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          G e r ä t e   a u s   P o l e n

Auch in Polen gab es eine große Auswahl an Unterhaltungselektronik, die über den einheitlichen Markennamen UNITRA vermarktet wurden. Die größten Hersteller von Radios und Recordern waren hierbei ZRK in Warschau, DIORA in Dzierzoniow, ELTRA in Bydgoszcz und die Unitra-Radiowerke in Lubartów und Rzeszów. TONSIL in Września hat sich wieder hauptsächlich auf Lautsprecher, Mikrofone und Boxen konzentriert, FONICA auf Plattenspieler und CEMI auf Halbleiter. HiFi-Komponenten kamen hauptsächlich aus Dzierzoniow und Rzeszów. Diese zunehmende Spezialisierung der einzelnen Werke kennt man ja auch aus der DDR. Die Zahl der Lieferung in die DDR war wiederum relativ überschaubar, während der devisenbringende Export in der Bundesrepublik für das Staatsunternehmen UNITRA offensichtlich sehr interessant war. Hier wurden die Geräte hauptsächlich über die “HGS Electronic GmbH”, „ITC“ und „Bruns“ vertrieben und natürlich entsprechend umgelabelt. Die polnischen Geräte sind insgesamt meist sehr robust, oft einfach ausgestattet, aber trotzdem relativ zeitgemäß. Es gab Kooperationen mit Stern-Radio Berlin, aus denen gemeinsame Geräte wie z.B. das „Unitra Zosia“ (RFT SR 30) oder „Unitra Ania“ resultierten. In gemeinsamer Wirtschaftshilfe wurden aber auch „RFT SKR 700“ im Tausch gegen „Unitra RMS 814“ geliefert und unter dem jeweils anderen Markennamen vertrieben. Neben den eigentlich guten selbst entwickelten Geräten gab es auch Lizenz-Nachbauten von „Grundig“, die dann wiederum bis zurück in die Bundesrepublik geliefert wurden. Die Modellbezeichnungen der polnischen Geräte sind ähnlich denen in der DDR aufgebaut: R … (Radio), M… (Magnetofon - Tonband) MK (Magnetofon Kasetowe – Kassetten-Tonband), RM … (Radiomagnetofon - Radiorecorder), RMS … (Radiomagnetofon Stereofoniczny – Stereo-Radiorecorder), WS … (Wzmacniacze Stereo – Stereoverstärker) usw..
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    W a r s z a w a  &   Ł o d ź
( W a r s c h a u   &   L o d s c h )

Unitra-Fonica TSH 113

Beschreibung folgt!

HGS Altus HIFI T 700 (TSH 113)

Beschreibung folgt!

Unitra-Fonica WSH 205

Beschreibung folgt!

HGS Altus HIFI V 600 (WSH 205)

Beschreibung folgt!

Unitra-Fonica WS 303

Beschreibung folgt!

Unitra-Fonica WS 403

Der „Wzmacniacze Stereo 403“ (Stereo-Verstärker 403) wurde ab Anfang der 80er Jahre bei UNITRA FONICA in Warschau produziert und war wohl einer der hochwertigsten Verstärker aus polnischer Produktion. Das Gehäuse wurde mit einer gebürsteten und teilweise eloxierten Alufrontblende plus passenden Alureglern versehen. Optisch hierzu passend kamen massive Alu-Kippschalter zum Einsatz, hinter denen sich aber mit entsprechender Übersetzung nur normale Reihenschalter verbergen (ähnlich RFT SKR 500/501). Auch ansonsten relativiert sich der sehr wertige äußere Eindruck etwas beim Öffnen des Gerätes. Die Potis hinter den schweren Reglern sind recht klein ausgeführt und auch die Endstufen sind kleiner, als man es aufgrund des hohen Gesamtgewichtes vermuten könnte. Nichts desto trotz hat alles eine gute Qualität. Ähnliches kenne ich von höherwertigen bundesdeutschen SABA-Verstärkern, während in der DDR ja eher große Bauteile in teilweise sehr kompakte Gehäuse gebaut wurden, wodurch das hohe Gewicht dann durch die Technik und nicht nur das Gehäuse zu Stande kam. Der „WS 403“ verfügt über fünf Diodeneingänge für zwei Plattenspieler (1x magnetisch, 1x keramisch), einen Tuner und zwei Kassettendecks/Tonbandgeräte. Die Auswahl erfolgt etwas irritierend über zwei Drehregler (1x „Source“ mit TA I / TA II / Tuner und 1x (TB)1>2 / Monitor I / Source / Monitor II / (TB)2>1). Des Weiteren lassen sich neben der Lautstärke die Höhen, Tiefen sowie Balance regeln, ein Rausch-Filter zuschalten sowie auf Monobetrieb, Linear und Contur wechseln. Es können zwei Lautsprecherpaare (4Ω) angeschlossen werden. Außerdem existiert ein frontseitiger Klinken- und rückseitiger Dioden-Kopfhöreranschluss (8 - 400Ω).

Thomson PA 3511T (WS 403)

Der „WS 403“ mit gebürsteter Front (nicht eloxiert) wurde auch als „Thomson PA 3511T“ nach Frankreich geliefert.

Continental Edison PA-9806 & Pathe Marconi PA 9806 (WS 403)

Weitere Exportausführungen des “Unitra-Fonica WS 403“.

Unitra-Fonica WS 503

Der „WS 503“ wurde ab Anfang der 80er Jahre parallel zum „WS 403“ bei UNITRA FONICA in Warschau produziert. Technisch und optisch sind beide Geräte prinzipiell identisch. Der „WS 503“ verfügt aber neben dem Rausch-, noch über einen zusätzlichen Rumpel-Filter mit entsprechendem Kippschalter.

HGS VELA V-7070 (WS 503)

Der „WS 503“ mit eloxierter Front wurde in der Bundesrepublik als „VELA V-7070“ der Handelsmarke „HGS“ ausgeliefert. Die Beschriftung erfolgte komplett in Deutsch. Ein Verweis auf den ursprünglichen polnischen Hersteller fehlt komplett. Statt eines „Made in Poland“ findet sich hier lediglich ein recht fragwürdiges „Hergestellt für die Bundesrepublik Deutschland“.

Brandt A3523, Continental Edison PA-9907, Emerson SA-45 & Fera PA 70-11 (WS 503)

Weitere Exportausführungen des “Unitra-Fonica WS 503”

K o m b i n a t i o n   Z M   9 0 0 0

Unitra-Fonica Stereo Integrated Amplifier PW 9013

Der Stereo-HIFI-Verstärker “PW 9013“ wurde um 1987 bei UNITRA FONICA in Warschau produziert. Das Gerät zeichnet sich zum Einen durch den schönen kräftigen Klang, zum Zweiten aber auch durch die meinen Meinung nach recht gelungene optische Gestaltung aus. Trotz der schlichten Plastik-Reglerknöpfe und –Tasten fällt sofort das flache Gehäuse auf. Wie beim „RFT SV 3900“ oder „HMK-V 100“ weist es eine Höhe von nur 6cm auf. Durch die exportorientierte Gehäusebreite von 43 cm statt der DDR-üblichen 39 cm wirkt es aber sogar noch etwas schmaler. Im Gehäuseinneren findet sich ein gut dimensionierter, geschirmter Schnittbandkerntrafo und als Endstufe jeweils ein BDP395 und ein 2N6491, die für einen Ausgangsleistung von 2x 35VA sorgen (leider nur mit einer Impedanz von 8Ω). Frontseitig stehen neben dem Lautstärkeregler der üblichen Höhen-, Tiefen und Balanceregler zur Verfügung, des Weiteren ein zuschaltbarer Höhen- und Tiefen-Filter; eine Loudness-, Mono- und Muting-Taste sowie ein Kopfhöreranschluss mittels 6,3mm-Klinkenbuchse. Rückseitig findet sich neben der Hauptsicherung ein Phono-, AUX- und Tuner- sowie zwei Tape-Eingänge. Der Anschluss „Tape 2“ verfügt hierbei sowohl über eine Dioden- als auch vier Cinchbuchsen, die anderen Anschlüsse über je eine Diodenbuchse (DIN). Der Lautsprecheranschluss kann entweder über Strich-Punkt-Buchsen oder Anschlussklemmen erfolgen. Die Auswahl hierfür erfolgt über einen entsprechenden Drehregler. Die Eingangsquellen „Tuner“, „AUX“ und „Phono“ lassen sich ebenfalls über einen Drehregler auswählen, die Eingänge „Tape 1“ und „2“ über zwei Tasten, die den Drehregler jeweils übersteuern. Die Netzanzeige erfolgt noch über eine klassische Glühlampe statt einer zeitgemäßen LED. Auf weitere Anzeigen wurde leider komplett verzichtet. Der zur umfangreichen HIFI-Kombination „zestawy muzyczne ZM 9000“ gehörige Verstärker lässt sich noch um den Tuner „T 9015“; die Einzel-Kassettendecks „magnetofon M 9108“, „M 9109“ oder „M 9115“; die Doppel-Kassettendecks „M 9201“, „M 9201A“ und den Equalizer „Q 1707“ erweitern oder mitsamt Tuner durch die Steuergeräte „amplituner AT 9100“ oder „AT 9115“ ersetzen.

Renkforce Stereo Amplifier SA 9120 (PW 9013)

Der zuvor beschriebene Stereo-Verstärker „Unitra-Fonica PW 9013“ wurde über den VÖLKNER-Versand in der Bundesrepublik als „Renkforce Stereo Amplifier SA 9120“ vertrieben. Die ohnehin in Englisch ausgeführte Beschriftung blieb hierbei unverändert, das UNITRA-Logo weicht lediglich einem eigenen Schriftzug.  Auf der Rückseite findet sich die Bundespost-FTZ-Nr., auf einen Hersteller- oder Herkunftsverweis wurde - wie üblich - verzichtet. Der Verstärker konnte noch um den passenden UNITRA-Tuner „Renkforce ST 9016“ und den ebenfalls polnischen Plattenspieler „Renkforce GS 431“ erweitert werden.

Suche für mein Gerät einen Klang/Balance-Reglerknopf!

Unitra-Fonica T 9015

Beschreibung folgt!

Renkforce Stereo Tuner ST 9016 (T 9015)

Der zuvor beschriebene Stereo-Tuner „Unitra-Fonica T 9015“ wurde über den VÖLKNER-Versand in der Bundesrepublik als „Renkforce Stereo Tuner ST 9016“ vertrieben. Die ohnehin in Englisch ausgeführte Beschriftung blieb hierbei unverändert, das UNITRA-Logo weicht lediglich einem eigenen Schriftzug  Auf der Rückseite findet sich die Bundespost-FTZ-Nr., auf einen Hersteller- oder Herkunftsverweis wurde - wie üblich - verzichtet. Der Tuner konnte noch um den passenden UNITRA-Verstärker „Renkforce SA 9120“ und den ebenfalls polnischen Plattenspieler „Renkforce GS 431“ erweitert werden.

Unitra-Fonica Bernard GS 431

Beschreibung folgt!

Renkforce Plattenspieler Hi-Fi GS 431

Der zuvor beschriebene Plattenspieler „Unitra-Fonica Bernard GS 431“ wurde über den VÖLKNER-Versand in der Bundesrepublik als „Renkforce Plattenspieler Hi-Fi GS 431“ vertrieben. Der Plattenspieler konnte noch um den passenden UNITRA-Verstärker „Renkforce SA 9120“ und den ebenfalls polnischen Tuner „Renkforce ST 9016“ erweitert werden.

Unitra-Fonica GS 461

Der riemengetriebene HIFI-Stereo-Plattenspieler „GS-461“ wurde Ende der 80er Jahre bis mindestens 1992 bei Unitra-Fonica produziert. Das 44 x 11 x 38 cm große Gerät mit klassischem Schwenk-Tonarm verfügt über einen 30cm-Plattenteller, ein beleuchtetes Stroboskoprad, eine optoelektronische Drehzahlkontrolle für 33 und 45 Umdrehungen, Pitch Control ± 2%, einen Rohtonarm mit Magnetsystem, hydraulisch bedämpfter Tonarmlift, Antiskating-Einrichtung und eine automatische Endabschaltung nach Abheben des Tonarmes.

CROWN GS 461

Der HIFI-Plattenspieler "Unitra-Fonica GS 461" wurde auch über den CONRAD-Versand unter dem Namen „CROWN GS-461“ (Best.-Nr. 311855) in der Bundesrepublik vertrieben. In der Gerätebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heißt es zu diesem für 159,- DM erhältlichen Gerät: „Riemengetriebenes HiFi-Laufwerk zu einem faszinierendem Preis-/Leistungsverhältnis, schweres robustes Metallchassis, Plattenteller mit 300mm und beleuchtetem Stroboskoprad, optoelektronische Drehzahlkontrolle, Pitch Control ± 2%, Rohtonarm mit Magnetsystem, hydraulisch bedämpfter Tonarmlift, Antiskating-Einrichtung, automatische Endabschaltung nach Abheben des Tonarmes, Frontbedienung auch bei geschlossener Haube, Rauchglas-Schutzhaube in jeder Position arretierbar, Technische Daten: 33,3 und 45 UpM, Frequenzgang 20 – 20.000Hz, Gleichlaufschwankungen 0,15%, Abmessungen (B x H x T): 440 x 112 x 380 mm, Ausführung: Schwarz“.

McVoice HiFi-Stereo Turntable GS 461

Der HIFI-Plattenspieler "Unitra-Fonica GS 461" wurde mit unveränderter Typenbezeichnung auch über den VÖLKNER-Versand als „Mc Voice“ in der Bundesrepublik vertrieben.

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  D z i e r z o n i o w  
( R e i c h e n b a c h )

K o m b i n a t i o n   S S L - 0 1 5   ( M i n i – L i n e )

 

Die HiFi-Kombination “Mini-Line” von UNITRA-DIORA weist eine große Ähnlichkeit mit der parallel in der DDR gebauten „RFT S 3000“ auf, wurde aber komplett eigenständig in Polen entwickelt und produziert. So weisen die UNITRA-Komponenten mit 30x6 und 30x12 cm die selben Frontmaße auf, wobei die „Mini-Line“ mit 20cm statt 26cm Tiefe insgesamt sogar noch kompakter ausgeführt wurde. Auch die Frontgestaltung mit unlackiertem Alu-Strangprofilen und die Anordnung der Bedienelemente kann gewisse Parallelen nicht leugnen. Insgesamt zeigt sich die „RFT S 3000“ durch die konsequente Verwendung von IC´s statt Transistoren jedoch noch etwas moderner und besser ausgestattet als die „Unitra-Diora Mini-Line“ (S 11 & S 15). Parallel zur polnischen „UNITRA Mini-Line“ und der „RFT S 3000“ gab es noch die tschechische „TESLA 710A“, die ungarische „ORION mini hifi 1025“, die russische „Электроника Орбитa 002“ (Elektronika Orbit 002) und die rumänische „ELECTRONICA 3220 mini system“, die jedoch jeweils alle nur für den Binnenmarkt produziert wurden.

Unitra-Diora AS 215

Der HIFI-Stereo-Tuner „Unitra-Diora AS 215“ wurde auf Basis des „AS 205S“ produziert und empfängt das UKW-Band nach OIRT-Norm von 65,5 – 74 MHz sowie Mittel- und Langwelle. Neben einem 75Ω-Koax-Eingang und einer AM-Buchse besitzt das Gerät eine Ferritantenne in einem separaten Plastikgehäuse an der Rückseite, das sich zusätzlich ausziehen lässt. Der Anschluss an den Verstärker erfolgt per Diodenkabel (DIN). Zur genauen Abstimmung besitzt das Gerät eine fünfstellige LED-Empfangspegel-, eine einstellige LED-Feinabstimm- und Stereo-LED-Anzeige. Der Tuner verfügt des Weiteren über einen Mono-Umschalter, eine zuschaltbare Automatische Scharfabstimmung (UKW-AFC) kombiniert mit einer UKW-Rauschsperre (Muting) und eine Netz-LED.

bruns Hi Fi Tuner 2502 (AS 215)

Der HIFI-Tuner „Unitra-Diora AS215“ wurde zusammen mit dem zugehörigen Verstärker „WS 315“ und dem Kassettendecke „MDS 415“ über BRUNS Hamburg in der Bundesrepublik vertrieben. Die komplette Kombination war unter anderem beim BAUR-Versand für 599,- DM erhältlich und wurde teilweise noch um den Equalizer „FS 015“ ergänzt. Die Beschriftung des „bruns HiFi-Tuner 2502“ erfolgte hierbei frontseitig auf Englisch, rückseitig auf Deutsch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt – wie so häufig bei Westexporten – komplett.

NIKOLA TESLA HIFI Tuner AS 203Y (AS 215)

Der HIFI-Tuner “Unitra-Diora AS 215“ wurde auch über TESLA in der ČSSR vertrieben. Die Beschriftung des „HIFI Tuner AS 203Y“ erfolgte hierbei frontseitig auf Englisch, rückseitig auf Tschechisch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt komplett.

Unitra-Diora WS 315

Der mit nur 30 x12 x 20 cm extrem kompakte HIFI-Verstärker zeigt auf bewundernswerte Weise, zu was polnische Ingenieure bei der Entwicklung von HIFI-Geräten durchaus in der Lage waren. So finden sich in dem winzigen Gehäuse kompakt und trotzdem reparaturfreundlich angeordnet ein flacher Schnittbandkerntrafo, ein liegend montierter Siebelko, die auf vier miteinander verzahnten Kühlkörpern montierten Endstufentransistoren „BDP 283“ und „BDP 284“ und drei praktischerweise nur aufgesteckte Vorverstärker-Platinen. Auch hier lassen sich wieder viele Parallelen zum in der DDR produzierten „SV 3001“ erkennen. Leider wurde in dem ja noch kleineren „WS 315“ auf die gleichspannungsgesteuerte Klang- und Balanceregelung sowie die Ausgangsleistungsanzeige verzichtet. Außerdem sind die Lautsprecherausgänge auch nur für eine Impedanz von 8Ω statt der DDR-üblichen 4Ω ausgelegt. An das Gerät lassen sich über Diodenbuchsen (DIN) insgesamt vier Tonquellen anschließen (Phono, Tuner, Tape & Aux). Der Phono-Eingang verfügt hierbei über einen integrierten Entzerrer-Vorverstärker, da dieser bei polnischen Plattenspielern fehlt (wie beim sehr seltenem „RFT SV 3000“ gegenüber dem deutlich häufigeren „SV 3001“ ohne Entzerrer). Für die beiden Lautsprecherbuchsen wurden Strich/Punkt-Buchsen verbaut. Frontseitig findet sich neben der Tonquellenauswahl eine Loudness-Taste sowie ein Tiefen-, Höhen-, Balance- und Lautstärkeregler, der Netzschalter mit Netz-LED und eine Klinken-Kopfhörerbuchse. Die Hautsicherung kann rückseitig ohne Öffnen des Gehäuses gewechselt werden. Die Beschriftung des Gerätes erfolgte bei der Binnenmarkt-Ausführung komplett auf Polnisch. Es gab hierbei Geräte mit silberner Frontblende und anthrazitfarbenem Abdeckblech, silberner Front und gleichfarbigem Abdeckblech sowie komplett schwarze Gehäuse und Bedienelemente. Der Unterschied zum optisch identischen „WS 311D“ scheint in der augenscheinlich größeren Endstufe, aber dafür auch im fehlenden Equalizer-Anschluss zu bestehen (?).

bruns Hi Fi Amplifier 2503 (WS 315)

Der zuvor beschriebene HIFI-Verstärker „Unitra-Diora WS 315“ wurde in der Bundesrepublik als „bruns Hi Fi Amplifier 2503“ vertrieben. Offensichtlich gab es auch den optisch identischen „WS 311D“ unter der selben Exportbezeichnung, was ich aber nicht sicher bestätigen kann. Mein abgebildetes Gerät von 1984 wurde frontseitig auf Englisch und rückseitig auf Deutsch beschriftet. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller oder die polnische Herkunft fehlt komplett.

NIKOLA TESLA HIFI Amplifier WS 310Y (WS 315)

Der HIFI-Verstärker „Unitra-Diora WS 315“ wurde auch über TESLA in der ČSSR vertrieben. Die Beschriftung des „HIFI Amplifier WS 203Y“ erfolgte hierbei frontseitig auf Englisch, rückseitig auf Tschechisch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt komplett. Ergänzt wurde dieser Verstärker meist durch die 2-Wege-Kompaktboxen „Unitra-Tonsil mini 30“.

Unitra-Diora FS 015

Beschreibung folgt!

bruns Hi Fi Graphic Equalizer 2505

Beschreibung folgt!

Unitra-Diora MDS 415

Beschreibung folgt!

bruns Hi Fi Cassette Deck 2504 (MDS 415)

Beschreibung folgt!

NIKOLA TESLA HIFI Cassette Deck MDS 412Y (MDS 415)

Das HIFI-Kassettendeck „Unitra-Diora MDS 415“ wurde auch über TESLA in der ČSSR vertrieben. Die Beschriftung des „HIFI Cassette Deck MDS 412Y“ erfolgte hierbei frontseitig auf Englisch, rückseitig auf Tschechisch. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller fehlt komplett.
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K o m b i n a t i o n e n   S S L - 0 1 7   &   S S L - 0 1 8

Unitra-Diora AS 618

Der Anfang der 80er produzierte Stereo-Tuner „AS 618“ startete zusammen mit dem Verstärker "WS 418", dem Kassettendeck "MDS 418" und dem Equalizer "FS 032" die wohl umfangreichste HIFI-Serie aus polnischer Produktion. Das Gerät empfängt UKW nach OIRT-Norm (65 - 74 MHz), Mittel- und Langwelle. Neben einem 75Ω-Koax-Eingang und einer AM-Buchse besitzt das Gerät eine Ferritantenne in einem separaten Plastikgehäuse an der Rückseite, das sich zusätzlich ausziehen lässt. Der Anschluss an den Verstärker kann wahlweise entweder per Dioden- oder Stereo-Cinch-Kabel erfolgen. Diese Parallelbestückung nach beiden Normen wurde in der gesamten Geräteserie umgesetzt. Der Tuner verfügt des Weiteren über vier zusätzliche UKW-Speicherplätze, eine abschaltbare automatische Scharfabstimmung (AFC), Rauschunterdrückung (MUTE), UKW-Mono-Umschalter, Empfangspegelanzeige und eine Stereo-LED. Die Empfangsanzeigen sind hierbei etwas gewöhnungsbedürftig aufgebaut. Es gibt eine UKW-Stereo-LED, eine UKW-Pegelanzeige bestehend aus nur einer LED und eine Signalanzeige bestehend aus fünf LED´s. Diese arbeitet jedoch nur im AM-Betrieb. Im UKW-Betrieb dient sie als sehr grobe Frequenzanzeige für die Speicherplätze, wobei im oberen Frequenzbereich nicht nur die rechte LED sondern alle fünf LED´s leuchten. Ungewöhnlich ist neben den Anzeigen auch die gewählte Breite der gesamten Geräteserie von 44 cm. In der DDR waren 39 cm üblich, bei aktuellen Geräten sind es in der Regel 43 cm.

bruns Stereo Tuner 4502 (AS 618)

Der bei Unitra-Diora im polnischen Dzierzoniow produzierte Stereo-Tuner "AS 618" wurde Anfang der 80er von BRUNS auch in der Bundesrepublik vertrieben. Das Gerät trägt hierbei den Markennamen des Hamburger Importeurs und empfängt UKW nach CCIR-Norm (87,5 - 108 MHz) statt OIRT-Norm (65 - 74 MHz). Durch das nicht nur geänderte sondern auch erweitere Frequenzband (20,5 statt 9 MHz) hat die 5-LED-Programmspeicher-Frequenzanzeige wohl endgültig ihren Zweck verfehlt. Die Frontbeschriftung blieb bis auf den Markennamen unverändert. Die Rückseite ist hingegen in Deutsch beschriftet. Außerdem wurde ein Teil der Bedientasten horizontal statt - wie bei der polnischen Variante - einheitlich vertikal angeordnet. Auf meinem Gerät von 1982 befand sich an der Seite ein Schild mit der Aufschrift  "40,-". Vermutlich handelt es sich hierbei um den ursprünglichen Verkaufspreis in D-Mark. Das erklärt dann wohl auch, warum BRUNS die HiFi-Geräte fast ausschließlich in Polen bezogen hat. Auf den dann ja noch niedrigeren Einkaufspreis hat sich wohl auch der DDR-Außenhandel nicht mehr erpressen lassen.

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K o m b i n a t i o n   S S L - 0 3 2

Unitra-Diora WS 432

Der mindestens seit 1985 produzierte „Wzmacniacze Stereo 432“ (Stereo-Verstärker 432) ähnelt von der Ausstattung sehr dem in der DDR produzierten „HMK-V 100“. Das gegenüber dem HMK etwas größere Gehäuse wurde komplett in Metall ausgeführt und ist recht hochwertig verarbeitet. Der Verstärker verfügt über fünf Toneingänge, 2x2 getrennt schaltbare Lautsprecherausgänge (Klemmanschluss, ≥8Ω) und einen Klinken-Kopfhöreranschluss. Als Endstufen kamen jeweils zwei 2N6488 und 2N6491 zum Einsatz, die für eine Ausgangsleistung von 2x 35 VA sorgen. Die Anschlüsse „Phono“, „Tuner“ und „Tape“ verfügen sowohl über eine Dioden- als auch eine Cinchbuchse. Der Anschluss „Aux“ ist ausschließlich in Cinch und „Tape 2“ ausschließlich als Diodenbuchse ausgeführt. An der Rückseite des Gerätes befinden sich drei Euro-Netzbuchsen zum Anschluss weiterer Komponenten, von denen eine schaltbar ausgeführt wurde. Die Ausgangsleistung wird über zwei 5-LED-Ketten angezeigt, deren Ansteuerung noch über zehn einzelne Transistoren erfolgt. Das gesamte Skalenfeld ist in Anlehnung an den Tuner zusätzlich mit 2 Lämpchen ausgeleuchtet. Der Verstärker verfügt des Weiteren über einen Höhen-, Tiefen- und Balanceregler, zwei Klangwahl-Tasten sowie eine Range-Taste, deren Funktion mir noch Rätsel aufgibt. Zur Geräteserie gehören des Weiteren der Equalizer FS 032, das Kassettendeck „MDS 432“ und der Tuner „AS 632“.

Visonik V 8504 (WS 432)

Der anthrazitfarbene Verstärker "Unitra-Diora WS 432" wurde über VISONIK auch in der Bundesrepublik vertrieben. Das Gerät blieb bis auf den kleineren Lautstärkeregler unverändert. Die Front ist wie bei der polnischen Ausführung in Englisch beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem VISONIK-Logo weichen. An der Rückseite erfolgte die Beschriftung teilweise in englisch, teilweise in deutsch. Das abgebildete Gerät stammt aus dem Jahr 1985.

Unitra-Diora FS 032

Der Stereo-Equalizer "FS 032" wurde als Ergänzung zum Verstärker "WS 418" und "WS 432" gebaut und optisch an diese angepasst. Der Anschluss erfolgt per Diodenkabel (DIN) an die Tape-2-Buchse des Verstärkers, Dieser ist so beschaltet, dass er das Signal der anderen Tonquellen bei gedrückter Tape-2-Taste über den Equalizer laufen lässt und dann wiedergibt. Der sehr einfach ausgestattete Graphic Equalizer besitzt für jede Seite fünf Regler mit 60, 250 Hz, 1 , 4 und 16 kHz, außerdem eine Netzanzeige sowie jeweils eine Taste zum unveränderten Durchschleifen des Wiedergabe- und Tonband-Aufnahme-Signals.

Unitra-Diora AS 632

Beschreibung folgt!

riz Stereo HiFi Tuner T 3130 (AS 632)

Der Stereo-HiFi-Tuner “Unitra-Diora AS 632” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Tuner T 3130“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

Unitra-Diora MDS 432

Das Stereo-Kassettendeck „MDS 432“ wurde seit mindestens 1985 als Ergänzung zum Stereoverstärker „WS 432“ produziert. Das recht schwere und hochwertig wirkende Gerät verfügt über ein frontseitiges, elektronisch öffnendes Schubfach mit horizontal eingebautem zweimotorigem Laufwerk. Ansonsten besitzt das Deck neben den üblichen Laufwerkfunktionen ein Rauschminderungssystem (Dolby NR) mit Anzeige-LED, einen automatischen Stopp am Bandende mit Anzeige-LED, eine Bandsortenwahl (Fe/CrO²/Metal), ein mechanisches Bandzählwerk, stufenlos regelbare Aufnahmeaussteuerung mit Anzeige über 2x6 LED´s und Aufnahme-LED-Anzeige, einen Mikrofon- und Kopfhörer-Klinkenanschluss. Der Anschluss des Verstärkers bzw. der Tonquelle kann wahlweise über die rückseitige Diodenbuchse (DIN) oder Cinchbuchsen erfolgen. Über die AUX-Taste kann das Signal zwischen einer nur am Cinch-Eingang des Decks angeschlossenen Tonquelle direkt zum Verstärker erfolgen, was auch im ausgeschalteten Zustand funktioniert.

riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 3020 (Unitra MDS 432)

Der “Unitra-Diora MDS 432” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 3020“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

Visonik Stereo Cassette Deck 8504 (MDS 432)

Das anthrazitfarbene Kassettendeck "Unitra-Diora MDS 432" wurde über VISONIK auch in der Bundesrepublik vertrieben. Die Front ist wie bei der polnischen Ausführung in Englisch beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem VISONIK-Logo weichen. An der Rückseite erfolgte die Beschriftung teilweise in Englisch, teilweise in Deutsch.

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K o m b i n a t i o n e n   S S L - 0 4 0   &   S S L - 0 4 2

Unitra-Diora WS 440

Der mindestens von 1988 bis 1990 produzierte Stereo-Verstärker "WS 440" basiert auf dem zuvor beschriebenen "WS 432", dem er technisch auch weitestgehend entspricht. Das Gehäuse wurde nun im Stil der frühen 1990er komplett schwarz lackiert, wodurch das hochwertige Metallgehäuse auf den ersten Blick recht billig wirkt. Statt der matt verchromten Alutasten kamen größere schwarze Plastiktasten zum Einsatz und die Range-Funktion entfällt. Dafür besitzt das Gerät zwei Equalizer-Ein- und Ausgänge mittels Cinch-Buchsen, die werkseitig durch zwei abnehmbare Metallbügel gebrückt wurden. Außerdem werden die beiden Klangwahlfunktionen und die zugeschaltete Tonquelle mit jeweils einer LED angezeigt. Zur Geräteserie gehören neben dem Equalizer "FS 040" noch das Kassettendeck „MDS 440“ sowie der Tuner „AS 641“. Die Binnenmarktausführung „WS 442“ wurden später als „DIORA WS 442“ vertrieben, nachdem der Markenname UNITRA wegfiel, der Betrieb in Dzierzoniow (dt. Reichenbach) aber weiter produzierte.

riz Stereo HiFi Pojačalo P 4060 (WS 440)

Der “Unitra-Diora WS 440” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Pojačalo P 4060“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

MacWatt WS 440 & MacWatts WS 440

Der "Unitra-Diora WS 440" wurde über "MacWatt" auch in der Bundesrepublik vertrieben. Die Front ist wie bei der polnischen Ausführung in Englisch beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem MacWatt-Logo weichen. An der Rückseite erfolgte die Beschriftung teilweise in Englisch, teilweise in Deutsch. Spätere Geräte tragen statt des „MacWatt“-Schriftzuges seltsamerweise ein „MacWatts“ (mit zusätzlichem …s).

VISONIK Stereo Amplifier 8603 (WS 440)

Der anthrazitfarbene Verstärker „Unitra-Diora WS 440" wurde über VISONIK auch in der Bundesrepublik vertrieben. Die Front ist - wie bei der polnischen Ausführung - in Englisch beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem VISONIK-Logo weichen. An der Rückseite erfolgte die Beschriftung teilweise in Englisch, teilweise in Deutsch.

CROWN WS 440

Der HIFI-Verstärker "Unitra-Diora WS 440" wurde auch über den CONRAD-Versand unter dem Namen „CROWN WS-440“ (Best.-Nr. 311820) in der Bundesrepublik vertrieben und frecherweise sogar mit „Crown Japan“ (statt „Poland“) beschriftet. In der Gerätebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heißt es zu diesem für 179,- DM erhältlichen Gerät: „Das Design und die Ausstattung lassen keine Wünsche offen. Dieser Verstärker bietet sehr viel für Augen und Ohren: 5 Audioeingänge, optische LED-Leistungsanzeige, Loudness-Klangkorrektur für gehörberichtigte Wiedergabe, Low-Filter, getrennte Bass-/Höhen-Regelung, Vorverstärker/Endstufe trennbar, 2 Lautsprecherpaare schaltbar, Kopfhörerausgang, DIN- und Cinch-Anschlüsse, schweres Metallgehäuse mit Resonanzfüßen, 3-fach-Netzverteiler zum Anschluss von Komponenten. Technische Daten: Musik: 2x 80W/Sinus 2x50W an 8Ω, Frequenzgang: 15 – 26.000Hz, Klirrfaktor: 0,03%, Abmessungen (B x H x T): 440 x 90 x 260 mm, Ausführung: Schwarz“.

McVoice HiFi-Stereo Amplifier WS 440

Der "Unitra-Diora WS 440" wurde mit unveränderter Typenbezeichnung auch über den VÖLKNER-Versand als „Mc Voice“ in der Bundesrepublik vertrieben.

ITC WS 440

Der "Unitra-Diora WS 440" wurde mit unveränderter Typenbezeichnung auch über ITC in der Bundesrepublik vertrieben.

GETON Stereo Amplifier WS 440

Der anthrazitfarbene Verstärker „Unitra-Diora WS 440" wurde über die Geton Corp. S.A. aus dem schweizerischen Genf auch in Westeuropa vertrieben. Die Front ist - wie bei der polnischen Ausführung - in Englisch beschriftet, der UNITRA-Schriftzug musste aber einem GETON-Logo weichen. An der Rückseite erfolgte die Beschriftung ebenfalls komplett in Englisch, jedoch ohne Hersteller- und Herkunftsangabe.

Unitra-Diora FS 040

Der Stereo-Equalizer "FS 040" wurde mindestens von 1988 bis 1990 als Nachfolger des "FS 032" produziert und optisch an den Verstärker "WS 440" angepasst. Die schmalen Tasten des "FS 032" wurden hierbei jedoch noch unverändert übernommen, nur bestehen sie jetzt lediglich aus schwarzem Plastik statt verchromten Aluminium. Technisch entspricht das noch komplett diskret aufgebaute Gerät wohl komplett dem Vorgänger. Der sehr einfach ausgestattete Graphic Equalizer besitzt für jede Seite fünf Regler mit 60, 250 Hz, 1 , 4 und 16 kHz, außerdem eine Netzanzeige sowie jeweils eine Taste zum unveränderten Durchschleifen des Wiedergabe- und Tonband-Aufnahme-Signals. Der Netzschalter steht gegenüber dem des "WS 440" etwas hervor, so dass er im eingeschalteten Zustand die gleiche Position wie der Netzschalter des Verstärkers im ausgeschalteten Zustand hat. Dieses war offensichtlich beabsichtigt. Schließt man den Equalizer an die geschaltete Netzbuchse des Verstärkers, kann dieser den Equalizer mit einschalten und es passt optisch trotzdem alles zusammen. Der Anschluss an den Verstärker und das Kassettendeck erfolgt über Cinchkabel. Zu beachten ist hierbei, dass die Eingänge des Verstärkers auch mit den Eingängen des Equalizers zu verbinden sind und Selbiges für die Ausgänge, auch wenn der Ausgang des Verstärkers ja technisch gesehen der Eingang des Equalizers ist und umgedreht. Ab 1990 wurde der „FS 040“ offensichtlich technisch und optisch unverändert als „DIORA FS 044“ zur Geräteserie „SSL-044“ weiterproduziert.

riz Stereo HiFi Graphic Equalizer E 4000 (FS 040)

Der Equalizer “Unitra-Diora FS 040” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Graphic Equalizer E 4000“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

CROWN FS 040

Der HIFI-Equalizer "Unitra-Diora WS 440" wurde auch über den CONRAD-Versand unter dem Namen „CROWN FS-040“ (Best.-Nr. 311863) in der Bundesrepublik vertrieben und frecherweise sogar mit „Crown Japan“ (statt „Poland“) beschriftet. In der Gerätebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heißt es zu diesem für 119,- DM erhältlichen Gerät: „Gezielte Klangregelung einfach gemacht. Pro Kanal stehen 5 regelbare Frequenzbereiche zur individuellen Klangregelung zur Verfügung. Tape/Monitor, Ein/Ausgänge Cinch, schweres Metallgehäuse, Technische Daten: Regelfrequenzen 60/250Hz/1/4/6kHz, Regelbereiche ±10dB, Klirrfaktor 0,05%, Abmessungen (B x H x T): 440 x 90 x 260 mm, Ausführung: Schwarz“.

CROWN FS 040

Der HIFI-Equalizer "Unitra-Diora WS 440" wurde auch über den CONRAD-Versand unter dem Namen „CROWN FS-040“ (Best.-Nr. 311863) in der Bundesrepublik vertrieben und frecherweise sogar mit „Crown Japan“ (statt „Poland“) beschriftet. In der Gerätebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heißt es zu diesem für 119,- DM erhältlichen Gerät: „Gezielte Klangregelung einfach gemacht. Pro Kanal stehen 5 regelbare Frequenzbereiche zur individuellen Klangregelung zur Verfügung. Tape/Monitor, Ein/Ausgänge Cinch, schweres Metallgehäuse, Technische Daten: Regelfrequenzen 60/250Hz/1/4/6kHz, Regelbereiche ±10dB, Klirrfaktor 0,05%, Abmessungen (B x H x T): 440 x 90 x 260 mm, Ausführung: Schwarz“.

MacWatt FS 040 & MacWatts FS 040

Der "Unitra Diora FS 440" wurde mit unveränderter Typenbezeichnung als "MacWatt" in der Bundesrepublik vertrieben. Die Beschriftung der Front blieb bis auf den Markennamen unverändert, die Rückseite wurde ohne weitere Herstellerangabe in Deutsch beschriftet. Spätere Geräte tragen statt des „MacWatt“-Schriftzuges seltsamerweise ein „MacWatts“ (mit zusätzlichem …s).

McVoice HiFi-Stereo Equalizer FS 040

Der Stereo-Equalizer „Unitra-Diora FS 040“ wurde mit unveränderter Typenbezeichnung auch über den VÖLKNER-Versand als „Mc Voice“ in der Bundesrepublik vertrieben.

Unitra-Diora MDS 440

Das Stereo-Kassettendeck „MDS 440“entspricht weitestgehend dem zuvor beschriebenen „MDS 432“, verfügt jedochzusätzlich über LED´s zur Anzeige der einzelnen Laufwerkfunktionen.

riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 4020 (MDS 440)

Das Stereo-Kassettendeck “Unitra-Diora MDS 440” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 4020“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

McVoice HiFi-Stereo Cassette Deck MDS 440

Das Stereo-Kassettendeck “Unitra-Diora MDS 440" wurde mit unveränderter Typenbezeichnung auch über den VÖLKNER-Versand als „Mc Voice“ in der Bundesrepublik vertrieben.

Unitra-Diora AS 641

Digitaler HiFi-Stereo-Tuner, Beschreibung folgt!

riz Stereo HiFi Tuner T 5130 (AS 641)

Der HiFi-Tuner “Unitra-Diora AS 641” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Tuner T 5130“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

VISONIK Stereo Tuner 8502 (AS 641)

Der HIFI-Tuner "Unitra-Diora AS 641" wurde über VISONIK auch in der Bundesrepublik vertrieben.

CROWN AS 641

Der HIFI-Tuner "Unitra-Diora AS 641" wurde auch über den CONRAD-Versand unter dem Namen „CROWN AS-641“ (Best.-Nr. 311847) in der Bundesrepublik vertrieben und frecherweise sogar mit „Crown Japan“ (statt „Poland“) beschriftet. In der Gerätebeschreibung des CONRAD-Kataloges von 1992 heißt es zu diesem für 159,- DM erhältlichen Gerät: „Solide aufgebauter Tuner für besten UKW/MW/LW-Empfang, 7-Stationen-Festspeicher für UKW, Null-Anzeige leuchtet bei exakter Abstimmung, LED-Feldstärkeanzeige, digitale Frequenzanzeige, Stereo/Mono-Schalter, Muting, AFC, DIN- und Cinchanschluss, 75Ω-Koaxeingang, FTZ-geprüft, schweres Metallgehäuse mit Resonanzfüßen, Technische Daten: Frequenzgang: 30 – 16.000Hz, Kanaltrennung 46 dB, Abmessungen (B x H x T): 440 x 90 x 260 mm, Ausführung: Schwarz“.

McVoice HiFi-Stereo Tuner AS 641

Der HIFI-Tuner "Unitra-Diora AS 641" wurde über den VÖLKNER-Versand als „Mc Voice“ auch in der Bundesrepublik vertrieben.

Unitra-Diora AS 642

Analoger HiFi-Stereo-Tuner, Beschreibung folgt!

riz Stereo HiFi Tuner T 4130 (AS 642)

Der HiFi-Tuner “Unitra-Diora AS 642” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Tuner T 4130“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

Unitra-Diora MDS 445

Beschreibung folgt!

riz Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 5020 (MDS 445)

Das Stereo-Doppelkassettendeck “Unitra-Diora MDS 445” wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als “Stereo HiFi Kazetni Magnetofon K 5020“ im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

CROWN MDS 445

Das Doppelkassettendeck "Unitra-Diora MDS 445" wurde mit unveränderter Typenbezeichnung auch über CROWN in der Bundesrepublik vertrieben und hier frecherweise sogar mit „Crown Japan“ (statt „Poland“) beschriftet.

Unitra-Diora Azymut PMP-105

Das „Azymut PMP-105“ wurde um 1978 in Dzierzoniow produziert. Es empfängt das UKW-Band von 65,8 – 74 MHz, Kurz-, Mittel- und Langwelle über die integrierte Ferrit- und Teleskopantenne. Des Weiteren lässt sich eine externe Tonquelle anschließen. In dem Gerät kam ein  kleiner Tonsil-Lautsprecher mit 1,5 VA (4Ω) sowie 2 IC´s  (UL 1498 & UL1211) zum Einsatz. Der Klang des Gerätes ist regelbar und es verfügt über eine Netzanzeige, die auch im ausgeschalteten Zustand permanent leuchtet. Die Spannungsversorgung kann wahlweise über vier R14-Batterien oder das 220V-Netz erfolgen. Das Netzkabel ist fest installiert und in einem separaten Kabelfach untergebracht. Die Geräte wurden vermutlich nicht exportiert und waren somit ausschließlich auf Polnisch beschriftet. Mein Gerät kostete laut beigefügtem Zettel 1978 in Breslau umgerechnet 250,- M.

HGS Tramp 4 (Unitra Azymut)

Das „Tramp 4” entspricht technisch offensichtlich komplett dem „Unitra Azymut PMP-105“. Es wurde aber optisch überarbeitet. Die HGS Electronic GmbH aus Münster hat die Geräte mit CCIR-UKW-Band (87,5 – 108 MHz) in der Bundesrepublik vertrieben.

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  W r z e ś n i a  
( W r e s c h e n )

UNITRA TONSIL hat in seinem Werk in Września (dt.: Wreschen) hauptsächlich Lautsprecherchassis, Lautsprecherboxen und Mikrofone produziert. Die Typenbezeichnung der Lautsprecher setzt sich offensichtlich immer aus der Bauform, dem Korbmaß, der Nennbelastbarkeit und einer zusätzlichen Typennummer zusammen (GD – Breitbandlautsprecher, GDN – Tieftöner, GDM – Mitteltöner, GDT & GDWT – Hochtöner).

Unitra-Tonsil Altus 75 Zestaw Głośnikowy

Die “Altus 75 Zestaw Głośnikowy“ gehörten zu einer ganzen Serie von „Altus“-HIFI-Boxen, die ab Mitte der 80er Jahre bei UNITRA TONSIL in Września produziert wurden. In den 3-Wege-Bassreflexboxen kam der Tieftöner GDN 25/40/3, der Mitteltöner GDM 10/60 und der Kalottenhochtöner GDWT 9/40/5 zum Einsatz, die alle im selben Werk produziert wurden. Die Boxen sind mit einer Nennbelastbarkeit von 60VA bei einer Impedanz von 8Ω angegeben. Der 25cm-Tieftöner mit einem Magnetdurchmesser von 12cm hat eine Leistung von 40VA bei 8Ω. Der 10cm große 8Ω-Mitteltöner ist mit 60VA angegeben und der 8Ω-Hochtöner mit 40VA. Wie die Polen bei den beiden letztgenannten Chassis mit jeweils einem 7cm-Magnet auf so utopische Leistungsangaben kommen, ist mir jedoch etwas rätselhaft. Auch ansonsten entsprechen die Chassis mit offenen und relativ kleinen Magneten eher heute üblichen Boxen als dem Qualitätsstandard, den man von DDR-Boxen gewohnt ist. Der Mitteltöner wurde in ein zusätzliches Plastikgehäuse gesetzt, auf das wiederum von der Unterseite sämtliche Bauteile der Frequenzweiche gesetzt wurden. Eine klassische Platine kam hierbei nicht zum Einsatz. Neben den drei Lautsprechern und einer Bassreflexöffnung finden sich im Gehäuse noch zwei Drehschalten zum zusätzlichen Anheben und Absenken der Höhen- und Basswiedergabe. Der Anschluss des Verstärkers erfolgt über ein separates Kabel, wie es später auch bei den DDR-Boxen üblich war und auch bei aktuellen Boxen üblich ist. Die „Altus 75“ wurden über die HGS electronic GmbH aus Münster auch in der Bundesrepublik vertrieben.
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  B y d g o s z c z 
  ( B r o m b e r g )

Unitra-Eltra Manuela 2 (RMS 813), Royal TR 1000 (RMS 813), SDKR 2000 (RMS 814) & RMS 817

Bilder & Beschreibungen unter „Stereo-Radiorecorder“

Unitra-Eltra Edyta MOT 672-4

Das „Edyta MOT 672-4“ wurde seit mindestens 1973 bei UNITRA ELTRA in Bydgoszcz (ehem. Bromberg) produziert und basiert auf dem zuvor gebauten „Laura MOT 672“. Es empfängt das UKW-Band nach polnischer OIRT-Norm von 65,8 - 74 MHz, des Weiteren Kurz-, Mittel- und Langwelle. Außerdem lassen sich eine externe Tonquelle sowie ein Kopfhörer anschließen. Das komplett in Polnisch beschriftete Gerät verfügt über eine stufenlose Klangreglung, eine Skalenbeleuchtung auf Tastendruck und einen zusätzlichen Feinabstimmregler. Die Stromversorgung kann über zwei Flachbatterien oder ein externes 9V-Netzteil erfolgen. Das komplett in Plastik ausgeführte Gehäuse gab es in verschiedenen Farbkombinationen. Die Modellbezeichnung „Edyta“ wurde bei UNITRA-ELTRA später auch für den „RMS 8320“ verwendet. Beide Geräte wurden meines Wissens weder in die DDR noch in die Bundesrepublik exportiert.

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Unitra-Eltra JULIA stereo

Der Weltempfänger „JULIA stereo“ wurde von 1979 – 1991 bei UNITRA ELTRA in Bydgoszcz (ehem. Bromberg) produziert. Das 42 x 26 x 13 cm große und 6 kg schwere Gerät empfängt das UKW-Band sowie Kurz-, Mittel- und Langwelle über die integrierte Ferrit- sowie Teleskopantenne. Im UKW-Bereich steht sowohl das osteuropäische OIRT-Band (65,5 – 73 MHz) als auch das westeuropäische CCIR-Band (87,5 – 100 MHz) zur Auswahl. Der Kurzwellenbereich verteilt sich auf insgesamt sieben Frequenzbänder. Das lediglich mit einem Lautsprecher ausgestattete Gerät ermöglicht bei Anschluss einer externen Box oder über einen Kopfhörer auch den UKW-Stereo-Empfang. Im Stereobetrieb wird der interne Lautsprecher auf den linken Kanal geschaltet und der externe Ausgang auf den rechten Kanal. Als Stereodecoder kam der UL1611N von UNITRA-CEMI zum Einsatz. Der Verstärker wurde mit zwei UL1481P (ersatzweise auch Import-TBA810) bestückt und sorgt für eine Ausgangsleistung von 2 x 5 VA. Ansonsten verfügt das „JULIA stereo“ über fünf UKW-Speicherplätze; eine Automatische Scharfabstimmung (ARC); eine Festspeicher-Abstimm- sowie Batteriestandsanzeige; Skalenbeleuchtung; Höhen, Tiefen- sowie Balance-Regelung; einen externen 300Ω-Antennenanschluss; zwei Toneingänge und einen Tonausgang mittels Diodenbuchsen (DIN). Die Spannungsversorgung kann wahlweise über das 230V-Netz, acht R20-Batterien oder über 10-16V Gleichspannung erfolgen. Das Gehäuse ist zumeist schwarz ausgeführt, es gibt aber auch Geräte mit silberner Lackierung. Die Beschriftung erfolgte in Polnisch, was aber aufgrund der vielen Abkürzungen und Symbole kaum auffällt. Als Schwachstelle sind mir die mit dem „RFT HMK-T 100“ fast baugleichen Festspeicher-Stellregler, der schlecht einrastende Festspeichertastensatz, das Abstimmpoti hinter dem Dreko und der 10.7MHz-Piezzofilter aufgefallen. Im ersten Fall hilft Sekundenkleber auf den losen Zahnrädchen, im zweiten Fall muss die obere Blechfeder des Tastensatzes nachgespannt werden, im dritten Fall benötigt das staubzugängliche Poti etwas Kontaktspray und beim Keramikfilter hilft nur ein Austausch. Ansonsten handelt es sich aber um ein gut ausgestattetes, solides und reparaturfreundliches Gerät, das nach meiner Meinung eigentlich ein hochwertigeres Gehäuse verdient hätte.

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Unitra-Eltra stereo TRAMP WE 100

Das “JULIA stereo” wurde in sehr geringer Stückzahl auch als „stereo TRAMP WE 100“ produziert. Der einzige technische Unterschied besteht im erweiterten CCIR-UKW-Band von 87,5 – 108 MHz. Vermutlich handelt es sich hierbei um Geräte, die dann deutschen Importeuren wie der HGS Electronic GmbH oder „ITC“ vorgestellt wurden. Zumindest deutet die Bezeichnung „WE“ für „Weltempfänger“ (?) hierauf hin. Ansonsten erfolgte die komplette Beschriftung noch komplett auf Polnisch und auch der Herstellerverweis „Unitra-Eltra – Made in Poland“ blieb erhalten.

HGS TRAMP WE 100

Der Weltempfänger „TRAMP WE 100“  wurde als technisch eigenständige Gerätevariante des „Unitra-Eltra JULIA stereo“ produziert und über die HGS Electronic GmbH Münster in der Bundesrepublik vertrieben. Diese reine Exportversion mit deutscher Beschriftung ist ausnahmsweise mal schlechter ausgestattet als die polnische Binnenmarktvariante. So verfügt der „HGS Tramp WE 100“ gegenüber dem „JULIA stereo“ lediglich über einen Mono-UKW-Empfänger. Außerdem wurde das zusätzliche OIRT-UKW-Band von 65,5 – 73 MHz ersatzlos gestrichen. Auch der externe Antennenanschluss fehlt vermutlich als Vorgabe der Deutschen Bundespost für die FTZ-Zulassung. Bedingt durch den Monoempfang entfällt des Weiteren der nicht mehr benötigte Balanceregler, die Stereo-LED und die zweite Lautsprecherbuchse. Dafür lassen sich beim „WE 100“ die beiden Diodenbuchsen (DIN) nun nicht nur als Aufnahmeausgänge sondern auch als Toneingänge verwenden und das noch verbliebene CCIR-UKW-Band wurde von 87,5 – 100 MHz auf 87,5 – 108 MHz erweitert. Durch diese ganzen Modifikation ersetzen die Tasten „UKW-Antenne ein/aus“, „UKW-Antenne nah/fern“ und „Radio/TA-TB“ am „JULIA Stereo“ die Funktionen „Antenne intern/extern“, „Mono/Stereo“ und „OIRT/CCIR“ am „WE 100“. Die restlichen Bandauswahltasten und Bandbreiten blieben hingegen unverändert. Den „Tramp WE 100“ gab es mit komplett schwarzen Gehäusen oder häufiger in Schwarz mit silbergrauer Lautsprecherblende und gleichfarbigen Seitenschalen, was das sehr schlichte Gehäuse dann zumindest optisch etwas aufwertet. Ein Verweis auf den polnischen Hersteller UNITRA-Eltra fehlt aber bei beiden Varianten komplett.

ITC JULIA

Dem zuvor beschriebenen „HGS Tramp WE 100“ folgte später eine identische Monoausführung des „JULIA stereo“, die über „ITC“ in der Bundesrepublik vertrieben wurde. Ein offizielles „Unitra-Eltra JULIA (Mono)“ für den polnischen Binnenmarkt gab es offensichtlich nie.

Unitra-Eltra Sabina R 610

Bild & Beschreibung folgt!

ITC Sabina R 610

Das „Unitra Sabina R 610“ wurde mit der Original-Typenbezeichnung über den Importeur „ITC“ in der Bundesrepublik vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 – 108 MHz.

Unitra-Eltra Alicja R 603

Das „Unitra Alicja“ wurde ab 1984 in Bydgoszcz produziert und war das erste Gerät der nachfolgend aufgeführten R600-Serie. Es empfängt UKW von 65,8 – 74 MHz (OIRT), Kurz-, Mittel- und Langwelle über die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Die Spannungsversorgung erfolgt über das 230V-Netz oder fünf R6-Batterien (Mignon). Das Gerät verfügt über einen zusätzlichen Kopfhöreranschluss an der Gehäuserückseite. Eine Klangregelung fehlt wiederum. Als Lautsprecher wurde der GD8/1 von Unitra-Tonsil mit 1VA/8Ω verbaut (teilweise auch EMD Type 77RL) und lediglich ein IC (UL1211) von Unitra-Cemi, der den kompletten AM/FM-Radiokreis beinhaltet. Dieses Einchipgerät gab es in zwei Ausführungen: anfangs mit glatter Lautsprecherabdeckung und runden Öffnungen und später mit geriffelter Abdeckung und vertikalen Öffnungen. Bei der ersten Ausführung wurde die graue Gehäuserückwand im Gegensatz zur Front nicht silbergrau überlackiert, was optisch nicht wirklich zusammenpasst.

riz akord 140 (Alicja R 603)

Das „Unitra-Alicja R 603“ wurde über die Radioindustrija Zagreb (RIZ) auch als „akord 140“  im gesamten Ex-Jugoslawien vertrieben.

Nordmende Essex 2014 (Alicja R 603)

Das "Unitra Alicja R 603" wurde in der ersten Ausführung (mit unlackierter Rückwand) auch über NORDMENDE in der Bundesrepublik vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 – 108 MHz. Die Beschriftung erfolgte komplett in Deutsch. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller existiert nicht.

ITC Alicja R 603

Das „Unitra Alicja R 603“ wurde mit der Original-Typenbezeichnung über den Importeur „ITC“ in der Bundesrepublik vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 – 108 MHz.

TR 2020 (Alicja R 603)

Das "TR 2020" entspricht komplett dem "Nordmende Essex 2014", allerdings ist hier die Rückwand ebenfalls silber lackiert. Auf dem in deutsch beschrifteten Gerät fehlen sämtliche Angaben zum ursprünglichen Hersteller "Unitra" und zum deutschen Importeur. Vermutlich wollte man sich hier den Vertrieb komplett offen halten.

HGS TR 2020 (Alicja R 603)

Das „Unitra Alicja R 603“ der zweiten Ausführung (mit lackierter Rückwand) wurde über die HGS Electronic GmbH aus Münster auch als „TR 2020“ in der Bundesrepublik vertrieben. Das UKW-Band entspricht hierbei der CCIR-Norm mit 87,5 – 108 MHz. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller fehlt - wie so häufig – komplett. …

… Es gab die „TR 2020“ hierbei in zwei Ausführungen: entweder mit schwarzer Skala und einem Zeiger-Sichtstreifen oder mit silberner Skala und zwei Zeiger-Sichtstreifen.

Unitra-Eltra Ania R 612

Beim „Ania R 612“ handelt es sich um eine Gemeinschaftsentwicklung von Stern Radio Berlin und Unitra Polen parallel zum in der DDR vertriebenen „SR 30 Jade“ (Beschreibung unter „Kofferradios“). Das Gerät basiert auf dem „Unitra Alicja R 603“. Die Produktion erfolgte bei Unitra Eltra im polnischen Bydgoszcz. Offensichtlich stammt lediglich der Dreko aus DDR-Produktion. Die restlichen Bauteile sind aus polnischer Produktion. Eine Variante mit RFT-Markenzeichen gab es von diesem Modell jedoch nicht. Neben einem UKW-Band verfügt das Radio über ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Der AM-Oszillator/FM-ZF-Demodulator "UL 1219" vom Unitra-CEMI wurde teilweise auch durch importierte "TDA 1220B" oder "EMDI 220" ersetzt. Die Spannungsversorgung erfolgt über das integrierte Netzteil oder fünf R6-Batterien. Der Klang ist meiner Meinung nach recht bescheiden, bedingt durch den kleinen Unitra-Tonsil-Lautsprecher "Tonsil GD 8/1/2" (1VA / 8Ω), das einfache Plastikgehäuse und die fehlende Klangregelung. Das „Ania R 612“ wurde unter eigenem Namen mit OIRT-UKW-Band (65,8 – 74 MHz) in Polen vertrieben und ging des Weiteren über die „Senton GmbH“ in den Westexport. Die Geräte für die Bundesrepublik mit ebenfalls schwarzem Gehäuse verfügen über ein UKW-Band von 87,5 - 108 MHz nach CCIR-Norm, sind auf Deutsch beschriftet und mit einer Funkentstörnummer der Bundespost versehen.

Nordmende Essex 1654 (Ania R 612)

Parallel zur Variante für „Senton“ wurde der „Ania R 612“ auch für „Nordmende“ in die Bundesrepublik exportiert und hier als „Essex 1654“ vertrieben. Das Gerät verfügt ebenfalls über einen UKW-Tuner mit CCIR-Frequenzband, ist jedoch auf englisch beschriftet, der Tragegriff weicht geringfügig ab und das schwarze Gehäuse wurde an der Front anthrazitfarben lackiert.

Unitra-Eltra Anja RT 432 (Ania R 612)

Beim „Anja RT 432“ handelt es sich um die identische Exportausführung des „Unitra Ania R 612“ für die ČSSR mit englischer Front-Beschriftung und tschechischer Beschriftung auf der Rückseite.

Unitra-Eltra Ania R 613

Das „Ania R 613“ entspricht prinzipiell dem „R 612“, die Skala ist jedoch waagerecht angeordnet und die Bedienelemente dementsprechend verschoben. Von diesem Modell gab es meines Wissens keine Exportausführung.

Unitra-Eltra Zosia R 614

Das „Zosia R 614“ verfügt über ein UKW-Band von 65,8 -74 MHz (OIRT), Mittel- und Langwelle. Auf das Kurzwellenband des „Ania R 612“ wurde zugunsten eines Stereodecoders verzichtet. Der UKW-Stereobetrieb ist allerdings nur über den integrierten Kopfhöreranschluss möglich, da bei dem Gerät ein zweiter Lautsprecher fehlt. Das Gerät wurde als „SR 30 Jade“ über Stern Radio Berlin in der DDR vertrieben (Bild & Beschreibung unter „Kofferradios“).

Unitra-Eltra Tola R 615

Das „Tola R 615“ entspricht weitestgehend (oder komplett?) dem „Ania R 612“ mit überarbeiteter Lautsprecherabdeckung.

ITC Tola R 615

Das „Unitra Tola R 615“ wurde optisch unverändert und mit der Original-Typenbezeichnung über den Importeur „ITC“ in der Bundesrepublik vertrieben. Es empfängt UKW jedoch nach CCIR-Norm (87,5 – 108 MHz).

Unitra-Eltra Tola 2 R 6322

Das „Tola 2“ verfügt zusätzlich zum UKW-Band nach OIRT-Norm von 65,8 – 74 MHz über ein zweites UKW-Band von 87,5 – 108 MHz bei Wegfall des Kurzwellenbandes.

Unitra-Eltra Liza R 203

Das „Liza R 203“ auf Basis des „Ania R612“ verfügt über einen UKW-Tuner nach OIRT-Norm, Mittel- und Langwellentuner, jedoch weder über ein Kurzwellenband noch über einen Stereoempfänger wie der „Zosia R 614“.

Unitra-Eltra Lena 2

Das „Lena 2“ wurde ab 1985 bis mindestens 1993 bei Unitra-Eltra in Bromberg produziert und unter eigenem Markennamen mit OIRT-UKW-Band (65,8 – 74 MHz) in Polen vertrieben. Die mit schwarzen, roten oder weißen Gehäuse ausgelieferten Geräte verfügen über einen UKW-, Kurz-, Mittel- und Langwellentuner sowie einen 200Ω-Kopfhöreranschluss. Die Spannungsversorgung erfolgt über das integrierte 220V-Netzteil oder sechs R6-Batterien. An der Front neben der Modellbezeichnung befindet sich ein kleines Lämpchen zur Netzanzeige, das ungünstigerweise auch im ausgeschalteten Zustand leuchtet. Als Lautsprecher kam der „Tonsil GD 8-12 1,5/2“ mit 1,5 VA zum Einsatz. Die kompakten Geräte sind sehr zuverlässig und lassen sich gut demontieren. Leider befindet sich die Netzsicherung etwas ungünstig an der Frontseite. Um diese zu ersetzen, muss das ganze Gehäuse demontiert werden.

Universum KRN 356 (Lena 2)

Der QUELLE-Versand aus Fürth hat das „Lena 2“ bereits 1985 unter dem Namen „Universum KRN 356“ in der Bundesrepublik vertrieben und war damit wohl der erste Exporteur. Das UKW-Band des Gerätes entspricht hierbei dann nicht mehr der OIRT- sondern CCIR-Norm mit 87,5 – 108 MHz.  Die Beschriftung erfolgte komplett in deutsch und auf der Rückwand befindet sich statt der Herstellerbezeichnung die FTZ-Nummer der Bundespost.

Sanwa 6030 (Lena 2)

Über die „Sanwa Transonic Intermarket“ wurde das „Lena 2“ mit CCIR-Band und deutscher Beschriftung in Discountmärkten der Bundesrepublik vertrieben. Das abgebildete Gerät stammt aus dem Jahr 1987.

Neben der roten Ausführung gab es das „Sanwa 6030“ auch mit silbernem oder schwarzem Gehäuse.

Soundmaster Lena 2

Die Wörlein GmbH verkaufte das „Lena 2“ unter seiner Original-Typenbezeichnung mit dem Markennamen „Soundmaster“ ab Anfang der Neunziger bis mindestens 1993 im zwischenzeitig wiedervereinten Deutschland. Das UKW-Band musste vermutlich gar nicht mehr modifiziert werden, da ja nun auch in Polen die CCIR-Norm mit 87,5 – 108 MHz galt. Die importierte Stückzahl der Geräte war anscheinend ziemlich hoch. Zumindest sind die Radios auf Nürnberger Flohmärkten sehr häufig anzutreffen, was aber auch an der unmittelbaren Nähe zum Importeur aus Cadolzburg liegen kann. Auf den in deutsch beschrifteten Geräten wurde – wie üblich – die Herstellerangabe durch eine FTZ-Nummer der Bundespost ersetzt und statt einem „Made in Poland“ findet sich ein etwas fragwürdiges „Made for Germany“.

HGS TR 2004 (Lena 2)

Das „Lena 2“ wurde als „TR 2004“ über die HGS Electronic GmbH aus Münster in der Bundesrepublik vertrieben.

ITC Lena 2

Eine weitere CCIR-Variante des “Lena 2“ wurde über „ITC“ vertrieben.
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  R z e s z ó w
   ( R e i c h s h o f )

Das Rundfunkwerk “Unitra-Rzeszów” produzierte in der gleichnamigen Stadt Rzeszów Rundfunkempfänger für „Unitra-Eltra“ und hat diese zumeist auch etwas irritierend mit „Eltra“ ausgewiesen.

Unitra-Rzeszów emilia RM 315 automatic

Mono-Kassetten-Radiorecorder, Beschreibung folgt!

Unitra-Rzeszów emilia RM 407 automatic

Der Monorecorder „Emilia RM-407 “ wurde ab 1983 in Rzeszów produziert. Das Gerät empfängt UKW (OIRT-Band von 65,8 – 74 MHz), Kurz-, Mittel- und Langwelle über die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren verfügt es über ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (ohne Pause-Taste und Bandzählwerk), ein integriertes Mikrofon und einen Anschluss für eine externe Tonquelle sowie einen Kopfhörer. Die über einen an der Rückseite befindlichen Schiebeschalter aktivierbare OSC-Funktion dient dazu, Pfeifgeräusche bei Rundfunkaufnahmen im Mittel- und Langwellenbereich zu reduzieren. Auf Anzeigen jeglicher Art wurde komplett verzichtet. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise über das 220V-Netz oder fünf R14-Batterien. Das Gerät ist sehr übersichtlich aufgebaut und lässt sich auch gut zerlegen. Der Radioempfang wurde mittels AM/FM-Radiokreis UL1211 realisiert, als IC-Verstärker kam der UL1482 zum Einsatz (beide von Unitra CEMI). Zur Wiedergabe besitzt der Recorder den „Unitra-Tonsil GD 8-12/1,5/3 mit 1,5VA (6Ω).

ITC RM 407 automat

Parallel zur polnischen Ausführung wurde der „RM 407“ auch über ITC in der Bundesrepublik vertrieben. Das UKW-Band des komplett in deutsch (und teilweise auch in englisch) beschrifteten Gerätes wurde hierbei an die CCIR-Norm mit 87,5 - 108 MHz angepasst. Das abgebildete Gerät stammt aus der Auflösung eines Radiogeschäftes. Welcher auf Unitra-Geräte spezialisierte Importeur sich hinter dem Markennamen "ITC" verbirgt, ist aber auch auf der Originalverpackung und in der Bedienungsanleitung nicht ersichtlich.

4-Wellen Radiorecorder RR-3040 (RM 407)

Der „Unitra-Rzeszów RM 407“ wurde auch mit CCIR-UKW-Band (87,5 – 108 MHz) als „4-Wellen-Radiorecorder RR-3040“ in der Bundesrepublik vertrieben. Auf dem komplett in deutsch beschrifteten Gerät ist weder der Hersteller "Unitra Rzeszów" noch irgendein deutscher Importeur ersichtlich. Es findet sich lediglich der Vermerk „Hergestellt in Polen“ in Englisch, Deutsch und Französisch sowie die Bundespost-FTZ-Nr. auf der Gehäuserückseite.

HGS 4-Wellen Radiorecorder RR 3040 (RM 407)

Der „Unitra-Rzeszów Emilia RM 407“ wurde über die HGS Electronic GmbH aus Münster als „4-Wellen Radiorecorder RR 3040“ in der Bundesrepublik vertrieben. Die Beschriftung entspricht hierbei komplett dem „RR-3040“ (ohne Markennamen).

elta 6076 (RM 407)

Der „Unitra-Rzeszów RM 407“ mit CCIR-UKW-Band wurde auch über die Elta GmbH aus Rödermark als „4-Wellen Radio-Recorder 6076“ in der Bundesrepublik vertrieben. Auf einen Herstellerverweis wurde hierbei verzichtet. Es findet sich lediglich der Vermerk „Made in Poland“ sowie die Bundespost-FTZ-Nr. auf der Gehäuserückseite.
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  L u b a r t ó w

Unitra-Lubartów MK 232

Der sehr kompakt gehaltene Monorecorder „Unitra MK-232“ wurde in Kooperation mit Grundig entwickelt und ausschließlich im polnischen Lubartów produziert. Das Gerät empfängt UKW (OIRT-Band von 65,8 - 74 MHz) und Mittelwelle. Das einmotorige Kassettenlaufwerk in Grundig-Lizenz verfügt weder über eine Pausentaste noch über ein Bandzählwerk, ist dafür aber ebenfalls sehr kompakt gehalten.  Im Laufwerk meines Gerätes wurde ein Zahnrad aus recht weichem Material verwendet, das im Laufe der Jahre hoffnungslos zerbröselt ist. Die Schwachstelle kenne ich bereits von mehreren Grundig-Kassettendecks und sie wurde von den Polen leider ohne Nachbesserung übernommen. Des Weiteren wurde die Zeigeraufhängung für die Abstimmanzeige etwas unglücklich gelöst. Der Zeiger steckt hier lose auf der Führung, was das Zerlegen des Gerätes zwar erleichtert, aber fast zwangsläufig irgendwann nicht mehr hält. Wiederum recht geschickt gelöst wurde die vordere Alu-Blende, die sich als Griff herausziehen lässt. Das Gerät besitzt des Weiteren ein integriertes Mikrofon und einen externen Tonanschluss. Auf Anzeigen jeglicher Art wurde verzichtet. Die Spannungsversorgung erfolgt über das 220V-Netz oder fünf R14-Batterien.

Grundig C 235 (MK 232)

Der "Unitra-Lubartów Magnetofon Kasetowe 232" wurde mit CCIR-UKW-Band (87,5 - 108 MHz) und Grundig-Typenschild als "C 235" in der Bundesrepublik vertrieben. Die Produktion erfolgte ebenfalls  im polnischen Lubartów. Ob Grundig über das Laufwerk hinaus an der Entwicklung des Gerätes beteiligt war, ist mir nicht bekannt. Typische Unitra-Details (wie die durch die Platine geführte Diodenbuchse) und die Bauteil-Bestückung sprechen eher für eine Unitra-Entwicklung.

Unitra-Lubartów Wilga RM 301

Das „MK 232“ wurde optisch überarbeitet mit durchgehender Skalenblende als „Unitra Wilga RM 301“ herausgebracht. Die Geräte gab es mit schwarzem und weißem Gehäuse sowie mit zwei verschiedenen Skalenblenden.

Unitra-Lubartów Wilga RM 303

Das „Radiomagnetofon 303“ ist die CCIR-Variante des „RM 301“ mit einem UKW-Band von 87,5 – 108 MHz wie beim „Grundig C235“.

bruns RR 303 (RM 303)

Der „Unitra Wilga RM 303“ wurde optisch überarbeitet als „Bruns Radio Recorder 303“ herausgebracht und über den gleichnamigen Hamburger Importeur in der Bundesrepublik vertrieben. Somit kam es hier zur deutschen Neuauflage eines bei Grundig zwischenzeitig schon ausgelaufenen Modells. In die DDR wurden die Geräte offensichtlich nicht exportiert. Den „Bruns Radiorecorder 303“ gab es meines Wissens nur mit schwarzem Gehäuse.

ITC RM 303

Der „Radio Magnetofon 303“ wurde mit zwei verschiedenen Skalenblenden auch über „ITC“ in der Bundesrepublik vertrieben.

Neben der weißen Ausführung gab es auch ein Gerät mit schwarzem Gehäuse.

Unitra-Lubartów Daria RM 803 S

Der Stereo-Kassetten-Radiorecorder „Unitra Daria Radio Magnetofon 803 Stereo“ wurde in Kooperation mit der ČSSR entwickelt und dort auch als baugleicher „Tesla K 203 Diamant“ vertrieben. Das Anfang bis Mitte der 1980er Jahre bei Unitra in Lubartów produzierte Gerät empfängt UKW (OIRT-Band 65,5 – 73 MHz), Kurz-, Mittel- und Langwelle über die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren verfügt es über ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (mit Pause-Taste und Bandsortenwahl, aber ohne Bandzählwerk), zwei integrierte Kondensator-Mikrofone und Anschlüsse für eine externe Tonquelle, ein Mikrofon, zwei externe Lautsprecher, einen Kopfhörer und eine externe Antenne. Außerdem stehen eine Klang- und getrennte Lautstärkeregelung über drei Schieberegler, zwei LED´s zur Stereo- und Abstimm-/Batteriestands-Anzeige, eine automatische Scharfabstimmung (AFC) und ein Stereo/Mono-Umschalter zur Verfügung. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise über das 230V-Netz oder sechs R14-Batterien. Das 360 x 205 x100 mm große Kunststoffgehäuse gab es in den Farben grau/schwarz und komplett grau.

ITC RM 805 S

Parallel zum zuvor beschriebenen „Unitra-ZRK Daria RM 803 S“ gab es vermutlich die Exportausführung „Daria RM 805 S“  mit einem UKW-Band nach CCIR-Norm (87,5 – 108 MHz). Diese wurde über „ITC“ auch in der Bundesrepublik vertrieben. Die Typenbezeichnung erfolgte hier verkürzt als „RM 805 S“ und die eigentlichen Herstellerangaben fehlen komplett.

Unitra-Lubartów Condor RM 820 S

Der Stereo-Kassetten-Radiorecorder „Unitra Radio Magnetofon 820 Stereo CONDOR“ wurde in Kooperation mit der ČSSR entwickelt und dort auch als baugleicher „Tesla K 304 Condor“ vertrieben. Das ab Mitte der 1980er Jahre bei Unitra in Lubartów produzierte Gerät empfängt das UKW-Band sowohl nach OIRT- als auch CCIR-Norm (65,5 – 73 MHz und 87,5 – 104 MHz), des Weiteren je ein Kurz-, Mittel- und Langwellenband. Außerdem verfügt der 6,8 kg schwere Recorder über ein zweimotoriges Kassettenlaufwerk, einen 2x10VA-Verstärker (2x Tesla TBA 810), eine 2x6-LED-Pegelanzeige (2x RFT A277) und ein Stereo-2-Wege-Lautsprechersystem bestehend aus je zwei TESLA-Tief- und UNITRA-TONSIL-Hochtönern. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise über das 230V-Netz oder zehn R20-Batterien. Das 590 x 250 x 140 mm große Kunststoffgehäuse gab es in den Farben rot, blau, silbergrau sowie schwarz. Neben der angesprochenen Variante für den Vertrieb in der ČSSR gab es noch den „RM 8482“ der „Radioindustrija Zagreb“ (RIZ) für den jugoslawischen Markt. Ein Vertrieb in der DDR war wohl schon aufgrund der Kooperation beim „Unitra-Eltra RMS 813“ (SDKR 2000) und „RMS 817“ (SKR 700) nicht vorgesehen.

Unitra-Lubartów Tandem RM 830 S

Stereo-Doppelkassetten-Radiorecorder, Beschreibung folgt!
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W a r s z a w a   ( W a r s c h a u )

Die „Zaklady Radiowe im. M. Kasprzaka“ produzierten größtenteils Recorder für „Grundig“, die aber auch unter eigenem Namen in Polen vertrieben wurden.

Unitra-ZRK RM 121 & RR 3050

Der Monorecorder „RM 121 automatic“ wurde ab Mitte der 80er produziert. Das Gerät empfängt UKW (OIRT-Band 65,8 – 74 MHz), Kurz-, Mittel- und Langwelle über die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren verfügt es über ein einmotoriges Kassettenlaufwerk (ohne Pause-Taste und Bandzählwerk), ein integriertes Kondensator-Mikrofon und einen Anschluss für eine externe Tonquelle. Die über einen an der Rückseite befindlichen Schiebeschalter aktivierbare OSC-Funktion dient dazu, Pfeifgeräusche bei Rundfunkaufnahmen im Mittel- und Langwellenbereich zu reduzieren. Auf Anzeigen jeglicher Art wurde komplett verzichtet. Die Spannungsversorgung erfolgt wahlweise über das 220V-Netz oder sechs R14-Batterien. Das Gerät ist sehr übersichtlich aufgebaut und lässt sich auch gut zerlegen. Lediglich die oberen vier Bandwahltasten sind etwas unlogisch belegt. Hier finden sich die Funktionen „Radio aus“, „MW“, „KW“ und „UKW“. Zum Langwellenempfang müssen die KW- sowie MW-Taste gleichzeitig gedrückt werden und für den Kassettenbetrieb wird das Gerät vorher komplett ausgeschaltet. Bei Betätigung der Laufwerk-Tasten schaltet es sich dann wieder zu. Parallel zum „RM 121“ wurde der technisch und optisch identische „RR 3050“ produziert. Es gab modellübergreifend zwei verschiedenen Gehäusefronten, die sich im Kassettenfachdeckel und der Lautsprecherabdeckung unterscheiden. Das Gehäuse gab es in komplett rot, rot/schwarz, komplett schwarz, weiß und anthrazit sowie mit verschiedener Beschriftung und verschiedenfarbigen Griffen. …

… Neben diesen Binnenmarkt-Ausführungen wurden die „RR 3050“ auch mit UKW-CCIR-Band in die Bundesrepublik geliefert (Bild). Auf den in Deutsch beschrifteten Geräten ist weder der Hersteller "Unitra-ZRK" noch irgendein deutscher Importeur ersichtlich. Es findet sich lediglich die Bundespost-FTZ-Nr. auf der Gehäuseunterseite.

ITC RR 3050

Der zuvor beschriebene „RM 121“ bzw. wurde mit CCIR-UKW-Band auch in der Bundesrepublik vertrieben. Wie schon beim Export-RR3050 findet am Gehäuse statt des Verweises auf den ursprünglichen Hersteller aus Warschau lediglich die Funkentstörnummer der Bundespost. Die polnische Herkunft ist nur auf dem mitgelieferten Schaltplan ersichtlich. Hier wurde unter den „Zakresy“ (Frequenzbereichen) das UKW-Band mit 65-73 MHz  angegeben und daneben findet sich die „Wersia FM-CCIR“ (CCIR-Exportausführung) inklusive abweichender Spezifikation. Die Beschreibungen der Bedienungsanleitung sind in Englisch, Französisch und Deutsch übersetzt. Auf der Rückseite findet sich den statt der Hersteller- und Garantieangaben die komplette Erklärung zur FTZ-Nr. und Bundespost-Genehmigung.

HGS RR 3050

Über die „HGS Electronic GmbH“ aus Münster wurden die „RM 121“ ebenfalls in der Bundesrepublik vertrieben. Die Exportgeräte mit UKW-CCIR-Band gab es in beiden Gehäusevarianten sowie diversen Farben und Beschriftungen. …

… Neben den recht kräftigen Farbausführung gab es natürlich auch die durch die bundesdeutschen Käufer offensichtlich eher bevorzugten Ausführungen in Braun/Grau. Unter dem biederen Gehäuse des abgebildeten Gerätes befindet sich dann wiederum ein kräftig blaues Chassis, zu dem mit Sicherheit auch das passende Gehäuse geplant war.

ITC RM 121

Auch „ITC“ hat die den „Unitra-ZRK RM 121“ nicht nur als „ITC RR 3050“ sondern auch unter der Originalbezeichnung „Radio Magnetofon 121“ vertrieben (ITC RM 121).

Unitra-ZRK RR 3051

Der abgebildet Monorecorder „RR 3051“ von 1990 gibt mir zugegebenermaßen noch etwas Rätsel auf und ich konnte hierzu auch keine Informationen im Internet finden. Technisch entspricht er prinzipiell dem zuvor beschriebenen „Unitra-ZRK RM 121 automatic“ (RR-3050). Gegenüber diesem besitzt er jedoch eine zusätzlich Bandauswahltaste für die Langwelle. Somit muss für den LW-Empfang nicht mehr die Kurz- und Mittelwellen-Taste gleichzeitig gedrückt werden. Neben den vier statt fünf Tasten an der Oberseite wurde auch die rückseitige OSC-Taste zusätzlich mit einer Sleep-Funktion belegt. Mein abgebildeter „RR 3051 4 Band Radio Recorder“ (Art.-Nr. 3051) mit englisch/deutscher Beschriftung wurde über die DALCO GmbH in der Bundesrepublik bzw. im wohl zu dieser Zeit bereits wieder vereinten Deutschland vertrieben. Er  verfügt über ein UKW-Band nach CCIR-Band von 87,5 – 108 MHz. Ob es zu diesem Gerät noch eine UNITRA-Variante mit abweichender Typenbezeichnung und polnischer Beschriftung gab, ist mir nicht bekannt. Aber auch in Polen wurde ja das UKW-Band zu dieser Zeit bereits von OIRT auf CCIR umgestellt und der Markenname UNITRA kaum noch verwendet. (weitere Infos gesucht)

Unitra-ZRK RM 222

Beschreibung folgt!

Grundig RR 220 International (RM 222)

Der Monorecorder „Unitra RM 222“ wurde im Auftrag von GRUNDIG auch in die Bundesrepublik geliefert. Die polnische Herkunft ist hierbei auf dem Gehäuse natürlich nicht ersichtlich.

Unitra-ZRK RMS 303 & RMS 404

Stereo-Kassetten-Radiorecorder, Beschreibungen folgen!

Unitra-ZRK RMS 451

Der Stereo-Radiorecorder „Kasprzak RMS 451“ wurde parallel zum "RM 121" produziert, dem er auch optisch sehr stark ähnelt. Das Gerät empfängt UKW (65,8 – 74 MHz), Mittel- und Langwelle über die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren besitzt es zwei integrierte Mikrofone, eine Stereo-LED, einen Kopfhörer- und externen Tonanschluss. Die Balance lässt sich über den geschickt gelösten Tandem-Lautstärkeregler einstellen. Auf eine Klangregelung wurde aber zugunsten einer zuschaltbaren Höhenanhebung verzichtet. Das Stereo-Differenzsignal kann über einen Regler an der Rückseite stufenlos erhöht sowie abgesenkt oder bei zu schlechtem UKW-Empfang auf Mono umgeschaltet werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über das 220V-Netz oder sechs R20-Batterien.

Grundig RMS 451

Der „Grundig RMS 451“ entspricht technisch sowie optisch dem „Unitra-ZRK Radiomagnetofon Stereofoniczny 451“ und wurde ebenfalls bei „ZRK“ in Polen für den Export nach Deutschland produziert. Es verfügt im Gegensatz zur Unitra-Variante jedoch über eine CCIR-UKW-Band von 87,5 – 108 MHz. Ob Grundig (unabhängig von der Produktion) zumindest an der Entwicklung beteiligt war, ist mir nicht bekannt. Ich halte dieses aber schon aufgrund der Ähnlichkeit zum "RM 121" und der vielen typischen Unitra-Details für sehr unwahrscheinlich. Eine Beteiligung der DDR an der Entwicklung will ich wiederum nicht ausschließen, nachdem eine der beiden Hauptplatinen neben "ZRK" auch mit "RFT" beschriftet wurde.

Grundig RR 120 International & Grundig RR 450 (RMS 451)

Der „Grundig RR 120“ entspricht genauso wie das „Grundig RR 450“ ebenfalls komplett dem „Unitra-ZRK RMS 451“. Bei diesen Modell hat sich „Grundig“ aber zumindest die Mühe gemacht, die noch polnische Bezeichnung des Vorgängers „RMS …“ (Radiomagnetofon Stereofoniczny) durch die nun deutsche bzw. englische Typenbezeichnung „RR …“ (Radiorecorder) zu ersetzen.

HGS RRS 4050 (RMS 451)

Der „Unitra-ZRK RMS 451“ wurde als „RRS-4050 Stereo“ über die HGS Electronic GmbH aus Münster auch in der Bundesrepublik vertrieben (nicht zu verwechseln mit dem weiter unten beschriebenen „ITC RRS 4050“ auf Basis des „Unitra RMS 475A“). Ich vermute, dass der „HGS RRS-4050“ erst nach Vertriebseinstellung durch GRUNDIG in Deutschland verkauft wurde. Mein Gerät stammt z.B. erst aus dem Jahr 1990. …

… Den „Unitra-ZRK RMS 451“ und somit auch den „HGS RRS-4050 Stereo“ gab es in vielen Farbvarianten, wie hier in Rot.

RRS 4050 (RMS 451)

Das zuvor beschriebene „RRS 4050“  wurde in der Bundesrepublik auch ohne jede Hersteller- und Importeur-Angabe vertrieben.

Unitra-ZRK RMS 475A

Der Stereo-Radiorecorder „RMS 475A“ wurde parallel zum "RMS 451" produziert, mit dem er trotz des optischen Unterschiedes technisch fast identisch ist. Das Gerät verfügt lediglich über größere Lautsprecher, wozu ein breiteres Gehäuse notwendig war. Die komplette Hauptplatine stammt ebenfalls vom „RMS 451“. Lediglich die Mechanik der Sendereinstellung wurde verändert und der Abstimmregler an die Oberseite versetzt. Das Gerät empfängt UKW (65,8 – 74 MHz), Mittel- und Langwelle über die integrierte Teleskop- und Ferritantenne. Des Weiteren besitzt der Recorder ein einmotoriges Kassetten-Laufwerk, zwei integrierte Mikrofone, eine Stereo-LED, einen Kopfhörer- und externen Tonanschluss. Die Balance lässt sich über den recht geschickt gelösten Tandem-Lautstärkeregler einstellen, hinter dem sich auf der Platine lediglich zwei nebeneinander liegende Mono-Potis verbergen (1x mit Zahnradübersetzung). Auf eine Klangregelung wurde aber zugunsten einer zuschaltbaren Höhenanhebung verzichtet. Das Stereo-Differenzsignal kann über einen Regler an der Rückseite stufenlos erhöht sowie abgesenkt oder bei zu schlechtem UKW-Empfang auf Mono umgeschaltet werden. Die Spannungsversorgung erfolgt über das 230V-Netz oder sechs R14-Batterien. Was die Polen nach dem optisch recht gelungenen „RMS 451“ zu dieser „Design-Ikone“ getrieben hat, erschließt sich mir nicht so ganz. Das Gehäuse wirkt gegenüber dem kleinen "RMS 451" recht billig und klobig. Außerdem löst sich die Farbe des Siebdrucks leicht ab, was noch doppelt ungeschickt ist, da die komplette Senderskala nur aufgedruckt wurde.

ITC RRS 4050 (RMS 475A)

Der zuvor beschriebene "Unitra-ZRK RMS 475A" wurde mit CCIR-UKW-Band über "ITC" auch in der Bundesrepublik vertrieben. Die polnische Bezeichnung "Radiomagnetofon Stereofoniczny" (RMS...) wurde hierbei offensichtlich nur 1 zu 1 in "Radiorecorder Stereo" (RRS...) übersetzt. Die komplette Modellbezeichnung "RRS 4050" entspricht der des ebenfalls zuvor beschriebenen Gerätes von "HGS", das aber - um die Verwirrung komplett zu machen - wiederum dem "Unitra-ZRK RMS 451" entspricht. Also kurz gefasst: Der „ITC RRS 4050“ ist eigentlich ein (großer) "Unitra RMS 475A", der „HGS RRS 4050“ und No-Name-„RRS 4050“ ein (kleiner) "Unitra RMS 451". Während es den polnischen Binnenmarkt-„RMS 475A“ mit anthrazitfarbenem Gehäuse und roter oder schwarzer Lautsprecherumrandung oder in Weiß mit verchromtem Lautsprecherrahmen gab, besitzt der „ITC RR 4050“ grundsätzlich ein komplett schwarzes Gehäuse, was die ohnehin schon recht bescheidene Optik noch verstärkt.

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Unitra-ZRK ZK 120 Röhren-Tonbandgerät, Lizenznachbau des Grundig TK 120 E
Unitra-ZRK ZK 120 T Transistor-Tonbandgerät, Lizenznachbau des Grundig TK 120 de Luxe
Unitra-ZRK ZK 127 Transistor-Tonbandgerät
Unitra-ZRK ZK 140 Röhren-Tonbandgerät, Lizenznachbau des Grundig TK 140
Unitra-ZRK ZK 140 T Transistor-Tonbandgerät, Lizenznachbau des Grundig TK 140 de Luxe
Unitra-ZRK ZK 144 Röhren-Tonbandgerät, Lizenznachbau des Grundig TK 145 Automatic
Unitra-ZRK ZK 146 Transistor-Tonbandgerät
Unitra-ZRK ZK 240 Transistor-Tonbandgerät
Unitra-ZRK ZK 246 Transistor-Tonbandgerät
Unitra-ZRK ZK 246-2 Transistor-Tonbandgerät
Brandt EBS 181 – Exportausführung des Unitra-ZRK ZK 246 für den französischen Markt

Unitra-ZRK ARIA M2407 S hifi stereo

Das HIFI-Stereo-4-Spur-Tonbandgerät „Aria M2407 S hifi stereo“ war seinerzeit das bestausgestattete Tonbandgerät aus polnischer Produktion. Die Optik ähnelt stark dem in der DDR häufig vertriebenen „Tesla B 730“, die Ausstattung entspricht in etwas dem „Tesla B 115“. Es lassen sich Bänder mit 9,5 oder 19 cm/sec abspielen. Die Wiedergabe kann direkt über den integrierten Stereo-Verstärker mit 2x12VA an 4Ω erfolgen. Das Gerät besitzt zwei Dioden-Eingänge (Plattenspieler/Tuner) plus zuschaltbarem Dioden-Mikrofon-Eingang, des Weiteren einen Dioden-Kopfhörer-Ausgang mit zuschaltbarer Synchron-Funktion (?). Das Laufwerk verfügt über die üblichen Funktionen „Wiedergabe, Vorlauf, Rücklauf, Aufnahme, Stop“ und „Pause“, ein vierstelliges analoges Bandzählwerk, eine Spurauswahl (∑/Stereo/3-2/1-4) und zwei analoge Pegelanzeige für beide Kanäle. Die Verstärker/Kopfhörer-Lautstärke und der Aufnahmepegel lässt sich für beide Kanäle getrennt regeln, des Weiteren können die Höhen sowie Tiefen angepasst werden und eine Multiplayback-Funktion zuschalten. Der Plexiglasdeckel ist aufklappbar und abnehmbar ausgeführt. Das fest installierte Netzkabel wurde in einem separaten Fach untergebracht. An der Unterseite befinden sich zwei massive Gusseisen-Füße, die sich im Winkel leicht verstellen lassen. Einen Tragegriff besitzt das Gerät nicht.

Unitra-ZRK ARIA M2411 S hifi stereo

Das HIFI-Stereo-4-Spur-Tonbandgerät “Aria M 2411 S” unterscheidet sich vom zuvor beschriebenen “M2407 S“ offensichtlich nur durch den Druckschaltersatz zur Tonspurauswahl statt des zuvor verbauten Schiebeschalters.

Unitra-ZRK OPUS MS-2425 hifi stereo

Das HIFI-Stereo-4-Spur-Tonbandgerät entspricht wieder weitestgehend dem zuvor beschriebenen „M2407 S“ und „M2411 S“, verfügt aber neben dem Druckschaltersatz zur Tonspurauswahl noch über eine leistungsstärkere Stereo-Endstufe mit 2x25VA an 4Ω statt 2x12VA. Außerdem wurden viele importierte Schaltkreise durch heimische UNITRA-CEMI-Bauteile ersetzt und der Motor läuft wohl etwas ruhiger.

HGS TB-2407 hifi stereo (M2407 S & MS-2425)

Die HIFI-Stereo-4-Spur-Tonbandgeräte „Unitra-ZRK Aria M2407 S hifi stereo“ und „Opus MS-2425 hifi stereo“ wurden über die HGS electronic aus Münster auch in der Bundesrepublik vertrieben. Ein Export in die DDR ist mir nicht bekannt. Hierbei gibt es zwei Ausführung mit der selben Typenbezeichnung „HGS TB-2407“. Die ersten Geräte mit schwarzem Gehäuse und Tonspur-Schiebeschalter entsprechen dem „Aria M2407 S“, die späteren silbergrauen Bandmaschinen mit Tonspur-Schaltersatz dem „Opus MS-2425“ (Bild). Die Beschriftung erfolgte generell komplett in Deutsch, der Vertriebspreis lag bei 249,- DM. Ein Verweis auf die polnische Herkunft blieb auf der Rückseite erhalten.

Unitra-ZRK ARIA M2408 SD hifi stereo

Das HIFI-Stereo-4-Spur-Tonband-Deck „Unitra-ZRK Aria M2408 SD“ wurde parallel zum „Aria M2407 S“ produziert, besitzt im Gegensatz zu diesem aber keine integrierte Stereo-Endstufe. Die Ausstattung entspricht somit in etwas dem „Tesla B 116“. Es lassen sich Bänder mit 9,5 oder 19 cm/sec abspielen. Das Gerät besitzt zwei Dioden-Eingänge (Plattenspieler/Tuner) plus zuschaltbarem Dioden-Mikrofon-Eingang, des Weiteren einen Dioden-Kopfhörer-Ausgang mit zuschaltbarer Synchron-Funktion. Das Laufwerk verfügt über die üblichen Funktionen „Wiedergabe, Vorlauf, Rücklauf, Aufnahme, Stop“ und „Pause“, ein vierstelliges analoges Zählwerk, Spurauswahl (∑/Stereo/3-2/1-4) und zwei analoge Pegelanzeige für beide Kanäle. Die Kopfhörer-Lautstärke und der Aufnahmepegel lässt sich für beide Kanäle getrennt regeln, des Weiteren können die Höhen sowie Tiefen für den Kopfhörer angepasst werden und eine Multiplayback-Funktion zuschalten. Der Plexiglasdeckel ist aufklappbar und abnehmbar ausgeführt. Das fest installierte Netzkabel wurde in einem separaten Fach untergebracht. An der Unterseite befinden sich massive Gusseisen-Füße, die sich im Winkel leicht verstellen lassen. Einen Tragegriff besitzt das Gerät nicht.

Unitra-ZRK GRACIA M2408 SD hifi stereo

Das HIFI-Stereo-4-Spur-Tonband-Deck „Unitra-ZRK Gracia M2408 SD“ entspricht technisch und optisch offensichtlich komplett dem „Aria“ mit ansonsten identischer Typenbezeichnung. Die ursprünglich polnische Beschriftung des Gehäuses wurde aber hier in Deutsch ausgeführt. Eventuell waren die mit offiziellen Herstellerangaben versehenen Geräte für den Export in die DDR vorgesehen und man wollte eine klangliche Ähnlichkeit mit dem vorbelasteten Wort „Arier“ vermeiden (?).

Unitra-ZRK VELLA M2408 SD hifi stereo

Das HIFI-Stereo-4-Spur-Tonband-Deck „Unitra-ZRK Vella M2408 SD“ entspricht technisch und optisch offensichtlich komplett dem „Aria“ mit ansonsten identischer Typenbezeichnung. Nähere Infos zum Unterschied gesucht!

Unitra-ZRK ARIA MDS-2412 hifi stereo

Das HIFI-Stereo-4-Spur-Tonband-Deck “Aria MDS-2412” unterscheidet sich vom zuvor beschriebenen “M2408 SD“ offensichtlich nur durch den Druckschaltersatz zur Tonspurauswahl statt des zuvor verbauten Schiebeschalters.

HGS TB-2408 hifi stereo (M2408 SD & MDS-2412)

Die HIFI-Stereo-4-Spur-Tonband-Decks „Unitra-ZRK Aria M2408 SD hifi stereo“ und „Aria MDS-2412 hifi stereo“ wurden über die HGS electronic aus Münster auch in der Bundesrepublik vertrieben. Ein Export in die DDR ist mir nicht bekannt. Die ersten Geräte mit schwarzem Gehäuse und Tonspur-Schiebeschalter entsprechen dem „Aria M2408 SD“ (Bild), die späteren silbergrauen Bandmaschinen mit Tonspur-Schaltersatz dem „Aria MS-2412“. Die Beschriftung erfolgte grundsätzlich komplett in Deutsch. Ein Verweis auf den ursprünglichen Hersteller „Unitra-ZRK“, die Original-Typenbezeichnung „M2408 SD“ und die polnische Herkunft blieb auf der Rückseite erhalten, da hier die gesamte Gehäusewand der polnischen Ausführung beibehalten wurde.

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U n i t r a – E l m a s z   W a r s c h a u

Unitra-Elmasz Wow and Flutter Meter ND-960A

Das Tonschwankungsmessgerät “Wow and Flutter Meter ND-960A” wurde mindestens von 1977 bis 1981 im „Zakład Budowy Urządzeń Technologicznych UNITRA-ELMASZ“ (Werk für technologische Anlagen) in Warschau produziert. Mittels Mess-Tonband bzw. Mess-Schallplatte können die Durchlaufgeschwindigkeit, Drift der Geschwindigkeit, Geschwindigkeitsschwankungen, Drehzahl, Drift der Drehzahl und Drehzahlschwankungen von angeschlossenen Tonband- sowie Schallplatten-Abspielgeräten bestimmt werden. Außerdem kann mit Hilfe des Gerätes ein Prüftonband bespielt werden. Das Gerät besitzt – wie viele Oszilloskope – einen internen Frequenzgenerator, der eine Prüfspannung von 700 mV mit einer Frequenz von 3.150 Hz erzeugt. Über eine Kalibrierungsfunktion kann diese direkt auf den Eingang der Messeinheit gegeben werden. Mein abgebildetes Gerät mit der Seriennummer 1309, das ich nur von einem Flohmarkt in Fürth (bei Nürnberg) habe, stammt laut seitlichem Inventar-Typenschild direkt aus dem VEB Stern Radio Sonneberg und wurde hier evtl. in der Endkontrolle verwendet (?). UNITRA-ELMASZ war offensichtlich ein Betriebsteil des ebenfalls in Warschau ansässigen Herstellers UNITRA-ZRK (Zaklady Radiowe im. M. Kasprzaka) und produzierte spezielle Aufzeichnungs-, Mess- sowie Kontrollgeräte für den gesamten Ostblock.

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