Der R 160 war der erste in der DDR gebaute Radiorecorder. Dieser wurde von 1972-1980 technisch fast unverändert bei Stern Radio in Berlin produziert. Das Gerät ist noch komplett mit Transistoren bestückt. Es verfügt über einen UKW-Tuner mit dem zu dieser Zeit in der DDR üblichen Frequenzband von 87,5-100 MHz und einer automatischen Scharfabstimmung (AFC). Desweiteren ist das Gerät für den Kurz- und Mittelwellenempfang ausgelegt. Das eingebaute Kassettenlaufwerk KGB4 ist weder mit einer Pausentaste ausgestattet, noch lassen sich die Vor- und Rückspultasten einrasten. Das Radio wird bei Betätigung der Wiedergabetaste automatisch mit abgeschaltet (häufige Fehlerquelle, da diese aus zwei untereinander liegenden Schaltern besteht). Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, UKW-KW-Teleskopantenne, externer Mikrofonanschluss, TB/TA-Anschluss für eine zusätzliche Tonquelle, Autoantennenanschluss, eingebauter 8Ohm/2VA-Lautsprecher LP 553, getrennte Höhen- und Tiefenregelung, elektronischer Umschalter Netz- und Batteriebetrieb und Kassettenlaufwerk mit automatischer Aussteuerung. Den Sternrecorder gab es in verschiedenen Ausführungen. Die erste Serie hatte ein lackiertes Sperrholzgehäuse mit waagerechten Lautsprecherauslässen. Dann folgten Geräte mit runden Lautsprecherauslässen und lackiertem Sperrholzgehäuse oder Kunststoffurnier. Diese gab es mit hellbraunem, dunkelbraunem oder sogar weißem Furnier sowie schwarzen oder selteneren weißen Schaltereinfassungen. Der Stern-Recorder hat bedingt durch sein Holzgehäuse und den großen Lautsprecher einen guten Klang, ist aber technisch noch sehr einfach ausgestattet und wiegt durch seine massive Bauweise stolze 4,5 kg.
Stern-Recorder R 1612
Bei den erst 1979 gebauten R 160 wurde die eingebaute Walzenskalenanzeige durch eine LED zur Batteriestandsanzeige ersetzt, die auch so beim optisch überarbeiteten R 1612 zum Einsatz kam. Das Gehäuse des R 1612 wurde außerdem optisch überarbeitet und hat senkrechte Lautsprecherauslässe, ein Typenschild an der Front, schwarze Griff- und Reglerknöpfe.
ARE 74 (R 160)
Auf Basis des R 160 wurde für die NVA der "Armee-Rundfunk-Empfänger ARE 74" bei Stern Radio in Berlin produziert. Im Gegensatz zum "ARE 71" und "ARE 80" besitzt das Gerät kein spritzwassergeschütztes Gehäuse. Optisch und meines Wissens auch technisch entspricht das Gerät komplett der ersten Version des R 160.
Anett
Der Anett-Recorder wurde von 1973-1982 parallel zum R 160 in den Antennenwerken Bad Blankenburg produziert. Das Gehäuse des Gerätes ist deutlich kleiner als das des Stern-Recorders und besteht aus schwarzem oder seltenerem beigefarbenen Plastik. Die erste Serie der Geräte ist noch komplett mit Transistoren bestückt. Der Recorder verfügt über einen UKW-Tuner mit 87,5-100 MHz und einer automatischen Scharfabstimmung (FU). Außerdem ist das Gerät für den Kurz- und Mittelwellenempfang ausgelegt. Das eingebaute Kassettenlaufwerk KGB4 verfügt weder über ein Pausentaste, noch lassen sich die Vor- und Rückspultasten einrasten. Das Radio wird bei Betätigung der Wiedergabetaste automatisch mit abgeschaltet. Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, UKW-KW-Teleskopantenne, Anschluss für Spezialmikrofon, Überspiel- und Lautsprecheranschluss, eingebauter 4Ohm/2VA-Lautsprecher LP 5534, Betriebsspannungsanzeige, Batteriekontrolle, elektronischer Umschalter Netz- und Batteriebetrieb und Kassettenlaufwerk mit automatischer Aussteuerung
Anett IS
Der "Anett IS" erschien Ende der 70-er als Nachfolgemodell des Anett-Recorders. An dem Gerät wurde wie beim parallel produzierten "Sonett ´77" erstmals der IC-Verstärker A205D verbaut. Hieraus resultiert auch die Zusatzbezeichnung "IS" für "Integrierte Schaltung". Ansonsten entspricht das Gerät technisch komplett dem Vorgänger. Optisch wurde eigentlich nur die Lautsprecherabdeckung und die Beschriftung verändert.
Anett IS 2
Beim ansonsten optisch und technisch komplett mit dem "IS" identischen "Anett IS 2" wurde lediglich das UKW-Band von 87,5-100 MHz auf 87,5-104 MHz erweitert und der IC-Verstärker A205 durch einen A202 ersetzt.
Stern-Recorder R 4000
Der R 4000 wurde ab 1977 als Nachfolger des R 160 bei Stern Radio in Berlin produziert. Das Gerät ist in ein schwarzes Plastikgehäuse eingebaut und etwas kleiner und leichter (4 kg) als der R 160. Bis auf den IC-Verstärker (A205E, Vorläufer des A210D) wurde es noch komplett mit Transistoren bestückt. Der Recorder verfügt über einen UKW-Tuner mit dem etwas verlängertem Frequenzband von 87,5-104 MHz und einer automatischen Scharfabstimmung (AFC). Der AM-Bereich wurde um ein zweites Kurzwellenband erweitert. Somit ist der KW1-, KW2- und MW-Empfang möglich. Das überarbeitete Kassettenlaufwerk verfügt über eine Pausentaste, die Vor- und Rückspultasten lassen sich jedoch immer noch nicht einrasten. Das Radio wird bei Betätigung der Wiedergabetaste automatisch mit abgeschaltet. Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, UKW-KW2-Teleskopantenne, Mikrofonanschluss, TA/TB-Anschluss, Autoantennenanschluss, 4Ω-Außenlautsprecheranschluss, eingebauter 4Ω/4VA-Lautsprecher (Importlautsprecher von Unitra Polen), getrennte Höhen- und Tiefenregelung, Batteriekontrolle über Empfangsanzeige, fest eingebautes Mikrofon, Bandzählwerk und Netzanschlusskabel fest am Gerät
Stern-Recorder R 4100
Das ab 1979 produzierte Nachfolgemodell R 4100 unterscheidet sich vom deutlich selteneren R 4000 nur durch das fehlende Bandzählwerk und die geriffelten statt zuvor glatten Gehäuseseiten. Die ersten R 4100 mit 31.000er (oder evtl. sogar 30.000er ???) Seriennummer wurden noch mit Chassis und Gehäuseteilen des R 4000 bestückt, die auch so im Netzkabelfach beschriftet sind. Es gab hier auch glatte Gehäuseseiten und Kassettenlaufwerke mit Befestigungslöchern für das Zählwerk. Zu erkennen sind diese Geräte von außen an den um 90° versetzten Plattenspieler- & Überspielanschluß aus Metall & Plastik statt der späteren zwei identischen Plastik-Diodenbuchsen. Teilweise wurde statt des RFT-Lautsprechers auch ein einfacherer Unitra-Lautsprecher aus Polen und eine Mini-LED-Skala wie beim KR 450 statt der Walzenskala verbaut. Die Geräte gab es mit schwarzen und deutlich selteneren silber- und anthrazitfarbenen Gehäusen.
Bruns KR 4100
Der Stern-Recorder R 4100 wurde unter der Typenbezeichnung „KR 4100“ über die Firma Bruns in der Bundesrepublik vertrieben. Technisch blieb der Recorder dabei unverändert. Statt des roten Stern-Radio-Logos an der Front verfügt das Gerät über ein schwarzes Schild ohne Beschriftung. An der Rückseite ist es nur mit einer FTZ-Nr. beschriftet und an der Oberseite mit Marken- und Typenbezeichnung, sodaß die eigentlich Herkunft nicht mehr erkennbar ist.
Stern-Recorder R 4200
Der R 4200 wurde parallel zum R 4000 und R 4100 bei Stern Radio in Berlin produziert. Das Gerät ist technisch und optisch weitestgehend identisch. Allerdings fehlt das eingebaute Mikrofon und die automatische Aussteuerung. Die analoge Empfangspegelanzeige wurde bei den letzten Geräten durch sechs Mini-LED´s ersetzt.
Stern-Recorder R 4300
Der R 4300 entspricht technisch und optisch komplett dem weiter unten beschriebenen KR 450. Vermutlich wurden die ersten Geräte noch unter der vierstelligen Stern-Typenbezeichnung vertrieben, bevor diese durch die wieder dreistellige Steracord-Typenbezeichnung abgelöst wurde.
KR 450 Steracord
Der KR 450 wurde ab 1982 als Nachfolger des R 4100 bei Stern Radio in Berlin produziert. Das Gerät ist in ein silbernes (Bild), anthrazitfarbenes oder seltenes schwarzes Plastikgehäuse eingebaut worden. Technisch weitestgehend identisch verfügt das Gerät nun über eine einfache Aussteuerungsanzeige mittels einer LED. Die analoge Empfangsanzeige wurde durch sechs LED´s ersetzt und die Soffittenlampe der Skala durch zwei Mini-LED´s im Zeiger. Die über einen IC A277D angesteuerte LED-Empfangsanzeige wurde auch bereits bei späteren R 4100 verbaut. Der KR 450 ging auch unter der Bezeichnung "Bruns KR 450" und "ET KR 450" in den Westexport.
KR 800 Steracord
Beim KR 800 handelt es sich um einen KR 450 mit osteuropäischem UKW-Frequenzband von 65-75 MHz, der technisch ansonsten unverändert blieb.
ARE 80 (R 410)
Parallel zum R 4100 wurde für die NVA der "Armee-Rundfunk-Empfänger ARE 80" bei Stern Radio in Berlin produziert. Das technisch baugleiche Gerät ist in ein gepolstertes Holzgehäuse eingebaut und somit gegen Spritzwasser geschützt. Die Schalter, Regler und das Kassettenfach sind zusätzlich abgedichtet und an der Rückseite befindet sich ein Fach für das Netzkabel sowie eine Kassette.
Babett (KTR 430)
Beim ab 1978 gebauten Babett-Recorder handelt es sich um eine einfache Ausführung des R 4000 in deutlich kleinerem Gehäuse. Es fehlen an dem Gerät das zweite Kurzwellenband, das eingebaute Mikrofon, Bandzählwerk, automatische Austeuerung und der feste Netzanschluss am Gerät. Die Walzenskalenanzeige für den Empfangspegel wurde durch eine einzelne LED ersetzt. Statt eines Griffes besitzt das Gerät einen Trageriemen.
Bruns Babett (KT 430)
Der Babett-Recorder wurde technisch unverändert durch die Firma Bruns in der Bundesrepublik vertrieben. Das Typenschild an der Front ist hierbei lediglich durch ein entsprechend größeres eigenes Logo überklebt. Entfernt man dieses, taucht dahinter der gewohnte RFT-Schriftzug in der Vertiefung auf. Das hintere Typenschild ist mit einer Funkentstörnummer der Bundespost versehen.
Mondivox 112
Der „Mondivox 112“ ist technisch identisch mit dem Babett-Recorder. Hierbei handelt es sich wohl um eine Exportversion für den Vertrieb in Frankreich.
KR 650 Steracord
Der KR 650 wurde von 1983-1987 als Nachfolger des KR 450 bei Stern Radio in Berlin produziert. Das Gerät besitzt meist ein braunes, seltener ein silbernes oder silbergraues Gehäuse (mit Lautsprecher-Chromrahmen) und ist etwas kleiner als der KR 450. Es verfügt über einen UKW-Tuner mit 87,5-104 MHz (bei wenigen Geräten auch 87,5 – 108 MHz) und einer automatischen Scharfabstimmung (AFC), des Weiteren über ein Kurz- und Mittelwellenband. Das Kassettenlaufwerk wurde von Geracord hergestellt (daher auch die Gerätebezeichnung "Steracord"). Die Vor- und Rückspultasten lassen sich mittlerweile einrasten und das Laufwerk ist mit einer Pausentaste ausgestattet. Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, UKW-KW-Teleskopantenne, TB/TA-Anschluss, Autoantennenanschluss, Außenlautsprecheranschluss, Klangregelung, Batteriekontrolle und Netzanzeige über eine LED, fest eingebautes Mikrofon, Empfangs- und Aufnahmepegelanzeige über sechs LED´s, Post Fading, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl und Zeigerbeleuchtung auf Tastendruck
AGEF KR 650
Der „AGEF KR 650“ entspricht technisch komplett dem normalen KR 650, wurde aber unter falschem Markennamen in Frankreich vertrieben.
Bruns KR 650
Der "Bruns KR 650" wurde über die gleichnamige Hamburger Firma in der Bundesrepublik vertrieben. Trotz der identischen Typenbezeichnung weicht das Gerät technisch etwas vom KR 650 ab. Es fehlt das Bandzählwerk und die Post-Fading-Funktion. Dafür blieb, im Gegensatz zum KR 660, die Empfangs- und Aufnahmepegelanzeige erhalten.
KR 660
Der "RFT KR 660" stellt die vereinfachte Ausführung des KR 650 dar und wurde bei EAW in Berlin/Treptow gefertigt. Die Geräte sind fast ausschließlich mit einem silbergrauen Gehäuse versehen. Es gibt aber auch Geräte in silber/schwarz (Bild) oder braun. Bei diesem Radiorecorder wurde auf das fest eingebaute Mikrofon, Bandzählwerk, Bandsortenwahl, Post Fading, Zeigerbeleuchtung, Empfangs- und Aufnahmepegelanzeige verzichtet. Wie auch beim KR 650 haben die Potis für die Klang- und Lautstärkeregelung oft Kontaktprobleme und die Frequenzregler brechen ganz gerne mal ab, da diese im Gegensatz zu anderen Modellen nur aus Plastik bestehen (ziemlicher Aufwand beim Wechseln).
Bruns KR 660
Der ebenfalls über die Firma „Bruns“ in der Bundesrepublik vertriebene Recorder entspricht trotz der geänderten Optik technisch komplett dem (DDR-)KR 660 und hatte ein braunes Gehäuse.
Bruns RR 6100
Der „Bruns RR 6100“ ist eigentlich der direkte Vorgänger des „Bruns KR 660“ mit grauem Gehäuse und transparenter (statt der später üblichen schwarzen) Kassettenfassung hinter der Abdeckung. Technisch ist das Gerät meines Wissens ebenfalls identisch mit der DDR-Ausführung.
AGEF KR 6510
Der KR 660 wurde mit silberfarbener Gehäusefront und unter der Bezeichnung "AGEF KR 6510" nach Frankreich exportiert. Technisch blieb das Gerät dabei fast unverändert. Es verfügt über einen UKW-Tuner mit 87,5-108 MHz (statt 87,5–104 MHz) und einer automatischen Scharfabstimmung (AFC), des Weiteren über ein Kurz- und Mittelwellenband. Das Kassettenlaufwerk wurde von Geracord hergestellt. Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, UKW-KW-Teleskopantenne, TB/TA-Anschluss, Autoantennenanschluss, Außenlautsprecheranschluss, Klangregelung, Batteriekontrolle und Netzanzeige über eine LED
RR 5325
Der ebenfalls mit dem KR 660 identische "RFT RR 5325" ging in den Export in die Bundesrepublik. Hierbei wurde ungewöhnlicherweise nicht die Hersteller-, sondern die Typenbezeichnung geändert. Die Recorder hatten zumeist ein graues Gehäuse (Bild). Es gab aber auch Geräte mit silberfarbener Gehäusefront und schwarzer Rückwand.
Mondivox (KR 660)
Der „Mondivox“ (Modellbezeichnung?) ist technisch identisch mit dem KR 660, allerdings mit verchromten Laufwerktasten. Hierbei handelt es sich wohl auch um eine Exportversion für den Vertrieb in Frankreich.
KR 2000
Der KR 2000 wurde ab 1985 auf Basis des SKR 700/701 bei Stern Radio in Berlin produziert. Das Gerät zeichnet sich durch seinen guten UKW-Empfang aus, ist aber durch den kleinen Mono-Lautsprecher klanglich mit den passenden Stereorecordern nicht zu vergleichen. Es verfügt über einen UKW-Tuner mit einem Frequenzband von 87,5-108 MHz, desweiteren über ein Kurz- und Mittelwellenband. Als Kassettenlaufwerk kam ein einmotoriges, motorgestütztes Laufwerk japanischer Lizenz zum Einsatz, das wie beim SKR 700 etwas anfällig ist. Das Laufwerk verfügt über sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und Rücklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Außerdem ist das Mithören während des Spulens möglich. Weitere Leistungsmerkmale: AM-Ferritantenne, UKW-KW-Teleskopantenne, zwei getrennte Anschlüsse für externe Tonquellen, Empfangspegelanzeige mittels zweier Mini-LED´s im Skalenzeiger, Netzanzeige und externer Lautsprecheranschluss. Der KR 2000 wurde auch in Einzelteilen und ohne Kassettenlaufwerk unter der Bezeichnung "Xirico 2010" für die gleichnamige Firma in Mozambique produziert. Die Bausätze ging dann aber (typisch DDR) in den Westexport. Restbestände wurden noch bis vor kurzem über den Elektronikversand "ELV" vertrieben (Bild unter "Kofferradios").
KR 2000 Designstudie
Neben der in größeren Stückzahl produzierten Standardausführung in optischer Anlehnung an den SKR 700 war der Recorder wohl ursprünglich mit etwas hochwertigerem Gehäuse geplant. Leider kam die Designstudie so nie zur Umsetzung.
Kassettenportables
KT 100
Das "Kassetten-Tonbandgerät 100" wurde Anfang der Siebziger als erster Kassettenrecorder der DDR durch Stern Radio in Sonneberg produziert. Es verfügt über ein sehr einfaches, einmotoriges Laufwerk, das über einen Hebelarm an der Unterseite bedient wird. Dieser schaltet den Antriebsmotor und Tonkopf zu und bewegt die Abspieleinheit mechanisch in die Kassette. Der KT 100 wurden teilweise mit Kunstledertasche und Trageriemen ausgeliefert. Weitere Leistungsmerkmale: integrierter Lautsprecher, Klangregelung, Kopfhöreranschluss, Pegelaussteuerung und Batteriekontrolle über Analoginstrument
Minett (KT 200)
Der Minett-Recorder (KT 200 ?) wurde ab 1973 in den keramischen Werken Hermsdorf produziert. Das Gehäuse des Gerätes ist deutlich kleiner als das des Sonett-Recorders und besteht aus beigefarbenem oder schwarzem Plastik. Der Recorder ist noch komplett mit Transistoren bestückt. Das eingebaute Kassettenlaufwerk KGB4 verfügt weder über ein Pausentaste, noch lassen sich die Vor- und Rückspultasten einrasten. Weitere Leistungsmerkmale: Klangregler; Mikrofon-, Überspiel- und Lautsprecheranschluss; Betriebsspannungsanzeige; elektronischer Umschalter für Netz- und Batteriebetrieb sowie Kassettenlaufwerk mit automatischer Aussteuerung
Sonett (KT 300)
Der Sonett-Recorder (KT 300) wurde ab 1973 bei Stern Radio in Berlin produziert. Das Gehäuse des Gerätes besteht aus schwarzem oder roten Plastik. Die erste Serie der Geräte ist noch komplett mit Transistoren bestückt. Das eingebaute Kassettenlaufwerk KGB4 verfügt weder über ein Pausentaste, noch lassen sich die Vor- und Rückspultasten einrasten. Weitere Leistungsmerkmale: Klangregelung, Anschluss für Spezialmikrofon, Überspiel- und Lautsprecheranschluss, eingebauter 4Ohm/2VA-Lautsprecher LP 5534, Betriebsspannungs- und Aufnahmeanzeige, elektronischer Umschalter für Netz- und Batteriebetrieb sowie Kassettenlaufwerk mit automatischer und manueller Aussteuerung
Sonett ´77
Der 1977 entwickelte "Sonett ´77" entspricht technisch und optisch weitestgehend dem "Ur"-Sonett (KT 300). Allerdings wurde an dem Gerät wie beim "Anett IS" der IC-Verstärker A202D verbaut. Außerdem kam statt des stabile Metallgriff des Vorgängers ein einfacher Plastikgriff zum Einsatz.
GC 6000 Geracord
Das GC 6000 wurde als erster Recorder der Geracord-Serie ab Anfang der Achtziger produziert und entspricht technisch weitestgehend dem nachfolgend beschriebenen GC 6022. Es fehlt lediglich das Zählwerk, der Bandsorten-Umschalter und der USK-Knopf. Der Umschalter „H/A“ (Hand/Automatik) ist noch mit „Hand“ beschriftet. Vermutlich gibt es die Geräte auch nur mit französischer Beschriftung.
GC 6020 Geracord
Das GC 6020 wurde ab 1981 bei Geracord produziert. Als Laufwerk kam das Gleiche wie beim KR 650/660 zum Einsatz. Es verfügt über sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und Rücklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Die Pegelaussteuerung kann automatisch erfolgen oder manuell über den rechten Schieberegler. Pegelüberschreitungen werden durch eine LED angezeigt. Die Geräte wurden teilweise mit Kunstledertasche, Trageriemen und Überspielkabel ausgeliefert. Weitere Leistungsmerkmale: Klangregelung, Kopfhöreranschluss, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, Batteriekontrolle, Netzanzeige, 12V- und Verstärker-Anschluss.
GC 6022 Geracord
Das GC 6022 entspricht technisch dem GC 6020. Allerdings fehlt die separate Batteriekontrolle. Als Laufwerk kam wieder die einmotorige Vollplastausführung der GC-Serie zum Einsatz. Die Pegelaussteuerung kann automatisch erfolgen oder manuell über den rechten Schieberegler. Pegelüberschreitungen werden durch eine LED angezeigt. Weitere Leistungsmerkmale: Klangregelung, Kopfhöreranschluss, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, Netzanzeige, 12V- und Verstärker-Anschluss
Bruns Monocord 6019/6020
Das Geracord 6020 wurde unter der Bezeichnung "Bruns Monocord 6019" (Bild) und „Bruns Monocord 6020“ auch in der Bundesrepublik vertrieben. Leistungsmerkmale: Einmotoriges Geracord-Laufwerk mit automatischer und manueller Pegelaussteuerung, Anzeige-LED für Pegelüberschreitungen, Klangregelung, Kopfhöreranschluss, Bandzählwerk mit Memory-Taste, Bandsortenwahl, Batteriekontrolle, Netzanzeige, 12V- und Verstärker-Anschluss
Bruns Monocord 6021
Das Geracord 6020 wurde etwas abgespeckt als "Bruns Monocord 6021" auch in der Bundesrepublik vertrieben. Leistungsmerkmale: Einmotoriges Geracord-Laufwerk mit manueller Pegelaussteuerung, Klangregelung, Kopfhöreranschluss, Batteriekontrolle, Netzanzeige und Verstärker-Anschluss
GC 5001 LCR
Das GC 5001 LCR (Lobensteiner Cassetten-Recorder) löste Mitte der Achtziger die 60er-Serie ab und wurde mit verkleinertem Gehäuse bei Geracord in Lobenstein produziert. Das eingebaute einmotorige, motorgestützte Lizenz-Laufwerk verfügt über sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und Rücklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Außerdem ist das Mithören während des Spulens möglich. Die Spannungsversorgung erfolgt über das integrierte Netzteil oder R14-Batterien. Weitere Leistungsmerkmale: Tragegriff, integriertes Mikrofon, Bandzählwerk, Bandsortenwahl, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss
Diktiergeräte
Mira (MR 76)
Das Diktiergerät Mira wurde ab 1981 in Gera produziert. Wie beim SKR 500 kam ein Geracord-Laufwerk der ersten Serie mit seitlichem Antriebsmotor zum Einsatz. Es hat sechs Tasten für Aufnahme, Wiedergabe, Pause, Vor- und Rücklauf, sowie eine Taste zum Stoppen und Öffnen des Kassettenfaches. Das Gerät verfügt über ein integriertes Netzteil, Mikrofon, Lautsprecher, Netzanzeige, 6V-, Überspiel- und Kopfhöreranschluss. Die erste Serie hatte noch einen Ledertrageriemen, verchromte Tasten und Seitenteile, auf die dann später verzichtet wurde.
Mira Diktat
Spätere Mira-Recorder wurden unter der Bezeichnung „Mira Diktat“ vertrieben, sind aber technisch wohl komplett identisch.
Mira Diktat S
Das Mira Diktat S entspricht technisch dem normalen Mira-Recorder, allerdings fehlt das integrierte Mikrofon. Die Geräte gab es mit schwarzen und orangefarbenen Gehäusen, aber grundsätzlich nur mit schwarzen Laufwerktasten und Lautstärkeregler.
Mira Parat
Der Mira-Parat dürfte technisch und optisch weitestgehend mit dem Mira Diktat S identisch sein.
KDG-Ü
Einige Mira-Diktat-Recorder wurde auch komplett mit Koffer und umfangreichen Zubehör unter der Bezeichnung "Kommandeur-Diktiergerät Übergangslösung" (KDG-Ü) an die NVA ausgeliefert (Verwendung wohl eher fragwürdig).
HDG 200
Das HDG 200 entspricht technisch weitestgehend dem nachfolgend beschriebenem HDG 242. (Nähere Infos und Bild gesucht)
HDG 242
Das als Nachfolger des Mira-Recorders in Gera produzierten "Hand-Diktier-Geräte 242" ist teilweise baugleich mit dem Stereo-Walkman LCS 1010, nur daß bei diesem Geräten Lautsprecher und Mikrofon bereits integriert sind. Es verfügt über ein sehr einfaches, einmotoriges Laufwerk mit drei Tasten für Aufnahme/Wiedergabe, Vorlauf und zum Stoppen bzw. Öffnen des Kassettenfaches. Die Spannungsversorgung erfolgt über vier R6-Batterien.