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Vor den Plattenspielern soll auch das eigentliche Medium – die Schallplatte - nicht unberücksichtigt bleiben. In der DDR hatte der VEB Deutsche Schallplatte Berlin die alleinige Lizenz für die Auflage von Langspielplatten, Singles und bespielten Musikkassetten. Hierbei gab es die Labels AMIGA für Rock/Pop, Jazz, Schlager und Volksmusik, des Weiteren ETERNA für klassische Musik und LITERA für literarische Aufnahmen, Märchen- und Kinder-LP´s/EP´s. Die Formate beschränkten sich hauptsächlich auf klassische 30cm-Langspielplatten mit einer Abspielgeschwindigkeit von 33⅓ U/min und 17,5cm-Singles mit 45 U/min. Die Cover waren meist sehr einfach gestaltet, die Inlays in der Regel unbedruckt. Doppel-LP´s, gestaltete Inlays oder gar Poster wie z.B. bei der Puhdys-Live-LP waren die absolute Ausnahme. Selbst die Labels auf den Platten variierten mit der Zeit nur von Braun mit silberner Schrift auf Blau oder Gelb mit schwarzer Schrift. Sehr schön finde ich hingegen den bei den Lizenzplatten üblichen ausführlichen Informationstext zum Künstler auf der Cover-Rückseite. Eine weitere Besonderheit bildeten vielleicht auch die AMIGA-Quartett-Singles mit zwei Titeln pro Seite und festem Papp-Cover statt Papierhülle. Außerdem gab es einige wenige Picture-LP´s wie die „Collection of Beatles Oldies“ oder die AMIGA-eigene Zusammenstellung „The Beatles“ (gekürztes „Blaues Album“), des Weiteren in frühen Jahren 25cm-Singles mit 45 U/min. Die Produktion der Platten erfolgte ab 1979 in Potsdam-Babelsberg, die Plattencover kamen aus dem VEB VMW „Ernst Thälmann“, Werk Gotha (Zweigwerk der Haack Gotha ?). Das Werk in Potsdam existiert heute nicht mehr. Teile der technischen Ausstattung finden sich aber noch heute im Vinyl/CD-Werk der Optimal Media in Röbel an der Müritz. Immerhin wurde bereits zu DDR-Zeiten im international üblichen DMM-Verfahren produziert (Direct Metal Mastering).

Während sich die Neuerscheinungen des VEB Deutsche Schallplatte Berlin bis in die 1970er hauptsächlich auf DDR-Künstler beschränkte, stieg in den 1980er Jahren deutlich die Übernahme von Lizenzen. Bis zum Mauerfall gab es über 280 Lizenzplatten, zumeist je eine LP und eine Single pro Interpret mit DDR-eigenen Best-of-Zusammenstellungen. Wurden doch einmal Alben unverändert übernommen, erschienen sie in der DDR meist mit 2-3 Jahren Verzögerung. Das Erscheinungsjahr findet sich meist direkt unter dem rückseitigen Text. Sollte dieser fehlen, hilft aus meiner Erfahrung die Ag…-Nr. oder eine Stanzung direkt auf der Platte weiter. So trägt z.B. das AMIGA-Best-of von Depeche Mode aus dem Jahr 1987 die „Ag511/01/87A“ und die Stanzung „D87“ auf der A- bzw. „C87“ auf der B-Seite. Des Weiteren findet sich auf allen Platten unter der Kennzeichnung der Plattenseite (seltsamerweise 1 & 2 statt A & B) das Kürzel „AWA“. Die AWA war eigentlich nur das DDR-Gegenstück zur bundesdeutschen GEMA und hat nichts mit dem von CD´s bekannten Aufnahmeverfahren zu tun (bei Schallplatten dieser Zeit ja ohnehin komplett analog, also „AAA“). Zur Produktion von Compact Discs kam es in der DDR – wie im gesamten Ostblock – nicht mehr, da die Lizenzen bei SONY und PHILLIPS lagen.

Neben den DDR-Labels „AMIGA“, „ETERNA“ und „LITERA“ gab es auf dem gesamten RGW-Gebeit die verschiedensten Marken. Die in der DDR bekanntesten Labels waren wohl die bulgarische „Балкантон“ (Balkanton); die tschechoslowakische „Supraphon“ und „Opus“ sowie die sowjetische „Мелодия“ (Melodija). Des weiteren gab es in Polen die „Polskie Nagrania Warszawa“ mit den Sublabels „MUZA“, „Tonpress“, „Pronit“, Polton“, „Wifon“, „Arston“ und „Veriton“; in Ungarn „Gong“ und „Ultravox“; in Rumänien „Electrecords“ sowie die jugoslawische „Jugoton“, „RTB“ und „SUZY“. „Балкантон“ war in der DDR hauptsächlich für die recht verbreiteten Modern-Talking- und C.C.Catch-Pressungen bekannt. Neben den mit lateinischen Buchstaben beschrifteten Platten gab es aber auch Cover mit kyrillischer Beschriftung für den Binnenmarkt. Interessant sind hier – wie auch bei den russischen Platten - die kyrillischen Schreibweisen englischer Titel, sofern diese mal nicht einfach übersetzt wurden. Die Plattenformate der anderen RGW-Labels entsprechen mit 30 cm und 33⅓ Umdrehungen sowie 17,5 cm und 45 Umdrehungen den DDR-Platten, dafür waren aber fast immer die Original-Album-Zusammenstellungen mit den Original-Cover-Motiven erhältlich.

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HMK-SD 200

Der zur HIFI-Kombination „HMK 100“ passende Plattenspieler „HMK-SD 200“ verfügt als erster DDR-Plattenspieler über einen Direktantrieb und ist - wie nach TGL- bzw. DIN-Norm üblich – mit einem integrierten Vorverstärker ausgestattet. Als Tonabnehmer kam der magnetischen Abtaster „Tesla VM 2103“ zum Einsatz. Das Gerät wurde später mit brauner Front und entsprechendem Siebdruck auch als „SD 3935“ zur „S 3930“ vertrieben.

HMK-PA 1203

Der Plattenspieler „HMK-PA 1203“ verfügt neben dem Direktantrieb und integrierten Vorverstärker des „HMK-SD 200“ noch über  einen Tangential-Tonarm. Am Ende des Tonarms befindet sich ein Optokoppler, der die Größe der Platte erkennt und den Tonabnehmer somit automatisch am Plattenanfang aufsetzt, wichtig wenn z.B. eine Maxi-Single mit 45 Umdrehung und großem Durchmesser aufgelegt wird. Auch wenn mir weder von „AMIGA“, noch von „Балкантон“, „Мелодия“ oder anderen osteuropäischen Plattenlabels entsprechende Maxi-Singles bekannt sind, ist dieses bei aktuellen „Westplatten“ doch eine ganz nützliche Funktion. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über die Tasten an der Front (bis auf das Auflegen der Platte natürlich). Der Plattenspieler erkennt natürlich auch nicht aufgelegte Platten und fährt den Tonarm dann wieder in seine Ausgangsposition zurück.

Andícom HMK-PA 1203

Der ursprünglich im VEB Phonomat Pirna-Rottwerndorf produzierte „HMK-PA 1203“ wurde 1990 über die Andicom GmbH vertrieben und auch entsprechend mit „Andícom“ beschriftet.

HMK-PA 1205

Der „HMK-PA 1205“ entspricht prinzipiell dem „HMK-PA 1203“, erkennt aber neben dem Plattenanfang zusätzlich noch die einzelnen Titel-Pausen. Er fährt die aufgelegte Platte zuerst optisch komplett ab, speichert die Aufsetzpunkte dann und kann die Titel anschließend auch einzeln oder in beliebiger Reihenfolge abspielen. Auch wenn heute eher puristisch ausgestattete Plattenspieler für die verbliebenen Plattenliebhaber gefragt sind als Geräte mit dem Bedienkomfort eines CD/DVD-Players, finde ich doch die aufwendige technische Umsetzung in diesem Gerät recht beeindruckend.

Andícom HMK-PA 1205

Der ursprünglich im VEB Phonomat Pirna-Rottwerndorf produzierte „HMK-PA 1205“ wurde 1990 über die Andicom GmbH vertrieben und auch entsprechend mit „Andícom“ beschriftet.

HMK-PA 2203

Der „HMK-PA 2203“ entspricht technisch komplett dem „HMK-PA 1203“, wurde aber in der Optik der Kombination „HMK 200“ lackiert und beschriftet. Der Netzschalter und die Tasten entsprechen wiederum unverändert der „HMK 100“.

HMK-PA 2205

Der „HMK-PA 2205“ entspricht technisch ebenfalls komplett dem „HMK-PA 1205“, wurde aber in der Optik der Kombination „HMK 200“ lackiert und beschriftet. Der Netzschalter und die Tasten entsprechen wiederum unverändert der „HMK 100“.

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SP 1800

Der Stereo-Plattenspieler „SP 1800“ wurde bei ZIPHONA in Zittau entwickelt und optisch an die Sonneberger Kompaktanlage  „SC 1800“ angepasst. Er verfügt über einen elektronisch geregelten Synchronmotor, Riemenantrieb sowie einen klassischen Schwenk-Tonarm mit dem keramischen Abtaster vom Typ CS29. Das Gerät besitzt keinen separaten Netzschalter. Das Einschalten erfolgt durch Betätigen des Drehreglers für die Geschwindigkeit. Hier kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen sowie Endlosbetrieb mit beiden Geschwindigkeiten gewählt werden. Die Geschwindigkeit und somit der Netzbetrieb wird jeweils mit einer LED signalisiert. Sofern nicht im Endlosmodus oder die STOP-Taste betätigt wurde, schaltet sich das Gerät nach Abspielen der Platte automatisch ab. Alternativ kann der Tonarm natürlich auch angehoben und per Hand aufgesetzt werden. …

… Neben dem regulären, völlig unzureichenden Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „SP 1800“ sowie die zugehörige Kompaktanlage „SC 1800“ auch im GENEX-Katalog angeboten. Über die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten Bundesbürger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Dieses für den DDR-Außenhandel wohl sehr einträgliche Geschäft wurde über die Jauerfood Kopenhagen vermittelt, die auch die Bestellhotline mit dänischer Landesvorwahl betreute. Hier war der „SP 1800“ für 250,- DM erhältlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1986 heißt es zum SP 1800: „HIFI-Phonoautomat SP 1800 – Besonders zur Ergänzung der Kompaktanlage SC 1800 geeignet. Mit vollautomatischer Tragarm-Bewegung und der Möglichkeit zur Programmierung für automatisches Wiederholungsabspiel (Stop-Taste), ohne Entzerrervorverstärker, LED-Funktionsanzeige, keramisches Abtastsystem und Flachriemenantrieb, elektronisch gesteuerter Synchron-Motor für 2 Geschwindigkeiten (33/45 U/min), Endabschaltung und Handlift optimal gedämpft. Maße (BHT) 390 x 157 x 335 mm.“

SP 2000

Der Stereo-Plattenspieler „SP 2000“ entspricht technisch fast komplett dem „SP 3935“, verfügt aber nur über einen keramischen Abtaster vom Typ „CS 29“ statt des magnetischen Abtasters „Tesla VM 2103“ und somit fehlt auch der Entzerrervorverstärker. Optisch wurde das Gerät an die Kompaktanlagen „SC 2000“ und „SC 2100“ angepasst. Die letzten „SP 2000“ wurden offensichtlich aus allem zusammengebaut, was noch so auf Lager lag. Den abgebildeten „SP 2000“ vom 16.11.1990 (Geräte-Nr. 26902) habe ich von unserem Nachbarn geschenkt bekommen, der diesen damals beim Pollin-Versand hat. Die hohe Abdeckhaube stammt sogar noch vom Vorgänger „SP 3930“. Auf dem Karton ist der „SP 3935“ abgebildet. Die entsprechende Beschriftung „SP 3935 braun oder eloxiert“ und Original-Preisangabe „EVP 670,- M“ wurde per Hand durchgestrichen und einfach mit dem Wort „schwarz“ überschrieben.

SP 2100

Der HIFI-Stereo-Plattenspieler „SP 2100“ entspricht inklusive magnetischem Abtaster „Tesla VM 2103“ komplett dem „SP 3935“. Optisch ist das Gerät wiederum identisch mit dem „SP 2000“ und war ebenfalls als Ergänzung zur Kompaktanlage „SC 2000“ und „SC 2100“ vorgesehen.

SP 3000 HIFI

Der HIFI-Stereo-Plattenspieler „SP 3000 HIFI“ wurde 1983 im VEB Phonotechnik Pirna/Zittau (Ziphona) entwickelt und optisch an die Sonneberger HiFi-Kombination „S 3000“ angeglichen. Ob und in welcher Stückzahl die Geräte dann wirklich produziert wurden, ist mir nicht bekannt, da parallel der fast baugleiche „SP 3001 HIFI“ folgte. Der vollautomatische „SP 3000“ verfügt über einen Synchronmotor, Riemenantrieb sowie einen klassischen Schwenk-Tonarm mit dem magnetischen Abtaster „Tesla VM 2103“ (anfangs „RFT MS 27 SD“). Er besitzt aber noch keinen integrierten Entzerrervorverstärker. Hierdurch gingen die Geräte meist mit abgewandelter Markenbezeichnung in den Export, da der „SV 3000“ und andere DDR-Verstärker über einen hochpegeligen Eingang verfügen. Das Gerät besitzt keinen separaten Netzschalter. Das Einschalten erfolgt durch Betätigen des Drehreglers für die Geschwindigkeit. Hier kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen sowie Endlosbetrieb in beiden Geschwindigkeiten gewählt werden. Die Geschwindigkeit und somit der Netzbetrieb wird jeweils mit einer LED signalisiert. Sofern nicht im Endlosmodus oder die STOP-Taste betätigt wurde, schaltet sich das Gerät nach Abspielen der Platte automatisch ab. Alternativ kann der Tonarm natürlich auch angehoben und per Hand aufgesetzt werden.

SP 3001 HIFI

Der gegenüber dem „SP 3000“ deutlich häufigere „Stereo Plattenspieler 3001“ entspricht diesem optisch und technisch komplett, verfügt aber über einen integrierten Entzerrer-Vorverstärker. Das Gerät gibt es mit geschliffener oder braun lackierter Alufront. …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „SP 3001“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. So findet sich der Plattenspieler im GENEX-Katalog von 1986 für 250,- DM, während das selbe Gerät in der DDR nur für 650,- DDR-Mark erhältlich war. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Perfektes Klangerlebnis für höchste Ansprüche – Ein komplettes System für den HIFI-Kenner – Stereo-HIFI-Minikomponenten - Das konsequente Maßkonzept erlaubt die beliebige Anordnung aller Komponenten. Jede Zuordnung stimmt und stellt eine optimale Lösung dar. Eine gestalterische Einheit. …“ und weiter zum SP 3001: „…Mit vollautomatischer Tragarm-Bewegung und der Möglichkeit zur Programmierung für automatisches Wiederholungsabspiel (Stop-Taste), Entzerrervorverstärker, LED-Funktionsanzeige, magnetisches Abtastsystem und Flachriemenantrieb, elektronisch gesteuerter Synchron-Motor für 2 Geschwindigkeiten (33/45 U/min), Endabschaltung und Handlift optimal gedämpft, Technische Eignung für Anlage S 3000 und Einzelkomponenten. Maße (BHT) 390 x 130 x 260 mm.“

SP 3002/1 HIFI

Einige (meines Wissens nach ausschließlich braune) „SP 3001“ wurden an der Gehäuseunterseite auch mit „SP 3002/1“ oder beschriftet. Worin der genaue Unterschied dieser Variante besteht, ist mir nicht bekannt (nähere Infos gesucht).

SP 3003/1 HIFI

Einige (meines Wissens nach ausschließlich braune) „SP 3001“ wurden an der Gehäuseunterseite auch mit „SP 3003/1“ beschriftet. Worin der genaue Unterschied dieser Variante besteht, ist mir nicht bekannt (nähere Infos gesucht).

bruns 4510 (SP 3000)

Der vollautomatische „bruns 4510“ entspricht technisch sowie optisch dem „SP 3000“ und es fehlt wie bei diesem der Entzerrer-Vorverstärker des „SP 3001“. Die Geräte gibt es vermutlich nur in der abgebildeten Farbvariante mit silberner Front und beigefarbenem Abdeckblech. Er wurde als Ergänzung zur Kombination „Bruns 4510“ entwickelt, die ursprünglich bei UNITRA in Polen für den Westexport produziert wurde. Der Plattenspieler ist mit dem Abtaster „Tesla VM 2103“ bestückt. Später wurde der „Unita-Fonica GS 431“ als „bruns Hi-Fi Plattenspieler 4510/II“ vertrieben.

Universum System HIFI 5050 F 152 (SP 3000)

Die HiFi-Kombination „S 3900“ wurde 1985 kurzzeitig auch über den QUELLE-Versand in der Bundesrepublik vertrieben und trug hier den Namen „Universum System HIFI 5050“. Die Komponenten gab es nur in komplett braun mit verchromten Alutasten. Der Plattenspieler „Universum F 152“ entspricht hierbei technisch komplett dem zuvor beschriebenen „SP 3000“ (ohne integriertem Entzerrer-Vorverstärker) und konnte wohl unabhängig von der Kombination „HIFI 5050“ bei QUELLE bestellt werden. Das abgebildete Gerät vom November 1984 wurde mit einem Tonabnehmer vom Typ TESLA VM 2103 bestückt, der jedoch keine Beschriftung trägt. Der VM 2103 lässt sich an den im Quadrat angeordneten Kontakten erkennen, während diese beim VM 2103 diagonal versetzt sind (wie ein Parallelogram). Ob es auch UNIVERSUM-Geräte mit MS 27 SD oder VM 2102 gab, ist mir nicht bekannt.

SP 3930 HIFI

Der „SP 3930“ entspricht technisch komplett dem bereits zuvor beschriebenen „SP 3001“ (oder „SP 3003/1“?). Die Beschriftung wurde lediglich an die Kombination „S 3930“ angepasst. Die Geräte gibt es mit brauner und fein geschliffener Alufront und mit braunem oder papyrusfarbenem Abdeckblech.

SP 3935 HIFI

Der „SP 3935“ wurde gegenüber dem „SP 3930“ mechanisch komplett überarbeitet. Die Ausstattung ist etwas gestiegen. Dafür wurde der mechanische Aufbau des Laufwerks vereinfacht. So ist die Plattenteller- und Antriebseinheit nicht mehr federnd gelagert. Dafür verfügt das Gerät über stoßausgleichende Füße. Auch der in den Plattenteller integrierte Single-Adapter entfällt. Der „SP 3935“ besitzt wiederum eine Stroboskopanzeige mit Regelung in der Front, die dem SP 3930 noch fehlte. Die restlichen Funktionen sowie der Tonabnehmer entsprechen eigentlich dem „SP 3930“.

SD 3935 HIFI

Der „SD 3935“ entspricht technisch komplett dem „HMK-SD 200“, wurde aber optisch etwas halbherzig an die Kombination „S 3930“ angepasst. Hierbei erhielt das Gerät lediglich die Lackierung und Beschriftung der „S 3930“, die vertikalen, transparenten Tasten und die HMK-typische Frontblende wurde wiederum beibehalten.

SP 4000

Der „SP 4000“ entspricht technisch komplett dem bereits zuvor beschriebenen „SP 3935“, wurde aber schwarz lackiert und mit Holzseitenteilen versehen. Zum „SP 3930“ und „SD 3935“ gab es in der S4000-Serie kein Gegenstück mehr.

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PA 225

Der PA 225 wurde ab 1980 bei Ziphona in Zittau produziert. Die Besonderheit des Gerätes besteht unter anderem im verbauten Synchron-Antriebsmotor mit vorgeschaltetem Frequenzgenerator, der über eine Gummi-Flachpese aus fast reinem Kautschuk den Plattenteller antreibt und somit für sehr geringe Gleichlaufschwankungen sorgt. Als Abtaster kam das magnetische System MS 25 SD mit Diamantnadel zum Einsatz, der zur Vermeidung von Aufsetzgeräuschen durch den integrierten Entzerrervorverstärker automatisch stumm geschaltet wird. Die Bedienung erfolgt über acht Sensortasten mit dem die Funktionen Netz, Start, 33, 45, Wieder (Endlosfunktion), Automatik, Auf, Ab, und Stop mit acht entsprechenden Anzeige-LED´s. Die komplette Bedieneinheit wird nach Öffnen der Abdeckhaube automatisch eingeschaltet, die Antriebs- und Tonsignaleinheit mit der Netz-Taste zugeschaltet, danach mit der Taste 33 oder 45 die Umdrehungszahl gewählt und mit der Taste Start der Tonarm aufgelegt. Durch Drücken der Stop-Taste wird der Abspielvorgang beendet und die komplette Antriebseinheit wieder abgeschaltet. Weitere Leistungsmerkmale: Drehzahlfeineinstellung mit Stroboskopeinrichtung, Rohr-Tragarm in S-Form, Antiskating-Einstellmöglichkeit

PA 227

Der PA 227 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem PA 225. Allerdings fehlen dem Gerät der zweite Trafo für die getrennte Zuschaltung von Anzeige- und Antriebseinheit sowie drei der acht Funktionstasten, bei denen es sich zudem auch um mechanische Kurzhubtasten handelt. Außerdem wurde der Tonabnehmer MS 27 SD statt MS 25 SD verbaut, woher wohl auch die Typenbezeichnung resultiert.

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PA 2030

Der im VEB Phonotechnik Zittau (Ziphona) produziert „PA 2030“ ist ein riemengetriebener Plattenspieler mit Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster CS 29 (Phonolaufwerk MA024) und integriertem Stereo-Verstärker. Der Verstärker sorgt trotz der bescheiden angegebene 2x 6VA (4Ω) dank des ausreichend dimensioniertem Trafos und den zwei verbauten IC-Verstärkern A2030D für einen beachtlichen Klang. Die Geschwindigkeit kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewählt werden. Das Gerät besitzt des Weiteren eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung sowie einen Balanceregler, eine Netz-LED, zwei externe Toneingänge, ein Aufnahmeausgang und einen Kopfhöreranschluss. Passend zum Plattenspieler gibt es die ebenfalls mit „PA 2030“ beschrifteten Einwegeboxen „B 7185“ mit L2322-Breitbandlautsprecher.

PA 2040

Beim „PA 2040“ wurde gegenüber dem „PA 2030“ ein größerer Trafo verbaut und die Verstärkerbeschaltung etwas überarbeitet. Hierdurch erreicht der Verstärker eine erhöhte Ausgangsleistung von 2x 10 VA (4Ω), wobei diese DDR-üblich sehr bescheiden angegeben ist und der Verstärker trotzdem einen erstaunlich kräftigen Klang hat. Die Geräte gibt es mit anthrazitfarbener und schwarzer Front. Die Produktion erfolgte anfangs im VEB Phonotechnik Zittau (Ziphona), später im VEB Fernmeldewerk Bautzen. …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurden der „PA 2040“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. So findet sich der Plattenspieler zusammen mit den passenden Boxen „B 7185“  im GENEX-Katalog von 1986 für 290,- DM, während die selbe Kombination in der DDR für 875,- DDR-Mark erhältlich war. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Stereo-Phonoautomat PA 2040 mit 2 Lautsprecherboxen – Ein Phonoautomat mit Stereo-Wiedergabe und 2 Lautsprechern. Ausgangsleistung 2 x 10VA Sinus, Drehsteller für Lautstärke, Balance, Höhen und Tiefen. Tasten für Phono, TB 1, TB 2 und Mono sowie Netz und Stop. Kopplung von Drehzahl und Plattendurchmesser beim Starten des Gerätes. Gedämpfter Tragarmlift, Rohrtragarm mit keramischem Abtastsystem, Riemenantrieb. Abspielmöglichkeit bei geschlossener Haube. Anschlussmöglichkeiten: 2 Lautsprecher, TB 1 und TB 2, Stereokopfhörer. Maße (BHT): 395 x 157 x 335 mm (Gerät)“. Auf die zugehörigen Boxen wird in der Beschreibung nicht weiter eingegangen.

bruns Topas (PA 2040)

Der anthrazitfarbene „PA 2040“ wurde optisch  unverändert als „bruns Topas“ in der Bundesrepublik vertrieben. Die Front ist lediglich mit der Exportbezeichnung versehen (ohne RFT-Schriftzug), während an der Rückseite zusätzlich zum „Bruns Topas“ eine Beschriftung mit „Ziphona Zittau“ und „RFT DDR“ ersichtlich ist. Was sich der Importeur hingegen nicht nehmen ließ, war die in Westeuropa übliche erhöhte Angabe der Ausgangsleistung mit 2x20 VA statt der 2x10 VA des DDR-PA-2040. Technisch sind beide Geräte jedoch komplett identisch. Die Exportbezeichnung „Bruns Topas“ wurde außerdem für einen tragbaren sw/ws-Fernseher aus Radeberg verwendet, der mit diesem Gerät außer dem naheliegenden Produktionsstandort nichts zu tun hat.

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Opal 216 HIFI

Der ab 1972 im VEB Funkwerk Zittau produzierte „Opal 216“ zählt trotz seiner sehr überschaubaren Ausstattung einer der hochwertigsten Plattenspieler, die in der DDR produziert wurden. Die Besonderheit des Gerätes stellt das aufwendige Laufwerk dar. Als Antrieb dient der 8V/250mA-Synchronmotor „LSS 5/16/Z“, dessen Umdrehungen über eine Flachpeese aus fast reinem Kautschuk auf den sehr schweren Plattenteller übertragen wird. Des Weiteren wurde das gesamte Laufwerk inklusive Tragarm besonders aufwendig gelagert. Der Tragarm besitzt zusätzlich eine thermoelektrische Absenkeinrichtung (Heizdraht), um auch die letzte mechanische Verbindung zum Chassis zu trennen. Die Auflagekraft des Tonarms kann über ein Reitergewicht eingestellt werden. Über einen Einstellregler mit dem typischen Stern-Elite-Knopf lässt sich die Skatingkraft-Kompensation einstellen. Als Tonabnehmer kam der magnetische Diamant-Abtaster „MS 16 SD“ zum Einsatz. Der gesamte Aufbau sorgt für einen besonders guten Gleichlauf ohne nennenswerte Laufwerkgeräusche, eine Tonwiedergabe in HIFI-Qualität und eine relative Unempfindlichkeit gegen Erschütterungen. Die Ausstattung des Gerätes lässt sich recht kurz beschreiben. Während selbst die einfachsten DDR-Plattenspieler Platten mit 33 und 45 Umdrehungen komplett vollautomatisch abspielten, wurde auf die Automatik mit zugehöriger Endabschaltung beim „Opal“ komplett verzichtet. Das Gerät spielt die Platten auch lediglich mit 33 Umdrehungen ab. Das Gerät besitzt lediglich zwei Bedienelemente: ein Netzschalter, der neben dem Vorverstärker auch sofort den Antrieb zuschaltet und der Schalter „Absenken“ zur Bedienung der thermoelektrische Absenkeinrichtung. Auf Betriebsanzeigen jeder Art wurde verzichtet. Das Gerät lehnt sich optisch an den „HSV 920“ und „Ziphona Tuner 920“ an.

Opal 216-1 HIFI

Der „Opal 216-1“ entspricht technisch komplette dem „Opal 216“. Das Gerät wurde optisch lediglich an den Verstärker „HSV 926“ und den „Ziphona Tuner 922“ angepasst. Die Produktion erfolgte später nicht mehr im VEB Funkwerk Zittau sondern im VEB Kombinat Elektronische Bauelemente Betrieb Carl von Ossietzky Teltow. Zumindest wurde mein Gerät von 1980 hier produziert. Inwieweit die ersten „Opal 216-1“ noch in Zittau das Werk verließen, ist mir nicht bekannt. Die Optik des „216-1“ ist sehr schlicht gehalten. Das Gehäuse wurde komplett schwarz lackiert und mit einem roten Rahmen und weißer Schrift auf der Front und Rückseite versehen. An den Bedientasten unter der Plexyglas-Abdeckung fehlt die Beschriftung sogar komplett. Bei meinem Gerät findet sich hier stattdessen ein schwarzes Pappschild mit weißer Beschriftung.

Granat 216 HIFI electronic

Der ab 1973 im VEB Funkwerk Zittau produzierte „Granat 216“ entspricht technisch und optisch weitestgehend dem zuvor beschriebenen „Opal 216“, er verfügt jedoch über weitere technische Funktionen. Dem identischen Synchronmotor wurde ein Frequenzgenerator mit Endstufe vorgeschaltet, um eine Geschwindigkeitsregelung zu ermöglichen. Somit lässt sich die Geschwindigkeit jetzt auch von 33 U/min auf 45 U/min wechseln und zusätzlich mittels Poti und Stoboskop feinregeln. Des Weiteren schaltet sich der Motor am Plattenende automatisch ab und hebt den Tonarm an. Bei dieser Halbautomatik kam statt einer einfachen Mechanik ein beleuchteter Fotowiderstand zum Einsatz, der durch Abdunkeln am Plattenende den Motor ab- und die thermoelektrische Absenkeinrichtung zuschaltet. Optisch wurde der „Granat 216“ wieder an den Verstärker „HSV 920“ und „Ziphona Tuner 920“ angelehnt.

Granat 216-1 HIFI electronic

Der „Granat 216-1“ entspricht technisch komplette dem „Granat 216“. Das Gerät wurde optisch lediglich an den Verstärker „HSV 926“ und den „Ziphona Tuner 922“ angepasst.

Granat 227 HIFI electronic

Der „Granat 227“ entspricht technisch komplette dem zuvor beschriebenen „Granat 216/216-1“. Die Optik des „Granat 216-1“ wurde sogar komplett übernommen. Lediglich das Abtastsystem „MS 16 SD“ wurde durch den „MS 27 SD“ ersetzt. Teilweise kam beim „Granat 227“ auch der „MS 25“ oder „TESLA VM 2102“ zum Einsatz. Durch den Wechsel des Systems war eine entsprechende Überarbeitung des Entzerrervorverstärkers notwendig.

Granat 227-2 HIFI electronic

Der „Granat 227-2“ entspricht technisch und optisch weitestgehend dem „Granat 227“. Der einzige Unterschied scheint im verbauten Tonabnehmer „TESLA VM 2103“ zu bestehen (?)

bruns Old Caroline (Granat 227-2)

Beim „Old Caroline“ handelt es sich um einen von BRUNS Hamburg für den Vertrieb in der Bundesrepublik in Auftrag gegebenen Nostalgie-Plattenspieler in Grammophon-Optik. Das Gerät wurde ab 1984 in geringer Stückzahl im VEB Kontaktbauelemente Luckenwalde produziert, aus dem ansonsten neben Bauteilen wie Schaltern und Steckverbindern auch die Taschenradios „LTR10/21/22/25“ kamen. In dem 48 x 40 x 34,5 cm großen MDF-Gehäuse mit hochwertigem Echtholzfurnier wurde das im VEB Phonotechnik Zittau (ZIPHONA) produzierte HiFi-Plattenspieler-Laufwerk des „Granat 227-2“ verbaut. Dieses besitzt als Antrieb einen 8V/250mA-Synchronmotor vom Typ „LSS 5/16/Z“, dessen Umdrehungen über eine Flachpeese aus fast reinem Kautschuk auf den 2,4 kg schweren Plattenteller übertragen wird. Des Weiteren wurde das gesamte Laufwerk inklusive Tragarm besonders aufwendig gelagert. Der Tragarm besitzt zusätzlich eine thermoelektrische Absenkeinrichtung (Heizdraht), um auch die letzte mechanische Verbindung zum Chassis zu trennen. Die Auflagekraft des Tonarms kann über ein Reitergewicht abgestimmt werden. Über einen Einstellregler mit typischem Stern-Elite-Knopf lässt sich die Skatingkraft-Kompensation einstellen. Dem Synchronmotor wurde ein Frequenzgenerator mit Endstufe vorgeschaltet, um eine Geschwindigkeitsregelung zu ermöglichen. Somit lässt sich die Geschwindigkeit zwischen 33 und 45 U/min wechseln und zusätzlich mittels Poti und Stoboskop feinregeln. Des Weiteren schaltet sich der Motor am Plattenende automatisch ab und hebt den Tonarm an. Bei dieser Halbautomatik kam statt einer einfachen Mechanik ein beleuchteter Fotowiderstand zum Einsatz, der durch Abdunkeln am Plattenende den Motor ab- und die thermoelektrische Absenkeinrichtung zuschaltet. Als Tonabnehmer wurde der magnetische Diamant-Abtaster VM2102 von TESLA verwendet. Der gesamte Aufbau sorgt für einen besonders guten Gleichlauf ohne nennenswerte Laufwerkgeräusche, eine Tonwiedergabe in HIFI-Qualität und eine relative Unempfindlichkeit gegen Erschütterungen. …

… Die Wiedergabe kann wahlweise über den integrierten Monoverstärker plus Lautsprecher oder in HIFI-Stereo-Qualität mittels angeschlossenem Verstärker erfolgen. Zweiteres ist auch deutlich zu empfehlen, da der eingebaute Monoverstärker mit A210K-Endstufe und 5VA/8Ω-Lautsprecher L 6012 den ansonsten hervorragenden Klang dieses Laufwerks nur sehr unzureichend wiedergeben kann. Erschwerend kommt hinzu, dass dem Verstärker sinnloserweise auch noch ein Rauschgenerator vorgeschaltet wurde, um eine Art Nostalgieeffekt zu erzeugen. Eine Lautstärkeregelung sucht man ebenfalls vergebens, da diese durch unterschiedlich weites Öffnen der beiden Türen vor dem Innentrichter erfolgt, was sogar erstaunlich gut funktioniert. Der 17 kg schwere „Old Caroline“ war somit wohl die ungewöhnlichste Exportentwicklung und deckte - wie schon die Neuruppiner und Mühlhäuser Nostalgieradios - die in den 80er Jahren offensichtlich recht hohe Nachfrage nach Nostalgiegeräten in der Bundesrepublik. Warum hierbei ausgerechnet eines der hochwertigsten DDR-Laufwerke verbaut wurde, ist mir jedoch etwas rätselhaft. Die meisten westdeutschen Käufer haben diesen Plattenspieler wohl passend zur Einrichtung erworben und fernab jeder HiFi-Anlage positioniert. Auch die in der DDR üblichen Diodenstecker (DIN-Norm) waren Mitte der 80er Jahre in der Bundesrepublik nicht mehr allzu verbreitet, sodass die meisten Geräte wohl nur im „Nostalgiemodus“ scheppernd vor sich hin rauschten. Das hier abgebildete Gerät wurde am 25.05.1984 produziert und trägt die Seriennummer 5387. Auf eine Hersteller- und Herkunftsangabe wurde wie so häufig verzichtet. Der Plattenspieler verrät seine DDR-Herkunft nur durch das typische Krania-Netzkabel, den Diodenstecker „Сделано в СССР“ und die Tür-Schließzapfen mit typischem DDR-Preisvermerk „EVP -,15 M“.

Granat 516 HIFI

Beim „Granat 516“ wurde der bereits beschriebene Plattenspieler „Granat 216“ mit dem Verstärker „HSV 921“ in einem Gerät vereint. Die Komponenten blieben hierbei technisch unverändert. Das Gehäuse mit den gewohnten Bedienelementen erhielt lediglich furnierte Sperrholz-Seitenteile.

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LT-CS 01

Der „LT-CS 01“ wurde Ende der 80er Jahre im VEB Elektronische Bauelemente „Carl von Ossietzky“ in Teltow produziert, in dem bereits Anfang der 1980er Jahre die letzten Opal- und Granat-Plattenspieler das Werk verließen. Die Besonderheit dieses ansonsten eher einfachen Plattenspielers stellt der Tangentialtonarm dar, der über die Folientasten an der Front bedient wird. Die elektronische Beschaltung gleicht dabei einer einzigen Ansammlung aus Logikschaltungen. Das einteilige Gehäuse besteht aus grauem, braunem, silbernem oder anthrazitfarbenem Plastik. Als Tonabnehmer wurde der häufig verwendete keramische Abtaster „CS 29 SD“ verbaut, wodurch das Gerät jedoch nicht der HiFi-Norm entspricht. Die Folientasten an der abgeschrägten Front sind mit folgenden Funktionen belegt: Start/Stop, Vorspulen (<), Rückspulen (>), Heben und Senken des Tonarms (<.>), Veränderung der Aufsetzposition des Tonarms (S) (wichtig für Maxi-Singles), Endlosfunktion (R), 45 und 33 Umdrehungen. Einige dieser Funktionen werden mittels LED´s über den Folientasten angezeigt. Aus der Typenbezeichnung „LT-CS 01“ lässt sich schließen, dass wohl die Produktion weiterer eigener Plattenspieler in Teltow geplant war, wozu es durch die Wende jedoch nie kam.

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Sonate

Der „Sonate“ wurde ab Ende der 60er bei Elektroakustik K. Ehrlich KG Pirna produziert. Er verfügt über einem Synchronmotor mit 16, 33 sowie 45 Umdrehungen; magnetischen Abtaster MS16SD; horizontal und vertikal kugelgelagerter Rohrtonarm; Entzerrer-Vorverstärker; Tonarmlift und Antiskating.

sensit sonate

Der „sensit sonate“ wurde 1970 in Kooperation der Elektroakustik Kurt Ehrlich KG Pirna (später Phonomat Pirna) sowie dem Gerätebau Hempel KG Limbach-Oberfrohna (HELI) entwickelt und vermutlich auch komplett in Pirna produziert. Als Grundlage diente der bereits produzierte Sonate-Plattenspieler mit Holzzarge. Optisch wurde das Gerät dem Steuergerät „rk 5 sensit“ von HELI angepasst und hierbei bewusst auf eine Plexiglas-Abdeckhaube verzichtet. In der damaligen Werbung trägt der Plattenspieler daher auch die Bezeichnung „sonate rk 5“. Das Gehäuse besteht aus einer weißen Ober- und Unterschale mit den zwei schwarzen Seitenteilen des Sensit-Steuergerätes. Der Plattenspieler verfügt über einen Synchronmotor mit 16, 33 sowie 45 Umdrehungen; magnetischen Abtaster MS16SD; horizontal und vertikal kugelgelagerter Rohrtonarm; Entzerrer-Vorverstärker; Tonarmlift und Antiskating. Der Netzanschluss erfolgt über eine Kaltgerätebuchse alter Norm und separatem Netzkabel. Die Schmelzsicherung lässt sich an der Gehäuserückseite - HELI-typisch auch ohne Öffnen des Gehäuses - wechseln. Verantwortlich für das Design des Plattenspielers  waren die HELI-Gestalter Karl Clauss Dietel und Lutz Rudolph, die auch hier wieder völlig eigene Wege gingen, fernab der zu dieser Zeit üblichen Holzzarge, Chromregler und Plexiglashaube.

Sinfonie

Beschreibung ergänze ich noch.

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Ziphona MA 224

Der Stereo-Plattenspieler „MA 224“ wurde mindestens von 1979 bis 1986 im VEB Phonotechnik Pirna/Zittau (Ziphona) produziert. Der vollautomatische Plattenspieler verfügt über einen Synchronmotor, Riemenantrieb sowie einen klassischen Schwenk-Tonarm mit keramischem Abtaster vom Typ CS24. Das Gerät besitzt keinen separaten Netzschalter. Das Einschalten erfolgt durch Betätigen der jeweiligen Geschwindigkeitstaste. Hier kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewählt werden. Sobald die STOP-Taste betätigt wurde, schaltet sich das Gerät nach Abspielen der Platte automatisch ab. Alternativ kann der Tonarm natürlich auch angehoben und per Hand aufgesetzt werden. Auf Anzeige jeder Art wurde verzichtet. Der Anschluss an den Verstärker erfolgt über das fest installierte Diodenkabel (DIN). Die Gehäusezarge gab es mit Holzfurnier, in komplett braun oder anthrazit.

… Neben dem Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „Ziphona MA 224“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. So findet sich der Plattenspieler im GENEX-Katalog von 1986 für 172,- DM, während das selbe Gerät in der DDR nur für 380,- DDR-Mark erhältlich war. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Mehr Freude am guten Ton – Stereo-Phonoautomat MA 224 – Ein Stereo-Plattenspieler ohne Wiedergabeteil mit Keramik-Abtastsystem CS24SD. 33 und 45 U/min. Antrieb mit geschliffenem Präzisionsflachriemen, Automatiklaufwerk mit vollautomatischer Tragarmsteuerung von Start bis Stop, Drucktasten-Bedienung, Abdeckhaube mit selbsthemmenden Scharnieren. Maße (BHT) 395 x 140 x 335 mm“

Andícom AC 390 (MA 224)

Der „Ziphona MA 224“ wurde 1990 durch die Andicom GmbH als „Andícom AC 390“ weiter produziert.

bruns PC 1011 (MA 224)

Der „Ziphona MA 224“ wurde auch als „bruns PC 1011“ in die Bundesrepublik exportiert.

McVoice GS-350 (MA 224)

Der „Ziphona MA 224“ wurde über den VÖLKNER-Versand auch unter dem Namen „Mc Voice GS-350“ vertrieben. Im Gegensatz zum DDR-„MA 224“ besitzt das Exportgerät für die Bundesrepublik statt des keramischen Abtasters CS 29 den deutlich besseren magnetischen Abnehmer TESLA VM 2103. Da der „GS-350“ war als Ergänzung zu den ebenfalls über VÖLKNER vertriebenen polnischen HiFi-Komponenten von UNITRA-DIORA gedacht war (siehe „Polnische Geräte“), besitzt er trotz Magnetabtaster keinen Entzerrer-Vorverstärker. Ganz offensichtlich steht die Typenbezeichnung „GS“ für das polnische „gramofon stereo“ (Stereo-Plattenspieler), da VÖLKNER auch ansonsten immer die kompletten UNITRA-DIORA-Typenbezeichnungen übernommen hat.

Fera P 229

Der Stereo-Plattenspieler „Ziphona MA 224“ wurde in der Optik der Fera-150-Kombination auch als „Fera P 229“ produziert. Der vollautomatische Plattenspieler verfügt über einen Synchronmotor, Riemenantrieb sowie einen klassischen Schwenk-Tonarm mit keramischem Abtaster vom Typ CS24. Das Gerät besitzt keinen separaten Netzschalter. Das Einschalten erfolgt durch Betätigen der jeweiligen Geschwindigkeitstaste. Hier kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewählt werden. Sobald die STOP-Taste betätigt wurde, schaltet sich das Gerät nach Abspielen der Platte automatisch ab. Alternativ kann der Tonarm natürlich auch angehoben und per Hand aufgesetzt werden. Auf Anzeige jeder Art wurde verzichtet. Der Anschluss an den Verstärker erfolgt über das fest installierte Diodenkabel (DIN). Das Gehäuse entspricht komplett dem anthrazitfarbenen „MA 224“, besitzt lediglich eine aufgeklebte Alufrontplatte in FERA-Optik. Die Gehäusebreite passt aber nach wie vor nicht zu den restlichen Komponenten und HiFi-Norm erfüllt er dank Keramikabtaster natürlich auch nicht.

MA 2400/2500

Riemengetriebene Stereo-Plattenspieler mit Holzgehäuse, Schwenk-Tonarm und keramischem Abtaster, aber ohne integrierten Vollverstärker

MA 523, MA 5529, P 1929 & bruns Serenade

Riemengetriebene Stereo-Plattenspieler mit Holzgehäuse, Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster und integrierten Vollverstärker

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Belcanto ST 1001

Koffer-Plattenspieler mit integriertem 2x4VA-Stereo-Vollverstärker, abnehmbaren Lautsprechern undTonabnehmer KSS0163, Beschreibung folgt!

Belcanto ST 1001 F

Koffer-Plattenspieler mit integriertem 2x3VA-Stereo-Vollverstärker, abnehmbaren Lautsprechern und Tonabnehmer KS22SD, Beschreibung folgt!

Belcanto ST 1010

Der halbautomatische Stereo-Plattenspieler „Belcanto ST 1010“ wurde ab 1973 im Delphin-Werk Pirna produziert, das später mit der Elektroakustik Kurt Ehrlich KG Pirna zur verstaatlichten Phonomat Pirna vereint wurde. In dem Gerät mit Reibradantrieb wurde der keramischen Abtaster KS23SD verbaut. Es besitzt einen integrierten Stereoverstärker mit einer Ausgangsleistung von 2x 4VA (6Ω). Der „Belcanto“ ermöglicht das Abspielen mit 33 und 45 Umdrehungen. Zur Nutzung von EP´s wurde in den Plattenteller ein entsprechender Adapter fest integriert. Über drei Drehregler lassen sich die Lautstärke, der Klang und die Balance einstellen. Neben zwei externen Boxen kann ein Kopfhörer und ein weiteres Aufnahme-/Wiedergabegerät angeschlossen werden. Zu dem Gerät gab es noch zwei offen ausgeführte Lautsprecherboxen.

Disco st 1020

Der halbautomatische Stereo-Plattenspieler „Disco st 2010“ wurde um 1976 im Delphin-Werk Pirna produziert. In dem Gerät mit Reibradantrieb und integriertem 4VA-Vollverstärker (4Ω) kam der keramischen Abtaster KS231SD zum Einsatz. Der „st 2010“ ermöglicht das Abspielen mit 33 und 45 Umdrehungen. Zur Nutzung von EP´s wurde in den Plattenteller ein entsprechender Adapter fest integriert. Über vier Schieberegler an der Oberseite lassen sich die Lautstärke, die Balance sowie die Höhen und Tiefen separat einstellen. Außerdem kann eine weitere Tonquelle angeschlossen werden. Die Umschaltung hierfür erfolgt frontseitig über die Taste „TA – TU“ (TA – Tonabnehmer also Plattenspieler / TU – Tuner).

belcanto st 2000

Stereo-Plattenspieler mit integriertem 2x8VA-Stereo-Vollverstärker und Tonabnehmer „KSS0163“ oder „KS23“, Beschreibung folgt!

Belcanto ST 3010

Der „Belcanto 3010“ entspricht wohl weitestgehend dem „Belcanto 1010“. Außer den Lüftungsöffnungen oberhalb des Antriebsmotors und den nun schwarzen Abdeckblechen kann ich keine Änderungen erkennen.

bruns Belcanto ST 3010

Der „Belcanto ST 3010“ wurden über BRUNS Hamburg auch in der Bundesrepublik vertrieben. Auf das RFT-Logo wurde hierbei genauso verzichtet wie auf einen eigenen Bruns-Schriftzug. Der ursprüngliche Hersteller und die DDR-Herkunft sind aber auf der Unterseite trotzdem ersichtlich. Das abgebildete Gerät mit sehr schönem Holzfurnier stammt originalverpackt aus der Auflösung eines Radiogeschäftes nahe Nürnberg. Da es nicht wirklich über den Ladentisch ging, ist der bundesdeutsche Original-Verkaufspreis leider nicht ersichtlich. Ob zu den Geräten auch die passenden Lautsprecherboxen exportiert wurden, ist mir nicht bekannt. Sie sind aber zumindest in der beiliegenden Bruns-Bedienungsanleitung mit beschrieben. Diese Anleitung gehört eigentlich zum nachfolgend beschriebenen „Bruns Belcanto ST 2030“.

Belcanto ST 3020

Der halbautomatische Stereo-Plattenspieler „Belcanto 3020“ wurde Mitte der Siebziger im Delphin-Werk Pirna produziert. In dem Gerät mit Reibradantrieb kam der keramischen Abtaster KS231SD zum Einsatz. Es besitzt einen integrierten Stereoverstärker mit zwei IC-Verstärkern A205K, die für eine Ausgangsleistung von 2x 5VA (4Ω) sorgen. Der „ST 2030“ ermöglicht das Abspielen mit 33 und 45 Umdrehungen. Zur Nutzung von EP´s wurde in den Plattenteller ein entsprechender Adapter fest integriert. Über drei Schieberegler an der Frontseite lassen sich die Lautstärke, der Klang und die Balance einstellen. Neben zwei externen Boxen kann ein Kopfhörer und ein weiteres Aufnahme-/Wiedergabegerät angeschlossen werden. Zu dem Gerät gab es noch zwei offen ausgeführte Lautsprecherboxen, in denen der Breitbandbandlautsprecher L 6202 mit je 3 VA (4Ω) verbaut wurde. Neben der DDR-Ausführung gab es noch Geräte, die über Bruns Hamburg in der Bundesrepublik vertrieben wurden.

Ziphona Combo 523 & Ziphona Türkis 524

Stereo-Plattenspieler mit Reibradantrieb, Holzgehäuse, Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster und integriertem Vollverstärker

Ziphona Concert 2000

Beschreibung folgt!

Universum Sound 50 (Concert 2000)

Der Plattenspieler „Concert 2000“ aus dem VEB Phonotechnik Pirna wurde in der Bundesrepublik über den QUELLE-Versand auch als „Universum Sound 50“ vertrieben.

Ziphona Concert 2030

Beschreibung folgt!

bruns Concert 2150 Stereo

Beschreibung folgt!

Ziphona Rubin 2000 Stereo & Rubin 2130 Stereo

Die Plattenspieler „Ziphona Rubin 2000 Stereo“ und „Rubin 2130 Stereo“ wurden vermutlich ab Ende der 1970er Jahre bis mindestens 1983 im VEB Phonotechnik Zittau (ZIPHONA) produziert. Die vollautomatischen Plattenspieler sind mit dem Phonolaufwerk MA024 ausgestattet, verfügen über einen klassischen Schwenk-Tonarm mit Riemenantrieb, keramischem Abtaster CS 29 und einen integriertem Stereo-Verstärker. Der Verstärker sorgt für eine Ausgangsleistung von 2x 15W an 4Ω. Die Geschwindigkeit kann zwischen 33 und 45 Umdrehungen gewählt werden. Das Gerät besitzt des Weiteren eine getrennte Höhen- und Tiefenregelung sowie einen Balanceregler, eine Netz-Anzeige, zwei externe Toneingänge, ein Aufnahmeausgang und einen Kopfhöreranschluss.

bruns Rubin 2000 Stereo & bruns Rubin 2130 Stereo

Die Plattenspieler „Ziphona Rubin 2000 Stereo“ und „Rubin 2130 Stereo“ wurden über BRUNS Hamburg auch in der Bundesrepublik vertrieben. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller VEB Phonotechnik Zittau fehlt hierbei komplett, es findet sich aber zumindest ein unauffälliger RFT-Schriftzug auf dem hinteren Typenschild.

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Ziphona A31

Das „A 31“ wurde Anfang der Sechziger als Beistell-Plattenspieler für Röhrenradios im Funkwerk Zittau-Olbersdorf (Ziphona) produziert. Prinzipiell handelt es sich hierbei um ein „Stern 5“ ohne Radio-Empfänger. Dieser wurde durch einen Trafo ersetzt. Das Gerät ist mit einem Asynchronmotor, Reibradantrieb und dem magnetischen Mono-Abtaster „Ziphona M4“ ausgestattet. Mit dem Gerät lassen sich lediglich 45er-Mono-Singles abspielen. Bei Stereoplatten läuft die Nadel sofort durch. Das Gehäuseunterteil wurde vom „Stern 5“ komplett übernommen. Lediglich das Oberteil (auf dem Bild die Front) verändert. Im Batteriefach ist das Netz- und Diodenkabel untergebracht, die Batteriekontakte sind nicht belegt. Das selbe Chassis wurde auch in der Schallwand verschiedener Röhrenradios und im Rafena-Start-Fernseher verbaut.

Juniorfon

Beschreibung folgt!

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weitere Bilder auf www.r6t.de
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