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R F T   S t a s s f u r t

Colorlux IF 4010

Farbfernseher mit 67cm-Bildröhre, PAL-Dekoder, 8 Speicherplätze, Infrarot-Fernbedienung, Kopfhörer- und TA/TB-Anschluss; Beschreibung folgt! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „Colorlux IF 4010“ auch im GENEX-Katalog angeboten. Über die GENEX Geschenkdienst GmbH konnten Bundesbürger DDR-Waren aller Art gegen D-Mark erwerben und diese dann als Geschenk direkt an DDR-Adressen liefern lassen. Dieses für den DDR-Außenhandel wohl sehr einträgliche Geschäft wurde über die Jauerfood Kopenhagen vermittelt, die auch die Bestellhotline mit dänischer Landesvorwahl betreute. Hier war z.B. der „Colorlux“ für 2.180,- DM erhältlich. In der Produktbeschreibung des Kataloges von 1986 heißt es hierzu: „Mehr Sehvergnügen durch mehr Bild – Farbfernsehgerät Colorlux IF 4010 – für SECAM/PAL-Empfang mit 67-cm-Inline-Bildröhre; brilliante Farbwiedergabe über den gesamten Bildschirm; 8 Programmspeicherplätze stehen zur Verfügung, die wie alle anderen Funktionen über die Infrarot-Fernbedienung abrufbar sind; zusätzliche komplette Bordbedienung; Mittelwertsteller für Normalbild: Helligkeit, Farbe, Kontrast, Lautstärke, Ein/Aus (Bereitschaft) und Tonstop; mit Anschlussteil für Tonbandgerät und Kopfhörer; Maße (BHT) 780 x 540 x 460 mm“ (Bild oben rechts)

Colormat 4516

Farbfernseher mit 51cm-Bildröhre, PAL-Dekoder, 16 Speicherplätzen, Infrarot-Fernbedienung, Kopfhörer- und TA/TB-Anschluss; Beschreibung folgt! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „Colormat 4516“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Das Gerät findet sich im GENEX-Katalog von 1986 für 1.600,- DM. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Farbfernsehgerät Colormat 4516 – Ein Konzept für das kleinere Platzangebot; hervorragende Farbbrillianz, übersichtliche Gestaltung der Bedienzone; SECAM/PAL-Empfang, 51-cm-Farbbildröhre (Inline), Infrarot-Fernbedienung sowie komplette Bordbedienung; 16 Programmplätze mit Speicherung und vielen Automatikfunktionen; Anschlüsse für Kopfhörer und Tonbandgerät; Maße (BHT) 630 x 430 x 460 mm“

Luxomat 2001

Schwarz/weiß-Fernseher mit 61cm-Bildröhre, 6 Speicherplätzen, Kopfhörer- und TA/TB-Anschluss; Beschreibung folgt! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „Luxomat 2001“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Das Gerät findet sich im GENEX-Katalog von 1986 für 450,- DM. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Schwarz-Weiß-Fernsehgerät Luxomat 2001 – Volltransistorisiertes Gerät mit 61-cm-Bild; Senderschnellwahl durch 6-teiligen Senderspeicher mit freier Wählbarkeit; viele Automatikfunktionen; Sofort-Bild-und-Ton; Drehregler für Kontrast, Helligkeit, Lautstärke und Klang; frontseitige Anschlüsse für Tonbandgerät und Kopfhörer; Maße (BHT) 720 x 490 x 390 mm“

Debüt 1001

Schwarz/weiß-Fernseher mit 50cm-Bildröhre, 6 Speicherplätzen, Kopfhörer- und TA/TB-Anschluss; Beschreibung folgt! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „Debüt 1001“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Das Gerät findet sich im GENEX-Katalog von 1986 für 390,- DM. In der Produktbeschreibung ohne Bild heißt es hierzu: „Schwarz-Weiß-Fernsehgerät Debüt 1001 – Große Leistung auf kleinem Raum; mit 50 cm kontrastreichem Schwarz-Weiß-Bild, 6 Programmplätze frei wählbar; grifig geformte Drehregler für Helligkeit, Kontrast, Lautstärke und Klang; Programmwahl über 6 Drucktasten; viele Automatikfunktionen; Maße (BHT) 620 x 425 x 360 mm“

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R o b o t r o n - E l e k t r o n i k   R a d e b e r g   ( R A F E N A )

combi-vision RF 3301

Schwarz/weiß-Fernseher mit 31cm-Bildröhre, 8 Speicherplätzen, Kopfhörer- und TA/TB-Anschluss; Beschreibung folgt! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „robotron RF 3301“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Das Gerät findet sich im GENEX-Katalog von 1986 für 250,- DM. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Portables Fernsehgerät schwarz-weiß RF 3301 – Das ideale Fernsehgerät für das kleinere Platzangebot, 31-cm-Bild; 8-teiliger Senderspeicher mit hoher Wiederkehrgenauigkeit, Drucktastentechnik, 12V-Batterieanschluss, geräteeigene Teleskopantenne und Ringdipol, Anschlussmöglichkeiten für TB (Aufnahme) und Kopfhörer, Gehäuseausführung metallic-farben, Gewicht 9 kg, Maße 430 x 290 x 260 mm“

color-vision RC 6073

Farbfernseher mit 42cm-Bildröhre, PAL-Dekoder, 8 Speicherplätzen, Kopfhörer- und TA/TB-Anschluss; Beschreibung folgt! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „color-vision RC 6073“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Das Gerät findet sich im GENEX-Katalog von 1986 für 950,- DM. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Portables Farbfernsehgerät color-vision RC 6073 – für SECAM/PAL-Empfang, 42-cm-Farbbildröhre (inline); hervorragende Kontrasteigenschaften; 8 Programmspeicherplätze mit Speicherung und viele Automatikfunktionen; Kanalwahl durch Drucktasten; elektronische Feinabstimmung AFC; im Gehäuse eingelassene Traggriffmulde; Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörer und Tonbandgerät; Gewicht ca. 18 kg, Maße (BHT) 540 x 350 x 400 mm“

color-vision RC 6075

Farbfernseher mit 42cm-Bildröhre, PAL-Dekoder, 16 Speicherplätzen, Infrarot-Fernbedienung, Kopfhörer- und TA/TB-Anschluss; Beschreibung folgt! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „color-vision RC 6075“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Das Gerät findet sich im GENEX-Katalog von 1986 für 1.100,- DM. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Portables Farbfernsehgerät color-vision RC 6075 – für SECAM/PAL-Empfang, 42-cm-Farbbildröhre (inline) und Infrarot-Fernbedienung sowie komplette Bordbedienung; hervorragende Kontrasteigenschaften; 16 Programmspeicherplätze mit Speicherung und viele Automatikfunktionen; elektronische Feinabstimmung AFC; Funktionen der Fernbedienung: direkte Kanalwahl, Lautstärke, Helligkeit, Kontrast, Farbe und Optimalautomatik; geräteeigene Doppelteleskopantenne; im Gehäuse eingelassene Traggriffmulde; Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörer und Tonbandgerät; Innenlautsprecher abschaltbar; Gewicht ca. 18 kg, Maße (BHT) 540 x 350 x 400 mm“

color-vision RC 9140

Einleitung der Bedienungsanleitung: „Das tragbare Farbfernsehgerät color-vision RC 9140 bietet Ihnen eine Fülle von hohen Gebrauchswerteigenschaften wie z.B. Einsatz eines Kabeltuners, digitales Abstimm- und Anzeigesystem mit Mikrocomputer, scharfe Farbwiedergabe durch Flankenversteilerung, 29 Programmspeicher, Euro-AV-Anschluss für Videogeräte und Heimcomputer und Abschaltautomatik bei Sendeschluss. …“ Der „RC 9140“ wurde 1988 als tragbarer Ableger des großen „Color 40“ entwickelt und im VEB Robotron-Elektronik Radeberg bis 1990 produziert. Der Grundaufbau des Gerätes entspricht hierbei wohl weitestgehend dem schon zuvor produzierten „RC 6073“. Statt der spannungsgesteuerten Frequenzabstimmung ohne Fernbedienung oder mit der DDR-Fernbedienung „Selectron“ kam hier jedoch erstmals das „Digitale Abstimm- und Anzeigesystem“ (DAAS) in Philips-Lizenz zum Einsatz. Dieses ermöglicht die digitale Speicherung von 29 Programmen sowie der Lautstärke- und Bildparameter. Die entsprechenden Daten werden auf einem RAM-Speicher hinterlegt, der jedoch noch einen zusätzlichen Stützakku benötigt. Der Kabeltuner empfängt in 83 Kanälen das VHF-Band 1 und 3, sowie das UHF-Band 4 und 5. Das Gerät verfügt über einen Decoder für die westeuropäische PAL-Norm sowie auch für die in Frankreich und Osteuropa übliche SECAM-Norm. Das Bild wird von der Farb-Bildröhre „A38NCR00X05“ mit einer Diagonale vom 38cm wiedergegeben, die Monoendstufe ist mit dem IC-Verstärker A211D bestückt und als Lautsprecher kam der sehr kompakte und trotzdem leistungsstarke L 1716 mit 10 VA und 4Ω zum Einsatz. Das Gerät verfügt neben dem 75Ω-Antenneneingang über eine zum Lieferumfang gehörige aufgesteckte Doppelteleskopantenne, einen SCART-Anschluss und eine Diodenbuchse mit Aufnahmeausgang, jedoch ohne Wiedergabeeingang. Außerdem existiert bereits ein Steckplatz für eine Videotextplatine. Die Bedienung der Grundfunktionen Programmfortschaltung, Sendersuchlauf, Farbe, Helligkeit, Kontrast und Lautstärke kann direkt am Gerät erfolgen. Zur kompletten Bedienung wird die im VEB Keramische Werke Hermsdorf produziert und zum Lieferumfang gehörige IR-Fernbedienung „RCS 9085“ benötigt. Das gewählte Programm wird permanent über ein zweistelliges 7-Segment-LED-Display angezeigt. Außerdem lässt sich an der Front noch ein Kopfhörer anschließen. Der „color-vision RC 9140“ war somit der bestausgestattete tragbare DDR-Fernseher, auch wenn sich ein 38cm-Bilddiagonale in einem 14,5 kg schweren Gerät gegenüber heutigen Flatscreens natürlich gewaltig relativieren. Mit den zu dieser Zeit üblichen Geräten aus bundesdeutscher Produktion konnte der „RC 9140“ aber durchaus mithalten. Leider bleiben auch diesem Gerät die typischen Standardfehler nicht erspart. Die häufigste Fehlerquelle ist hierbei wohl der leichtgängige Netzschalter mit Wischkontakt und der schon in anderen RFT-Fernsehern verbaute Zeilentrafo „ÜHA 108“. Dieser ist vergossen und platzt gerade beim Betrieb in sehr kalten Räumen gerne auf. Er lässt sich jedoch noch relativ einfach wechseln. Originalersatz gibt es z.B. unter rft-ersatzteile.de oder beim Pollin-Versand. Eine weitere Fehlerquelle, die auch bei funktionstüchtigen Geräten vorsorglich gewechselt werden sollte, ist der Stützakku des Abstimmsystems. Dieser ist fast immer ausgelaufen und zerstört hierdurch die Leiterbahnen der Platine. Er lässt sich jedoch problemlos durch einen kostengünstigen 1,2V-Knopfzellen-Akku mit Lötfahnen und geringer Kapazität ersetzen. Insgesamt gesehen ist der „RC 9130“ aber trotzdem ein zuverlässiges RFT-Gerät, das aufgrund seiner kompakten Abmessung, der guten Bildqualität und der mittlerweile recht wenigen noch existierenden DDR-Fernseher auf jeden Fall erhaltenswert ist.

color-vision RC 9141

Die nur 1990 produzierten „color-vision RC 9141“ wurden gegenüber dem „RC 9140“ um eine Videotext-Platine erweitert. Diese ist wie das „Digitale Abstimm- und Anzeigesystem“ (DAAS) eine Philips-Entwicklung. Ursprünglich war die Bestückung mit einer derartigen Platine bereits beim ansonsten baugleichen „RC 9140“ geplant, wurde aber auch bei den Exportgeräten meines Wissens nie umgesetzt. Zum Lieferumfang des „RC 9141“ gehört statt der Fernbedienung „RCS 9085“ eine „RCS 6280“ mit zusätzlichen Videotext-Tasten. Das Gerät trägt statt der Beschriftung mit „RFT“ und „Robotron“ nun wieder den ursprünglichen Markennamen des Radeberger Werkes „RAFENA“ (Radio Fernsehen Nachrichtentechnik). Leider war dieses dann auch das letzte Fernsehgerät aus Radeberg. Das zweite DDR-Fernsehwerk in Staßfurt konnte sich in der schwierigen Wendezeit dann aber doch wieder behaupten und für die Gestaltung einiger Geräte den Industriedesigner Luigi Colani gewinnen.
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K e r a m i s c h e   W e r k e   H e r m s d o r f

RCS 9085

Die Infrarot-Fernbedienung „RCS 9085“ gehörte zum Lieferumfang des „color-vision RC 9140“. Entsprechend dem zugehörigen Fernsehgerät verfügt sie über alle grundlegenden Bedien- und Programmierfunktionen, jedoch weder über eine Videotextsteuerung noch über eine Stereo-Balanceregelung. Die Fernbedienung arbeitet mit dem „Digitalen Abstimm- und Anzeigesystem“ (DAAS) in Philips-Lizenz (VTS71-Code) und wurde wohl von 1988 - 1990 im VEB Keramische Werke Hermsdorf produziert. Die Spannungsversorgung erfolgt über einen 9V-Block.

RCS 6280

Die „RCS 6280“ entspricht weitestgehend der zuvor beschriebenen „RC 9085“, verfügt aber zusätzlich über eine Videotext-Steuerung und Stereo-Balanceregelung. Hier vermute ich eine Auslieferung mit dem Mono-Farbfernseher mit Videotext „color-vision RC 9141“ oder dem größeren Stereo-Farbfernseher mit Videotext „Color 40“.

RCS 6292

Die „RCS 6292“ diente als Ergänzung zur nie in Serie produzierten Fernbedieneinheit „HMK-F 200“, die wiederum die HIFI-Kombination „HMK 200“ steuerte. Sie ermöglicht die Bedienung der wichtigsten Funktionen des Tuners, Verstärkers, Plattenspielers und Kassettendecks. Für den Verstärker „HMK-V 200“ kann die Lautstärke und die Tonquelle gewählt werden, wobei das integrierte Lautstärke-Potentiometer hierbei einfach überbrückt wird. Am Tuner kann zwischen UKW, Mittel- und Langwelle umgeschaltet werden und es lassen sich die gespeicherten Programme wechseln, am Kassettendeck die grundliegenden Laufwerkfunktionen. Des Weiteren können am Plattenspieler „HMK-PA 2205“ alle grundliegenden Funktionen gesteuert werden.

RCS 6292.1

Die „RCS 6292.1“ verfügt weder über eine Videotext-Steuerung noch über eine Stereo-Balanceregelung. Sie wurde auch zusammen mit dem zugehörigen Mono-Fernseher über BRUNS in der Bundesrepublik vertrieben.

RCS 6296

Die „RCS 6296“ entspricht der „RCS 6292.1“, verfügt aber über keine Videotext-Steuerung. Auch hier erfolgte der Westexport über BRUNS.

TV 400

Die „TV 400“ stammt trotz erstmals vermerktem RFT-Logo nicht mehr aus Hermsdorfer Produktion Sie wurde zu den auch lange nach der Wende noch in Staßfurt produzierten RFT-Fernsehern ausgeliefert. Sie verfügt über eine Videotext-Steuerung, jedoch über keine Stereoeinstellung.
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M e ß g e r ä t e w e r k   Z w ö n i t z

A 310 – Stereo-Kassetten-Autoradio, Radio mit Mono-UKW/MW & Stereo-Deck/-Endstufe

E T E

A 300 – Mono-Kassetten-Autoradio, UKW/MW

A 320

12V-Stereo-UKW/MW-Kassetten-Autoradio, Beschreibung folgt …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde das „A 320“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik vertrieben. Die Bezahlung erfolgte hierbei in D-Mark mit anschließender Lieferung an den angegebenen Geschenkempfänger in der DDR. So wurden die „A 320“ im GENEX-Katalog von 1986 für 290,- DM angeboten. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Freude am Klang auf allen Straßen – Stereo-Autoradiorecorder A 320 – ohne Lautsprecher; MW, UKW; Stereo-Rundfunk-Empfang, Stereo-Kassettenwiedergabe (nicht für ORWO K 60); LED-Anzeige; Fest-AFC mit automatischer Abschaltung bei Senderwahl und Einschaltung nach verzögerter Zeit; Vorrangschaltung für Kassettenbetrieb; automatische Umschaltung auf Rundfunkempfang bei Motorstop; Ausgangsleistung 2 x 4W; Anschluss 12V; Maße (BHT) 180 x 44 x 150 mm; für PKW Trabant nicht geeignet (zu der Zeit noch mit 6V-Anlage)“

A 330 – Stereo-Autoradio ohne Kassettenteil, Stereo-UKW/MW
A 341 tournee - reines AM-Autoradio mit MW/KW & Mono-Endstufe
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A n t e n n e n w e r k e   B a d   B l a n k e n b u r g

A 321 - Autoradio, identisch mit „A 320“ von ETE
A 345 - Autoradio, identisch mit „A 330“ von ETE, jedoch Mono, aber zusätzlich mit VRF (Verkehrsfunk, mittels Stereo-Decoder A290D)
ACR 20 Greifenstein – Stereo-Kassetten-Autoradio, Lizenznachbau des „Blaupunkt Heilbronn SQM 39“
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M i k r o e l e k t r o n i k   M ü h l h a u s e n

Hersteller von Röhren, später von Heimcomputern wie z.B. KC 85 und Taschenrechnern, die zum Teil auch exportiert wurden; Nach der Wende wurde der Betrieb aufgespaltet, wobei die entsprechenden Unternehmen heute noch Maschinensteuerungen, Wasserzähler, Rohrleitungen und weiteres produzieren.

Minirex 73

Beschreibung folgt!

Minirex 74

Beschreibung folgt!

Minirex 75

Beschreibung folgt!

Konkret 100

Beschreibung folgt!

Konkret 200

Beschreibung folgt!

Konkret 400

Beschreibung folgt!

Konkret 600

Beschreibung folgt!

Электроника Б3-19М

Der Taschenrechner “B3-19M” ist die russische Variante des „Konkret 600“ (entweder nur umtypisiert oder direkt beim Moskauer Hersteller „Electronica“ in Lizenz produziert?).

MR 201

Beschreibung folgt!

MR 410

Beschreibung folgt!

MR 411

Beschreibung folgt!

Tesla MR 411

Der Taschenrechner “MR 411” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Der einzige Unterschied zur DDR-Ausführung besteht im höheren Gehäuse mit leicht angewinkelter Front ähnlich der DDR-Tischrechner. Die Front blieb hierbei inklusive Beschriftung komplett unverändert. Die Spannungsversorgung erfolgte vermutlich über zwei R6-Batterien. Ob die „Tesla MR 411“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MR 4110

Beschreibung folgt!

Tesla MR 4110

Der Tischrechner “MR 4110” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Ob die „Tesla MR 4110“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MBO MR 4110

Der “MR 4110” wurde über die “MBO International” aus München/Deisenhofen auch in der Bundesrepublik vertrieben. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller aus Mühlhauesn fehlt hierbei komplett.

MR 412

Beschreibung folgt!

Tesla OKU 209 (MR 412)

Der Taschenrechner “MR 412” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Der einzige Unterschied zur DDR-Ausführung besteht im höheren Gehäuse mit leicht angewinkelter Front ähnlich der DDR-Tischrechner. Die Front blieb hierbei - abgesehen von der Beschriftung - komplett unverändert. Die Spannungsversorgung erfolgte vermutlich über zwei R6-Batterien. Ob die „Tesla OKU 209“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MR 413

Beschreibung folgt!

Tesla MR 413

Der Taschenrechner “MR 413” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Der einzige Unterschied zur DDR-Ausführung besteht im höheren Gehäuse mit leicht angewinkelter Front ähnlich der DDR-Tischrechner. Die Front blieb hierbei inklusive Beschriftung komplett unverändert. Die Spannungsversorgung erfolgte vermutlich über zwei R6-Batterien. Ob die „Tesla MR 413“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MR 4130

Beschreibung folgt!

Tesla MR 4130

Der Tischrechner “MR 4130” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Ob die „Tesla MR 4130“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MR 420

Beschreibung folgt!

MR 510

Beschreibung folgt!

MR 511

Beschreibung folgt!

Tesla MR 511

Der Taschenrechner “MR 511” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Ob die „Tesla MR 511“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MR 513

Beschreibung folgt!

MR 609

Beschreibung folgt!

Schulrechner SR 1 (MR 609)

Beschreibung folgt!

Tesla MR 609

Der Taschenrechner “MR 609” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Der einzige Unterschied zur DDR-Ausführung besteht im höheren Gehäuse mit leicht angewinkelter Front ähnlich der DDR-Tischrechner. Die Front blieb hierbei inklusive Beschriftung komplett unverändert. Die Spannungsversorgung erfolgte vermutlich über zwei R6-Batterien. Ob die „Tesla MR 609“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MBO MR 609 (Art.-No. 5290)

Der “MR 609” wurde über die “MBO International” aus München/Deisenhofen auch in der Bundesrepublik vertrieben. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller aus Mühlhauesn fehlt hierbei komplett.

MR 6090

Beschreibung folgt!

Tesla MR 6090

Der Tischrechner “MR 6090” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Ob die „Tesla MR 6090“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.

MR 610

Beschreibung folgt!

Tesla MR 610

Der Taschenrechner “MR 610” aus dem VEB Mikroelektronik “Wilhelm Pieck” Mühlhausen wurde in der Ex-ČSSR mit identischer Typenbezeichnung über TESLA vertrieben. Der einzige Unterschied zur DDR-Ausführung besteht im höheren Gehäuse mit leicht angewinkelter Front ähnlich der DDR-Tischrechner. Die Front blieb hierbei inklusive Beschriftung komplett unverändert. Die Spannungsversorgung erfolgte vermutlich über zwei R6-Batterien. Ob die „Tesla MR 610“ in der DDR oder in der ČSSR produziert wurden, ist mir nicht bekannt.
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M i k r o e l e k t r o n i k   „ K a r l   M a r x “   E r f u r t

SC 1 (Schach-Computer 1)

Der “Schach-Computer 1” wurde als ersten Schach-Rechner der DDR lediglich in einer Kleinserie zu Demonstrationszwecken produziert. Das Gehäuse besteht aus einer Holzzarge mit bedrucktem Alublech-Schachfeld. Die Eingabe der Schachzüge erfolgte noch über eine seitlich vom Schachfeld positionierte Tastatur, die Ausgabe der Schachzüge über ein LED-Display.

SC 2 (Schach-Computer 2)

Auf Basis des „SC 1“ wurde ab 1981 der „SC 2“ mit Plastikgehäuse gefertigt, da dieses in der Fertigung deutlich günstiger war. Am Bedienkonzept mit separater Tastatur und LED-Display hat sich hierbei noch nichts geändert.

Chess-Master G-5003.500 (CM)

Der Schach-Computer „Chess-Master G-5003.500“ (kurz „CM“) wurde ab 1985 als Nachfolger des „SC 2“ im VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt (ehemals Funkwerk Erfurt) produziert. Um sich bewusst von anderen Schach-Rechnern abzusetzen, kam bei diesem Gerät ein sehr hochwertig verarbeitetes Holzgehäuse mit Standard-Schachbrett-Maß zum Einsatz. Das Gerät verfügt über ein Sensor-Schachfeld, das direkt mittels Spielfiguren die Zugein- und –ausgabe erfasst. Hierzu wurden Hallgeneratoren unter jedem Feld verbaut. Um das 12mm dicke Schachbrett zu überwinden, kamen unter dem beidseitigen Furnier Stahlstifte zum Einsatz und die Figuren besitzen entsprechende Magneten. Die Anzeige der berechneten Spielzüge erfolgt über jeweils eine LED auf jeden Spielfeld und der Spielzug wird zusätzlich akustisch quittiert. Über 10 Tasten kann die Betriebsart gewählt werden. Diese Tasten sind wie folgt belegt: New Game – Spielbeginn, Level - Spielstärke in acht Stufen, Color – Farbwahl, Board - Stellungskorrektur/Problemeingabe, Selfplay – „CM“ spielt abwechselnd für beide Seiten, Referee – „CM“ hat nur Kontrollfunktion, Random - Zufallsgenerator in vier Stufen, Hint – Zugvorschlag, Halt - Ausgabe eines Sofortzuges durch den CM. Jede dieser Tasten besitzt eine entsprechende Anzeige-LED. Des Weiteren sind die acht oberen Tasten zusätzlich mit den Spiel- und Zufallsstufen belegt. Auf der Hauptplatine wurde als Prozessor die 8bit-CPU UB880D mit einer Taktung von 2,5 MHz verbaut. Zum Speichern des Programms dienen zehn 1kByte-ROM U505D und den Arbeitsspeicher von insgesamt 2 kByte liefern vier 1024x4Bit-RAM U214D30 (DDR-Nachbauten des Intel MM2114). Des Weiteren kamen zwei PIO-Schaltkreise U855D, ein 4aus16-Decoder К155ИДЗ (lat. K155ISD, entspricht dem 74154) und ein 4-fach-NAND-Gatter 74LS00 zum Einsatz. Die Stromversorgung erfolgt über das 230V-Netz, dass der offensichtlich etwas anfällige Trafo 15003.500-1701Bv in 9,3V wandelt und dem Gerät bereitstellt. An der linken Gehäuseseite findet sich ein mit Samtpapier ausgelegtes Holzschubfach für die Spielfiguren. Der „CM“ wurde in der DDR für stolze 1580,- M vertrieben und parallel als “Radiophon Chess-Master G-5003.500” in die Bundesrepublik exportiert (Bild). Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller und die Thüringer Herkunft fehlt hierbei komplett.

Suche für mein Gerät noch 2 LED-Abdeckungen & den kompletten Figurensatz!

Chess-Master G-5003.501 (CM)

Der „Chess-Master G-5003.500“ wurde später technisch etwas überarbeitet und als optisch identischer „Chess-Master G-5003.501“ herausgebracht. Das Gerät erreicht dank Taktung von 4MHz statt 2,5MHz eine höhere Rechnergeschwindigkeit. Als Prozessor kam die 4MHz-CPU UA880D zum Einsatz.

Chess-Master Tisch (CMT)

Auf Basis des „Chess-Master G-5003.500“ gab es auch einen hochwertig gearbeiten Schach-Tisch mit eingearbeitem Rechner. Die Bedienelemente waren in einem seitlichen Schubfach untergebracht.

Chess-Master Diamond (CM Diamond)

Der ab 1987 produzierte „Chess-Master Diamond“ verfügt als Weiterentwicklung des „Chess-Masters“ über einschiebbare Wechselkassetten mit zusätzlichen Wechselprogrammen wie z.B. dem Eröffnungs- und Endspielmodul (PM10 & PM11). Außerdem besitzt das Gerät ein 4x7-Segment-LED-Display zur Spielstandanzeige und für Bedienhinweise. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes Netzteil. Der „CM Diamond“ wurde in der Bundesrepublik für ca. 589,- DM vertrieben.

PM 10 (G-5010.500) - Eröffnungsmodul für den „Chess-Master Diamond“
PM 11 (G-5011.500) - Einspielmodul für den „Chess-Master Diamond“
AC-Adapter G-5502.500 – Netzteil für den „Chess-Master Diamond“
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B ü r o m a s c h i n e n w e r k   S ö m m e r d a

robotron K 6319

Beschreibung folgt!

Präsident Printer 6325 & Präsident Printer 6325 VC (robotron K 6319)

Der im VEB Büromaschinenwerk „Ernst Thälmann“ Sömmerda produzierte „robotron K 6319“ wurde über CONRAD Elektronik auch in der Bundesrepublik vertrieben. Im Katalog von 1990 heißt es zu den PRÄSIDENT-Matrixdruckern : „Komplett mit Walzen- und Traktorführung, Einzelblatt-Einführungsschacht. Druckgeschwindigkeit: 100 Zeichen/Sekunde (Normalschrift 1/10``), Zeichenraster 9 x 9, Zeichen pro Zeile: 80 (1/10``); 132 (1/17``), Schriftarten: Pica 1/10``; Elite 1/12``, Druckarten: Normalschrift, Komprimierte Schrift (1/17``), Breitschrift, Doppeldruck, Automatisches Unterstreichen, Exponenten/Indices, Sperrschrift, Near-Letter-Quality. Schrift- und Druckarten sind miteinander kombinierbar. Hochauflösende Grafik: 480, 576, 640, 720, 960 und 1920 Punktdichte pro Zeile; Druck: Bidirektionaler Druck mit logischer Druckwegoptimierung; Papiervorschub: 1/6``, 1/8``, 7/72``, n/72``, n/216`` (n = programmierbar).“ Zum „Präsident Printer 6325“, der mit der Bestell-Nr. 985830 für 349,- DM angeboten wurde, heißt es: „IBM-Zeichensatz I und II, Schneider-Befehls- und Zeichensatz, ATARI ST-Zeichensatz, Amiga-Zeichensatz, 9 internationale Zeichensätze, Epson-Centronics inkl. Centronics Interface-Kassette und deutschem Handbuch“. Außerdem gab es mit der Bestell-Nr. 985821 noch den „Präsident Printer 6325 VC“ für ebenfalls 349,- DM: „100% Commodore-kompatibel, 64er und 128er, interne Zeichensätze, Epson-Commodore, Epson-Centronics, inkl. Commodore Interface-Kassette, Kabel, Stecker und deutschem Handbuch“. Zusätzlich waren für je 99,- DM noch drei verschiedene „Präsident Umrüst-Interfaces“ erhältlich. „Um den Präsident Printer 6325 auf ein anderes System umzurüsten, müssen Sie nur die Interface-Kassette auswechseln. Commodore VC-Kassette, Centronics-Kassette oder V24/RS232C-Kassette“.

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D D R - T e l e f o n e

Bedingt durch die meist hoffnungslos veraltete Netztechnik, den geringen Bestand an Telefonanschlüssen und einer wohl kaum erwähnenswerten Exportquote hinkte die Entwicklung von Telefonen in der DDR anderen Technikbereichen wohl immer etwas hinterher. Da die Vermittlungstechnik in der DDR noch zum Großteil aus Hebdrehwählern der 1930er Jahre bestand, wurde das Impulswahlverfahren (IWV) bis zur Wende unverändert beibehalten. In der Bundesrepublik hingegen entwickelte man bereits Anfang der 1960er Jahre das Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV), das ab 1976 auch von den ersten Geräten unterstützt wurde. Beim Impulswahlverfahren erzeugt das Endgerät lediglich kurze Unterbrechungen in der Leitung, die dann wiederum den Wähler in der Vermittlungsstelle steuern (1 Impuls für die Ziffer 1 bis 10 Impulse für die Ziffer 0). Beim Mehrfrequenzverfahren (international auch DTMF genannt) erzeugt das Telefon selbst Signale. Dieses Signal setzt sich aus je zwei miteinander vermischten Frequenzen innerhalb des Sprachfrequenzbereiches zusammen. Dieser Sprachbereich wurde für die gesamte Telefonie auf 400 Hz – 3,4 kHz beschränkt, was manch hohe Stimme dann auch etwas verfälscht. So setzt sich z.B. die Ziffer 1 aus den Frequenzen 697 Hz und 1.209 Hz zusammen. Neben der schnelleren Wahlmöglichkeit gerade bei hohen Ziffern besteht der Vorteil in der unterbrechungsfreien Verbindung, wichtig, wenn z.B. bei Hotlines Nummern erfragt werden oder ein Anrufbeantworter ferngesteuert werden soll. Auch in der DDR gab es diverse Tastentelefone wie z.B. das „alpha ferro quick“ oder „Apart“, bei denen das Signal aber umständlich vom Gerät in ein Impulssignal umgewandelt wird. Da die Wahlimpulse vom Telefon nicht intern zwischengespeichert werden, müssen gerade die hohen Zahlen wie „9“ und „0“ etwas langsamer gewählt werden (entsprechend der Rücklaufzeiten einer Wählscheibe). Die DDR-Telefone waren ab den 1970er Jahren alle mit ADo5-Steckern ausgestattet, die etwas von der damaligen bundesdeutschen Variante abweichen. Die Belegung der Adern gestaltet sich wie folgt: weiß – a2, braun – b2, gelb – E und grün – W2. Eine Umrüstung auf TAE-Stecker und Nutzung an Analoganschlüssen ist eigentlich immer problemlos möglich. Lediglich an IP-Anschlüssen hängt die Nutzbarkeit offensichtlich vom Router ab. Unser Speedport z.B. hängt sich bei der 1. gewählten Ziffer immer gleich komplett auf und muss neu gestartet werden, während das Annehmen von Anrufen wiederum kein Problem darstellt.
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F e r n m e l d e w e r k   N o r d h a u s e n   ( N o r d f e r n )

W 38

Beschreibung folgt!

W 38 Vorzimmertelefon

Der im VEB Fernmeldewerk Nordhausen produzierte „W 38 Vorzimmerapparat“ war die erste Generation von Vorzimmer-Telefonen in der DDR. Das Gerät auf Basis des „W 38“ besitzt statt der Erdtaste sechs Durchwahltasten und ein Anzeigelämpchen, die alle offensichtlich direkt auf den Eingang gelegt sind und nur von der Nebenstellanlage gesteuert werden können. Ein Betrieb direkt am klassischen Hauptanschluss ist jedoch nicht möglich.

W 38 Wandtelefon (?)

Beschreibung folgt!

OB 53

Beschreibung folgt!

W 58

Beschreibung folgt!

W 61

Beschreibung folgt!

W 63a

Beschreibung folgt!

W 63 Vorzimmertelefon

Der ab 1963 im VEB Fernmeldewerk Nordhausen produzierte „W 63 Vorzimmerapparat“ war die zweite Generation von Vorzimmer-Telefonen in der DDR. Das Gerät auf Basis des „W 63“ besitzt statt der Erdtaste sechs Durchwahltasten und ein Anzeigelämpchen, die alle offensichtlich direkt auf den Eingang gelegt sind und nur von der Nebenstellanlage gesteuert werden können. Ein Betrieb direkt am klassischen Hauptanschluss ist jedoch nicht möglich.

IFT W 63a

Beschreibung folgt!

Variant N

Das im VEB Fernmeldewerk Nordhausen ab ca. 1975 produzierte „Variant N“ war wohl das meistproduzierte Tischtelefon der DDR. Im Gerät kam erstmals die neu entwickelte Wählscheibe „NS74“ (Nummernschalter 1974 ?) zum Einsatz und das Gehäuse bestand nicht mehr - wie noch beim W63 – aus schwarzem Bakelit sondern aus konventionellem Plastik. Neben der häufigsten Ausführung in Grau gab es das Gerät auch in einem blassen Rot (Bild), Grün oder Beige. Die überschaubaren Funktionen entsprechen komplett dem Vorgänger (Impulswahlverfahren, Erdtaste und mechanische Glocke). Als Anschlusseinheit kam nicht mehr der runde Walzenstecker sondern ein eckiger Stecker nach DDR-Norm (ADo5) zum Einsatz. Parallel zu diesem Telefon wurden im brandenburgischen Caputh noch der passende Vorzimmerapparat und ein Prüfhandapparat produziert. Technische Fehlerquellen finden sich am „Variant N“ aufgrund des einfachen Aufbaus kaum. Lediglich beim Lösen der transparenten Wählscheibe zum Reinigen oder Austauschen ist Vorsicht geboten, da sich beim Lösen der mittleren Schraube ohne Fixierung sofort die Spannfeder löst. Die einzelnen Einheiten werden wie folgt mit der Hauptplatine verbunden (auf die meisten anderen DDR-Telefone übertragbar): TAE-/ ADo5-Stecker: a2 – weiß, b2 – braun, E – gelb und W2 – grün; Wählscheibe NS74: NS1 – braun, NS2 – weiß und NS3 – grün; Hörer: MF – weiß, Fe – grün und Mi – braun oder rot; Erdtaste: ET1 – rot und ET3 – gelb.

Industriewandfernsprecher Typ IFW/W

Der mindestens bis 1986 produzierte „Industriewandfernsprecher Typ IFW/W 2031.131-0002“ aus dem VEB Fernmeldewerk Nordhausen entspricht technisch inklusive Hauptplatine, Hörer und Wählscheibe „NS74“ komplett dem zuvor beschriebenen „Variant N“. Die einzigen Unterschiede bestehen offensichtlich in der Einzel- statt Doppel-Glocke ohne Lautstärkeregelung, in der abweichenden Gabelaufhängung und im etwas längeren, isolierten „NS74“-Anschlusskabel. Ursprünglich wurde das Gerät seit mindestens 1975 im VEB Apparatebau Caputh gebaut. Diese Variante unterscheidet sich jedoch trotz des identischen Gehäuses technisch etwas von Nordhäuser Gerät. Statt einer Hauptplatine besitzt es z.B. noch eine Löt- und Klemmleiste. Das Gehäuse beider Ausführungen besteht aus Hammerschlag-beschichtetem Metallguss mit Aluminium-Rückwand. Zur Wandbefestigung kann das Frontgehäuse nach Lösen einer Schraube an der Oberseite heruntergeklappt werden.

alpha ferro

Das um 1985 im VEB Fernmeldewerk Nordhausen produzierte „alpha ferro“ entspricht trotz der optischen Abweichung technisch weitestgehend dem Vorgänger „Variant N“. So besitzt das Gerät die selbe Hauptplatine, den selben Nummernschalter „NS 74“ und das identische 2-Glocken-Läutwerk. Auch der gesamte Hörer mit Gehäuse, Mikrofon und Hörkapsel wurde 1 zu 1 übernommen. Lediglich das Apparategehäuse und der Erdtasten-Knopf wurden verändert. Die Geräte gab es mit rotem oder grünen Gehäuse. Der Anschluss erfolgte über den DDR-üblichen ADo5-Stecker. …

… Spätere „alpha ferro“ erhielten bereits das zweiteilige Hörergehäuse und die Apparateoberschale des nachfolgend beschriebenen „alpha ferro quick“. Technische Fehlerquellen finden sich am „alpha ferro“ aufgrund des einfachen Aufbaus kaum. Lediglich beim Lösen der transparenten Wählscheibe zum Reinigen oder Austauschen ist Vorsicht geboten, da sich beim Lösen der mittleren Schraube ohne Fixierung sofort die Spannfeder löst. Die einzelnen Einheiten werden wie folgt mit der Hauptplatine verbunden: TAE-/ ADo5-Stecker: a2 – weiß, b2 – braun, E – gelb und W2 – grün; Wählscheibe NS74: NS1 – braun, NS2 – weiß und NS3 – grün; Hörer: MF – weiß, Fe – grün und Mi – braun oder rot; Erdtaste: ET1 – rot und ET3 – gelb.

alpha ferro quick

Das „alpha ferro quick“ wurde mindestens von 1988 – 1990 im VEB Fernmeldewerk Nordhausen produziert. Technisch basiert es auf dem zuvor beschriebenen „alpha ferro“ und hat dessen Gehäuse, Hauptplatine und Hörer offensichtlich auch komplett übernommen. Die Besonderheit des „quick“ stellt der erstmals eingesetzte Tastwahlblock dar. Dieser weist hierbei eine Besonderheit auf, die dem damaligen Fernmeldenetz-Ausbau der DDR geschuldet war: Da die Vermittlungstechnik noch größtenteils mit Hub-Dreh-Wähler aus den 1930er Jahren realisiert war, wird das durch den Tastwahlblock normalerweise erzeugte Mehrfrequenzsignal in ein Impulswahlsignal umgewandelt (IWV). Die Signalerzeugung erfolgt über einen Schaltkreis vom Typ U713D. Da die Wahlimpulse vom Telefon nicht intern zwischengespeichert werden, müssen gerade die hohen Zahlen wie „9“ und „0“ etwas langsamer gewählt werden (entsprechend der Rücklaufzeiten einer Wählscheibe). Neben dem Tastenblock mit den Ziffern 1 – 9, 0, * und # stehen eine Erdtaste, der Gabelumschalter und eine mechanische Klingellautstärke-Einstellung an der Unterseite zur Verfügung. Der Anschluss erfolgt werkseitig mit dem DDR-typischen ADo5-Stecker, der sich völlig problemlos auch durch einen heute üblichen TAE-Stecker ersetzen lässt. Die einzelnen Einheiten werden wie folgt mit der Hauptplatine verbunden (auf die meisten anderen DDR-Telefone übertragbar): TAE-/ADo5-Stecker: a2 – weiß, b2 – braun, E – gelb, W2 – grün und St – grau; Tastwahlblock: NS1 – weiß, NS2 – gelb, NS3 – braun und NS 6: grün; Hörer: MF – dunkelgrau, Fe – grün, Mi – hellgrau und b4 – weiß; Erdtaste: ET1 – gelb und Spg – rot. Die Belegung des Ado5-Steckers erfolgt von der Ober- zur Kabelseite wie folgt: a2 – weiß, St – grau, b2 – braun, W2 – grün und E – gelb.

alpha-mikro

Beim „alpha-mikro“ wurde das zuvor beschriebene „alpha ferro quick“ offensichtlich nur mit dem robotron-Tischrechner „MR 4110“ kombiniert. Ob das Gerät wirklich in Serie produziert wurde oder es sich nur um ein Versuchsmuster handelt, ist mir nicht bekannt.

Apart 2000

Das „Apart 2000“ wurde mit einem sehr kompakten Gehäuse auf Basis des „alpha ferro quick“ entwickelt. Optisch entspricht es dem nachfolgend beschriebenen „Apart 2001“, verfügt aber zusätzlich über eine IWV/MFV-Umschaltmöglichkeit sowie eine Stummschalt- und Wahlwiederholungsfunktion.

Apart 2001 & Apart 2001 LX

Das „Apart 2001 LX“ (Bild) wurde um 1988 im VEB Fernmeldewerk Nordhausen produziert. Das Gerät entspricht in der Ausstattung in etwas dem zuvor beschriebenen „alpha ferro quick“, dessen Tastwahlblock und Hörer-Oberschale auch übernommen wurde. Der größte Unterschied besteht im deutlich kompakteren Gehäuse, das es in den Farben Rot oder Grün gab. Die gesamte Hör-/Sprecheinheit wurde hierbei in den Hörer integriert, an dessen Unterseite sich ein Lautstärkeregler befindet und der im Gegensatz zum „quick“ über ein 2- statt 4-adriges Spiralkabel mit der Haupteinheit verbunden ist. In die Basiseinheit wurde die Hauptplatine, der Tastwahlblock, der mechanische Gabelumschalter und die Erdtaste integriert. Den Tastwahlblock gab es quer oder längs angeordnet. An der Seite befindet sich ein Lautstärkeregler für den erstmal in DDR-Telefonen eingesetzten Piezo-Rufton-Lautsprecher. Auch hier gilt wie beim „quick“: Das „Apart 2001 LX“ arbeitet trotz Tastwahlblock noch ausschließlich per Impulswahlverfahren (IWV). Da die Wahlimpulse vom Telefon nicht intern zwischengespeichert werden, müssen gerade die hohen Zahlen wie „9“ und „0“ etwas langsamer gewählt werden (entsprechend der Rücklaufzeiten einer Wählscheibe). Sollte zur eventuell notwendigen Reparatur des Gerätes ein Öffnen der Haupteinheit notwendig sein, erfolgt dieses über eine Schraube unterhalb der kapazitiven Erdtaste. Um diese zu erreichen, muss der kapazitive Schalter (mit „E“ und „RFT“ beschriftet) an der zum Tastwahlblock gewandten Seite vorsichtig, aber doch recht entschlossen gedrückt und anschließend zur Gehäusemitte geschoben werden. Das Öffnen des Hörers erfolgt ganz einfach über zwei mit Gummikappen verdeckte Schrauben an der Unterseite. Parallel zum DDR-typischen Ado5-Stecker kann der Anschluss an das Telefonnetz auch über die vier rückseitigen Kabelklemmen erfolgen. Die Belegung des Ado5-Steckers erfolgt von der Ober- zur Kabelseite wie folgt: a2 – weiß, St – grau, b2 – braun, W2 – grün und E – gelb. Dieser Stecker kann völlig unproblematisch durch einen TAE-Stecker ersetzt werden. Das „Apart 2001“ entspricht dem „Apart 2001 LX“, verfügt aber über eine Erd- statt #-Taste und eine zusätzlicher Anzeige-LED. Statt der kapazitiven Erdtaste besitzt es nur ein weißes Schild mit Abdeckscheibe.

Apart 2101

Beim „Apart 2101“ handelt es sich um die Wandausführung des zuvor beschriebenen Tischtelefons „Apart 2001 LX“.

Apart 2201

Das „Apart 2201“ entspricht dem zuvor beschriebenen „Apart 2001 LX“, verfügt aber über ein zusätzliche Wandkonsole mit regelbarer Lauthörfunktion.

Apart 2301

Beim „Apart 2301“ handelt es sich offensichtlich um die Nebenstellenvariante des zuvor beschriebenen „Apart 2001“. Das Gerät besitzt einen Wahlblock, der lediglich aus den Tasten „*“ und „#“ besteht.

Apart 2510

Beschreibung folgt!

RFT kompakt

Das „RFT kompakt“ wurde offensichtlich als überarbeiteter Nachfolger des „Apart 2001“ im VEB Fernmeldewerk Nordhausen produziert. Hierbei gab es eine Tisch- und Wandvariante mit Hörerschale oder Tischklemme. Die gesamte Elektronik des Telefons befindet sich direkt im Hörer selbst. Das Gerät bietet neben dem ebenfalls in den Hörer integrierten Tastwahlblock eine Wahlspeicher, einen zusätzlichen optischen Ruf per LED, eine elektronische Hörverstärkerregelung und eine Erdtaste. Beim Wahlspeicher handelt es sich hierbei offensichtlich nicht um ein Telefonbuch sondern um ein reiner Wahlspeicher für die gewählten Nummern. Diese müssen aufgrund der noch üblichen Impulswahl nicht mehr extra langsam gewählt werden müssen (siehe „alpha ferro quick“). Der Anschluss dürfte über den DDR-typischen ADo5-Stecker erfolgen.

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A p p a r a t e b a u   C a p u t h

Variant Vorzimmerapparat

Der ab Mitte der 1970er Jahre im VEB Apparatebau Caputh produzierte „Variant Vorzimmerapparat“ war das dritte und wohl meistproduzierte Vorzimmer-Telefon der DDR. In dem Gerät auf Basis des „Variant N“ kam erstmals die neu entwickelte Wählscheibe „NS74“ (Nummernschalter 1974 ?) zum Einsatz und das Gehäuse bestand nicht mehr - wie noch beim Vorgänger auf W63-Basis – aus schwarzem Bakelit sondern aus konventionellem Plastik. Das Gerät besitzt statt einer Erdtaste sechs Durchwahltasten und zwei Anzeigelämpchen, die offensichtlich direkt auf den Eingang gelegt sind und nur von der Nebenstellanlage gesteuert werden können. Ein Betrieb direkt am klassischen Hauptanschluss ist jedoch nicht möglich.

Industriewandfernsprecher Typ IFW/W

siehe Fernmeldewerk Nordhausen

RFT Prüfhandapparat

Parallel zu den klassischen Tisch-Fernsprechern aus Nordhausen wurden im VEB Apparatebau Caputh Prüfhandapparate für die Fernmeldemontage produziert. Diese ermöglichten das Prüfen von Telefonanschlüssen am HVt (Hauptverteiler in der Vermittlungsstelle) und am KVz (Knotenverzweiger auf der Straße). Parallel waren die Vermittlungsstellen mit stationären Prüfschränken ausgestattet, die zusätzlich über die ohnehin verfügbare Netzspannung von 60V versorgt wurden. Bei den mobilen Prüfhörern gab es meines Wissens lediglich zwei verschiedene Typen ohne erkennbare Bezeichnungen. Der Erste basiert offensichtlich auf dem „W 38“, der Zweite eindeutig auf dem „Variant“. Hierbei wurde jeweils der komplette Hörer und die Wählscheibe des Tischtelefons übernommen. Beim ersten Typ mit entsprechend angepasstem Hörergehäuse befindet sich die Wählscheibe mittig zwischen Hörkapsel und Mikrofon. Bei der zweiten (abgebildeten) Version wurde der Standardhörer des „Variant“ einfach mit drei Bohrungen (für die Befestigungsschrauben und Kabeldurchführung) über der Hörmuschel versehen und hierauf ein rundes Gusseisengehäuse mit der üblichen Variant-Wählscheibe „NS 74“ und zwei Schiebschaltern geschraubt. Am Hörer befindet sich des Weiteren statt des Spiralkabels ein konventionelles, dreiadriges-220V-Kabel, dessen braune, blaue und grün/gelbe Ader mit jeweils einem gelben, roten und grünen Bananenstecker für die Anschlüsse „La“, „Lb“ und „E“ versehen wurde. Mit den Schiebeschaltern „S I“ und „S II“ kann aufgelegt und abgehoben werden, wobei beiden vermutlich verschiedene Prüfwiderstände nachgeschaltet sind. Die Prüfhandapparate aus Caputh waren nur für Impulswahl (IWV) ausgelegt, da das Telefonnetz der DDR ausschließlich in Impulswahl arbeitete und der Export, zumindest bei Telefonen, keine Rolle spielte.

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Telekom PrTel 96 (elmeg aurora Plus Combo)

Auch wenn das „Telekom PrTel 96“ weder im Apparatebau Caputh produziert wurde noch bei der Deutschen Post (DDR) im Einsatz war, soll es schon aus meiner eigenen Erinnerung heraus nicht unerwähnt bleiben. Zu meiner Lehrzeit als Kommunikationselektroniker bei der Telekom Mitte der 1990er Jahre kamen die ersten Geräte dieser Bauart gerade erst in Umlauf. Sie ergänzten die nach der Wende in großen Stückzahlen eingeführten „PrHAp 90“. Das ab 1996 bei ELMEG in Peine produzierte und des Weiteren als „elmeg aurora Plus Combo“ vertriebene Gerät diente zur Prüfung der zu dieser Zeit als absolute technische Innovation gefeierten ISDN-Anschlüsse, ergänzt ggf. noch um den Internet-Vorläufer BTX mit bis zu 64 kbit/s. Die Messung kann direkt am zweiadrigen Hauptanschluss (UK0) oder hinter dem NTBA am vieradrigen S0-Bus erfolgen. Neben den ab 1990 eingeführten ISDN-Anschlüssen können aber auch Anlagen- und Analoganschlüsse geprüft werden. Das „PrTel 96“ unterstützt das Mehrfrequenz- und Impulswahlverfahren (MFV & IWV), besitzt eine Rufnummernanzeige, Rufsignalisierung (Selbstanruf), digitale Schleifenbildung, Anklopfen, Rückfrage, Dreierkonferenz, Wahlwiederholung sowie erweiterte Wahlwiederholung, 10 Kurzwahlziele und einen Flashspeicher für programmierte Daten bei Netztrennung. Die Spannungsversorgung erfolgt über drei - fest installierten – NiMH-Akkuzellen, die sich über ein mitgeliefertes Ladegerät auch während des Testbetriebes laden lassen. Das „PrTel 96“ wurde ab 1999 durch das „PrüfTel 2000“ abgelöst, bevor ELMEG in verschiedenen Firmierungen aufging und sich aus dem Bereich Prüftelefone komplett zurückzog. Im selben Jahr erhielten die „PrTel 96“ auch noch einmal eine Software-Aktualisierung auf die Version 6.0. Hiermit konnte der Gebührenzähler skurrilerweise neben „D-Mark“ auch „ECU“ anzeigen. Die offizielle Entscheidung für den „Euro“ als gemeinsame europäische Währung lief 1999 ja noch, sodass man in der Software erst einmal die inoffizielle Währungsbezeichnung der Zentralbank „ECU“ übernahm.

Telekom Codesender 1 & Telekom TipSend 1

Der ab 1992 produzierte „Telekom Codesender“ (Bild rechts) ermöglicht das Erzeugen von Mehrfrequenztönen, die über den rückseitigen Kleinlautsprecher wiedergegeben werden. So konnten z.B. über ein Wählscheibentelefon Anrufbeantworter ferngesteuert oder Anschlüsse geprüft werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über zwei R3-Batterien. Der um 1994 produzierte „Telekom TipSend“ (Bild links) ermöglicht das Übermitteln von deutlich umfangreicheren alphanumerische Codes nach dem selben Prinzip. Er unterstützt die dezentrale Anrufweiterschaltung direkt in der Vermittlungsstelle (GEDAN Fernprogrammierung, mittlerweile abgeschaltet), MFV-Tonwahl (DTMF), Cityruf (Numerik), Direkt-Tonwahl (D-MFV), Cept Code T/SF (TextSF), Cept Code T/CS (TextCS) und den Cityruf für´s Telekom-DELEGATIC-Telefon (TextCD). Die Eingabe erfolgt über ein alphanumerisches Tastenfeld mit 6x6 Tasten, die Anzeige über ein zweizeiliges LCD-Display und die Stromversorgung über einen 9V-Block. Später wurde die Geräte durch den „Codesender 2“ bzw. „TipSend 2“ abgelöst.

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S t e r n   R a d i o   R o c h l i t z

Lautfernsprecher LF 700

Bild & Beschreibung folgt!
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E l e k t r o p r o j e k t -   &   A n l a g e n b a u   B e r l i n

Comotron TC 600

Anrufbeantworter, Beschreibung folgt!

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F e r n m e l d e w e r k   L e i p z i g

FF 53 & FF 53a

Der „Feld Fernsprecher 53“ wurde ab 1953 im VEB Fernmeldewerk Leipzig produziert und basiert technisch noch auf dem „FF 33“ von Siemens & Halske. Das 17 x 29 x 11 cm große und knapp 6 kg schwere Gerät wurde bis zur Einführung des „FF 63“ als Standard-Feldtelefon bei der NVA eingesetzt. Es entspricht technisch noch weitestgehend dem Wehrmacht-Vorgänger, da derartige Geräte über alle Systeme hinaus genormt und untereinander kompatibel sein mussten. Zur Ausstattung gehören neben dem üblichen Kurbelinduktor und dem abnehmbaren Handapparat, ein Schalter zur Apparate- und Leitungsprüfung, ein weiterer Schalter für die Reichweitenerhöhung sowie eine zweipolige Buchse für einen Mithörer. Diese zusätzliche Hörmuschel konnte im Gehäusedeckel fest untergebracht werden. Für das Kabel des Mithörers existiert ein separates Fach. Ebenfalls im Deckel ist eine Vermittlungsschnur untergebracht und es findet sich hier der Stromlaufplan des Gerätes. In die gusseiserne Hörerauflage sind neben den beiden erwähnten Kippschaltern die üblichen Anschlüsse der Feldleitung (La & Lb/E) und das Batteriefach für zwei 1,5V-Monozellen eingebaut. Über zwei rot gerahmte Schlitzschrauben kann das gesamte Chassis einfach nach oben entnommen werden. An der Außenseite finden sich die Kurbelaufnahme des Induktors, ein weiterer Feldleitungsanschluss, die Tragegurtösen und eine gummierte Kabeldurchführung für die Hörerschnur bei Betrieb mit geschlossenem Gehäuse. Das „FF 53“ wurde später etwas modifiziert als „FF 53a“(Bild) gebaut und ab 1960 wechselte die Produktion des „FF 53a“ dann aus Leipzig in den VEB Fernmeldewerk Nordhausen (Nordfern). Dem „FF 53a“ fehlen gegenüber dem „FF 53“ die Reichweitenerhöhung durch Umschaltung der beiden Monozellen von Reihen- auf Parallelbetrieb. Dafür verfügt die Sprechtaste des schon aus dem „Prüfschrank 50“ bekannten Handhörers über einen weiteren Kontakt zum Umschalten des Sende-/Empfangsrelais in der Funkstelle. Von außen unterscheiden sich der „FF 53a“ vom „FF 53“ durch den zusätzlichen roten Streifen auf dem weißen Schild. Welche Bedeutung der teilweise vorhandene grüne Streifen hat, ist mir nicht bekannt („FF 63a“ gibt es z.B. mit grün/rot und nur rot).

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F u n k w e r k   K ö l l e d a

FF 63, FF 63 M & FF 63 S

Der Feldfernsprecher „FF 63“ wurde als Nachfolger des „FF 53a“ im VEB Funkwerk Kölleda produziert. Die Grundfunktionen des ansonsten komplett überarbeiteten Gerätes haben sich hierbei kaum verändert. Das Feldtelefon ist mit 12 x 27 x 13 cm und gut 4 kg jedoch etwas kleiner und leichter geworden als der Vorgänger. Es verfügt über drei spezielle Anschlüsse für Handapparate und Mithörer, eine Drucktaste zum Prüfen des Apparates und eine nun fest installierte Klapp-Kurbel für den Induktor. Der Handapparat ist mit einer Spiralschnur und zwei Tasten versehen (Sprechtaste & Umschalter für Sende-/Empfangsrelais in der Funkstelle?). Die Spannungsversorgung für die Sprachverbindung erfolgt über einen 6V/1Ah-Akku, die des Läutwerks – wie üblich - durch den Kurbelinduktor. Das Gerät ist jetzt auch innen spritzwassergeschützt. Auf der Außenabdeckung findet sich neben dem üblichen Schild mit dem Buchstabieralphabet noch ein weiteres Schild mit der Aufschrift „Handapparat auflegen sonst Abhörgefahr“, außerdem vier Mulden zum Auflegen von zwei Hörern. Beim später produzierten „FF 63 M“ wurde der Säulengleichrichter durch einen Halbleitergleichrichter ersetzt und im „FF 63 S“ entfielen die Germaniumtransistoren des Mikrofonverstärkers zugunsten von Siliziumtransistoren. Die Feldfernsprecher „FF 63 M“ und „FF 63 S“ können noch um das Amtsanschlussgerät „AS 60“ erweitert und somit direkt an der Amtsleitung betrieben werden. Auf dem Gehäuse sind hierfür auch schon entsprechende Befestigungsösen montiert. Das „FF 63 S“ wurde bis zur Wende für die NVA gebaut und hier als Standard-Feldfernsprecher eingesetzt.

Standard-Feldtelefone der Tschechoslowakischen und Ungarischen Armee Tesla TP-25 und Terta A 41M unter „ČSSR, Ungarn & Rumänien“.

Datums- und Zeitanzeige DZA 86

Die „Datums- und Zeitanzeige „DZA 86“ wurde um 1987 im VEB Funkwerk Kölleda produziert und ermöglicht die Uhrzeit-Anzeige für zwei Zeitzonen. Die Beschriftung des 300 x 120 x 160 mm großen und 4,1 kg schweren Gerätes erfolgte mit Moskauer Zeit (MOZ) und Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Es wurden zwei der gängigen RUHLA-Quarzwecker verbaut, bei denen einmal der Weckzeiger und einmal der Weck- und Sekundenzeiger fehlt. Zur Weckzeiteingabe existiert eine 4-fach 7-Segment-LED-Anzeige für zwei Termine zwischen 1 Min. und 59 Std. 59 Min. (T1 und T2). Die Spannungsversorgung kann wahlweise aus dem 230V-Netz oder über eine separate 60V-Batterie erfolgen.

Hörschleifenverstärker HSV 1

Mit dem „Hörschleifenverstärker 1“ kann das über den Dioden- oder Lautsprechereingang eingespeiste NF-Signal für eine extern angeschlossene Induktionsschleife verstärkt werden. Die angeschlossene Induktionsschleife überträgt das NF-Signal wiederum an ein entsprechendes Hörgerät im näheren Umkreis. Die Spannungsversorgung des Gerätes erfolgt über das 220V-Netz. Als IC-Verstärker wurde der häufig verwendete A211D verbaut.

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C .   L o r e n z   A G   L e i p z i g

Elektronische Morstetaste EMT 567

Die „Elektronische Morsetaste EMT 567“ ermöglicht das elektronische Erzeugen von Strich- und Punkt-Morsesignalen im Funkbereich. Das „EMT 567“ wurde mindestens seit 1968 bei der C. Lorenz AG in Leipzig produziert. Frühe Geräte sind rückseitig mit „C. Lorenz AG Werk Leipzig in Verwaltung“ beschriftet, später hieß es hier nur noch „Deutsche Post / RFZ Berlin“ (Rundfunk- und Fernsehtechnisches Zentralamt Berlin-Adlershof). Ich vermute hier eine durchgehende Produktion im VEB Feinmechanik Mittweida, Werk Leipzig. Die Tastgeschwindigkeit lässt sich von 30 – 200 BpM stufenlos einstellen. Außerdem besitzt das 135 x 150 x 175 mm große Gerät an der Front den eigentlichen Strich/Punkt-Morsehebel (Single-Paddle) sowie einen stufenlosen Regler für die Relaisspannung. Diese lässt sich bei höherer Taktzahl anheben, um ein schnellere Kontaktbewegung im Relais zu ermöglichen, was bei niedriger Taktzahl wiederum das Relais zu stark belastet. An der Gehäuserückseite befindet sich einen 4kΩ-Kopfhöreranschluss mit vorgeschaltetem Tongenerator und der eigentliche Relaisausgang mittels zweier Bananenbuchsen (alternativ alter UKW-Antennenstecker). Die Spannungsversorgung des 2,5 kg schweren Gerätes erfolgt aus dem 230V-Netz. Was am „EMT 567“ sofort positiv auffällt, ist der sehr reparaturfreundliche Aufbau. Die drei senkrecht angeordneten Platinen der einzelnen Baugruppen sind über einfache Kontaktleisten miteinander verbunden und können so sehr einfach entnommen werden. Auch das Relais an der Unterseite lässt sich einfach ausbauen. Das bei diesem Gerät verwendete Stahlblechgehäuse kam später mit Griff und Aufstellfüßen auch bei vielen anderen DDR-Messgeräten wie z.B. den PRÄCITRONIC-Sinusgeneratoren oder dem „EO 174 A“ zum Einsatz. Das abgebildete Gerät stammt wie fast alle meine Geräte vom Flohmarkt. Leider hat hier ursprünglich jemand mal eine komplette Entwertung vorgenommen: Kopfhörer- und Netzkabel abgeschnitten, Sicherungsdeckel entfernt und Morsehebel abgebrochen. Mittlerweile habe ich alles wieder orignal ersetzt, nur für den Morsehebel suche ich noch Originalersatz aus grauem Plastik.

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F u n k w e r k   K ö p e n i c k

Laborschaltuhr Exakt

Beschreibung folgt!

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Z e i s s   I k o n   D r e s d e n

Pentona

Beschreibung folgt!

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P e n t a c o n   D r e s d e n

Pentacon Electra

Beschreibung folgt!

Pentacon K 16

Beschreibung folgt!

Pentacon Praktica Super TL 1000

Beschreibung folgt!

Pentacon DB 1 N

Der Diabetrachter „DB 1“ wurde Ende der 1970er bis in den 1980er Jahren bei PENTACON in Dresden produziert. Das Gerät ermöglicht die Betrachtung von Fotos in Diarahmen mit Hintergrundbeleuchtung. Es besteht eigentlich auch nur aus einer matten E14-Lampe vom Typ „Narva A220V“ mit 15 Watt, die direkt (ohne Schalter) am 230V-Netz anliegt. Es lassen sich an der Oberseite ca. 10 Dias einlegen, die durch einen seitlichen Hebel vor die Linse bewegt werden und nach zweiter Betätigung in einem Fach an der Unterseite gesammelt werden. Parallel zum „DB 1 N“ (Dia-Betrachter 1 mit Netzanschluss) gab es noch den „Pentacon DB 1“ mit Batteriebetrieb.

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C e r t o   K a m e r a w e r k   D r e s d e n

Certo Certina

Beschreibung folgt!

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P o u v a   F r e i t a l

Pouva Start

Beschreibung folgt!

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K a m e r a f a b r i k   F r e i t a l   ( W o l d e m a r   B e i e r )

beirette vsn

Beschreibung folgt!

beroquick KB 135

Beschreibung folgt!

beirette 35

Beschreibung folgt!

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E l g a w a   P l a u e n

Elgawa N 128

Blitzgerät, Beschreibung folgt!

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G r u b e n l a m p e n w e r k   Z w i c k a u   ( G L Z )

ZW 59

Die "ZW 59" aus dem VEB Grubenlampenwerk Zwickau (GLZ, später AKA Electric) wurde bereits seit Anfang der 60er als Mehrzwecklampe bei der NVA eingesetzt. Sie diente laut offizieller Beschreibung als "… Handleuchte zur Signalgabe; zum Beleuchten des Arbeitsplatzes; als Leselupe; Nachtfestlegepunkt bei Arbeiten mit optischen Richtmitteln, Mess- und Aufklärungsgeräten sowie als Scheinwerfer zur Aufklärung mit Hilfe des Aufsteckreflektors ZWR-61". Die Lampe verfügt über jeweils einen rot, grün und blau gefärbten Filter sowie eine kreuzförmige Blende, die über seitliche Zahnscheiben eingedreht werden können. Mit Hilfe eines fünften Reglers lässt sich auch die Glühbirne versenken. Wird zusätzlich das hintere Reflektorblech heruntergeschoben, ist die Leselupe komplett freigelegt und kann verwendet werden. Der seitliche Lampenschalter lässt sich als Taster nutzen oder kann zum Dauerbetrieb eingerastet werden. Auf dem Gehäuse findet sich neben dem Aufdruck "Eigentum NVA" noch der Hinweis "Beim Dunkelbrennen abschalten". Die Stromversorgung erfolgt über den Akku "EST 62" mit zwei Batteriezellen (insgesamt 2,5V/1Ah), der auch bei anderen NVA-Geräten zum Einsatz kam. Dieser lässt sich mit den nachfolgend beschriebenen Ladegeräten "ZWL-1/59" oder "ZWL-4/59" laden. Der Akku ist eigentlich auch schon die einzige Schwachstelle der Lampe, wenn man das nach so vielen Jahren überhaupt als Schwachstelle sehen kann. Der Akku meines Gerätes von 1963 ist zwischenzeitig ausgelaufen, wobei sich das Batteriefach trotzdem rückstandsfrei reinigen lies. Man könnte den Akku wohl problemlos durch einen Batteriehalter mit zwei R6- oder R14-Akkus ersetzen. Ich habe die beiden Akkuzellen nach gründlicher Reinigung lieber eingetütet und abgelötet wieder eingesetzt, um´s komplett original zu halten und das Batteriefach trotzdem vor Auslaufspuren zu schützen.

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E l e k t r o a p p a r a t e b a u   B a n n e w i t z

ZWL-1/59

Das "ZWL-1/59" aus dem VEB Elektroapparatebau Bannewitz dient zur Ladung des NVA-Standard-Akkus "EST 62" (Typ 0908.1), wie er z.B. im "ZW 59" zum Einsatz kam. Alternativ kann auch die komplette Mehrzweckleuchte eingesetzt werden. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise über das 220V-Stromnetz oder das 12V-Fahrzeug-Bordnetz. Ein Wechsel auf 110V Netzspannung ist durch einfaches Umlöten ebenfalls möglich. Die Lade-Ausgangsspannung beträgt 2,5 V, die Ladezeit eines "EST 62" laut Beschriftung 12 Stunden.

ZWL-4/59

Das "ZWL-4/59" ermöglicht die Ladung von vier Akkus des Typs "EST 62" bzw. von vier kompletten Mehrzweckleuchten "ZW 59" (siehe „Sonstige DDR-Geräte“).. Die Ladeeinheit wurde in einem verschließbaren Koffer aus olivgrünem Miramid verbaut. Das erste Highlight des Gerätes steigt dem Nutzer schon beim Öffnen dieses Koffers in die Nase. Zumindest kann mein Gerät von 1978 seine Herkunft mit dem typischen - aber selten so deutlichen - "DDR-Plastik-Duft" nicht leugnen. Im Inneren finden sich 4 Ladeschalen, in die entweder der Akku "EST 62" eingelegt werden kann oder die komplette Leuchte "ZW 59". Neben diesen Schalen findet sich ein 220V-Netzkabel und ein 12V-Bordnetz-Kabel, außerdem vier Taste mit einem zugehörigen Lämpchen zur Akkustandskontrolle sowie der Sicherungshalter. Im Gehäusedeckel gibt es ein Fach für Ersatzlämpchen, -Sicherungen und -Kontaktstifte. Außerdem wurde hier der recht überschaubare Schaltplan eingeklebt. Das Gerät besteht eigentlich nur aus einem Trafo mit vorgeschalteter Hauptsicherung, dahinter eine Dioden-Brückenschaltung, ein Spannungsteiler, das Betriebslämpchen und die vier Minus-Kontakte sowie die vier Unterbrecher-Tasten vor den Pluspolen mit gemeinsamem Lämpchen zur Akkustandskontrolle. Im Schaltplan ist auch der mögliche Wechsel auf das 110V-Netz oder 24V-Bordspannung beschrieben. An der Gehäuseaußenseite finden sich das Betriebslämpchen sowie ein ausführliches Typenschild.

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W e r k   f ü r   F e r n s e h e l e k t r o n i k   B e r l i n

KAL 44-03

Die „Digitale Wohnraumuhr KAL 44-03“ wurde im Werk für Fernsehelektronik Berlin produziert und für 150,- M vertrieben. Beschreibung folgt!

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H a l b l e i t e r w e r k   F r a n k f u r t / O d e r   ( H F O )

Größter Hersteller von Integrierten Schaltkreisen in der DDR wie z.B. A281D oder A210K, die in vielen RFT-Geräten verbaut wurden, Übersicht von DDR-IC´s unter „Reparatur & Exportgeräte“
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E n e r g i e k o m b i n a t   F r a n k f u r t / O d e r

Hersteller der bei MEG entwickelten BR 50
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D e l t a   L ö t t e c h n i k   W o l t e r s d o r f

DELTA Lötgarnitur LG 30

Die „Lötgarnitur LG 30“ wurde in den 80er Jahren bei DELTA im brandenburgischen Woltersdorf produziert. Zusätzlich zum 220V/30W-Lötkolben „LK 30W“ gehörten zwei Karten mit Elektro-Feinlot (Lötzinn), eine Dose Lötfett, ein Kolophoniumstein und ein Ersatzlötstein zum Lieferumfang. Als typisches Kuriosum der DDR-Mangelwirtschaft wurde das Blech der Lötfett-Dose ursprünglich schon für den VEB Chemische Werke Miltitz bedruckt, dann aber verdreht in die Stanzmaschinen eingelegt und mit einem Papieretikett versehen. So findet sich die FLORENA-Creme-Beschriftung noch auf der Innenseite der deutlich kleineren Dose. Auf der Plastikverpackung meiner „LG 30“ prangt noch ein westdeutsches Etikett mit dem Vertriebspreis von 19,95 DM. Somit wurde der Lötkolben in der Bundesrepublik wohl mit offiziellem Markennamen, aber ohne näheren DDR-Herkunftsnachweis verkauft.

Voltcraft Lötstation 60/3 (Delta LS 56 & LS 60)

Die Lötstation „LS 60/3“ wurde ab Mitte der 80er Jahre bei DELTA im brandenburgischen Woltersdorf für den CONRAD-Versand produziert. Auch wenn sich auf dem Gerät keine offiziellen Herstellerangaben finden, ist die DDR-Herkunft trotzdem sofort zu erkennen. So findet sich sowohl auf der Station als auch auf dem Lötkolben das DELTA-Logo, außerdem der typische DDR-Messgeräteknopf, die üblichen Anschlussklemmen und ein KRANIA-Netzkabel. Ob es jedoch auch ein entsprechendes Gegenstück für die Auslieferung in der DDR gab oder es sich um eine reine Auftragsentwicklung für den Westexport handelt, ist mir nicht bekannt. Die über das 230V-Netz versorgte Station verfügt über einen Wechselspannungsausgang, der sich mittels Drehknopf zwischen 8, 10, 12 sowie 14V umschalten lässt und hierdurch die Heizleistung steuert. Je nach verwendetem Lötkolben können somit Temperaturen im Bereich von 250 bis 580°C an der Lötspitze erzielt werden. Eine zusätzliche Temperaturüberwachung fehlt jedoch noch. Zur „Lötstation 60/3“ gab es einen 8-, 16- und 30W-Lötkolben. Mit der zu meinem Gerät ausgelieferten 16W-Variante „Delta B16“ lässt sich die Temperatur zwischen 250, 320, 380 und 450°C wählen. Sämtliche Temperaturvarianten für alle drei Lötkolbentypen sind auf der Frontseite vermerkt. Das komplett in Deutsch beschriftete Gehäuse besteht aus einem Plastikchassis mit zwei Abdeckblechen. Der Aufbau im Inneren gestaltet sich recht überschaubar. Vor der Primärspule des Netzttrafo „Bv4763“ findet sich lediglich der Netzschalter. Die Sekundärspule verfügt über je einen 8-, 10-,12- und 14V-Abriff. Diese laufen auf den Temperatur-Drehschalter, dessen Schaltsignal eine 4A-Schmelzsicherung durchläuft, um anschließend direkt an der oberen Anschlussbuchse anzuliegen. Die untere Anschlussbuchse ist direkt mit dem „Minus“-Anschluss der Sekundärspule verbunden. Zwischen beiden Buchsen findet sich ansonsten noch eine Reihenschaltung aus einem 560Ω-Widerstand plus LED zur Netzanzeige.

Voltcraft LS 30 electronic (Delta LS 60 E)

Die Lötstation “Voltcraft LS 30 electronic” wurde offensichtlich als Nachfolger der “LS 60” produziert und ist rückseitig mit der offizielen DELTA-Typenbezeichnung „LS 60 E“ beschriftet. Auch hier scheint es sich aber um eine reine Auftragsproduktion für den Westexport zu handeln. Im Gegensatz zur „LS 60“ verfügt die „LS 60 E“ über eine Temperaturregelung. Hierbei kam jedoch noch kein Temperaturfühler im Lötkolben zum Einsatz. Die Steuerung erfolgt somit wohl ausschließlich über den Heizintervall, der neben dem Netz über eine zweite LED angezeigt wird. Als Leistungstransistor wurde der schon aus verschiedenen REMA-Steuergeräten bekannte SD345 verbaut (Si-NPN/ 45V/3A/20W). Der zugehörige 24V-Lötkolben „Delta C25“ hat eine Leistung von 25W. Den verbauten, recht kleinen Trafo kenne ich ansonsten nur aus dem Schach-Computer „Chess-Master“. Zum Gerät gehört einen passender Lötkolbenständer, der aber aus recht dünnem und rostanfälligen Stahlblech gefertigt wurde. Die „LS 30 E“ wurde noch bis mindestens 1992 im CONRAD-Katalog angeboten. Sie gehörte hier zusammen mit einem Netzgerät von Typ „TNG 20“, einem Digital-Multimeter, Printhalter mit Lupe, einer Entlötsaugpumpe, Lötdraht und 2 Spezialzangen zu einem kompletten Einsteigerpaket für 219,- DM.

Voltcraft LC 60 E (Delta LC 60 E)

Bei der Lötstation "LC60E" handelt es sich vermutlich erst um eine Wendezeit-Entwicklung des DDR-Herstellers DELTA, der sich auf Lötgeräte aller Art spezialisiert hat. In diesem Gerät kamen bis auf die beiden SMD-Platinen auch noch ausschließlich bekannten DDR-Teile zum Einsatz. Die Lötstation "LC60E" entspricht von der Ausstattung in etwa den klassischen WELLER-Lötstationen (stufenlose Temperaturregelung bis 450°C, Temperaturüberwachung, Netz-LED und LED-Heizanzeige). Zum Gerät gehört der Lötkolben "C25-1". Die abgebildete Station von 1990 wurde über CONRAD vertrieben. Ob die Geräte auch unter eigenem Markennamen verkauft wurden, ist mir nicht bekannt. …

… Im CONRAD-Katalog von 1992 heißt es zur „Voltcraft LC 60 E“, die mit der Bestell-Nr. 812749 für 98,- DM angeboten wurde: „Diese vollelektronisch gesteuerte Lötstation wurde speziell für den Elektroniker entwickelt, der im Hobby- und Heimwerkerbereich tätig ist. Beim Arbeiten mit CMOS-Bauelementen wurde bei dieser Lötstation eine Potentialausgleichsbuchse angebracht, die in Verbindung mit dem Arbeitsplatz eine elektrostatische Aufladeung verhindern soll. Die Lötstation arbeitet in einem Temperaturbereich von 100 – 450°C. Über eine Netz- und Aufheiz-Kontroll-LED kann der augenblickliche Zustand der Station kontrolliert werden. Lieferung erfolgt mit Lötkolben, Lötspitze, Lötständer und ausführlicher Bedienungsanleitung. Technische Daten: Betriebsspannung 220V/50Hz, Leistung 30VA, Sekundärspannung 24V=, Stellbereich 100-450°C ±5% v.E., Schutzklasse 2, mit GS-Zeichen“. Eine Ersatzspitze „zunderfrei“ konnte für 1,80 DM dazu bestellt werden, eine Ersatzspitze „longlife“ kostete 7,50 DM und der komplette Ersatzlötkolben „C25-1“ 19,80 DM. Auf der nächsten Katalogseite findet sich der Klasissiker unter den Lötstationen - die „Weller WECP-20“, welche dann aber mit 298,- DM auch für den 3-fachen Preis angeboten wurde. Vergleicht man die ganze mechanische Anmutung, war dieses wohl auch nicht ganz unberechtigt.

Delta G 20, G 40, G 60, G 80, G 100, R 50 & Typ 620

Neben den beschriebenen Lötstationen wurden in Woltersdorf hauptsächlich klassische Lötkolben für den DDR-Vertrieb produziert. Aber auch hiervon gingen wieder große Stückzahlen in den Westexport. So finden sich auch im CONRAD-Katalog von 1992 noch ein „Feinlötkolben G 20“ (Delta G 20) für 9,80 DM, ein „Voltcraft Lötsett 1“ (bestehend aus Delta G 20 + Ersatzspitze, Ständer & Feinlot) für 12,50 DM, ein „Voltcraft Lötsett 2“ (bestehend aus Delta G 20 + Ersatzspitze, Entlötpumpe & Feinlot) für 21,50 DM, der „Voltcraft Standard-Lötkolben G 40 (Delta G 40) für 15,90 DM, der „Voltcraft Universal-Lötkolben G 60“ (Delta G 60) für 16,50 DM, der „Voltcraft Universal-Lötkolben G 80“ (Delta G 80) für 16,50 DM, der „Voltcraft Universal-Lötkolben G 100“ (Delta G 100) für 17,50 DM, der „Voltcraft Temperaturgeregelte Lötkolben R 50“ (Delta R 50) für 36,50 DM und eine Dose DELTA-Kolophonium für 1,50 DM. Die Typenbezeichnung orientiert sich jeweils an der Watt-Zahl der Lötkolbens. Neben dem „G 20“ ist mir noch der „Typ 620“ mit ebenfalls 20VA bekannt. In der Beschreibung des temperaturgeregelten Lötkolbens „Delta R 50“ heißt es: „Bei diesem Sparpreis interessant für den Profi und den Hobbyelektroniker. Durch die Regelelektronik im Kolben sehr gut für den Servicetechniker geeignet. Vorteile: Stufenlose Temperaturregelung von 200 – 400°C, extrem kurze Anheizzeit (in 35 Sek. auf Löttemperatur), schneller Wärmenachschub durch Temperaturregelung, hohe Lötleistung (max 50W), minimales Zundern der Lötspitze, Energieeinsparung bis 50%, Erhöhung der Lebensdauer um ein Vielfaches, Schonung von elektronischen Bauelementen, leicht und handlich, Anzeige der Heizperiode durch LED“.

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E l e k t r a   S c h a l k a u

Der VEB Elektra Schalkau hat sich bereits frühzeitig auf die Produktion von Drehkondensatoren spezialisiert, die ja dann auch in fast jedem RFT-Rundfunkempfänger zum Einsatz kamen. Leider sorgten die Drekos auch irgendwann alle dafür, dass sich die Abstimmung der Geräte nicht mehr einstellen ließ. Hier verharzen mit der Zeit die Drekoachsen, was sich mit etwas Geduld sehr gut beheben lässt (siehe „Reparaturhinweise“). An der fünfstelligen Typenbezeichnung lässt sich meist auch schon der Aufbau, die Nennkapazität und das zum Teil verbaute, integrierte UKW-Potentiometer erkennen (z.B. Typ 5003: Dreifach-Dreko mit 3x500pF ohne UKW-Poti).
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A K A   E l e k t r o g e r ä t e w e r k   S u h l

AKA RG 28s

Nachdem zwischenzeitig unzählige dieser Geräte durch meine Hände gegangen sind, soll auch dieser DDR-Klassiker nicht unerwähnt bleiben, auch wenn er mit Unterhaltungselektronik natürlich nichts zu tun hat. Das „Rührgerät 28“ wurde bereits seit mindestens 1978 im VEB Elektrogerätewerk Suhl (EGS) produziert und unter dem Markennamen „AKA electric“ vertrieben. Hier liefen zuvor bereits das „RG 3“, „RG 5“ und „RG 25“ vom Band. Die Funktionen sind – wie von einem Rührgerät nicht anders zu erwarten - recht überschaubar gehalten. Das Gerät verfügt über einen 170W-Motor, der sich in drei Geschwindigkeitsstufen schalten lässt. Ein weiterer Knopf über dem Drehzahlschalter ermöglicht den einfachen Auswurf der beiden gegenläufigen Rührbesen. Neben diesen Einsätzen gehörten grundsätzlich noch zwei Knethaken zum Lieferumfang. …

… Für das Gerät gibt es noch ein passendes Rohkostgerät, einen Mixstab, Mixaufsatz, Passierstab, einen Ständer mit Schüssel, Schlagbecher, Schälscheibe, Reib-, Schnitzel-, Raspeleinsätze und eine Wandkonsole. Genau genommen sind die meisten Geräte noch mit einer Leistung von 150W/220V angegeben. Erst später erfolgt die Angabe 170W/230V. Hierbei handelt es sich nicht um einen stärkeren Motor, sondern um die zwangsläufig höhere Leistung durch die zwischenzeitig von 220 auf 230-240V erhöhte Netzspannung. Dieses führt auch zu einer geringfügig höheren Belastung des Motors, der das aber laut GS-Angabe der Nachwendegeräte 10 Minuten im Dauerbetrieb schadfrei übersteht. Prinzipiell entspricht das „RG 28s“ von der Ausstattung komplett dem Vorgänger „Komet RG 25“. Die ersten „RG 28s“ hatten orangefarbene Gehäuse. Die Gehäusefarben variierten über die Jahre von orange/weiß auf weiß/grau, weiß/gelb, beige/braun, braun/weiß und vermutlich gibt es noch Weitere. Parallel bekam der Stufenschalter in der laufenden Serie eine etwas andere Form. …

… Sehr viele Geräte wurden auch über den Quelle-Versand für 32,95 DM in der Bundesrepublik vertrieben und entsprechend auf „Privileg“ umtypisiert. Ein weiterer Importeur verkaufte sie als „Schneider RG 28s“. Nach der Wende wurden die Geräte noch bis mindestens Juni 1991 von der „Elektrogerätewerk Suhl AG“ produziert und auch bis zum Schluss an QUELLE geliefert. Parallel hat die „C. Bomann Import Vertretungen Service“ aus Buchholz in der Nordheide die Geräte unter der Originalbezeichnung vertrieben. Außerdem hat der russische Hersteller „росб“ das Gerät in Lizenz nachgebaut und als „МВР-301“ vertrieben (Bild & Beschreibung unter „Russische Geräte“). Der Motor und die Getriebeübersetzung des „RG 28s“ sind sehr robust aufgebaut. Zumindest habe ich bei gut 50 gebrauchten Geräten kaum einen Defekt erlebt. Die einzige Schwachstelle sind wohl die vorderen Schweißstellen der Rührbesen, die sich bei Überbeanspruchung lösen können.

AKA supermix

Das „AKA supermix“ (Typ 0329 026) entspricht technisch wohl komplett dem „RG 28s“. Lediglich das Gehäuse wurde überarbeitet.  Das Gerät gab es in komplett weiß (Bild) und beige/weiß.

elite M 1500 (AKA supermix)

Das “AKA supermix” wurde über die Kaufhauskette „Kaufhof“ auch in der Bundesrepublik unter der Bezeichnung “elite M 1500” vertrieben. Auf der Lüftungsabdeckung findet sich hierbei noch die Originalbezeichnung „AKA supermix“, ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller „EGS“ oder die DDR-Herkunft fehlt jedoch trotzdem. Das abgebildete Gerät stammt erst aus dem Jahr 1990.

unser favorit (AKA supermix)

Das “AKA supermix” wurde in der Bundesrepublik auch unter der Bezeichnung “unser favorit” vertrieben. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller „EGS“ oder die DDR-Herkunft fehlt komplett. Welcher westdeutsche Importeur sich diese seltsame Namenskreation einfallen lassen hat, ist mir nicht bekannt.

AKA unifix

Das „AKA unifix“ mit wiederum anderem Gehäuse entspricht von der Ausstattung ebenfalls dem „RG 28s“. Die Aufnahme für den Mixstab und weiteres Zubehör befindet sich jedoch auf der gegenüberliegenden Seite und die Achse hierfür ist sternförmig statt als Sechskant ausgeführt. Somit ist das Zubehör nicht kompatibel mit dem „RG 28“ und „supermix“. Selbiges gilt auch für den Rührbesen und Knethaken, die hier eine etwas breitere Achse haben. Parallel gab es das offensichtlich gleiche Gerät noch als „multifix“, „polyfix“ oder Westexport-Ausführung für den Quelle-Versand (Bild). Die Exportgeräte wurden teilweise mit „Privileg / EGS Typ 329 084 / Bestellnr. 389.070“  und teilweise mit „Privileg unifix 0329 0 632 / Bestellnr. 478.101“ beschriftet. Der eigentliche Hersteller ist – wie schon bei den „Privileg RG 28s“ - mit einem unauffälligen „EGS“ (Elektrogerätewerk Suhl) auf dem Typenschild vermerkt und die Leistungsangabe variiert auch - je nach Baujahr - zwischen 150W/220V und 170W/230V. Des Weiteren gab es noch den „AKA Combifix“ mit wiederum überarbeitetem Gehäuse.

schneider KM 2000 (AKA unifix)

Das „AKA unifix“ wurde noch mindestens bis zum Mai 1991 als „schneider KM 2000“ vertrieben. Kurioserweise findet sich trotz des späten Baujahrs auf dem Gerät neben dem DDR-„AKA“-Logo auch noch der Schriftzug „Made in GDR“, da die alten Gussmaschinen der Typenschilder weiter verwendet wurden.

AKA AS 101

Neben über 18 Millionen Rührgeräten vom Typ „RG 28“ produzierte der VEB Elektrogerätewerk Suhl (EGS) in seinem Werk in Suhl und an Standorten der Umgebung auch elektrische Allesschneider. Einer der ersten Typen dieser Art war wohl der „AS 101“ unter dem Markennamen „AKA electric“. Die Ausstattung beschränkt sich noch auf eine Schnittbreiteneinstellung nur eine Geschwindigkeit. Spätere Geräte besitzen zusätzliche eine zweite Geschwindigkeit für Wurst und Brot sowie eine Kindersicherung. Neben den „AS 101“ für den DDR-Vertrieb mit weißen, gelben und orangen Gehäuse lieferte der Betrieb die Geräte auch an den QUELLE-Versand nach Fürth. In der Bundesrepublik hießen Sie dann nur „Privileg“ (ohne erkennbare Typenbezeichnung).

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Elbtalwerk Heidenau

Multiboy LZ 251

Die im VEB Kombinat Elektromaschinenbau Dresden produzierte Küchen-Allzweckwaffe „Multiboy LZ 251“ ermöglicht die Zerkleinerung von Lebensmitteln mit einer Leistung von 500 Watt. Das Doppel-Schneidmesser und die Schüssel lassen sich herausnehmen. Die Aktivierung erfolgt durch einfaches Drücken des geschlossenen Deckels. Das Deaktivieren sollte möglichst durch langsamen Drucknachlass erfolgen, da das Gerät ansonsten sehr abrupt abschaltet. …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurde der „Multiboy LZ 251“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Die Bezahlung erfolgte hierbei in D-Mark mit anschließender Lieferung an den angegebenen Geschenkempfänger in der DDR. So wurde der „SKR 700“ im GENEX-Katalog von 1986 für 79,- DM angeboten. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Multiboy LZ 251 – zerschneidet auch stark saftende Lebensmittel bei Erhaltung von Saft und Aroma. Leistungsstark und pflegeleicht. Anschlusswert 500 W, Gewicht 2,1 kg. Maße (HØ) 240 x 150 mm.“

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E l e k t r o m e c h a n i k   B e r l i n – K a u l s d o r f

AKA K 120/5 & AKA K 120/8

Nachfolger der sehr verbreiteten Kaffeemaschine „AKA K 108“ aus dem VEB Elektromechanik Berlin-Kaulsdorf, Beschreibungen folgen! …

… Neben dem regulären Vertrieb in RFT-Geschäften der DDR wurden die Kaffeemaschinen „K 120/5“ und „K 120/8“ auch über die GENEX Geschenkdienst GmbH in der Bundesrepublik angeboten. Die Bezahlung erfolgte hierbei in D-Mark mit anschließender Lieferung an den angegebenen Geschenkempfänger in der DDR. So wurde die Kaaaffemaschinen im GENEX-Katalog von 1986 für 56,- DM bzw. 68,- DM angeboten. In der Produktbeschreibung heißt es hierzu: „Kaffeemaschine K120/5 mit Warmhalteplatte – Transparenter Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1 bis 5 Tassen, 800 W & Kaffeemaschine K120/8 mit Warmhalteplatte: Fassungsvermögen von 1 bis 8 Tassen, Mit Hilfe einer Auslaufregulierung kann die Geschwindigkeit des Wasserzulaufes bestimmt werden.“

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Elektroinstallation Oberlind Sonneberg

Schlagwerksmühle SWM 4

Kaffeemühle mit 150W-Motor, Beschreibung folgt!

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Elektrogeräte Zeitz

AKA LD 67

Der im VEB Elektrogeräte Zeitz gefertigte Haarfön „LD 67“ gehörte wohl fast zur Standardausstattung eines 80er-Jahre-DDR-Haushaltes. Die Typenbezeichnung setzt sich hierbei aus der recht kreativen DDR-Wortschöpfung „Luftdusche“ - vermutlich ergänzt durch das Erscheinungsjahr 1967 - zusammen. Die heutige Verbreitung des „LD 67“ dürfte – im Gegensatz zu vielen anderen DDR-Haushaltsgeräten – recht überschaubar sein, was sich wohl schon mit der für heutige Verhältnisse recht schwachen Leistung von 400W erklären lässt.

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Fahrzeugelektronik Ruhla (FER)

FER 6V/3W Fahrraddynamo

Der typische FER-6V/3W-Fahrraddynamo wurde mindestens von 1981 – 1990 im Eisenacher Betriebsteil des VEB Kombinat Fahrzeugelektronik Ruhla produziert. Die Stückzahl dürfte hierbei ziemlich beträchtlich gewesen sein, da dieser Dynamo in der DDR zum konkurrenzlosen Einheitsmodell wurde. Auch in der Bundesrepublik tauchten die DDR-Dynamos (teilweise mit den passenden FER-Lampen) sehr häufig an zu dieser Zeit produzierten Fahrrädern auf. Der abgebildete Dynamo wurde für den westdeutschen Zubehörvertrieb extra aus dem Original-DDR-Pappkarton mit Herstellerbeschriftung genommen und vom Importeur neutral verpackt. Hier findet sich nur die frontseitige Beschriftung „Qualität für Fahrradprofis – Dynamo mit Halterung, auch für BMX“. Die eingestanzte Beschriftung auf dem Kippgelenk des Dynamos mit „FER Ruhla DDR“ blieb unverändert, sodass jeder, der die thüringische Stadt Ruhla oder den Hersteller „FER“ nicht kannte, zumindest noch die DDR-Herkunft ersehen konnte. Auf der Rückseite des Kippgelenks findet sich grundsätzlich das Baujahr. Ältere Modelle besitzen weiße Keramik-Reibräder, spätere Modelle schwarze Hartplastik-Räder. Neben Fahrradzubehör lieferte „FER“ hauptsächlich Maschinen und Zulieferteile z.B. an Volkswagen in Wolfsburg und Hannover. Im Tauschgeschäft erhielt die DDR mehrere tausend 1er und 2er VW Golf. Zu finden sind die FER-Scheinwerfer noch häufig am Golf 1, Golf 2 und T3-Bus. Selbst mein 1993er Golf 3 trägt noch FER-Nebelscheinwerfer und –Reflektoren aus Nachwendeproduktion.

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