Die seit 1986 produzierte HMK 100 stellte wohl das Topmodell unter den RFT-Anlagen dar, bestehend aus dem Tuner HMK-T 100, dem Verstärker HMK-V 100, dem Kassettendeck HMK-D100 und den Plattenspielern HMK-SD 200, HMK-PA 1203 oder HMK-PA 1205. Außerdem lies sich die Anlage noch um die Langzeitprogrammiergeräte LZP 11, LZP 111 oder LZP 112 erweitern. Die Kombination gibt es in den Farben Silber/Anthrazit, Schwarz/Schwarz und dem seltenen Schwarz/Anthrazit mit silbernen Reglern (s. Bild). Der Tuner HMK-T 100 verfügt über ein UKW-Band von 87,5-108 MHz, Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Über sieben hintergrundbeleuchtete Programmtasten lassen sich AM- und UKW-Sender fest belegen. Durch einfaches Berühren des Frequenzreglers kann die Frequenz auch manuell gewählt werden. Solange der Regler berührt wird, ist die automatische Scharfabstimmung (AFC) außer Betrieb und wird danach wieder automatisch zugeschaltet. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Empfangspegel-, Feinabstimmungs- und Stereoanzeige. Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, UKW-Rauschsperre (Muting), 5-kHz-Sperre und Mono-Umschalter. Der Tuner hat neben dem üblichen ausgehärtetem Schmiermittel am Drehko oft den Fehler, daß sich die Spindelregler beim Drehen der Einstellknöpfe für die Programmwahl nicht mitdrehen und zusätzlich verklebt werden müssen. Der Verstärker HMK-V 100 hat eine Ausgangsleistung von 2x30 VA (4 Ohm) und Eingänge für vier Tonquellen, zwei Aufnahmeausgänge, sowie einen Kopfhöreranschluss. Die Ausgangsleistung wird mittels zweier 6-LED-Ketten angezeigt. Über die Linear-Taste läßt sich die Klangregelung komplett ausschalten und über eine weitere Taste der Pegel auf -12dB absenken. Als Endstufentransistoren wurden vier russische KT819W verbaut (leider schlecht vergleichbarer Ersatz zu finden). Das eingebaute Relais GBR 15.2 verursachen teilweise Aussetzer an den Lautsprecherausgängen, läßt sich aber mit etwas Vorsicht öffnen und der Fehler dann mit Kontaktspray beheben. Das Kassettendeck HMK-D 100 verfügt über ein zweimotoriges Laufwerk, welches über sieben Tipptasten bedient wird. Weitere Leistungsmerkmale: beleuchtetes Kassettenfach, Soft Eject, Pausenlöschfunktion, Titelsuchlauf mit selbstständiger Anspielfunktion, getrennt einstellbarer Aufnahmepegel mit Anzeige über 2x12 LED´s, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, zuschaltbares Rauschminderungssystem, MPX-Filter, Mikrofon- und regelbarer Kopfhöreranschluss. Die zugehörigen vollautomatischen Plattenspieler sind alle direktangetrieben und mit einem Vorverstärker ausgestattet. Der HMK-SD 200 besitzt nur einen normalen Schwenk-Tonarm, während der HMK-PA 1203 und HMK-PA 1205 über einen Tangential-Tonarm verfügen. Bei beiden Geräten befindet sich am Ende des Tonarms ein optisches Element, das die Größe der Platte (Single oder LP bzw. Maxi) und beim 1205 auch die Pausen zwischen den Titeln erkennt. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über die Tasten an der Front (bis auf das Auflegen der Platte natürlich). Der 1205 kann über das LED-Display wie ein CD-Player programmiert werden.
HMK 200
Die HMK 200 (Bild siehe Startseite) erschien kurz vor der Wende als Nachfolgekombination der HMK 100. Sie wurde technisch nochmals deutlich verändert und in den Farben Schwarz, Anthrazit und Braun ausgeliefert. Passend zur Serie gab es noch die Fernbedieneinheit HMK-F 200 ausgeliefert. Bei den passenden Plattenspielern HMK-PA 2203 (Bild) und HMK-PA 2205 handelt es sich nur um optisch überarbeitete 1203 und 1205. (detailierte Beschreibung ergänze ich noch)
S 3000
Die S 3000 wurde von 1983-1986 mit braunen oder silberfarbenen Frontblenden und braunen oder beigefarbenen Abdeckblechen gebaut. Der Tuner ST 3000 verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz, Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Empfangspegel- und Stereoanzeige. Das Gerät hat einen sehr guten Stereoempfang, wenn auch die Ausstattung noch etwas spartanisch ist. Weitere Leistungsmerkmale: automatische Scharfabstimmung (AFC), zuschaltbare AM-Ferritantenne, UKW-Rauschsperre (Muting), 5-kHz-Sperre und Mono-Umschalter. Der Verstärker SV 3000 hat eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ohm) und Eingänge für drei Tonquellen, einen Aufnahmeausgang, sowie einen Kopfhöreranschluss. Die Ausgangsleistung wird über eine 6-LED-Kette angezeigt. Über die Linear-Taste läßt sich die Klangregelung komplett ausschalten und über die Taste "Rausch" bzw. "Squelsch" eine Rauschsperre zuschalten. Als IC-Verstärker wurden zwei Tesla MDA 2020 verbaut. Das Gerät ist sehr übersichtlich aufgebaut, da sich jede Baugruppe auf einer eigenen Platine befindet (Schaltnetzteil, Vorverstärker, Endstufe etc.). Wie beim HMK-V 100 verursacht das eingebaute Relais GBR 15.2 teilweise Aussetzer an den Lautsprecherausgängen. Das Kassettendeck SK 3000 verfügt über ein zweimotoriges Laufwerk, welches mittels sieben Tipptasten bedient wird. Weitere Leistungsmerkmale: Soft Eject, Pausenlöschfunktion, getrennt einstellbarer Aufnahmepegel mit Anzeige über 2x12 LED´s, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Mikrofonanschluss, Bandsortenwahl und zuschaltbares Rauschminderungssystem (RMS). Der vollautomatische Plattenspieler SP 3001 ist riemengetrieben, verfügt über einen magnetischen Abtaster (Tesla VM 2103) und einen eingebauten Vorverstärker, ansonsten aber nur über die einfachen Grundfunktionen. Beim SP 3000 wurde auf den Vorverstärker verzichtet. Die Anlage läßt sich noch um den Equalizer SM 3000 erweitern. Dieser verfügt über fünf Regelstufen für die Frequenzen 63, 250 Hz, 1, 4 und 10 kHz, die sich an der rechten Gehäuseseite befinden und nicht für beide Kanäle getrennt geregelt werden können. Dafür lassen sich die fünf Eingänge stufenlos mischen, so daß diese auch nicht mehr am Verstärker umgeschaltet werden müssen. Der Eingangspegel wird permanent über eine 12-LED-Kette angezeigt.
S 3900
Die Kombination S 3900 entspricht technisch komplett der S 3000, wurde aber in der Breite dem Plattenspieler SP 3000/3001 angepasst (S 3000: 30 cm / S 3900: 39 cm) und auch unter der Bezeichnung "Universum System HIFI 5050" über Quelle in der Bundesrepublik vertrieben (Tuner T 152, Verstärker V 152, Kassettendeck C 152, Plattenspieler F 152).
S 3930
Die S 3930 wurde von 1987-1990 mit braunen oder silberfarbenen Frontblenden und braunen oder beigefarbenen Abdeckblechen gebaut. Der Tuner ST 3930 ist technisch baugleich mit dem ST 3000, verfügt nun aber über ein erweitertes UKW-Band von 87,5-108 MHz und wurde ausschließlich mit UKW-Koaxbuchse ausgestattet. Desweiteren gibt es zu dieser Anlage einen UKW-Digitaltuner mit der Bezeichnung ST 3936. Der Verstärker SV 3935 ist ebenfalls baugleich mit dem SV 3000, während der SV 3930 und SV 3938 komplett neu entwickelt wurden. Der SV 3930 ähnelt technisch vereinfacht dem HMK-V 100, hat jedoch nur Eingänge für drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Die Ausgangsleistung beträgt 2x25 VA (4 Ohm) und wird mittels eine 6-LED-Kette angezeigt, die sich im Bereich bis 8 VA und 30 VA umschalten läßt. Der stark vereinfachte SV 3938 verfügt über die Vorstufen des 3930 neuerer Bauart (A 1524 statt A273/274), eine neue Eingangsplatine mit OPVs, leichtgängige Tasten und eine Endstufe mit je einem A 2005 in Brückenschaltung, ohne Endstufenrelais mit einer Kopfhörerbuchse, deren Schaltkontakte direkt im Signalweg der Lautsprecher liegen. Beim Kassettendeck SK 3930 kam ein einmotoriges, motorgestütztes Laufwerk japanischer Lizenz zum Einsatz. Dieses verfügt über sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und Rücklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Außerdem ist das Mithören während des Spulens möglich. Der Antriebsriemen für die motorgestützten Tasten und das Anheben des Tonkopfes rutscht bei längerer Nichtnutzung teilweise auf der Antriebswelle und setzt das ganze Laufwerk außer Betrieb. Weitere Leistungsmerkmale: Pausenlöschfunktion, Titelsuchlauf, getrennt einstellbarer Aufnahmepegel mit Anzeige über 2x8 LED´s, Pausensuchlaufschaltung (APSS), Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, zuschaltbares Rauschminderungssystem (RMS), Mikrofon- und regelbarer Kopfhöreranschluss. Das seltenere Doppelkassettendeck SDK 3930 verfügt über die gleichen Laufwerke. Der Plattenspieler SP 3930 ist baugleich mit dem SP 3001, während beim SP 3935 der komplette mechanische Aufbau etwas vereinfacht wurde. Die Geschwindigkeit läßt sich an diesem Gerät nachregeln. Beim SD 3935 handelt es sich eigentlich nur um einen optisch der Serie angepassten HMK-SD 200. Die Anlage läßt sich noch um den Equalizer SM 3930 und das Lichtsteuergerät SL 3930 erweitern. Der Equalizer ist bis auf die fehlende Eingangspegelanzeige fast baugleich mit dem SM 3000.
S 4000
Die technisch baugleiche Nachfolgekombination der S 3930 wurde durch zwei Holzseitenteile den heute üblichen Maßen angepasst und besteht aus dem Digitaltuner ST 4000, dem Verstärker SV 4000, dem Doppelkassettendeck SDK 4000 und dem Plattenspieler SP 4000. Der Equalizer und das Lichtsteuergerät wurden zu dieser Serie nicht mehr produziert. Spätere Nachwendemodelle gingen auch unter der Herstellerbezeichnung TechniSound statt RFT in den Verkauf.
Fera 150
Die Kombination Fera 150 wurde ab 1982 von der PGH Fernsehen-Radio Berlin produziert. Die Komponenten sind in silber-, anthrazitfarben, schwarz oder transparent lackierte Holzgehäuse eingebaut und mit massiven geschliffenen, eloxierten, schwarz lackierten oder grau beschichteten Alufronten versehen. Der Tuner T 150 verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz und ein Mittelwellenband. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine analoge Empfangspegelanzeige und eine Stereo-LED. Außerdem läßt sich eine UKW-Rauschsperre (Muting) zuschalten. Das Gerät hat einen guten Stereoempfang, wenn auch die Ausstattung noch etwas einfach ist. Weitere Leistungsmerkmale: Automatische Scharfabstimmung (AFC), UKW-Rauschsperre (Muting), AM-Ferritantenne, 5-kHz-Sperre und Stereo-Umschalter mit Anzeige-LED. Der Verstärker V 150 hat eine Ausgangsleistung von 2x30 VA (4 Ohm) und Eingänge für fünf Tonquellen, sowie zwei Aufnahmeausgänge und einen Kopfhöreranschluss. Das Gerät verfügt über eine Pseudo-Quadro-Effekt-Schaltung mit vier Lautsprecherausgängen an zwei Endstufen. Bei dieser Schaltung wird das Differenzsignal zwischen dem rechten und linken Kanal auf das hinteren Lautsprecherpaar gegeben. Über die Linear-Taste läßt sich die Klangregelung komplett ausschalten. Statt der meist üblichen Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung besitzt das Gerät zwei Auskoppelkondensatoren. Der V150 wurde teilweise mit einer zwischen Vor- und Endstufe geschalteten Equalizer-Anschlußbuchse ausgestattet. Bei dem sehr seltenen GC 6034 Fera handelt es sich nur um ein Geracord-Kassettendeck der 60er-Serie im Fera-typischen Holzgehäuse. Außerdem lies sich die Anlage noch um den Equalizer EQ 150 und den Plattenspieler SP 229 (anthrazitfarben bzw. schwarz lackierter MA224 mit Alufrontplatte) erweitern. Der Fera V 150 sowie T 150 gingen mit anthrazitfarbenem Gehäuse, grob geschliffener Front und identisch geschliffenen Reglerknöpfen auch in den Westexport. Auf eine Herstellerbeschriftung auf Front und Rückseite sowie die Equalizer-Buchse am V 150 wurde hierbei verzichtet.
Fera V 500
Der Verstärker Fera V 500 ist eine leistungsstärkere Weiterentwicklung des Fera V 150, wobei das Gerät neben der etwas überarbeiteten Endstufenbeschaltung und des fehlenden Auskoppelkondensators mit einer Übersteuerungs- und Stereoanzeige mittels dreier LED´s ausgestattet ist. Die Papprückwand des V 150 wurde durch eine schwarz lackierte Aluplatte ersetzt. Der Verstärker mit schwarzem Gehäuse konnte mit dem gleichfarbigen Tuner T 150, dem Equalizer EQ 150, dem Kassettendeck GC 6034 und dem Plattenspieler SP 229 kombiniert werden. Neben den erst 1989 angebotenen schwarzen V500 gingen bereits Mitte der Achtziger anthrazitfarbene Geräte mit geschliffener Alufront und ohne Übersteuerungs- und Stereoanzeige in den Westexport. Auf eine Herstellerbeschriftung sowie die Equalizer-Buchse wurde hierbei verzichtet.
S 210
Der nur 27 cm breite Verstärker SV 210 wurde ab 1985 als kleiner Zusatzverstärker z.B. für Plattenspieler von Stern Radio in Rochlitz produziert. Die erste Serie hatte ein braunes Gehäuse mit silberfarbener Stahlblechfront und silbernen Alu- oder schwarzen Plastikreglern (Bild). Als IC-Verstärker kamen zwei A2030V zum Einsatz, die für eine Ausgangsleistung von 2x10 VA (4 Ohm) sorgen. Das Gerät hat zusätzlich zwei Kopfhöreranschlüsse und Eingänge für zwei Tonquellen, die sich stufenlos zuregeln lassen. Die zweite Serie ab 1988 hatte ein komplett braunes Gehäuse mit schwarzen Plastikreglern. Passend zum Verstärker gab es nun den UKW-Tuner ST 210 mit einem Frequenzband von 87,5-108 MHz. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Feinabstimmungs- und Stereoanzeige. Der Tuner hat einen sehr guten Empfang. Über eine Diodenbuchse an der Rückseite läßt sich eine weitere Tonquelle durchschalten. Das Gerät verfügt außerdem über drei Programmspeicherplätze, einen Mono-Umschalter und eine automatische Scharfabstimmung (AFC), die sich beim Verstellen der Senderfrequenz selbstständig ausschaltet. Die letzten erst 1989 gebauten Tuner und Verstärker haben ein rotes Gehäuse mit schwarzer Front und Plastikreglern.
Ziphona- & Fera-Kombinationen
Die Ziphona-Kombinationen wurden ab 1972 als erste Einzelkomponentenanlagen der DDR produziert. Der komplett transistorbestückte "Ziphona Tuner 920" verfügt über ein UKW-Band von 87,5-100 MHz, Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist über eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Weitere Leistungsmerkmale: automatische Scharfabstimmung (AFC), zuschaltbare AM-Ferritantenne und Stereo-Umschalter. Die "Ziphona Tuner 506/921/922" und der "Tuner 50/HV 15" wurden nur optisch überarbeitet (Tuner 50, Tuner HV 15 und Ziphona Tuner 506 mit Holzgehäuse). Der Verstärker HSV 900 hat eine Ausgangsleistung von 2x6VA (4Ω) und Eingänge für drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang, der HSV 925 2x15VA (4Ω) und der HSV 926 2x25VA (4Ω). Der HSV 900 ist noch mit den Germanium-Endstufen-Transistoren GD 240 (anfänglich sogar GD 180) bestückt. Beim HSV 920, HIFI 50, HV 15, CX 40 und CX 50 kamen noch zwei Toneingänge, zwei Klangregeltasten und drei Anzeigelämpchen hinzu (Fera HIFI 50 mit 2x25 VA (4Ω) und Quadroeffekt-Schaltung, Vorgänger des Fera V 150). Der vollautomatische Plattenspieler Opal 216 ist riemengetrieben, verfügt über einen magnetischen Abtaster und einen eingebauten Vorverstärker. Beim Granat 216 & 227-2 kamen noch Zusatzfunktionen hinzu. Der Granat 516 ist ein HSV 926 und Granat 216 in einem Gerät.
Kompaktanlagen
SC 1000 Corona Compact
Die Anfang der Achtziger aus vorhanden Geräten kombinierte Kompaktanlage ist nie in Serie gegangen. (Nähere Infos und Bild gesucht)
SC 1030
Die Kompaktanlage SC 1030 mit Geracord-Laufwerk, MA-024-Plattenspieler und 2x8VA-Verstärker sollte für 2600,- M in der DDR vertrieben werden, ist jedoch nie in Serie gegangen. (Nähere Infos und Bild gesucht)
SC 1100 Compact
Die Kompaktanlage "Stereo-Compact 1100" wurde ab 1980 bei Stern Radio in Sonneberg produziert. Das Gerät auf Basis des "Carat S" besitzt ein 60 cm breites Stahlblechgehäuse mit Plastikfront und -tasten. Der eingebaute Tuner verfügt über das zu dieser Zeit übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz (später bis 104 MHz) sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genauen Abstimmung ist über eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der Verstärker mit Pseudo-Quadro-Effekt-Schaltung hat eine Ausgangsleistung von 2x6 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen, sowie ein Aufnahmeausgang. An dem Gerät wurde ein einmotoriges, ungarisches Importlaufwerk verbaut. Dieses verfügt über fünf Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Vor- und Rücklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches (Pausentaste separat). Beim eingebauten Plattenspieler handelt es sich um einen reibradgetriebenen Ziphona-Türkis-Plattenspieler mit Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster und drei Geschwindigkeitsstufen (33, 45 & 78 Umdrehungen). Weitere Leistungsmerkmale: Ferritantenne, automatische Scharfabstimmung (AFC), Mono-Umschalter, Kopfhöreranschluss und Netzanzeige
SC 1700
Die mit knapp 5000,- M teuerste Kompaktanlage der DDR wurde Anfang der Achtziger parallel zur einfacheren „HIFI Kompakt“ produziert. Sie ist fest in ein Hifi-Rack eingebaut und besteht aus den Einzelkomponenten „Ziphona Tuner 921“, HSV 926, SK 910 und einem Granat-216-Plattenspieler. Der "Ziphona Tuner 921" verfügt über ein UKW-Band von 87,5-100 MHz, Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist über eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Weitere Leistungsmerkmale: automatische Scharfabstimmung (AFC), zuschaltbare AM-Ferritantenne und Stereo-Umschalter. Der Verstärker HSV 926 hat eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ohm) und Eingänge für drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Das Kassettendeck SK 910 mit einem ungarischen Import-Laufwerk, Pegelaussteuerung, Bandzählwerk, Bandsortenwahl und einem regelbaren Kopfhörerausgang entspricht technisch dem SK 900, verfügt aber über einen Frontlader. Der vollautomatische Plattenspieler Granat 216 ist riemengetrieben mit magnetischen Abtaster.
SC 1800
Der "Casseiver" SC 1800 wurde ab 1985 als Nachfolgemodell des SC 1100 und SC 1700 bei Stern Radio in Sonneberg produziert. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-108 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist über eine Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der integrierte Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x10 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang und Kopfhöreranschluss. Als IC-Verstärker kamen zwei A2030V zum Einsatz. Statt der Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung besitzt das Gerät Auskoppelkondensatoren. Für den Kassettenbetrieb wurde erstmals von RFT ein einmotoriges, motorgestütztes Laufwerk japanischer Lizenz verbaut, das wie beim SK 3930 etwas anfällig ist. Es verfügt über sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und Rücklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Außerdem ist das Mithören während des Spulens möglich. Weitere Leistungsmerkmale: Pausensuchlaufschaltung (APSS), automatische Pegelregelung (APR), Bandzählwerk, Bandsortenwahl, Mono-Umschalter, abschaltbare Ferritantenne, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. Neben der abgebildeten komplett silbernen Front mit verchromten Plastiktasten und silbernen Alureglern gibt es auch Anlagen in selber Ausführung mit verchromten Alutasten (1. Serie) oder silbernen Plastikreglern sowie schwarzen Plastik-Kassettenfachsschrauben (letzte Serie), mit brauner Frontplatte und silbernen Alu-Reglern sowie brauner Front und braunen Plastik-Reglern. Die Abdeckbleche wurden dabei immer braun lackiert.
SC 1800 S
Der SC 1800 S wurde speziell für den Betrieb in Schulen entwickelt (daher auch die Zusatzbezeichnung „S“ für Schule) und gehörte Ende der Achtziger wohl auch zur Standardausstattung der größeren Oberschulen. Das Gerät auf Basis des SC 1800 besitzt einen zusätzlichen Dia-Anschluss und einen Tragegriff an der rechten Seite. Die Gehäuse wurden dabei ausnahmslos komplett braun lackiert.
SC 1810
Bei der Kompaktanlage SC 1810 handelt es sich um die Exportausführung des SC 1800 für Osteuropa. Hierbei wurde das UKW-Band von 87,5-108 MHz auf 87,5-104 MHz reduziert, dafür aber um ein zweites UKW-Band von 66-73 MHz (OIRT-Norm) erweitert, daß durch gleichzeitiges Drücken der Kurzwellen- und UKW-Taste (bei diesem Gerät FM 1) zugeschaltet wird.
SC 1900
Die Kompaktanlage SC 1900 entspricht technisch weitestgehend der SC 1800, wurde aber zusätzlich mit einem Plattenspieler aufgestockt. Dieser ist riemengetrieben mit keramischem Abtaster (CS 29) und dem Chassis des MA 224 mit Synchronmotor. Neben der abgebildeten komplett braunen Ausführung gibt es auch Geräte mit silberner Frontplatte, silbernen Reglern und braunem Abdeckblech.
SC 1910
Diese Typenbezeichnung wurde vermutlich für eine Osteuropa-Exportversion (OIRT-Norm) des SC 1900 freigehalten (siehe Beschreibung SC 1810). Wirklich produzierte oder auch nur näher geplante Geräte sind mir nicht bekannt.
SC 1920
Der SC 1920 auf Basis des SC 1900 verfügt zusätzlich über sieben Programmtasten und eine Feinabstimmungsanzeige. Auch hier gibt es neben der abgebildeten silbernen Anlage Geräte mit brauner Front und braunen Reglern.
SC 2000
Erst am 14.02.1990 löste der SC 2000 den SC 1800 ab. Dieser wurde optisch komplett überarbeitet und um sieben Programmspeicherplätze, eine Pausenlöschfunktion (REC MUT) sowie eine Aufnahmekontroll- und Feinabstimmungsanzeige erweitert. Auf das Kurz- und Langwellenband des Vorgängers wurde verzichtet. Passend zur Anlage gab es noch den sehr seltenen Plattenspieler SP 2000 auf Basis des SP 3935 (siehe Bild und Beschreibung weiter unten).
SC 2100
Die 22 cm hohe Kompaktanlage SC 2100 wurde 1990 bei Stern Radio in Sonneberg entwickelt, ist aber nicht mehr in Serie gegangen. Das Gerät basiert auf den Komponenten SC 2000 und SDK 3930. Während die Technik des Doppelkassettendecks komplett unverändert blieb, wurde der SC 2000 etwas abgewandelt. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-108 MHz sowie ein Mittelwellenband. Die genaue Abstimmung ist über eine Empfangspegel-, Feinabstimmungs- und Stereoanzeige möglich. Der Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x10 VA (4 Ohm) und einen Toneingang sowie einen Aufnahmeausgang und Kopfhöreranschluss. Als IC-Verstärker kamen zwei A2030V zum Einsatz. Für den Kassettenbetrieb wurden zwei einmotorige, motorgestützte Lizenzlaufwerke verbaut. Weitere Leistungsmerkmale: automatische Pegelregelung (APR), Aufnahmekontrollanzeige, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl mit Anzeige, Mono-Umschalter, abschaltbare Ferritantenne, 9 Programmspeicherplätze, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss
HIFI Kompakt
Die „HIFI Kompakt“ war nach der „Transstereo Perfekt“ die zweite Kompaktanlage der DDR. Sie ist fest in ein Hifi-Rack eingebaut und besteht aus den Einzelkomponenten „Ziphona Tuner 921“, HSV 920 und einem Granat-216-Plattenspieler. Der "Ziphona Tuner 921" verfügt über ein UKW-Band von 87,5-100 MHz, Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist über eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Weitere Leistungsmerkmale: automatische Scharfabstimmung (AFC), zuschaltbare AM-Ferritantenne und Stereo-Umschalter. Der Verstärker HSV 920 hat eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ohm) und Eingänge für drei Tonquellen sowie einen Aufnahmeausgang. Der vollautomatische Plattenspieler Granat 216 ist riemengetrieben und verfügt über einen magnetischen Abtaster.
Junior Phono 700-702
Beim Junior Phono 700 wurde das Steuergerät Junior 503 und ein Ziphona-Türkis-Plattenspieler nebeneinander in ein Gehäuse gebaut. Das UKW-Band des Tuners reicht von 87,5-100 MHz. Außerdem ist der Kurz- und Mittelwellenempfang möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x6 VA (4 Ohm) und einen Toneingang sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Die Lautstärkeregelung erfolgt über zwei getrennte Schieberegler für den rechten und linken Kanal, wodurch ein zusätzlicher Balanceregler entfällt. Weitere Leistungsmerkmale: automatische Scharfabstimmung (AFC), Klangregelschalter (HÖHEN), Monoumschalter und Stereoanzeige. Der integrierte vollautomatische Plattenspieler Ziphona Türkis verfügt noch über einen Reibradantrieb und einen magnetischen Abtaster. Mit dem ansonsten identischen Junior Phono 701 ist der UKW-Empfang bis 104 MHz möglich, während das Junior Phono 702 mit osteuropäischem UKW-Band von 66-74 MHz (OIRT) ausgestattet ist.
Stereo-Set 4000
Die Radio-Phono-Kombination "Stereo-Set 4000" wurde ab Mitte der Siebziger produziert. Das Gerät ist in rotes oder weisses Plastikgehäuse eingebaut und mit einem Ziphona-Türkis-Plattenspieler bestückt. Der eingebaute Tuner verfügt über das zu dieser Zeit übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein Kurz- und Mittelwellenband. Die Frequenzen für das AM- und FM-Band lassen sich getrennt regeln und werden über zwei Skalen angezeigt. Bei diesen bewegt sich eine bedruckte Folie über jeweils zwei Walzen hinter dem festen Zeiger (wie beim Stern Garant). Der Verstärker ist mit leistungsstarken Endstufentransistoren bestückt (2N...), wird jedoch von einem relativ einfachen Netzteil versorgt. An das Gerät läßt sich noch eine externe Tonquelle anschließen. Beim eingebauten Plattenspieler handelt es sich um einen Ziphona-Türkis-Plattenspieler mit Reibradantrieb, Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster (CS 29) und drei Geschwindigkeitsstufen (33, 45 & 78 Umdrehungen). Weitere Leistungsmerkmale: Ferritantenne, automatische Scharfabstimmung (AFC), Mono-Umschalter, Kopfhöreranschluss, Netzanzeige und Anzeige für AM, FM sowie TA/TB (durch getrennte Skalenbeleuchtung und TA/TB-Anzeige).
Stereo-Set 4001
Das „Stereo-Set 4001“ entspricht weitestgehend dem 4000, allerdings wurde das UKW-Band auf 87,5-104 MHz erweitert.
Stereo-Set 4001-1
Beim "Stereo-Set 4001-1" wurde die komplette Front optisch überarbeitet, der Ziphona-Türkis-Plattenspieler durch einen Plattenspieler der MA...-Serie ersetzt sowie die Frequenzanzeige deutlich vereinfacht.
Transstereo Perfekt 015
Beim Transstereo Perfekt 015 wurde das Steuergerät Transstereo und ein Ziphona-Perfekt-Plattenspieler nebeneinander in ein sehr breites Gehäuse gebaut. Der eingebaute Tuner verfügt über das zu dieser Zeit übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die Frequenzen für das AM- und FM-Band lassen sich getrennt regeln. Zur genauen Abstimmung verfügt das Gerät über zwei Soffittenlampen zur Empfangspegel- und Stereoanzeige (Im Gegensatz zum Transstereo kein Analoginstrument). Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x10 VA (4 Ohm) und Eingänge für eine externe Tonquellen, sowie einen Aufnahmeausgang. Der integrierte vollautomatische Plattenspieler Ziphona Perfekt ist riemengetrieben und verfügt über einen magnetischen Abtaster.
Plattenspieler
PA 225
Der PA 225 wurde ab 1980 bei Ziphona in Zittau produziert. Die Besonderheit des Gerätes besteht unter anderem im verbauten Synchron-Antriebsmotor mit vorgeschaltetem Frequenzgenerator, der über eine Gummi-Flachpese aus fast reinem Kautschuk den Plattenteller antreibt und somit für sehr geringe Gleichlaufschwankungen sorgt. Als Abtaster kam das magnetische System MS 25 SD mit Diamantnadel zum Einsatz, der zur Vermeidung von Aufsetzgeräuschen durch den integrierten Entzerrervorverstärker automatisch stumm geschaltet wird. Die Bedienung erfolgt über acht Sensortasten mit dem die Funktionen Netz, Start, 33, 45, Wieder (Endlosfunktion), Automatik, Auf, Ab, und Stop mit acht entsprechenden Anzeige-LED´s. Die komplette Bedieneinheit wird nach Öffnen der Abdeckhaube automatisch eingeschaltet, die Antriebs- und Tonsignaleinheit mit der Netz-Taste zugeschaltet, danach mit der Taste 33 oder 45 die Umdrehungszahl gewählt und mit der Taste Start der Tonarm aufgelegt. Durch Drücken der Stop-Taste wird der Abspielvorgang beendet und die komplette Antriebseinheit wieder abgeschaltet. Weitere Leistungsmerkmale: Drehzahlfeineinstellung mit Stroboskopeinrichtung, Rohr-Tragarm in S-Form, Antiskating-Einstellmöglichkeit
PA 227
Der PA 227 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem PA 225. Allerdings fehlen dem Gerät der zweite Trafo für die getrennte Zuschaltung von Anzeige- und Antriebseinheit sowie drei der acht Funktionstasten, bei denen es sich zudem auch um mechanische Kurzhubtasten handelt. Außerdem wurde der Tonabnehmer MS 27 SD statt MS 25 SD verbaut, woher wohl auch die Typenbezeichnung resultiert..
PA 2030
Der bei Ziphona in Zittau produziert PA 2030 ist ein riemengetriebener Plattenspieler mit Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster CS 29 (Phonolaufwerk MA 024) und integriertem Stereo-Verstärker (2x IC-Verstärker A2030D). Der Verstärker sorgt dank eines ausreichend dimensioniertem Trafos und den zwei verbauten IC-Verstärkern A2030D für einen beachtlichen Klang, trotz der bescheiden angegebene 2x 6 VA (4Ω). Passend hierzu gibt es die ebenfalls mit PA 2030 beschrifteten Einwegeboxen B 7185 mit L-2322-Chassis. Weitere Leistungsmerkmale: 33/45 Umdrehungen, getrennte Höhen- und Tiefenregelung sowie Balanceregler, Netz-LED, zwei externe Toneingänge, ein Aufnahmeausgang und Kopfhöreranschluss
PA 2040
Beim PA 2040 wurde gegenüber dem PA 2030 ein größerer Trafo verbaut und die Verstärkerbeschaltung etwas überarbeitet. Hierdurch erreicht der Verstärker eine erhöhte Ausgangsleistung von 2x 10 VA, wobei diese DDR-üblich sehr bescheiden angegeben ist und der Verstärker trotzdem einen erstaunlich kräftigen Klang hat.
Bruns Topas
Der PA 2040 wurde optisch unverändert als „Bruns Topas“ in der Bundesrepublik vertrieben. Die Front ist lediglich mit der Exportbezeichnung versehen (ohne RFT-Schriftzug), während an der Rückseite zusätzlich zum „Bruns Topas“ eine Beschriftung mit „Ziphona Zittau“ und „RFT DDR“ ersichtlich ist. Was sich der Importeur hingegen nicht nehmen ließ, war die in Westeuropa übliche erhöhte Angabe der Ausgangsleistung mit 2x20 VA statt 2x10 VA beim in der DDR vertriebenen PA 2040. Technisch sind beide Geräte jedoch identisch. Die Exportbezeichnung „Bruns Topas“ wurde außerdem für einen tragbaren sw/ws-Fernseher aus Radeberg verwendet, der mit diesem Gerät außer dem naheliegenden Produktionsstandort nichts zu tun hat.
SP 1800
Der zur Kompaktanlage SC 1800 passende Plattenspieler SP 1800 ist eigentlich nur ein SP 3001 mit geändertem Tonarm sowie keramischem Abtaster (CS 29) und verfügt über ein modifizierte Laufwerk mit elektronisch geregeltem Schrittmotor, Riemenantrieb und einen eingebauten Vorverstärker.
SP 2000
Der Plattenspieler SP 2000 ist technisch baugleich mit dem SP 3935 und wurde optisch an die Kompaktanlagen SC 2000 und SC 2100 angepasst. Das Gerät verfügt allerdings im Gegensatz zum SP 3935 über einen keramischen Abtaster (CS 29). Der Riemenantrieb, der integrierte Vorverstärker, die Geschwindigkeitsnachregelung mit entsprechender Anzeige und Endlosfunktion wurden dagegen unverändert übernommen.
SP 2100
Der Plattenspieler SP 2100 entspricht technisch komplett dem SP 3935 mit magnetischem Abtaster „Tesla VM 2103“. Optisch ist das Gerät wiederum komplett identisch mit dem SP 2100 und war ebenfalls als Ergänzung zur SC 2000 und SC 2100 vorgesehen.
Sonate
Der Sensit Sonate wurde ab Ende der 60er bei Elektroakustik K. Ehrlich KG Pirna produziert. Er verfügt über einem Synchronmotor mit 16, 33 sowie 45 Umdrehungen; magnetischen Abtaster MS16SD; horizontal und vertikal kugelgelagerter Rohrtonarm; Entzerrer-Vorverstärker; Tonarmlift und Antiskating.
Sensit Sonate
Der Sensit Sonate wurde 1970 in Kooperation von Elektroakustik K. Ehrlich KG Pirna und dem Gerätebau Hempel KG Limbach-Oberfrohna entwickelt und vermutlich auch komplett in Pirna produziert. Als Grundlage diente der bereits produzierte Sonate-Plattenspieler mit Holzzarge. Optisch wurde das Gerät dem Sensit-Steuergerät RK 5 von HELI angepaßt und hierbei bewußt auf eine Plexiglas-Abdeckhaube verzichtet. Das Gehäuse besteht aus einer weißen Ober- und Unterschale mit zwei schwarzen Seitenteilen des Sensit-Steuergeätes. Der Plattenspieler verfügt über einem Synchronmotor mit 16, 33 sowie 45 Umdrehungen; magnetischen Abtaster MS16SD; horizontal und vertikal kugelgelagerter Rohrtonarm; Entzerrer-Vorverstärker; Tonarmlift und Antiskating. Der Netzanschluß erfolgt über eine Warmgerätebuchse alter Norm und separatem Netzkabel. Die Schmelzsicherung lässt sich an der Gehäuserückseite HELI-typisch auch ohne Öffnen des Gehäuses wechseln.
Sinfonie
Bild & Beschreibung ergänze ich noch.
LT-CS 01
Der LT-CS 01 wurde erstmals im VEB Elektronische Bauelemente „Carl von Ossietzky“ in Teltow produziert. Die Besonderheit dieses ansonsten eher einfachen Plattenspielers ist der Tangentialtonarm, der über die Folientasten an der Front bedient wird. Die elektronische Beschaltung gleicht dabei einer einzigen Ansammlung aus Logikschaltungen. Das einteilige Gehäuse besteht aus grauem, braunem, silbernem oder anthrazitfarbenem Plastik. Als Tonabnehmer wurde der häufig verwendete keramische Abtaster CS 29 verbaut, wodurch das Gerät nicht der HiFi-Norm entspricht. Die Folientasten an der abgeschrägten Front sind mit folgenden Funktionen belegt: Start/Stop, < - Vorspulen, > - Rückspulen, <> - Heben und Senken des Tonarms, S - Veränderung der Aufsetzposition des Tonarms (wichtig für Maxi-Singles), R - Endlosfunktion, 45 und 33 Umdrehungen. Einige dieser Funktionen werden mittels LED´s über den Folientasten angezeigt. Das Gerät verfügt über einen integrierten Vorverstärker, jedoch über keine eigenen Endstufen. Aus der Typenbezeichnung „LT-CS 01“ lässt sich schließen, dass wohl die Produktion weiterer Plattenspieler in Teltow geplant war, wozu es durch die Wende jedoch nie kam.
MA 224
2400/2500
Riemengetriebene Stereo-Plattenspieler mit Holzgehäuse, Schwenk-Tonarm und keramischem Abtaster, aber ohne integrierten Vollverstärker
MA 523/5529, P 1929, Rubin 2000 & Sinfonie
Riemengetriebene Stereo-Plattenspieler mit Holzgehäuse, Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster und integrierten Vollverstärker
Ziphona Combo 523 & Ziphona Türkis 524
Stereo-Plattenspieler mit Reibradantrieb, Holzgehäuse, Schwenk-Tonarm, keramischem Abtaster und integriertem Vollverstärker
Kassettendecks
Stereokassette 1
Das "Stereokassette 1" war das erste RFT-Kassettendeck mit Holzgehäuse und Kassettenfach an der Geräteoberseite. Als Laufwerk kam ein einmotoriges KGB4 zum Einsatz, das auch beim Stern-Recorder und Prominent Duo verbaut wurde. Es verfügt über sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Vor- und Rücklauf, sowie jeweils eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Das Laufwerk ist weder mit einer Pausentaste ausgestattet, noch lassen sich die Vor- und Rückspultasten einrasten. Weitere Leistungsmerkmale: Automatische Aussteuerung, zwei Aufnahmeeingänge (Phono/Micro & Radio) und ein Klangwahlschalter (Musik & Sprache). Optisch passt das Kassettendeck am Besten zum „Rema Andante 840“ und „Rema Arietta 730“.
SK 900
Das SK 900 verfügt wie das Vorgängerdeck über ein Kassettenfach an der Geräteoberseite und ist in ein Holzgehäuse eingebaut. An dem Gerät wurde ein einmotoriges, ungarisches Importlaufwerk verbaut. Dieses verfügt über fünf Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Vor- und Rücklauf sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches (Pausentaste separat). Weitere Leistungsmerkmale: Bandzählwerk, Bandsortenwahl, regelbarer Kopfhöreranschluss, Pegelaussteuerung und Anzeige über zwei Analoginstrumente. Optisch wurde das Deck dem Steuergeräten Carat S angepasst.
SK 1201
Das zum Steuergerät SP 1201 passende Kassettendeck wurde auf der 9. Kunstausstellung in Dresden 1982 vorgestellt, ist jedoch nie in Serie gegangen. (Nähere Infos gesucht)
SK 1809
Nähere Infos und Bild gesucht!
GC 6030-6132 Geracord
Die Geracord-Kassettendecks wurden als Ergänzung zu verschiedenen RFT-Steuergeräten gebaut. Das GC 6030 war das erste Deck der Serie und noch in dem typischen Recorder-Plastikgehäuse untergebracht. Das eingebaute einmotorige Laufwerk kam auch bei verschiedenen RFT-Radiorecorder zum Einsatz. Es verfügt über sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und Rücklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Die Pegelaussteuerung ist über zwei Schieberegler und Analoginstrumente möglich. Weitere Leistungsmerkmale: Batteriekontrolle und Netzanzeige über LED, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, fest eingebautes Mikrofon, regelbarer Kopfhöreranschluss, 12V- und Verstärker-Anschluss. Das GC 6031 ist dem GC 6030 technisch noch sehr ähnlich, optisch aber deutlich überarbeitet worden. Es wurde in ein Stahlblechgehäuse mit massiver Alufront eingebaut. Die Pegelaussteuerung erfolgt nicht, wie bei den meisten RFT-Decks, über ein Tandempoti, sondern über zwei getrennte Regler für beide Seiten. Der Aufnahmepegel wird nun über zwei 10-LED-Ketten angezeigt. Das GC 6031 passt optisch zum Steuergerät RX 42. Beim ansonsten identischem GC 6033 wurde zusätzlich die Tiefe des Abdeckbleches dem RX 42 angepasst. Das GC 6032 passt wiederum zum SR 2400 und das seltene GC 6034 zur Fera-Kombination. Die 61er-Serie wurde technisch etwas überarbeitet. Die Geräte verfügen zusätzlich über zwei getrennte Mikrofoneingänge, einen MPX-Filter für Radioaufnahmen, eine Pausenlöschfunktion und ein zuschaltbares Rauschminderungssystem (DNR). Das GC 6131 wurde optisch wieder dem RX 42 angepasst und das GC 6132 dem SR 2410.
Rema KX 80
Anhand der Typenbezeichnung läßt sich vermuten, daß es sich um ein optisch an das Rema Tonica RX 80/81 angepasstes Kassettendeck handelt (Geracord-Basis ???). Dieses ist aber wohl nie in Serie gegangen. (Nähere Infos und Bild gesucht)
Bürodiktier-, Daten- und Telefonmitschnittgeräte / In der DDR war der Bedarf an derartigen Geräten bekanntlich hoch. BDG 2000 und CAW-AW: Zweimotoriges HMK-Laufwerk und Geracord-Gehäuse, CAW-2A: 2 Zweimotorige HMK-Laufwerke und verbreitertes Geracord-Gehäuse, GCC 6021/6025 Datacord: Einmotoriges Geracord-Laufwerk und GC-6020-Gehäuse, GC 6500: Zweimotoriges HMK-Laufwerk und Geracord-Gehäuse, TG 7127: Zweimotoriges SK-3000-Laufwerk und Einbaurahmen TAB 1: Doppeldeck mit zwei KGB4-Laufwerken
Heimstudio-Mischgeräte
Hifi-Studio 506
Das Heimstudio-Mischgerät "Hifi-Studio 506“ wurde ab 1978 bei der PGH Fernsehen-Radio Berlin (FERA) produziert. An das Gerät lassen sich sechs Tonquellen und zwei Kophörer anschließen. Der eingestellte Ausgangspegel wird über zwei Analoginstrumente angezeigt.
Disco 2000
Ab Anfang der Achtziger wurde das deutlich kleinere "Disco 2000" im Funkwerk Berlin-Köpenick produziert. Das Gerät besitzt vier Monoeingänge (Phono, Band, Micro & Radio). Die Spannungsversorgung erfolgt über vier R14-Batterien.
Regie 2000/3000
Das Gerät wurde Mitte der Achtziger durch das "Regie 2000 Stereo" abgelöst. Dieses besitzt vier getrennt regelbare Stereo-Eingänge. Der Mikrofon- und Plattenspieler-Eingangspegel lassen sich an der Geräterückseite zusätzlich nachregeln. Beim parallel produzierten "Regie 3000 Stereo" (Bild) kam noch ein regelbarer Kopfhöreranschluss hinzu.
MPR 80
Das MPR 80 ist ein Mono-Transistor-Mischgerät aus dem VEB Verstärkertechnik Dresden mit 4 Eingängen, verbaut in einem lackierten Stahlblechgehäuse. Passend hierzu gab es noch den Monoverstärker TMR 63 vom selben Hersteller.
Sonstiges
TMR 63
Der TMR 63 ist ein Mono-Transistor-Verstärker aus dem VEB Verstärkertechnik Dresden mit einer Ausgangsleistung von 50 VA, Höhen- und Tiefenregelung, verbaut in einem lackierten Stahlblechgehäuse. Passend hierzu gab es noch das Mischgerät MPR 80 vom selben Hersteller.
BG 19-33, KB 100, Diktina, Smaragd & Tonmeister
Tonbandgeräte aus DDR-Produktion / Diese wurden Anfang der Siebziger durch Importgeräte abgelöst, größtenteils von Tesla (ČSSR) und Unitra (Polen). Infos zu Geräten aus DDR-Produktion unter www.smaragd-rft.de
CD 9000 & Tesla Livotel MC 901
Der „CD 9000“ war der erste und einzige unter dem Markennamen „RFT“ vertriebene CD-Player. Hierbei handelt es sich allerdings nur um einen billigen Import aus Japan für den sich nach der Wende eine westdeutsche Handelskette die Markenrechte gesichert hat. Bereits vor der Wende wurde in der DDR mit der Entwicklung eines CD-Players begonnen, dessen Produktion aber wohl bei Tesla in der ČSSR geplant war und auch nicht mehr zustande kam. Tesla Litovel hat ab 1986 CD-Player in die Geschäfte der ČSSR geliefert. Diese wurden gegen inländische Währung vertrieben. Kurze Zeit später haben Tesla und Phillips eine gemeinsame Firma gegründet, die AVEX. AVEX mit Sitz in Bratislava hat bereits vor der Wende CD-Player und Videorecorder produziert. Zum Sortiment gehörte der MC 901 (siehe Bild), der in der ČSSR für 10.000 Kčs verkauft wurde.
RK 5 Tuner, RK-5a & RE 822
Hifi-Tuner und Empfängereinschübe auf Basis des Steuergerätes RK 5 Sensit ohne integrierten Verstärker
HMK TV SAT
Sattellitenreceiver optisch passend zur HMK 200 (ist nie in Serie gegangen)
QE 1010
Mit diesem Nachschaltegerät ist es möglich an einen normalen Stereoverstärker vier Boxen in Pseudo-Quadro-Effekt-Schaltung zu betreiben.
AKA Lichteffektgerät
Bei AKA Electronic in Berlin gefertigte Heim-Lichtorgel mit drei fest installierten Lampen, früher Vorläufer des SL 3930