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RK 2/3 & RK 5-8 Sensit

Die Mono-Steuergeräte RK 2 und RK 3 mit Holzgehäuse sind noch röhrenbestückt, RK 5 und RK 7 waren die ersten transistorbestückten Stereogeräte der Sensit-Serie in dem typischen Stahlblechgehäuse, RK 8 Sensit mit Pseudo-Quadro-Effekt-Schaltung und KW-Lupe (Bilder und Beschreibungen ergänze ich noch)

RK 88 Sensit

Das RK 88 wurde als viertes Modell der Sensit-Serie ab 1981 durch die Hempel KG in Limbach-Oberfrohna produziert. Der mechanische Aufbau des Gerätes erinnert noch sehr stark an das Chassis eines Röhrenradios und wurde auch bis zum Ende der Achtziger kaum verändert, während der technische Aufbau im Laufe der Zeit stark überarbeitet wurde. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz, KW1-, KW2-, MW- und LW-Band. Die Frequenzen für den AM- & FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Über fünf Programmtasten können UKW-Sender fest belegt werden. Das Gerät hat einen guten Empfang auf allen Wellenbereichen. Zur genauen Abstimmung ist das Radio mit einer analogen Empfangspegel - und Stereoanzeige ausgestattet. Außerdem läßt sich eine automatische Scharfabstimmung (AFC) zuschalten. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x25 VA (4 Ohm) bei einem Klirrfaktor von nur 0,08 %, was mal wieder ein gutes Beispiel für die sehr realistischen Leistungsangabe der RFT-Geräten ist (nach heutigen westlichen Angaben wohl irgendetwas deutlich jenseits der 100 Watt). Er verfügt über Eingänge für drei weitere Tonquellen und zwei Aufnahmeausgänge, sowie zwei Kopfhöreranschlüsse. Als Endstufentransistoren wurden vier 2N3055 verbaut. Das Gerät wiegt aufgrund des großen Trafos und der massiven Bauweise knapp 12 kg und ist mit einem Schukostecker versehen. Das ab 1984 produzierte "RK 88 IS" (Bild mit dem russischen Equalizer Электроника Э-06) verfügt weitestgehend über die selben Funktionen. Der Drehregler für die automatische Scharfabstimmung (AFC) wurde durch eine Taste ersetzt, die analoge Empfangspegelanzeige durch eine LED-Kette mit zusätzlicher Feinabstimmungsanzeige und die Rauschunterdrückung (Muting) läßt sich stufenlos regeln. Der größte Unterschied zum Vorgänger "RK 88" besteht in der sehr umfangreichen Bestückung mit IC´s (daher die Typenbezeichnung "IS" für "Integrierte Schaltungen").

RK 90 Sensit Cubus

Das "RK 90 Sensit Cubus" mit komplett überarbeitetem Gehäuse, Digitaltuner und Fernbedienung ist nie in Serienproduktion gegangen. (Beschreibung ergänze ich noch)

RS 2500 Robotron

Das Steuergerät RS 2500 wurde von 1989-1990 als Nachfolgemodell des SR 2401/2410 bei Robotron in Sömmerda produziert. Dabei wurde die Ausstattung und Gehäusequalität deutlich verbessert. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-108 MHz mit automatischer Scharfabstimmung (AFC) und ein Mittelwellenband. Die genauen Abstimmung ist über eine Empfangspegel- und Stereoanzeige sowie eine Feinabstimmungsanzeige im Skalenzeiger möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x12 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen, sowie ein Aufnahmeausgang und Kopfhöreranschluss. Als IC-Verstärker kamen zwei A2030H zum Einsatz. Statt der Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung besitzt das Gerät Auskoppelkondensatoren. Eine häufige Fehlerquelle sind wie beim Tonica RX 81 der leichtgängige Netzschalter und die Drehschalter.

RS 2510 Robotron

Der RS 2510 entspricht technisch weitestgehend dem RS 2500, verfügt aber zusätzlich über 16 Programmspeicherplätze. Die Programmwahl und Umschaltung auf manuelle Einstellung erfolgt mittels dreier Tipptasten und wird über eine zweistellige 7-Segment-LED-Anzeige dargestellt.

RS 5001 Robotron

Das Steuergerät RS 5001 wurde ab 1981 bei Robotron produziert. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz mit zuschaltbarer automatischer Scharfabstimmung (AFC), Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die eingestellte Frequenz wird über eine Kette aus 34 LED´s angezeigt. Somit ist eine Anzeige im Abstand von ca. 250 kHz möglich. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Empfangspegel- und Stereoanzeige. Außerdem ist das Speichern von acht weiteren Sendern möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x25 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie zwei Aufnahmeausgänge und einen Kopfhöreranschluss.

RS 6010 Rema Musette

Beim Rema Musette handelt es sich um eine etwas gewöhnungsbedürftige und nie in Serie produzierte Designvariante des SR 3930 mit schwarzem Gehäuse und Tasten ähnlich dem Rema Toccata. Technisch ist das Gerät mit dem SR 3930 weitestgehend identisch. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-108 MHz mit zuschaltbarer Rauschunterdrückung (Stereo NR), Kurz- und Mittelwellenband. Die eingestellte Frequenz wird über eine Kette aus 23 LED´s angezeigt. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Empfangspegel- und Stereoanzeige. Außerdem ist das Speichern von neun weiteren Sendern möglich. Das aktuell gewählte Programm wird wie beim RS 2510 oder Colormat 4510 durch eine Auf- und Ab-Taste angewählt und kann über eine grüne 7-Segment-Anzeige abgelesen werden. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x13 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie zwei Aufnahmeausgänge und einen Kopfhöreranschluss. Als IC-Verstärker kamen zwei A2030V zum Einsatz.

RS 6020 Rema Dialog

Steuergerät auf Basis des Rema Tonica mit Digitaltuner, 16 Programmspeicherplätzen und Fernbedienung (Beschreibung ergänze ich noch)

RX 10 Rema Minor

Das Mono-Steuergerät Rema Minor RX 10 wurde ab Ende der Siebziger bei Rema in Stollberg produziert. Unter dem schicken Holzgehäuse mit verchromten Alutasten und -reglern befindet sich ein technisch sehr einfaches Gerät, dessen Abstammung vom Rema Solo noch eindeutig erkennbar ist. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Der eingebaute Mono-Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 6 VA (4 Ohm) über zwei russische Endstufentransistoren und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Das Rema Minor wurde zumeist mit den passenden Einwege-Kompaktboxen B 7135 ausgeliefert.

RX 21 Rema Minuet

Das Stereo-Steuergerät Rema Minuet RX 21 wurde Anfang der Achtziger auf Basis des Rema Andante 744 bei Rema in Stollberg produziert. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz und eine automatische Scharfabstimmung (AFC). Außerdem ist der Kurz-, Mittel- und Langwellenempfang möglich. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Empfangspegel- und Stereoanzeige. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x8 VA (4 Ohm) über vier Endstufentransistoren SD 345 und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Das Rema Minuet wurde zumeist mit den passenden Einwege-Kompaktboxen B 7135 ausgeliefert.

RX 40 Rema Marcato

Das Steuergerät Rema Marcato RX 40 wurde Anfang der Achtziger auf Basis des Rema Andante 844 bei Rema in Stollberg produziert. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz und eine automatische Scharfabstimmung (AFC). Außerdem ist der Kurz-, Mittel- und Langwellenempfang möglich. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Empfangspegel- und Stereoanzeige. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ohm) über vier Endstufentransistoren SD 345 und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Die höhere Ausgangsleistung gegenüber dem RX 21 ergibt sich dabei nicht aus verbesserten Endstufen, sondern resultiert aus dem größeren Trafo.

RX 41 Rema Marcato

Das RX 41 entspricht technisch weitestgehend dem RX 40. Allerdings wurden im ZF-Teil zunehmend IC´s verbaut und die Beschriftung der Bedienelemente erfolgte nun in Englisch. Die Vor- und Endstufen sowie das Gehäuse blieben dabei komplett unverändert.

RX 42 Rema Modus

Das Steuergerät RX 42 ist technisch baugleich mit dem Vorgänger RX 41 und wurde ab 1985 bei Rema in Stollberg produziert. Es ist optisch den Geracord-Kassettendecks GC 6031 und GC 6131 angepasst worden. Unter dem schicken Gehäuse mit massiver Alufront, verchromten Alutasten und -reglern befindet sich ein technisch eher einfaches Gerät, dessen Abstammung vom Rema Andante noch eindeutig erkennbar ist. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist über eine Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich, die sich bei diesem Gerät unterhalb der Skala befindet. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ohm) über vier Endstufentransistoren SD 345 und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang.

RX 46 Rema Melodic HIFI

Das Steuergerät Rema Melodic RX 46 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem RX 41. Durch eine veränderte Bauteilbestückung erfüllt das Gerät jedoch der HIFI-Norm, die die RX 40-42 trotz ihrer Ausgangsleistung von mehr als 2x10 VA noch nicht erreichten. An der Optik und Ausstattung wurden keine Veränderungen vorgenommen.

RX 80 Rema Tonica

Das Steuergerät RX 80 basiert technisch wohl auf den Komponenten HMK-T 100 sowie HMK-V 100 und wurde von 1987-1988 bei Rema in Stollberg produziert. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-108 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die allerersten Geräte hatten noch ein UKW-Frequenzband bis 104 MHz. Über 14 Programmtasten lassen sich UKW-Sender fest vorbelegen. Durch einfaches Berühren des Frequenzreglers kann die Frequenz auch manuell gewählt werden. Solange der Chromring des Reglers berührt wird, ist die automatische Scharfabstimmung (AFC) außer Betrieb und wird danach wieder automatisch aktiviert. Der Tuner besitzt eine mechanische Frequenzanzeige für die manuelle Senderwahl und eine Kette aus 12 LED´s für die 14 Programmspeicherplätze. Zur genauen Abstimmung verfügt das Gerät des Weiteren über eine Empfangspegel-, Feinabstimmungs- und Stereoanzeige. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x30 VA (4Ω), Eingänge für drei weitere Tonquellen und zwei Aufnahmeausgänge, sowie vier Lautsprecher- und zwei Kopfhöreranschlüsse. Über die Linear-Taste lässt sich die Klangregelung komplett ausschalten und über eine weitere Taste der Pegel auf bis zu -12 dB absenken. Als Endstufentransistoren wurden vier russische кт819в verbaut (leider schlecht vergleichbarer Ersatz zu finden). Die eingebauten Relais GBR 15.2 verursachen teilweise Aussetzer an den Lautsprecherausgängen, lassen sich aber mit etwas Vorsicht öffnen und der Fehler dann mit Kontaktspray beheben. Den RX 80 gibt es mit braunem und braun-beigefarbenem Gehäuse. Vorserienmodelle gab es auch mit silberner Blende (siehe Bild).

RX 81 Rema Tonica (braun & braun-beige)

Das ab 1988 produzierten RX 81 entspricht technisch und optisch weitestgehend dem RX 80. Allerdings entfällt durch die weitere Halbleiterbestückung der Dreko. Somit lassen sich die 14 Programmspeicherplätze auch mit Kurz- und Mittelwellensendern belegen. Auf ein Langwellenband wurde zugunsten einer Kabelnetztaste (UKW-Fern) verzichtet. Der mechanische Zeiger wurde trotzdem beibehalten, da das ganze Gehäuse noch identisch und die LED-Anzeige mit 23 Anzeigemöglichkeiten auch nur relativ ungenau ist. Eine häufige Fehlerquelle beim RX 81 sind die erstmals überarbeiteten Schalter, die jetzt leichtgängiger, dafür aber auch anfälliger sind. Sie rasten bei Defekt entweder nicht ein oder bleiben gleich stecken.

RX 81 Rema Tonica (schwarz)

Einige der im Laufe des Jahres 1990 produzierten Geräte wurde mit schwarzen statt der üblichen braunen und braun-beigefarbenen Gehäuse und REMA- statt Robotron-Schriftzug an der Front produziert. Weiterhin unterscheiden sich die Steuergeräte durch den Einzelring am Frequenzregler. Zuvor bestand dieser aus zwei Ringen, die bei Widerstandsänderung auf manuelle Abstimmung umschalten. Hier wird dieses wohl wie schon beim HMK-T100 durch Erdung beim Berühren ausgelöst. Ob die Geräte bereits mit den vergoldeten Lautsprecherrelais-Kontakten des RX81/2 ausgestattet sind ist mir nicht bekannt.

RX 81/2 Rema Tonica

Der RX81 wurde leicht überarbeitet als RX81/2 weiterproduziert. Neben den bereits bei den letzten RX81 vorgenommenen Änderungen sind diese Geräte mit einem zusätzlichen Entzerrer-Vorverstärker und vergoldeten Kontakten an den Lautsprecherrelais ausgestattet. Desweiteren wurde auf sämtliche Herstellerangaben auf der Rückseite verzichtet und die Geräte tragen stattdessen ein großes CE-Zeichen.

SP 1201

Das auf Digitaltechnik basierende Steuergerät SP 1201 wurde auf der 9. Kunstausstellung in Dresden 1982 vorgestellt, ist jedoch nie in Serie gegangen. (Nähere Infos gesucht)

SR 750 Stereo Radio

Das noch zur Wendezeit bei Stern Radio in Berlin entwickelte SR 750 ist nie in die Serienproduktion gegangen. Für das Steuergerät wurde vermutlich nur eine SKR-700-Platine liegend und kopfüber in ein etwas gewöhnungsbedürftiges Gehäuse gebaut (daher wohl auch die Typenbezeichnung). Mit dem Gerät ist der UKW-, Kurz- und Mittelwellenempfang möglich. Außerdem können drei externe Tonquellen angeschlossen werden. Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, fest installierte UKW-KW-Dipolantenne, getrennte Klangregelung für Höhen und Tiefen sowie Balanceregelung, Monoumschalter, Empfangspegelanzeige mittels zweier Mini-LED´s im Skalenzeiger und Stereoanzeige. Passend zum Steuergerät war ein einfaches Kassettenteil mit einem motorgestützten Laufwerk, Bandzählwerk und Kopfhöreranschluss geplant.

SR 750 Lady Stereo

Das ebenfalls nie in Serie produzierte Steuergerät "SR 750 Lady Stereo" wurde auf Basis des SR 750 entwickelt, ist aber technisch etwas vereinfacht. Mit dem Gerät ist neben dem UKW-, Kurz- und Mittelwellenempfang auch der Langwellenempfang möglich. Allerdings fehlen die beiden Teleskopantennen und zwei der drei Toneingänge. Die Front wurde optisch umgestaltet. Ein passendes Kassettenteil war wohl nicht vorgesehen.

SR 1500 Akkord

Der SR 1500 Akkord (Bild) wurde ab Anfang der Achtziger bei Stern Radio in Sonneberg produziert. Unter dem Holzgehäuse mit silberner Plastikfront sowie schwarzen Plastiktasten und -reglern befindet sich ein technisch eher einfaches Gerät. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genaue Abstimmung ist über eine Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x8 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen, einen Aufnahmeausgang und zwei Kopfhöreranschlüsse. Weitere Leistungsmerkmale: automatische Scharfabstimmung (AFC), Rauschsperre (Muting), Monoumschalter, getrennt Höhen- und Tiefenregelung

SR 2400 Robotron

Der SR 2400 wurde als "billige" Alternative zu den immer teurer werdenden RFT-Stereoanlagen bei Robotron in Sömmerda produziert und meistens zusammen mit den Einwege-Bassreflexboxen B 2410 ausgeliefert. Billig hieß dabei allerdings zusammen mit den Boxen immer noch deutlich über 1000,- M. Mit dem passendem Geracord-Kassettendeck GC 6032 konnte dieser Preis noch einmal deutlich überschritten werden. Das Gerät ist technisch sehr einfach aufgebaut. Die Tuner- und Verstärkerplatine sind denen des SKR 500 sehr ähnlich. Alle Anschlussbuchsen, Schalter und Potis befinden sich direkt auf den Platinen, wodurch keine zusätzliche Beschaltung erfolgen musste. Durch das verbaute Tandempoti konnte auf einen zusätzlichen Balanceregler und eine entsprechende Beschaltung durch einen IC verzichtet werden. Die kurzschlussfesten IC-Verstärker ohne Überlastschutz "A210K" sorgen für eine Ausgangsleistung von 2x4,5 VA an 4 Ohm. Statt der sonst üblichen Alufrontplatten und -tasten besitzt das Gerät nur eine Plastikfront mit eingeklebten Stahlblechen und Plastiktasten. An der Verarbeitung wurde, wie in der DDR üblich, natürlich nicht gespart. Außerdem kann der UKW-Empfang mit vielen RFT-Hifigeräten problemlos mithalten. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-104 MHz, Kurz-, Mittel- und Langwellenband und eine automatische Scharfabstimmung (AFC).

SR 2401 Stereo Clock

Das kurz vor der Wende produzierte und unter anderem über Genex vertriebene SR 2401 verfügt zusätzlich über eine LCD-Uhr mit Weckfunktion neben der Skala und weiße Frontbleche. Technisch entspricht das Gerät ansonsten weitestgehend dem SR 2400.

SR 2410 Robotron

Das parallel zum SR 2400 produzierte Steuergerät SR 2410 (Bild mit Kassettendeck GC 6132) wurde um sieben Programmspeicherplätze und eine Empfangspegelanzeige mit fünf LED´s erweitert. Beides wurde in ein geschlossenes Modul integriert und diesen dann in die Skalenöffnung eingehängt, sodaß die Hauptplatinen weitestgehend unverändert blieben. Durch die sehr einfache Mechanik und die verwendeten Trimmer klemmen die Tasten häufig und die Abstimmung ist nur unpräzise möglich.

SR 3930 Rema

Das Steuergerät SR 3930 wurde von 1988-1990 auf Basis des RX 81 bei Rema in Stollberg gebaut und optisch der S-3930-Serie angepasst. Die verbauten Platinen sind mit dem Rema Tonica weitestgehend identisch. Der eingebaute Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-108 MHz mit zuschaltbarer Rauschunterdrückung (Stereo NR), Kurz- und Mittelwellenband. Die eingestellte Frequenz wird über eine Kette aus 23 LED´s angezeigt. Somit ist eine Anzeige im Abstand von ca. 500 kHz möglich. Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine Empfangspegel- und Stereoanzeige. Außerdem ist das Speichern von neun weiteren Sendern möglich. Das aktuell gewählte Programm kann über eine 7-Segment-LED-Anzeige abgelesen werden. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x13 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen sowie zwei Aufnahmeausgänge und einen Kopfhöreranschluss. Als IC-Verstärker kamen wie beim SC 1800 und SV 210 zwei A2030V zum Einsatz (Weiterentwicklung des MDA 2020, kurzschlussfest mit Überlastschutz). Statt der an vielen Verstärkern üblichen Relaisschaltung zur Einschaltverzögerung besitzt das Gerät Auskoppelkondensatoren. Eine häufige Fehlerquelle sind wie beim Rema Tonica RX 81 die leichtgängigen Schalter.

Carat S

Das Carat S wurde ab 1978 produziert. Das Gerät besitzt ein 60 cm breites furniertes Holzgehäuse mit Plastikfront und -tasten. Der eingebaute Tuner verfügt über das zu dieser Zeit übliche UKW-Band von 87,5-104 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Über acht Sensortasten können vorbelegte UKW-Sender angewählt werden. Die genauen Abstimmung ist über eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen, sowie einen Aufnahmeausgang. Optisch passend zu diesem Gerät gab es noch das Kassettendeck SK 900 (Beschreibung unter "Hifi-Kombinationen").

Carat IR

Das "Carat Infrarot" entspreicht technisch weitestgehened dem Carat S, konnte aber zusätzlich über die Fernbedienung "Selectron 01" gesteuert werden.

HIFI 100 (SR 2406)

Das „HIFI 100“ auf Basis des „Carat S“ wurde mit leistungsstärkeren Endstufen versehen (2x30 VA) und die Gehäusetiefe entsprechend erweitert.

Intana 800-802

Das Intana 800 wurde Ende der Siebziger auf Basis der Proxima-Serie bei Stern Radio in Sonneberg produziert. Das komplett transistorbestückte Gerät ist in ein furniertes Holzgehäuse mit Plastikfront eingebaut. Der integrierte Tuner verfügt über das zu dieser Zeit in der DDR übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die genauen Abstimmung ist über zwei Soffittenlampen zur Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Das Gerät hat Eingänge für zwei weitere Tonquellen, sowie einen Aufnahmeausgang. Weitere Leistungsmerkmale: Automatische Scharfabstimmung (AFC), Mono-Umschalter und Kopfhöreranschluss. Beim ansonsten identischen Intana 801 wurde das UKW-Band für den Westexport auf 87,5-108 MHz erweitert. Das Intana 802 mit 66-73 MHz war wohl für den Export nach Osteuropa vorgesehen.

Junior 503-505

Das Junior 503 entspricht technisch komplett dem weiter unten beschriebenen Sonneberg 500, wobei die Front überarbeitet wurde und das Gehäuse aus furniertem Sperrholz besteht. Beim Junior 504 wurde das UKW-Band auf 87,5-108 MHz erweitert und beim 505 der osteuropäischen OIRT-Norm angepasst (66-74 MHz). Das 504 ging als „Bruns Messina“ in den Westexport, da die eigentliche Herkunft aus der Typenbezeichnung wie so häufig nicht ersichtlich sein durfte.

Proxima 401-482

Das Proxima 401 (Bild) wurde ab 1975 als zweites Quadro-Effekt-Steuergerät neben dem RK 8 Sensit produziert. Das Gerät besitzt ein 55 cm breites furniertes Holzgehäuse mit Stahlblechfront. Der eingebaute Tuner verfügt über das zu dieser Zeit übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die Frequenzen für das AM- und FM-Band lassen sich getrennt regeln. Die genauen Abstimmung ist über zwei Soffittenlampen zur Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x6 VA (4 Ohm) mit vier Lautsprecherausgängen an zwei Endstufen, außerdem Eingänge für zwei weitere Tonquellen, sowie einen Aufnahmeausgang. Bei den Steuergeräten Proxima 403/408/409/411/413/415/417/419/421/422/423/482 wurden die Gehäuse optisch überarbeitet oder das UKW-Band für den Export geändert.

Rema Adagio/Andante/Arietta/Arioso 730-844

Das Rema Adagio 830 wurde ab 1968 als Nachfolgemodell des Röhrengerätes Rema Allegro bei Rema in Stollberg produziert. Das komplett transistorbestückte Gerät besitzt ein 60 cm breites lackiertes Holzgehäuse mit Stahlblechfront. Der eingebaute Tuner verfügt über das zu dieser Zeit in der DDR übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die Frequenzen für den AM- und FM-Bereich lassen sich getrennt regeln und die eingebaute Ferritantenne kann über einen Regler gedreht werden. Die genauen Abstimmung ist über eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x15 VA (4 Ohm) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen, sowie ein Aufnahmeausgang. Das parallel produzierte Rema Arietta 730 ist baugleich, verfügt aber über ein vereinfachtes Netzteil. Die Nachfolgemodelle Rema Andante 834 und Rema Arietta 734 sind technisch weitestgehend identisch, wurden aber optisch überarbeitet. Von 1981-1984 wurde die letzte Serie unter der einheitlich Bezeichnung Rema Andante gebaut (-744 mit Einwegeboxen, -844 mit Zweiwegeboxen). Statt der drehbare Ferritantenne besitzen die Geräte nun einen Kopfhöreranschluss, ein verlängertes UKW-Frequenzband bis 104 MHz und einen deutlich verbesserten IC-Stereodecoder.

Rema Allegro 82/2072

Das Rema Allegro 2072 (Bild) wurde in den sechziger Jahren bei Rema in Stollberg produziert. Das komplett röhrenbestückte Stereo-Gerät ist in ein 60 cm breites lackiertes Holzgehäuse mit Glasfront eingebaut. Der Tuner verfügt über das zu dieser Zeit in der DDR übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein KW1, KW2-, Mittel- und Langwellenband. Die genauen Abstimmung ist, wie bei den meisten Röhrenradios, über das "magische Auge" an der linken Seite möglich. An dem Gerät befinden sich Eingänge für zwei weitere Tonquellen. Weitere Leistungsmerkmale: abschaltbare Ferritantenne, Stereoumschalter, Stereoanzeige und eine getrennte Klangregelung für Höhen und Tiefen. Das Nachfolgemodell Rema Allegro 82 ist technisch weitestgehend identisch, wurde aber optisch überarbeitet.

Rema Akzent 730

Das recht seltene Rema Akzent basiert technisch vermutlich auf dem Rema Arietta 730, jedoch in vereinfachter Form mit einem völlig anderen mechanischen Aufbau. Es verfügt offensichtlich über ein getrennt regelbares UKW- und Mittelwellenband. Die Anzeige besteht wohl wie beim Stern Garant aus je einer Walzenskala mit festem Zeiger (?). Ansonsten lassen sich Höhen und Tiefen getrennt regeln, die Balance und natürlich verfügt es über einen Lautstärkeregler. Die Steuergeräte wurden in der Regel mit L2301-Chassis bestückten Einwegeboxen in Gehäusefarbe ausgeliefert.

Rema Centuri 22/2060

Beim Rema Centuri 2060 (Bild) auf Basis des Rema Allegro fehlt die Stereoanzeige und die getrennte Klangregelung für Höhen und Tiefen. Das Nachfolgemodell Rema Centuri 22 ist technisch weitestgehend identisch, wurde aber optisch überarbeitet.

Rema Cornet 840

Das Rema Cornet 840 basiert technisch auf dem nachfolgend beschriebenen Rema Toccata 940. Allerdings verfügt das Gerät nur über einfachere Endstufen. Außerdem fehlen die Sensortasten zur Programmwahl, die vier zusätzlichen Klangregeltasten und der Kopfhöreranschluss.

Rema Toccata 940

Das Rema Toccata 940 wurde ab 1977 bei Rema in Stollberg produziert. Das erstmals mit mehreren IC´s bestückte Gerät besitzt ein 60 cm breites furniertes Holzgehäuse mit Stahlblechfront und Plastiktasten. Der eingebaute Tuner verfügt über das zu dieser Zeit übliche UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Über sechs Sensortasten können vorbelegte UKW-Sender angewählt werden. Die genaue Abstimmung ist über eine analoge Empfangspegel- und Stereoanzeige möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x25 VA (4Ω) und Eingänge für zwei weitere Tonquellen, sowie ein Aufnahmeausgang. Passend zum Steuergerät erschienen die gleichnamigen Zweiwegeboxen (B 9325) mit verbesserten Rema-Andante-Chassis. Das Rema Toccata wurde auch mit erweitertem Frequenzband bis 108 MHz unter den Bezeichnung "Bruns RC 941" und „Bruns Toccata“ in die Bundesrepublik exportiert.

Sonneberg 500-502 & Wien 500

Das Sonneberg 500 wurde ab 1976 bei Stern Radio in Sonneberg produziert. Unter dem schwarzen oder roten Plastikgehäuse befindet sich das technisch einfachste RFT-Steuergerät mit einem UKW-Band von 87,5-100 MHz. Außerdem ist der Kurz- und Mittelwellenempfang möglich. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x3 VA (4 Ohm) und Eingänge für eine weitere Tonquelle sowie jeweils ein Aufnahme- und Kopfhörerausgang. Die Lautstärkeregelung erfolgt über zwei getrennte Schieberegler für den rechten und linken Kanal, wodurch ein zusätzlicher Balanceregler entfällt. Weitere Leistungsmerkmale: KW-MW-Ferritantenne, automatische Scharfabstimmung (AFC), Klangregelschalter (Höhen), Monoumschalter und Stereoanzeige. Das ansonsten baugleiche Sonneberg 502 verfügt über das osteuropäische Band von 66-74 MHz (OIRT) und das Sonneberg 501 über ein erweitertes UKW-Frequenzband von 87,5-108 MHz. Dieses ging wiederum unter der Bezeichnung „Bruns Wien 500“ in den Westexport, da die Typenbezeichnung natürlich nicht auf die tatsächliche Herkunft der Geräte deuten durfte.

Stereo 5080

Das Stereo 5080 entspricht technisch komplett dem Sonneberg 500, wobei die Front überarbeitet wurde und das Gehäuse aus furniertem Sperrholz besteht.

Stereo Effect/Grand/Präsent 2401

Die Steuergeräte Stereo Effect 2401, Stereo Grand 2401 und Stereo Präsent 2401  (Bild) wurden mit verschiedenen Fronten bei Stern Radio in Sonneberg produziert. Das Radio ist in ein 55 cm breites, furniertes Holzgehäuse mit Stahlblechfront eingebaut. Der integrierte Tuner verfügt über ein UKW-Band von 87,5-100 MHz sowie ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Die Frequenzen für den AM- und FM-Bereich lassen sich getrennt regeln. Zur genauen Abstimmung verfügt das Gerät über zwei Soffittenlampen zur Empfangspegel- und Stereoanzeige. Der eingebaute Verstärker hat eine Ausgangsleistung von 2x10 VA (4 Ohm) und einen Eingang für eine weitere Tonquelle, sowie einen Aufnahmeausgang.

Transstereo

Das ebenfalls bei Stern Radio produzierte Transstereo entspricht technisch weitestgehend der zuvor beschriebenen 2401-Serie. Allerdings wurde die Soffittenlampe zur Empfangspegelanzeige durch ein Analoginstrument ersetzt.

 
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