektronika Orbit 002 Stereo)

Die Mini-HiFi-Kombination „Электроника Орбитa 002 стерео“ (Elektronika Orbit 002 Stereo) wurde für den sowjetischen Binnenmarkt produziert und stellte wohl das Gegenstück zur „RFT S 3000“, zur polnischen „Unitra-Diora Mini-Line S 15“ (bruns Mini), der tschechischen „Tesla 710A“, der ungarischen „ORION mini hifi 1025“ und der rumänischen „ELECTRONICA 3220 mini system“ dar. Die „Орбитa 002“ besteht hierbei aus dem Stereo-Vorverstärker „Орбитa УП-002C“ (Orbit UP-002C), der 2x50VA-Endstufe „Орбитa УМ-002C“ (Orbit UM-002C), dem Graphic-Equalizer „Орбитa Э-002“ (Orbit E-002) und dem zweimotorigen Kassettendeck „Орбитa УП-121С “ (Orbit UP-121C). Die Komponenten wurden komplett in Russisch beschriftet. Ein passender Tuner war offensichtlich nicht vorgesehen. Die Kombination konnte aber um den Digitaltuner „Орбитa Т 003“ (Orbit T-003) ergänzt werden.

Электроника 25АС-128 (Elektronika 25AC-128)

Die „Электроника 25АС-128“ sind eines der in Deutschland kaum bekannten Relikte russischer HIFI-Technik. Offensichtlich wurden weder in die DDR noch in die Bundesrepublik HiFi-Komponenten russischer Hersteller geliefert. So finden sich Informationen hierzu auch fast nur auf Internetseiten ehemaliger GUS-Staaten. Umso mehr freut mich dieser seltene Sammlungszugang, der wohl aus dem Besitz eines der vielen russischen Einwanderer in Nürnberg stammen muss. Die 2-Wege-Bassreflexboxen „Электроника 25 Акустическая Система – 128“ (Elektronika 25VA Lautsprecherboxen 128) wurde von 1983 bis mindestens 1988 vermutlich direkt in Moskau produziert. Sie gehörten zu einer ganzen Serie von 25VA-Boxen, bei denen lediglich die hintere Typennummer variierte (Электроника 25АС-xxx). Technisch lassen sich die je 15 kg schweren und 430 x 240 x 210 mm großen Boxen wohl noch am ehesten mit den „RFT k23 profiL“ vergleichen, optisch erinnern sie mit den silbergrau lackierten Fronten, den Abdeckgittern vor den Lautsprechern und dem schwarz lackierten Gehäuse etwas an überdimensionierten „RFT B 3010“. Im Gegensatz zum noch recht konventionellen Gehäuse offenbart sich beim Öffnen der Boxen der Einblick in ein völlig eigenes, „russisches“ Verständnis von Hi-Fi-Lautsprecher-Bau. Nach Lösen der sechs Befestigungsschrauben hinter den entsprechenden Plastikkappen lässt sich die lackierte Plastikfront entnehmen. Der nachfolgend ausgebaute 35VA-Tieftöner „35 ГДН-1-8“ besitzt einen gusseisernen 200mm-Korb mit offenem 110mm-Magnet. Auf dem angebrachten Papieretikett findet sich neben der Typenbezeichnung sowie dem Produktionsmonat/-jahr der sozialistisch korrekte einheitliche Vertriebspreis von 30 Руб. Der 6VA-Kalotten-Hochtöner „6 ГДН-6-16“ hat einen Korbdurchmesser von 100mm mit einem geschlossenen 90mm-Alu-Magnetgehäuse und war im Zubehörhandel wohl für 15 Руб erhältlich. Das hinter der ovalen Bassreflexabdeckung mit schwarzer Gummisicke vermutete Bassreflexrohr fehlt einfach. Die Frequenzweiche ohne schaltungstechnische Besonderheiten besteht lediglich aus einem Hoch- und Tiefpass. Die eigentliche Besonderheit stellt hierbei wohl eher die Wahl des Platinen-Materials dar. Die recht großzügig dimensionierten - unverkennbar russischen- Bauteile wurden einfach auf eine Sperrholzplatte geschraubt und fliegend verdrahtet. Eine ähnlich „innovative“ Lösung fanden die russischen Ingenieure auch bei der Wahl des Dämmmaterials. Hier wurden offensichtlich geschredderte Stoffreste in einen Netzschlauch gepackt und dieser dann rundherum mit dem Gehäuse verklebt. Der Klang ist im Vergleich zu meinen „RFT B 9261“ etwas gedämpfter und die Wiedergabe deutlich leiser, was wohl nicht nur an der höheren Impedanz von 8Ω liegt. Nichts desto trotz klingen sie sehr kräftig. Die Nennbelastbarkeit haben die Russen mit eher untertriebenen 25 VA angegeben, die Langzeit-Höchstleistung mit 35 VA und die Kurzzeit-Höchstleistung mit 50 VA. Die Empfindlichkeit (?) beträgt 84 dB. Die Anschlusskabel ohne Zugentlastung vor der Frequenzweiche sind fest installiert und - wie zumeist auch in der DDR üblich – mit Strich-Punkt-Steckern versehen. Die Beschriftung erfolgte komplett in Russisch. Auf dem rückseitigen Alu-Typenschild findet sich die eingestanzte Seriennummer ergänzt um den Produktionsmonat- und das Jahr sowie der offizielle Vertriebspreis von 110 Руб. Verkauft wurden die Boxen wohl häufig mit der Mini-HiFi-Kombination „Электроника Т1-003 стерео“ (Elektronika T1-003 Stereo).

Электроника ИМ 02 „Ну, погоди!(Elektronika IM 02 „Na warte!“)

Das „Elektronica IM 02“ wurde ab 1984 als erstes Telespiel der UdSSR bei „Elektronika“ produziert. Es ist wohl ein inoffizieller Nachbau des „Nintendo EG-26“. Das Gerät wurde meines Wissens nicht exportiert und ist dementsprechend komplett in Russisch beschriftet. Ich kann mich selbst nur aus meiner Schulzeit an einige Geräte erinnern, auch wenn ich nie im Besitz eines solchen war. Am Auffälligsten ist der große Schriftzug „Ну, погоди!“ (Na warte) über dem LCD-Display, der sich auf die gleichnamigen Trickfilm-Serie bezieht. In dem Spiel muss der Wolf mit einem Korb die Eier von vier Hühnern einfangen. Die Position kann über vier Pfeiltasten im unteren Bereich ausgewählt werden. Über die Tasten „игра A“ und „игра Б“ (Spiel A & B) lässt sich der Schwierigkeitsgrad verstellen. Die Taste „Время“ (Zeit) dient zur Einstellung der integrierten Uhr mit Weckfunktion. Als Prozessor kam ein КВ1013К1-2 aus eigener Produktion zum Einsatz. Das Display ИЖМ13-71 besitzt neben der Uhr und den vier Hühnersymbolen lediglich vier „Wolfpositionen“, die über die Steuertasten ausgewählt werden. Später folgten noch weitere Spiele mit unterschiedlichen Charakteren.

Электроника 4.13 (Elektronika 4.13)

Die „Электроника 4.13“ ist nur eine der zahlreich bei „Elektronika“ produzierten Digitaluhren mit Weckfunktion. Die Besonderheit des mindestens von 1981 - 1985 gebauten Gerätes ist die Vakuum-Fluoreszenzanzeige (VFD – Vacuum Fluorescent Display), ähnlich den bei früheren Modellen verbauten Nixie-Röhren. Das einteilige Display vom Typ ИВЛ1-7/5 (IVL1-7/5) besteht aus einer transparenten Glasfront und Basisplatte (ebenfalls aus Glas), die fest miteinander verschmolzen sind. Zwischen diesen befindet sich ein Hochvakuum. Die einzelnen Segmente bestehen wiederum aus oxidbeschichtetem Wolfram-Heizdraht. Vorteil des VFD´s gegenüber LED´s ist die sehr klare Anzeige auch bei schlechten Lichtverhältnissen, was durch die Größe des Displays noch verstärkt wird. Das russisch beschriftete Gerät verfügt über eine 24h-Anzeige. Die Steuerung sämtlicher Funktionen übernimmt ein Schaltkreis vom Typ КР145ИК1901 (KR145IK1901) zusammen mit dem 3-fach-NAND-Kreis К176ЛА9 (K176LA9). Die Bedientasten für Wecken, Sekundenanzeige, Helligkeit, Nullstellung, Weckzeit, Stunden und Minuten befinden sich an der Gehäuserückseite. Hier ist auch der Sicherungseinsatz für die sehr ungewöhnlichen 4x14mm-Schmelzsicherung (250 mA) untergebracht. Die Zarge besteht aus Echtholz ähnlich den Океан/Selena-Radios und die Rückseite sowie Front aus Plastik. Zur Spannungsversorgung besitzt das Gerät einen 230V-Anschluss. Die „Elektronika 4.13“ wurde in der UdSSR für 50 Руб vertrieben, was auch so auf der Rückseite vermerkt ist.

Электроника 6.15М (Elektronika 6.15M)

Die „Электроника 6.15M“ ist eines der zahlreichen Nachfolgemodelle der „Электроника 4.13“, das aber technisch und optisch doch eine große Ähnlichkeit aufweist. Auch hier kam die zuvor bereits beschriebene Vakuum-Fluoreszenzanzeige (VFD – Vacuum Fluorescent Display) zum Einsatz. Das komplett in russisch beschriftete Gerät verfügt über eine 24h-Anzeige, die sich in zwei Helligkeitsstufen umschalten lässt. Die Bedientasten für Wecken, Helligkeit, Nullstellung, Weckzeit, Stunden und Minuten befinden sich an der Gehäuserückseite. Die Front besteht aus Echtholz ähnlich den Океан/Selena-Radios und die Rückseite aus Plastik. Zur Spannungsversorgung besitzt das Gerät neben dem 230V-Anschluss noch ein Batteriefach für eine separate Stützbatterie (9V-Block). Der Produktionszeitraum ist mir nicht bekannt, da ich mein originalversiegeltes Gerät nicht öffnen will (vermutlich Mitter der 80er Jahre).

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           В о р о н е ж   П о л ю с   Р а д и о з а в о д   V o r o n e z h

Альпинист 407 & Альпинист 407 олимпийский (Alpinist 407 & Alpinist 407 Olympiada)

Das Kofferradio „Альпинист 407“ (Alpinist 407) wurde ab Mitte der 1970er Jahre bis 1980 in den „Полюс Радиозавод“ (Polius Radiowerken) im russischen Воронеж (Voronezh, ca. 700 km südlich von Moskau) produziert. Das sehr einfache Gerät entspricht in der Ausstattung eigentlich weitestgehend dem „Stern Party“ aus Berliner Produktion. Es empfängt lediglich das Mittel- und Langwellenband über die integrierte Ferritantenne, die sich um eine externe Wurfantenne erweitern lässt. Außerdem kann ein Kopfhörer und ein 9V-Netzteil angeschlossen werden. Alternativ zum externen Netzteil erfolgt die Spannungsversorgung über sechs R14-Zellen oder zwei Flachbatterien. Das Gerät lässt sich über den Lautstärkeregler einschalten. Ansonsten wurde auf jede weitere Ausstattung wie Klangregelung, Skalenbeleuchtung o.ä. komplett verzichtet. Die Beschriftung erfolgte ausschließlich in Russisch. Auf eine Exportausführung mit englischer oder deutscher Beschriftung wurde offensichtlich verzichtet. Kurz vor Produktionsende erschien das Gerät noch als „Альпинист 407 олимпийский“ (Alpinist 407 Olympiada) anlässlich der Olympiade in Moskau. Im Gegensatz zum parallel in Riga produzierten „VEF 202 олимпийский“ wurde das Gehäuse in schwarz/weiß beibehalten und lediglich mit einem entsprechenden Aufdruck auf der Front und Oberseite versehen. Beiden Ausführungen gemeinsam ist das sehr schlichte Plastikgehäuse ohne Chrom-Zierelemente. Lediglich der Lautstärke- und Abstimmregler wurde mit Alukappen versehen. Ein Export nach Westeuropa schloss sich somit eigentlich schon komplett aus. In der UdSSR gingen die Radios für 30 Руб in den Vertrieb, was so auch auf der Gehäuserückseite vermerkt ist.

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  Т е м п   M o s k a u

Темп Sokol

Beschreibung folgt!

Темп Sokol 308

Beschreibung folgt!

Темп Sokol 403

Beschreibung folgt!

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   К а м е н с к – У р а л ь с к и й   п р и б о р о с т р о и т е л ь н ы й   з а в о д
                       K a m e n s k – U r a l s k i

Нейва 304 (Neywa 304)

Das Taschenradio „Neywa 304“ (Нейва 304) wurde mindestens von 1987 - 1990 in der Instrumentenfabrik von Kamensk-Uralski (100 km südöstlich von Jekatarinburg) produziert. Das 145 x 80 x 40 mm große Gerät ermöglicht den Empfang des Mittel- und Langwellenbandes und verfügt über eine Antennen- sowie Kopfhörerbuchse. Die Spannungsversorgung erfolgt über die zu dieser Zeit übliche runde 9V-Zelle (kompatibel mit heutigem 9V-Block). Das Gehäuse der für 38 Руб vertrieben Binnenmarktversion wurde komplett in Russisch beschriftet, die Beschriftung der Exportvariante (mit Vertrieb über TENTO Moskau) erfolgte in Englisch. Es gab die Geräte in zumeist in Schwarz; teilweise aber auch in Gelb, Rot oder Grün.

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          Р а д и о п р и б о р   G r o d n o

Океан 222( Beschreibung folgt)

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          К ы ш т ь и м с к и й   Р а д и о з а в о д   K i s h t i m

Кварц РП-12  (Quartz RP-12)

Das Taschenradio „Кварц РП-12“ (Quartz RP-12) wurde Anfang der 1990er Jahre auf Basis des „Кварц РП-206“ und „РП-306“ für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Von dem komplett in Russisch beschriftete Gerät gab es folgende Ausführungen mit verschiedenen Frequenzbändern: „РП-12-1“ mit UKW CCIR (88 – 108 MHz) und MW, „РП-12-2“ mit UKW OIRT (65 – 74 MHz) und MW, „РП-12-3“ mit UKW CCIR (88 – 108 MHz) und LW sowie „РП-12-4“ mit UKW OIRT 65 – 74 MHz und LW. Neben einem Bandumschalter an der Front stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler und Kopfhöreranschluss zur Verfügung. Die Spannungsversorgung des nur 79 x 152 x 28 mm großen und 290g schweren Gerätes erfolgt über drei R6-Batterien (Mignon). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen.

Кварц РП-206 (Quartz RP-206)

Das Taschenradio „Кварц РП-206“ (Quartz RP-206) wurde Ende der 1980er Jahre in den Kishtimer Radiowerken (Кыштьмский Радиозавод) für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät empfängt das Mittel- und Langwellenband über die integrierte Ferritantenne. Neben einem Bandumschalter, einer Antennen- und Kopfhörerbuchse an der Rückseite stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler zur Verfügung. Die Spannungsversorgung des nur 75 x 140 x 37 mm großen und 200g schweren Gerätes kann wahlweise über drei R6-Batterien (Mignon) oder ein externes Netzteil erfolgen.

Кварц РП-209 (Quartz RP-209)

Das Taschenradio „Кварц РП-209“ (Quartz RP-209) wurde vermutlich seit Mitte der 1980er Jahre als Vorgänger oder parallel zum fast identischen „Кварц РП-309“ für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät empfängt das Kurz- und Mittelwellenband (25 – 49m und 200 – 550m) über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie je ein Abstimm- und Klangregler zur Verfügung. Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung des nur 176 x 112 x 48 mm großen und 500g schweren Gerätes erfolgt über vier R6-Batterien (Mignon). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen. Der Vertrieb des „РП-309“ erfolgte laut Beschriftung für einheitliche 33,- Руб.

Кварц РП-214 (Quartz RP-214)

Das Taschenradio „Кварц РП-214“ (Quartz RP-214) wurde in den Kishtimer Radiowerken (Кыштьмский Радиозавод) für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät empfängt das UKW- und Mittelwellenband über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Hierbei stehen für UKW das Band von 65,8 – 74,0 MHz (OIRT) und von 88 – 108 MHz (CCIR) zur Verfügung.

Кварц РП-217 & Кварц БП-1 (Quartz RP-217 & Quartz BP-1)

Das Taschenradio „Кварц РП-217“ (Quartz RP-217) wurde für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät empfängt das UKW-Band von 65,8 – 74,0 MHz (OIRT) und von 88 – 108 MHz (CCIR) über die integrierte Teleskopantenne. Die Spannungsversorgung des nur 142 x 75 x 40 mm großen Gerätes kann wahlweise über das passende 4,5V-Netzteil „Кварц БП-1“ (Quartz BP-1) oder über drei R6-Batterien (Mignon) erfolgen.

Кварц 302 (Quartz 302)

Das Taschenradio „Кварц 302“ (Quartz 302) wurde vermutlich Mitte der 1980er Jahre in den Kishtimer Radiowerken (Кыштьмский Радиозавод) für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät empfängt das Mittel- und Langwellenband über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler zur Verfügung. Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung des nur 176 x 112 x 48 mm großen und 500g schweren Gerätes erfolgt über die zu dieser Zeit übliche runde 9V-Batterie (alternativ 9V-Block). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen, eine Tragetasche war offensichtlich auch nicht vorgesehen.

Кварц РП-306 (Quartz RP-306)

Das Taschenradio „Кварц РП-306“ (Quartz RP-306) wurde Mitte der 1980er Jahre in den Kishtimer Radiowerken (Кыштьмский Радиозавод) für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät empfängt das Mittel- und Langwellenband über die integrierte Ferritantenne. Neben einem Bandumschalter, einer Antennen- und Kopfhörerbuchse an der Rückseite stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler zur Verfügung. Die Spannungsversorgung des nur 75 x 140 x 37 mm großen und 200g schweren Gerätes kann wahlweise über drei R6-Batterien (Mignon) oder ein externes Netzteil erfolgen. Der Vertrieb des „РП-306“ erfolgte laut Beschriftung für einheitliche 38,- Руб.

Кварц РП-309 (Quartz RP-309)

Das Taschenradio „Кварц РП-309“ (Quartz RP-309) wurde vermutlich seit Mitte der 1980er Jahre bis mindestens 1990 auf Basis des „Кварц 302“ für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert und offensichtlich nicht exportiert. Das komplett in Russisch beschriftete Gerät empfängt das Kurz- und Mittelwellenband (25 – 49m und 200 – 550m) über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne (statt MW & LW beim „302“). Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie je ein Abstimm- und Klangregler zur Verfügung (fehlte beim „302“ noch). Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung des nur 176 x 112 x 48 mm großen und 500g schweren Gerätes erfolgt über vier R6-Batterien (statt 9V-Batterie beim „302“). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen. Die Beschriftung erfolgte front- und rückseitig teilweise mit „Кварц РП-309“, teilweise aber auch mit „Кварц 309“, wobei „РП“ wohl nur für „Радиоприемник“ (Radioempfänger) steht. Der Vertrieb des „РП-309“ erfolgte laut Beschriftung für einheitliche 33,- Руб. Neben der abgebildeten schwarzen Ausführung gab es auch rote, grüne, blaue und braune Geräte, eine Tragetasche war aber offensichtlich nicht vorgesehen.

Кварц 401 (Quartz 401)

Das Taschenradio „Кварц-401“ (Quartz 401) wurde Mitte der 1970er Jahre als erstes Gerät der Quartz-Serie in den Kishtimer Radiowerken (Кыштьмский Радиозавод) für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert. Die Beschriftung erfolgte ausschließlich in Russisch. Das nur 180 x 117 x 42 mm große und 500g schwere Gerät empfängt das Mittel- und Langwellenband über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler an der Oberseite zur Verfügung. Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über die zu dieser Zeit übliche runde 9V-Batterie (alternativ 9V-Block). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen, dafür gehörte eine Ledertasche zum Lieferumfang.

Quartz 402 (Кварц 402)

Das Taschenradio „Quartz-402“ (russ.: Кварц-402) wurde mindestens von 1975 – 1978 als Exportausführung des „Кварц 401“ (Quartz 401) in den Kishtimer Radiowerken (Кыштьмский Радиозавод) produziert. Die Beschriftung erfolgte ausschließlich in Englisch. Das nur 180 x 117 x 42 mm große und 500g schwere Gerät empfängt das Kurz- und Mittelwellenband über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne (statt MW & LW beim „401“). Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der rechten Gehäuseseite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler an der Oberseite zur Verfügung. Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über die zu dieser Zeit übliche runde 9V-Batterie (alternativ 9V-Block). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen, dafür gehörte eine Ledertasche zum Lieferumfang.

Кварц 404 & Кварц 404 олимпийский (Quatz 404 Olympiada)

Das Taschenradio „Кварц 404“ (Quartz 404) wurde um 1980 in den Kishtimer Radiowerken (Кыштьмский Радиозавод) für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert. Das nur 175 x 100 x 53 mm große und 500g schwere Gerät empfängt das Mittel- und Langwellenband über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der Front ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler zur Verfügung. Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über die zu dieser Zeit übliche runde 9V-Batterie (alternativ 9V-Block). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen, dafür gehörte eine Ledertasche zum Lieferumfang. Der Vertrieb des „Кварц 404“ erfolgte in der UdSSR für einheitliche 28,- Руб. Wie schon beim „VEF 202 олимпийский“ (VEF 202 Olympiada), „Горизонт 219 олимпийский“ (Gorisont 219 Olympiada), „Альпинист 407 олимпийский“ (Alpinist 407 Olympiada) und „Россия 304 олимпийский“ (Rossija 304 Olympiada) gab es anlässlich der Olympiade 1980 in Moskau noch das „Кварц 404 олимпийский“ (Quartz 404 Olympiada).

Кварц 405 (Quartz 405)

Das Taschenradio „Кварц 405“ (Quartz 405) wurde Mitte der 1970er offensichtlich auf Basis des „Quartz 402“ für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR produziert. Das nur 170 x 100 x 45 mm große und 500g schwere Gerät empfängt das Mittel- und Langwellenband über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der rechten Seite ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie an der Oberseite ein Abstimmregler zur Verfügung. Frontseitig findet sich eine Rundskala zur Frequenzanzeige. Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über die zu dieser Zeit übliche runde 9V-Batterie (alternativ 9V-Block). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen.

Кварц 406 (Quartz 406)

Das Taschenradio „Кварц 406“ (Quartz 406) wurde um 1985 auf Basis des „Кварц 404“ für den Binnenmarkt der Ex-UdSSR und den Export über TENTO Moskau produziert. Das nur 175 x 100 x 53 mm große und 500g schwere Gerät empfängt das Kurz- und Mittelwellenband über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne (statt MW & LW beim „404“). Neben einem Bandumschalter an der Rückseite stehen an der Front ein Lautstärkeregler mit integriertem Ausschalter sowie ein Abstimmregler zur Verfügung. Ergänzt wird das Ganze um eine Kurzwellen-Lupe an der rechten Seite, die dem „Кварц  404“ noch fehlte. Außerdem kann ein Kopfhörer und eine externe Wurfantenne angeschlossen werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über die zu dieser Zeit übliche runde 9V-Batterie (alternativ 9V-Block). Ein externes Netzteil lässt sich nicht anschließen, dafür gehörte eine Ledertasche zum Lieferumfang. Der Vertrieb des „Кварц 406“ erfolgte in der UdSSR für einheitliche 38,- Руб.

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   Ч е л я б и н с к   Р а д и о з а в о д
                       „Π о л е т “  
                 C h e l i a b i n s k

Πолет Россия 303 (Rossija 303)

Das Kofferradio „Россия-303“ wurde von 1976 – 1982 als Nachfolger des „Россия 301“ in den Cheliabinsker Radiowerken „Polyot“ (Челябинск Радиозавод Πолет) produziert. 1982 erfolgte dann eine optische Überarbeitung und es wurde weiter produziert. Der Hersteller „Πолет“ baut noch heute in Cheliabinsk - unweit zur Grenze zu Kasachstan – Flugzeug-Navigationstechnik und war hierauf wohl auch schon zu Sowjetzeiten spezialisiert. Umso ungewöhnlich eigentlich, dass das Gerät in der bestehenden UdSSR ausgerechnet den Namen „Россия“ (Rossija – Russland) erhielt. Mit dem nur 220 x 130 mm großen Radio ist der Kurz-, Mittel- und Langwellenempfang über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne möglich. Das Kurzwellenband wurde zusätzlich in zwei Bereiche unterteilt (24,8 – 31,5 m & 41 – 75,9 m) und es steht eine KW-Lupe (точная настройка) zur Verfügung. Der Klang kann mittels entsprechendem Schiebschalter zwischen Höhen- und Tiefenbetonung gewechselt werden (тембр нч - вч). Die Bandauswahl erfolgt über einen Drehschalter an der Unterseite, ähnlich den seinerzeit  in Russland recht verbreiteten Trommelwellenschaltern. Es lässt sich eine externe Wurfantenne und ein Kopfhörer anschließen. Die Spannungsversorgung des mit acht Transistoren bestückten Empfängers erfolgt über vier R6-Batterien. Auf einen externen Netzteilanschluss und eine Skalenbeleuchtung wurde verzichtet. Das Plastikgehäuse mit Blechblenden ist komplett in Russisch beschriftet und auf der Rückseite findet sich – wie bei allen Binnenmarktgeräten - der offizielle Vertriebspreis, in diesem Fall 59,- Руб.

VEGA Sapphire–MK2 (Россия 303)

Das „Россия 303“ wurde über die Technical and Optical Equipment Ltd. (TOE) aus London auch als „VEGA Sapphire–MK2“ (303 Mark 2) vertrieben. Das Gerät erhielt hierbei ein CCIR-UKW-Band von 87,5 – 108 MHz und wurde komplett in Englisch beschriftet. Aus der ursprünglichen Herkunft des Gerätes hat der englische Importeur hierbei kein Geheimnis gemacht. So findet sich der Schriftzug „Made in USSR“ einträchtig neben dem „Машприборинторг“-Logo. Parallel zu den über die TOE Ltd. London vermarkteten Geräten gab es von den Berdsker Radiowerken (Бердский радиозавод) ungünstiger weise eine komplette „Вега“-Serie, die für den Export ebenfalls den Markennamen VEGA trug.

Πолет Россия 304 & Россия 304 олимпийский (Rossija 304 Olympiada)

Beschreibung folgt!________________________________________________________________________________________________



  Б е р д с к и й   р а д и о з а в о д   B e r d s k

БРЗ Вега 404 (Vega 404)

Das „VEGA 404“ wurde seit Anfang der 80er Jahre bis mindestens 1985 in den Бердский радиозавод in Berdsk (БРЗ - Berdsker Radiowerke) produziert. Es empfängt lediglich Mittel- und Langwelle über die integrierte Ferritantenne und verfügt ansonsten über eine Skalenbeleuchtung auf Tastendruck, einen externen Antennenanschluss (Bananenstecker) sowie einen Klinken-Kopfhöreranschluss. Die Stromversorgung erfolgt über einen 9V-Block oder das passendes 9V-Netzteil. In dem 180 x 160 x 60 mm großen Gerät mit gelb/schwarzem Plastikgehäuse und Tragegurt wurde neben drei Transistoren КТ 315 (KT 315) der IC-Verstärker К174УН4Б (K174UN4B) verbaut. Die Wiedergabe erfolgt über einen 0,5VA/8Ω-Lautsprecher. Beschriftet ist das Gerät komplett in Russisch. Auf dem Batteriedeckel findet sich neben den üblichen Meter-Band-Angaben der offizielle Vertriebspreis von 38,- Руб. Bei der Exportausführung (Bild) wurde die Front und der Batteriefachdeckel in Englisch beschriftet, mit dem Tento-Export-Logo versehen und statt des Vertriebspreises findet sich ein „Made in USSR“. Nicht zu verwechseln ist dieses Gerät hierbei jedoch mit den zahlreichen über die Technical and Optical Equipment Ltd. (TOE) in Großbritannien vertriebenen UdSSR-Radios, die ebenfalls den Markennamen VEGA trugen. Auf der Rückwand des „VEGA 404“ wurde die Bandauswahl sowohl mit „M/L“  als auch mit „СВ/ДВ“ beschriftet. Parallel zu diesen beiden Ausführungen gab es wohl noch eine russische Ausführung mit entsprechender Beschriftung zur Olympiade 1980 in Moskau ähnlich dem „VEF 202 олимпийский“ und dem „Альпинист 407 олимпийский“ (VEF 202 / Alpinist 407 Olympiada).

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  Б е р д с к и й   р а д и о з а в о д   B e r d s k

БРЗ Вега П-410С

Beschreibung folgt!

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          Р а в е н с т в а   S t .   P e t e r s b u r g

Невский РП302 (Beschreibung folgt)

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           M e s s g e r ä t e   a u s   d e r   E x – U d S S R

Die nach Deutschland gelieferten Messgeräte aus der Ex-UdSSR sind meistens mit dem Namen oder Logo des Moskauer Exporteurs „Машприборинторг“ (Maschpriborintorg) beschriftet. Die eigentlichen Hersteller sind aber wiederum nicht ersichtlich. Einige Oszilloskope tragen den Namen des Herstellers „Белвар“ (Belvar), einige Multimeter das Logo der „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel). Beide Hersteller produzieren auch heute noch im weißrussischen Minsk bzw. ukrainischen Schytomir und waren vermutlich die Hersteller sämtlicher „C1-xx“- und „Ц 43xx“-Geräte (?). Die Dosimeter kamen wiederum von "Полярон" (Polyaron) aus dem ukrainischen Lviv (Львов - dt. Lemberg). Die Ц43xx-Multimeter wurden außer in die DDR auch devisenbringend in die Bundesrepublik exportiert. Hier hat sie der Völkner-Versand als sogenannte Bürklin-Messgeräte vertrieben (ursprünglicher Importeur: Dr. Hans Bürklin OHG München). Die Typenbezeichnungen mit "Ц …" wurde im Katalog einfach auf "U …" geändert, da sich ja mit osteuropäischer Herkunft nicht so gut werben ließ. Zitat Völkner-Katalog von 1981: "Serie preiswerter Vielfach-Messgeräte in sehr robuster Bauform und günstigen, weiten Messbereichen. Durch empfindliche Bereiche bei Gleichspannung und –strom auch für Halbleitertechnik geeignet. Besonderheit in dieser Preisklasse: Die eingebauten Wechselstrombereiche!“
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           Б е л в а р   M i n s k

C1-55 (S1-55)

„Der Halbleiter-Zweistrahl-Oszillograph C1-55 dient für gleichzeitige Beobachtung und Untersuchung der Form zweier elektrischer Vorgänge durch visuelle Beobachtung und Messung ihrer Zeit- und Amplitudenwerte. … Der Oszillograph C1-55 gestattet: a) die Beobachtung der Form von Impulsen beider Polaritäten mit einer Dauer von 0,1 µs bis zu 0,2 s und einer Amplitude von 10 mV bis zu 140 V, mit einem Tastteiler 1:10 von 100 mV bis 300V und mit einem Hochspannungsteiler bis zu 1500 V; b) die Beobachtung periodischer Signale im Frequenzbereich von 3 Hz bis 10 MHz; c) die Messung der Amplitude der untersuchten Signale im Bereich von 30 mV bis 140V; d) die Messung von Zeitabständen von 0,1 µs bis 0,2 s. … Es ist vor Augen zu halten, dass die Stromversorgung des Gerätes aus einem Netz mit 220 V, 50 Hz oder 400 Hz, aus einem Netz mit 115 V und 400 Hz oder aus einer 24-V-Gleichspannungsquelle erfolgen darf. Deswegen vor dem Einschalten des Gerätes sich vergewissern, dass die verwendete Netzschnur und die Kippschalterstellung der Netzspannung entsprechen sowie vom Vorhandensein und Entsprechen der Sicherungen an der Geräterückwand. …“ …alles klar? Derartig kreative Beschreibungen finden sich in der fast 200-seitigen Betriebsanleitung mit festem Bucheinband zuerst in russischer Sprache und dann offensichtlich mit selbem Satzbau ins Deutsche übersetzt. Im Gegensatz zu den oft über jeden technischen Fortschritt erhabenen Kofferradios und Multimeter hat die UdSSR recht moderne und umfangreich ausgestattete Oszilloskope und Oszillographen produziert. Die typische grundsolide Russentechnik mit hierzu passender Optik haben sich aber auch diese Geräte bewahrt. So weist mein Gerät von 1976 auch nach fast 40 Jahren nicht den geringsten Defekt oder Kontaktfehler auf. Lediglich die verbauten Telefonbuchsen sind etwas minderwertig, sodass ich diese teilweise ersetzt habe. Beim „C1-55“ handelt es sich – im Gegensatz zum „RFT EO 213“ - um einen vollwertigen Zweikanal-Zweistrahl-Oszillographen. Das Gerät verfügt neben den üblichen Funktionen noch über einen integrierten Rechteckwellengenerator mit 2 kHz zur Kalibrierung, der sich in zehn Stufen zwischen 0,05 bis 40V einstellen lässt. Als Zubehör gab es neben den Tastköpfen und üblichen Messleitungen noch eine stabile Holztransportbox. Wo genau die Geräte produziert wurden, ist mir nicht bekannt, da auch die Anleitung lediglich mit dem Moskauer Exporteur „Машприборинторг“ ausgewiesen ist. Ich vermute hier eine Produktion beim weißrussischen Hersteller „Белвар“, da auch spätere, technische ähnliche Oszilloskope und Oszillographen in Minsk produziert wurden. Der bundesdeutsche Importeur für die komplett in Deutsch beschrifteten Variante des „C1-55“ sowie der Vertriebspreis sind mir ebenfalls nicht bekannt (nähere Infos gesucht).

Белвар C1-94 (Belvar S1-94)

Der Einstrahl-Oszillograf „C1-94“ wurde von 1981 bis mindestens 1991 bei „Белвар“ im weißrussischen Minsk produziert und im Gegensatz zu vielen anderen Messgeräten aus der Ex-UdSSR auch offiziell mit dem Herstellernamen „Belvar“ ausgewiesen. Das Gerät zeichnet sich hauptsächlich durch seine sehr kompakten Abmessungen von nur 100 x 190 x 300 mm und die hohe Zuverlässigkeit aus. So funktioniert auch mein Gerät mit Garantiesiegel nach 30 Jahren einwandfrei. Es verfügt über einen Eingangskanal zur Messung von 10 mV bis 300 V im Bereich zwischen 0,1 µsec bis 0,5 sec. Entgegen jeder europäischen Norm wurde für den Tastkopf-Anschluss bis mindestens 1987 eine Diodenbuchse (DIN) verbaut. Später kamen dann aber die üblichen BNC-Buchsen zum Einsatz. Was auch sofort ausfällt, sind die seitlichen Gehäuseöffnungen, über die die dahinter liegenden Trimmer zum Abgleich eingestellt werden können und die auch entsprechend beschriftet sind. Die gesamte Beschriftung der Geräte erfolgte original in Russisch oder für den Export in Deutsch oder Englisch. Auch auf ein selbstbewusstes „Hergestellt in der UdSSR“ wurde auf der Front der bundesdeutschen Variante nicht verzichtet. Die Typenbezeichnung „C1-94“ blieb trotz des kyrillischen Buchstaben unverändert. Korrekt wäre hier natürlich „S1-94“. Zum besseren Transport verfügt das Gerät über einen Tragegriff und eine Aufrollmöglichkeit des fest installierten Netzkabels. Des Weiteren besitzt es einen Aufstellbügel. In der deutschen Bedienungsanleitung heißt es zu diesem Gerät: „Der Universal-Service-Oszillograf C1-94 dient zur Untersuchung von Signalen bei der Prüfung von funktechnischen Industrie- und Heimgeräten. Das Gerät kann in Reparaturdienststellen für elektronische Funkgeräte in der Industrie und im Heim, sowie von Funkamateuren und in Lehranstalten verwendet werden. …“. Der Anleitung mit ausführlicher technischer Beschreibung, Stromlauf- und Bestückungsplan liegt ein „Lebenslaufakte“ und „Satzliste“ bei. Des Weiteren gehörten zum Lieferumfang je ein 1:1- und 1:10-Tastkopf, ein Filter, ein aufsteckbarer Erdleiter und drei Schmelzsicherungen.

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          Е л е к т р о и з м е р и т е л ь   S c h y t o m i r

Ц 430, Ц 431, Ц 433 & Ц 434 (Z 430 - Z 434)

Die Analog-Multimeter „Ц 430“, „Ц 431“, „Ц 433“ & Ц 434“ waren die ersten Geräte der „Цешка“-Serie (Zeschka) aus der Ex-UdSSR. Beschreibungen folgen!

Ц 435 (Z 435)

Das abgebildete „Ц 435“ von 1973 ist das älteste Modell dieser umfangreichen Serie von Analog-Multimetern in meiner Sammlung. Allen Geräten gemeinsam ist wohl das aufwendige Drehspulmessinstrument, das bakelitähnliche schwarze Kunststoffgehäuse und der robustem Metall-Schutzkoffer mit Ledergriff.

Ц 436, Ц 437, Ц  438, Ц 439, Ц 4303, Ц 4306, Ц 4310 & Ц 4311 (Z 436 - 4311)

Beschreibungen folgen!

ЭК 4300, ЭК 4301 & ЭК 4304 (EK 4300 – 4304)

Beschreibungen folgen!

Ц 4312 (Z 4312)

Beschreibung folgt!

Ц 4313 (Z 4313)

Das „Ц 4313“ ermöglich die Messung von Gleichspannung (Messbereiche zwischen 75 mV und 600 V), Wechselspannung (1,5 V - 600 V), Gleichstrom (60 µA - 1,5 A) und Widerstand (500 Ω - 5 MΩ).

Ц 4314 (Z 4314)

Beschreibung folgt!

Ц 4315 (Z 4315)

Das Analog-Multimeter „Ц 4315“ wurde mindestens von 1975 - 1981 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (russ. Житомир, 100 km westlich von Kiev) produziert und ermöglicht die Messung von Gleichspannung (Messbereiche zwischen 75 mV und 1000 V), Wechselspannung (1 V – 1000 V), Gleichstrom (50 µA – 2,5 A), Wechselstrom (0,5 mA – 2,5 A), Widerstand (300 Ω – 5 kΩ) und Kapazität (30.000 pF – 0,5 µF).

Ц 4317 (Z 4317)

Das Analog-Multimeter „Ц 4317“ wurde mindestens von 1975 - 1978 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (russ. Житомир, 100 km westlich von Kiev) produziert und ermöglich die Messung von Gleichspannung (Messbereiche zwischen 0,1 und 1000 V), Wechselspannung (0,5 - 1000V), Gleichstrom (50 mA -5 A), Wechselstrom (250 mA - 5A) und Widerstand (200 Ω – 3 MΩ).

Ц 4317.3 & Ц 4317 M (Z 4317.3 & Z 4317 M)

Beschreibungen folgen!

Ф 4318 (F 4318)

Das sehr umfangreich ausgestattete Analog-Multimeter „Ф 4318“ wurde um 1980 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (russ. Житомир, 100 km westlich von Kiev) produziert und ermöglich die Messung von Gleichspannung (Messbereiche zwischen 1 mV und 1kV), Wechselspannung (1 mV – 1kV), Gleichstrom (1 μA – 30 A), Wechselstrom (1 μA – 30 A), Widerstand (100 Ω – 5 MΩ) und Kapazität (0 – 500 μF). Das 316 x 140 x 95 mm große und 2,2 kg schwere Gerät besitzt neben dem großen Drehspulinstrument ein Diagrammschema mit 21 horizontal und vertikal angeordneten Messbereichstasten ergänzt um sechs weitere Funktionstasten. Die Spannungsversorgung erfolgt über zwei Flachbatterien. Zum Lieferumfang gehörte ein Blechkoffer mit Kunststoff-Griff, der auf Grund der Größe des Gerätes etwas von der Ц 43xx-Serie abweicht. Das abgebildete Gerät von 1980 trägt die Seriennummer 00500 und stammt offensichtlich aus NVA-Beständen.

Ф 4320 & Ц 4323 (F 4320 & Z 4323)

Beschreibungen folgen!

Ц 4324 (Z 4324)

Das „Ц 4324“ ermöglich die Messung von Gleichspannung (Messbereiche zwischen 0,6 V und 1200 V), Wechselspannung (3 V - 900 V), Gleichstrom (60 µA - 3 A), Wechselstrom (300 µA - 3 A), Widerstand (200 Ω - 5 MΩ) und Pegelmessung (-10 dB bis +12dB). Die Spannungsversorgung erfolgt über eine R6-Batterie. Das Gerät wurde bei Völkner-Electronic für 69,50 DM vertrieben.

Ц 4328 (Z 4328)

Beschreibung folgt!

Ц 4340 (Z 4340)

Beschreibung aus dem Völkner-Katalog von 1981: „Das richtige Gerät für Schulen, Lehrwerkstätten, Labors und Prüffeld … Eine neue Gerätekonzeption in dieser Reihe von anerkannt hoher Qualität. Angepasst an die Anforderungen der Messtechnik im breiten Bereich der Elektronik zum universellen Einsatz im rauen Alltagsbetrieb. Absoluter Überlastschutz durch transistorgesteuerte Abschaltautomatik, spannbandgelagertes Drehspul-Kernmagnetmesswerk, 20 kΩ/V = und 2 kΩ/V ~, 38 Messbereiche, Widerstandsmessung bis 30 MΩ, A~ bis 25 A, Übersichtliche Bedienung und einfache Handhabung.“ Das Gerät konnte bei Völkner für 178,50 DM bestellt werden, wurde aber natürlich auch - wie mein Gerät laut Prüfplakette - an die NVA in der DDR ausgeliefert. Zum Lieferumfang des um 1976 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir produzierten „Z 4340“ gehörten - neben zwei Flachbatterien - ein Prüfkabelsatz, zwei Ersatz-Messdioden und eine deutsche Anleitung.

Ц 4341 (Z 4341)

Das Analog-Multimeter „Ц 4341“ wurde mindestens seit 1974 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (russ. Житомир, 100 km westlich von Kiev) produziert und ermöglicht die Messung von Gleichspannung (Messbereich zwischen 0,3 V und 900 V), Wechselspannung (1,5 V - 750 V), Gleichstrom (60 µA - 600 mA), Wechselstrom (300 µA – 300 mA) und Widerstand (500 Ω - 5 MΩ). Es verfügt über ein spannbandgelagertes Drehspulmesswerk, einen integrierten Transistorprüfer und einen Überlastungsschutz. Das „Ц 4315“ wurde außer in der DDR auch für 69,50 DM über den Völkner-Versand in der Bundesrepublik vertrieben. Die Beschriftung erfolgte anfangs grundsätzlich in Russisch, später auch in Deutsch und vermutlich auch in Englisch.

Ц 4342 M1 (Z 4342 M1)

Das Analog-Multimeter „Ц 4342 M1“ wurde mindestens seit 1989 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (russ. Житомир, 100 km westlich von Kiev) produziert und ermöglicht die Messung von Gleichspannung (Messbereich zwischen 100 mV – 1 kV), Wechselspannung (100 mV – 1 kV / 45 – 2.000 Hz), Gleichstrom (50 µA – 2,5 A), Wechselstrom (250 µA – 2,5 A / 45 – 2.000 Hz), Widerstand (0,3 Ω – 10 kΩ) und Spannungssignalpegel (-10 dB - +15 dB). Das 215 x 115 x 90 mm große und 900 g schwere „Z 4342 M1“ besitzt einen automatischen Überlastschutz und einen integrierten Transistorprüfer. Die Produktionen der „Z 4342 M1“ erfolgt noch bis heute (2016) im ursprünglichen Werk der „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (Ukraine).

Ц 4343 & Ц 4352 (Z 4343 & Z 4352)

Beschreibungen folgen!

Ц 4353 (Z 4353)

Das „Ц 4353“ mit spannbandgelagertem Drehspulmesswerk und Überlastungsschutz ermöglicht die Messung von Gleichspannung (Messbereiche zwischen 75 mV und 600 V), Wechselspannung (1,5 V - 600 V / 45 – 10.000 Hz), Gleichstrom (60 mA – 1,5 A), Wechselstrom (300 µA – 1,5 A / 45 – 10.000 Hz), Widerstand (0,3 Ω - 10 kΩ), Kapazität (2.000 – 500.000 pF) und Pegel (-16 - +58 dB). Es wurde außer in der DDR auch in der Bundesrepublik über den Völkner-Versand für 129,- DM vertrieben. Die Produktionen der „Z 4353“ erfolgt noch bis heute (2016) im ursprünglichen Werk der „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (Ukraine).

Ц 4354, Ц 4357, Ц 4360 & Ц 4363 & Ц 4365 (Z 4354 - 4365)

Beschreibungen folgen!

Ц 4380 T4.2 (Z 4380 T4.2)

Beschreibung folgt!

Ц 4382, Ц 4393, Ц 43100 & Ц 43101 (Z 4382 - Z 43101)

Beschreibungen folgen!

43102 M1

Das Analog-Multimeter „Ц 43102 M1“ wurde um 1992 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (russ. Житомир, 100 km westlich von Kiev) produziert und ermöglicht die Messung von Gleichspannung (Messbereich bis 50V), Wechselspannung (bis 500 V / 45 – 2.000 Hz) und Widerstand (bis 100 Ω).

43103/2, 43104 & Ц 43107 (Z 43107)

Beschreibungen folgen!

43109 NF4.2 (U4.2) & 43109 УХЛ 4.2

Das Analog-Multimeter „43109“ wurde mindestens seit 1989 bei „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (russ. Житомир, 100 km westlich von Kiev) produziert und ermöglicht die Messung von Gleichspannung (Messbereich zwischen 500 mV – 1 kV), Wechselspannung (10 V – 1 kV / 45 – 5.000 Hz), Gleichstrom (50 µA – 500 mA), Widerstand (3 Ω – 300 Ω) und Spannungssignalpegel (0 dB - +22 dB). Die Produktionen der „43109 УХЛ 4.2“ erfolgt noch bis heute (2016) im ursprünglichen Werk der „Електроизмеритель“ (Elektroizmeritel) in Schytomir (Ukraine).

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          Э л е к т р о т о ч п р и б о р   O m s k

Ц 20-05 (Z 20-05)

Das Analog-Multimeter „Ц 20-05“ wurde um 1991 bei „Электроточприбор“ (Electrotochpribor) in Omsk produziert. Das Gerät ermöglicht die Messung von Gleich- und Wechselspannung (100, 300mV, 1, 3, 10, 30, 100, 300 & 1000V), Gleich- und Wechselstrom (0,1; 0,3; 1; 3; 10; 30; 100; 300mA & 1A) sowie Widerstand (≤1 MΩ). Das „Ц 20-05“ ähnelt in der Gehäuseform mit dem großen Drehspulmessinstrument sehr den Multimetern der Ц43xx-Baureihe. Das Gehäuse macht aber längst nicht mehr den qualitativen Eindruck dieser Serie. Auch auf den soliden Alukoffer mit Ledergriff wurde mittlerweile verzichtet. Stattdessen erfolgte die Auslieferung in einer zweiteiligen Styropor-Verpackung. Eine Besonderheit des Gerätes stellt die Messbereichswahl mittels Wechsel der Anschlussbuchsen dar, von denen das „Цешка 20-05“ gleich 24 Stück in drei Reihe besitzt. Diese etwas unpraktikable Sparmaßnahme räumt aber auch gleich sämtliche Kontaktfehler am Drehschalter aus. Der Wechsel der Spannungsart und die Abschaltung der eigenen Stromversorgung zur Widerstandsmessung erfolgt wiederum regulär über drei Tasten (rₓ, – & ~). Über den Regler „Уст 0“ kann das Gerät zusätzlich nachkalibriert werden. Zur Spannungsversorgung benötigt es gleich neun R6-Batterien, die in zwei Batteriefächern untergebracht sind. Das Gerät wurde offensichtlich nur für den Binnenmarkt produziert und so erfolgte die Beschriftung des Gehäuses und der Bedienungsanleitung auch ausschließlich in russischer Sprache. Zum Lieferumfang gehörten des Weiteren zwei sehr dünne Messkabel mit festen Prüfspitzen und zwei Krokodilklemmen.

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Э 515 (E 515)

Das Voltmeter „Э 515“ ermöglicht die Messung von Wechselspannung in den Bereichen bis 75, 150, 300 und 600 V mit einer Frequenz von 40 – 100 Hz (eingeschränkt bis 400 Hz).

B3-44 (W3-44)

Das Millivoltmeter „B3-44“ ermöglicht die Messung von Spannungen in den Bereichen bis 10, 30, 100, 300, 1000 mV, 3, 10, 30, 100 und 300 V. Die Spannungsversorgung erfolgt über zwei R20-Batterien.

М57Д (M57D)

Das 72 x 171 x 40 mm große und 400 g schwere Ohmmeter „М57Д“ wurde mindestens von 1957 - 1981 produziert und ermöglicht die Widerstandsmessung zwischen 20 Ω und 1.500 Ω. Die Spannungsversorgung erfolgt über eine klassische 4,5V-Flachbatterie (3R10), die sich frontseitige in ein Batteriefach unterhalb des Messinstrumentes einlegen lässt.

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          Б е л в а р   M i n s k   ( U k r a i n e )

Белвар РКСБ-104 (Belvar RKSB-104)

Das Dosimeter/Radiometer „Белвар РКСБ-104“ ermöglicht die Messung von Gamma- & Betastrahlung in der Umgebung und auf Oberflächen. Zur Messung von Betastrahlung muss die hintere Abdeckung entfernt werden. Die Messbereiche können an der Gehäuse-Rückseite manuell zugeschaltet werden und die Spannungsversorgung erfolgt über einen 9V-Block. Das Gerät war als einfaches Dosimeter für die Bevölkerung gedacht. Es wird seit 1988 fast unverändert bis heute produziert. Lediglich die anfangs verbauten minderwertigen LCD-Displays wurden zwischenzeitig durch höherwertigere Displays ersetzt. Für alle, die sich näher mit solchen Geräten auskennen als ich: Anzeige von Gamma-Dosisleistungsmessung in µSv/h mit Energiekompensation / Äquvivalent-Dosisleistung 0,1 - 99,99 μSv/h, 10 - 9999 μR/h; Betateilchenflussdichte in Teilchen/cm² min & massenspezifischen Aktivität in Bq/kg / Spezifische Aktivität: 2x 1.000 - 2x 1.000.000 Kg/Bq

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   П о л я р о н   Л ь в о в   ( L e m b e r g / U k r ai n e )

Полярон Припять РКС-20.03 (Polyaron Prypjat RKS-20.03)

Das Dosimeter-Radiometer "Припять РКС-20.03" (Prypjat RKS-20.03) wurde 1991 in den Kiewer Korolev Werken entwickelt und bei "Полярон" (Polyaron) in Lviv (Львов - dt. Lemberg) produziert. Das Gerät trägt makabererweise den Namen der Stadt Prypjat (Припять), was zu Sowjetzeiten wohl undenkbar gewesen wäre. Prypjat wurde erst 1970 in unmittelbarer Nähe zum AKW Tschrenobyl gegründet. Die Stadt lebte wie kein anderer Ort von und mit dem AKW. 1986 wurde Prypjat mit seinen zwischenzeitig knapp 50.000 Einwohnern durch die Atomkatastrophe komplett evakuiert und mahnt seitdem als Geisterstadt über die Risiken der Atomkraft. Das "РКС-20.03" war Anfang der 90er eines der besten und meistproduzierten Geräte seiner Zeit. Das Gerät ermöglicht die Messung von Gamma- und Beta-Strahlung im Bereich bis 1,99 mR/St oder 19,99 mR/St. Die Messzeit für die Äquivalentdosisleistung kann zwischen 20 und 200 sec gewählt werden. Das vierstellige LC-Dislay zeigt den Messwert wahlweise in mR/St oder μSv/St an. Die Spannungsversorgung erfolgt über einen 9V-Block oder ein externes Netzteil. Die Batteriespannung kann direkt im Display angezeigt werden. Das Gehäuse wirkt im Vergleich zum ohnehin schon einfachen Gehäuse des "РКСБ-104" noch billiger. Hier bin ich von den Geräten aus der Ex-UdSSR doch deutlich besseres gewohnt. Die fordere Blende ist wechselbar und wurde teilweise auch in mehreren Sprachen mitgeliefert. Mein abgebildetes Gerät von 1992 trägt die russische Originalblende. Zum Gerät gehört neben der ebenfalls russischen Original-Bedienungsanleitung mit Stromlauf- und Bestückungsplan eine recht leihenhaft erstellte - aber korrekte - Bedienungsanleitung in Deutsch. Parallel wurden die Geräte auch als „Hupra HJ001“ vertrieben und werden offensichtlich auch heute (2013) noch produziert.

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          С л а в а   M o s k a u   ( S l a v a )

Слава

Die Uhrenwerke „Слава“ (Slava, dt. Ruhm, Ehre) aus Moskau haben sich auf die Produktion von Uhren und Weckern aller Art spezialisiert. Der abgebildete Wecker von 1978 ohne erkennbare Typenbezeichnung war hierbei nur eines der vielen Modelle im typischen Sowjetdesign mit (ursprünglich vermutlich weißem) Plastikgehäuse und Holzdekoreinlagen. In dem Gerät mit mechanischer Glocke kam lediglich ein Transistor, der МП41А, zum Einsatz.

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          С е в а н и   ( C e v a n i )

Севани

Ein weiterer sowjetischer Hersteller von Uhren und Weckern war „Севани“ (Cevani).

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          Я н т а р   T s c h i s t o p o   ( J a n t a r )

Янтар Schachuhr

Der russische Hersteller „Янтар“ (Jantar) hat in Tschistopo u.a. machanische Schachuhren produziert und in die Bundesrepublik exportiert.

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           Ф Э Д   C h a r k i w   ( U k r a i n e )

ФЭД 4 (FED 4)

Beschreibung folgt!

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          Л о м о   S t .   P e t e r s b u r g

Ломо Смена 8М (Lomo Smena 8M)

Beschreibung folgt!

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Р о с б

росб МВР-301

Das in der DDR sehr verbreitete Rührgerät „AKA electric RG 28“ wurde ab 1980 bis mindestens 1988 durch den russischen Hersteller „Росб“ in Lizenz nachgebaut und als „МВР-301“ für 28,- Руб vertrieben. Genau genommen ist das „росб МВР-301“ wohl eine Mischung der DDR-Geräte „RG 28“, „Supermix“ und „Unifix“. Das Gehäuse entspricht weitestgehend dem „RG 28“ mit dem beidseitig breiten Griffansatz des „Supermix“ und einer seitlichen Vertiefung plus Lüftungsschlitzen, die den DDR-Geräten komplett fehlt. Mechanisch entspricht es offensichtlich eher dem „Unifix“. Die Aufnahme für den Mixstab und weiteres Zubehör befindet sich an der Unterseite, die Achse hierfür ist jedoch wie beim „RG 28“ als Sechskant ausgeführt. Der Stufenschalter entspricht den ersten „RG 28“ mit verlängertem Rahmen, auf dem sich die Typenbezeichnung, der russische Vertriebspreis und die Zulassungsnummer (Гост) findet. …

… Trotz der sehr großen Ähnlichkeit zu den DDR-Rührgeräten aus Suhl ist die russische Lizenz-Produktion eindeutig zu erkennen. Dieses zeigt sich zum Einen am (etwas dünnen) Netzkabel und zum Zweiten an der typischen Garantie-Plombe auf einer Gehäuseschraube.  Die Funktionen sind – wie von einem Rührgerät nicht anders zu erwarten - recht überschaubar gehalten. Das Gerät verfügt über einen 170W-Motor, der sich in drei Geschwindigkeitsstufen schalten lässt. Ein weiterer Knopf über dem Drehzahlschalter ermöglicht den einfachen Auswurf der beiden gegenläufigen Rührbesen. Neben diesen Einsätzen gehörten grundsätzlich noch zwei Knethaken zum Lieferumfang.

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